@nereus, Weiner, Ostfriese, Lampe et al: Eure Kommentare zu Putins Rede für Davos...

stokk, Sonntag, 31.01.2021, 09:22 vor 1807 Tagen 3573 Views

bearbeitet von stokk, Sonntag, 31.01.2021, 10:16

... werden hier schon erwartet...

Er stellt dabei die Monopolstellung der "Digitalen Riesen" in Frage.

Putins Rede in Davos, simultanübersetzt


Gruß
stokk

… Revolution noch vor morgen früh."

Ostfriese @, Sonntag, 31.01.2021, 15:59 vor 1806 Tagen @ stokk 2253 Views

Hallo stokk

Putins Aussage

Er stellt dabei die Monopolstellung der "Digitalen Riesen" in Frage.

ist höchstens sein einziger selbst formulierter Satz! Alle Reden auf Schwabs Forum dienen letztendlich dem Zweck, die Untertanen in ihrer Passivität zu belassen und ihnen die systemischen Hintergründe in Henry Fords Sinne: "Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine …, nicht bewusst werden zu lassen. Den Debitisten interessiert nur die Entwicklung Russlands in den letzten Jahrzehnten.

Stalin, Molotow und ihre Entourage hatten wohl insgeheim viel von Nikolai Kondratjew, der am 17. 9. 1938 hingerichtet wurde, im Hinblick auf Reichsgründungen gelernt, als sie bekundeten, dass der Marshallplan 'ein vergiftetes Geschenk' sei, für das gelte: "Die Länder, die es annehmen, riskieren ihre Unabhängigkeit und ihre nationale Souveränität". Der Marshallplan habe nur das Ziel, mithilfe ihrer Ausdehnung nach Europa, die USA zu retten und ein Imperium zu errichten. George C. Marshall formulierte den Plan so: "Als Sinnbild eines hehren Ziels, der Verteidigung einer bestimmten Form der Zivilisation, die uns gemeinsam ist."

https://www.arte.tv/de/videos/079409-003-A/geschehen-neu-gesehen-wahre-geschichte/

Ich denke, dass die Sowjetunion scheitern musste, weil sie letztendlich einen erfolgreichen ökonomischen Debitismus im Reich nicht installieren, realisieren und verfestigen konnte. Für den russischen Präsidenten war der Zerfall der Sowjetunion die "größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts". Da ich das nicht in meinen eigenen Worten ausformulieren möchte, zitiere ich M. Hudson:

"Russland wurde vom Westen einer Gehirnwäsche unterzogen, als die Sowjetunion 1991 auseinanderbrach. Zunächst einmal kündigte der IWF im Voraus an, dass es ein großes Treffen in Houston mit dem IWF und der Weltbank geben würde. Und der IWF veröffentlichte seinen gesamten Bericht, in dem es hieß: "Zuerst wollt ihr keine Inflation in Russland, also lasst uns alle russischen Ersparnisse mit Hyperinflation vernichten, was sie auch taten. Dann sagten sie, nun, um die Hyperinflation zu heilen, braucht die russische Zentralbank eine stabile Währung, und ihr braucht ein Backup für die Währung. Ihr müsst sie mit US-Dollar absichern. Also, ab den frühen 1990ern, wie Sie wissen, wurde die Arbeit nicht mehr bezahlt. Die russische Zentralbank hätte Rubel schaffen können, um die einheimischen Arbeiter zu bezahlen und die Fabriken am Laufen zu halten. Aber die IWF-Berater aus Harvard sagten, nein, ihr müsst euch US-Dollars leihen. Ich traf mich mit Leuten vom Hermitage Fund und dem Renaissance Fund und anderen. Wir hatten Treffen und ich traf mich mit den Investoren. Russland zahlte jahrelang 100 Prozent Zinsen an führende amerikanische Finanzinstitute für Geld, das es nicht brauchte und selbst hätte schaffen können. Russland war vom Stalinismus so entmutigt, dass es im Grunde dachte, das Gegenteil des Stalinismus müsse das sein, was sie in Amerika haben. Sie dachten, dass Amerika ihnen sagen würde, wie Amerika reich geworden ist, aber Amerika wollte Russland nicht sagen, wie es reich geworden ist, sondern wollte Geld aus Russland machen. Sie haben es nicht verstanden. Sie vertrauten den Amerikanern. Sie haben nicht wirklich verstanden, dass der industrielle Kapitalismus, den Marx beschrieben hat, sich in einen Finanzkapitalismus verwandelt hat und völlig anders war. … Sie können nur durch den Verkauf in den Westen abkassieren. Und so wurde der russische Aktienmarkt ab 1994 mit Norilsk Nickel und den sieben Bankern im Deal "Bankkredite gegen Aktien" bis 1997 der führende Aktienmarkt der Welt. Und ich hatte für eine Firma Scutter Stevens gearbeitet, und die Chefberaterin, eine ehemalige Studentin von mir, wollte nicht in Russland investieren, weil sie sagte, das ist nur eine Abzocke, es wird abstürzen. Sie wurde gefeuert, weil sie nicht investierte. Sie sagten, schau, wir wissen, dass es abstürzen wird. Das ist die ganze Idee, dass es abstürzen wird. Wir können vor dem Absturz eine Menge Geld damit machen. Und wenn er dann abstürzt, können wir durch Leerverkäufe ein weiteres Vermögen machen und dann geht alles wieder von vorne los."

https://www.unz.com/mhudson/the-consequences-of-moving-from-industrial-to-financial-cap...

Man braucht keine Armee, um ein Land zu zerstören, es gilt, den amerikanischen Neoliberalismus umzusetzen. Putin zählt zu den 'Eurasianisten', die sich zu einer Allianz zwischen Russland und Europa bekennen - von Lissabon bis Wladiwostok. Die Zukunft der Ostseepipeline Nord Stream 2, die mehr als ein Wirtschaftsprojekt ist, wird es zeigen.

Gruß - Ostfriese

Die Initiative, drei Meere.

aprilzi @, tiefster Balkan, Sonntag, 31.01.2021, 16:38 vor 1806 Tagen @ Ostfriese 1766 Views

bearbeitet von aprilzi, Sonntag, 31.01.2021, 16:44

Hi,

heute will man mit der Initiative der drei Meere, also das Baltische, das Adriatische und das Schwarze Meer eine ähnliche Initiative verwirklichen, um den russischen Einfluss zu dämmen.
Hierin beteiligen sich also Österreich, Kroatien, Polen, Rumänien, Bulgarien .. daran.

Mit der Aussage Putins, dass die Sowjetunion ein erstrebenswerter Block sei, ist die imperialistische Sichtweise der Russen unverkennbar. Das muss derzeit Bulgarien spüren, wo die Russen den Hass in Makedonien gegen Bulgarien schüren mit der Hilfe der blutrünstigen Serben.
So bezahlte Bulgarien bis vor kurzem den teuersten Gaspreis aus Russland. Ein Serbe hatte noch gestern in Makedonien Bulgarien als einen faschistischen Staat beschimpft. In Makedonien wurde ihm von niemandem widersprochen. In die gleiche Richtung äußern sich hier in Bulgarien altbekannte kommunistische Juden.

In Makedonien hatte der makedonische Premier Zaev die Erlernung der serbische Sprache wahlweise in der Schule zurück eingeführt, das geschah vor ein paar Tagen. Diese wurde schon 2007 von der derzeitigen proserbischen Opposition damals abgeschafft. Das geschieht unter dem Druck Russlands. Wer meint, die Russen werden die Umpolung Makedoniens, das sie seit 1945 vorantrieben, sich verabschieden werden, hat sich sehr geirrt.

Die Umvolkung und Umprogrammierung ganzer Völker ist ein Standartprogramm der russischen Denkweise.

Insofern ist Russland derzeit kein Deut besser als die ehemalige Sowjetunion.

Die Sowjetunion zerbrach, weil seine Satelitten-Staaten nach Russland meist Schrott lieferten und die Sowjetunion sich nicht leisten konnte, alle auszuhalten.

Russland hat aus seiner Vergangenheit nichts gelernt. Es sind die gleichen brutalen Methoden wie aus dem Zarenreich geblieben.

Gruß

"Russische" Einschätzung der Situation - Frankreichs "Zulangen" auf dem Anleihenmarkt - "Corona-Wunder" nach der ersten Woche "Biden-Amtszeit"

Olivia @, Sonntag, 31.01.2021, 17:33 vor 1806 Tagen @ stokk 1898 Views

bearbeitet von Olivia, Sonntag, 31.01.2021, 17:37

Der Autor des nachfolgend verlinkten Videos faßt die derzeitige Situation sehr gut und neutral zusammen. Für uns Europäer interessant, die unter der "Decke" stattfindenden "Anleihenaktivitäten" unserer Freude vom anderen Rheinufer. Ja, die Presse ist ja so voll mit lauter "wichtigen" Corona-Themen.... da hat man dann keine Zeit für solche "Beobachtungen".

Interessant, dass die "Pandemie" in den hysterischsten Staaten gleich eine Woche nach der Amtszeit unseres "Grenzdebilen" bereits "verschwunden" war. Im Klartext: CA soll alles an die "regionalen Entscheider" weitergegeben haben. Es gibt keine CA-Ausgangssperren etc. mehr.

Auch auf Putins Ansprache wird eingegangen: Dem Autor war wichtig mitzuteilen, dass P eine "vorsichtige" Warnung in Richtung des "Schnellunterzeichners" gesendet hat. Etwas was wohl zu Zeiten von Trump nicht erforderlich war.

Die "Ziele" der Pandemie scheinen (zumindest in Teilen der Welt) inzwischen weitestgehend erreicht. Insofern dürften wir wohl bald mit einer "Entwarnung" rechnen können. Dann können wir wenigstens wieder ungestört unserer Arbeit nachgehen.

Und dieser "Zukunftsprophet" - seinen Namen vergesse ich ständig, obwohl sein Buch bei mir liegt - ja, was soll man da noch sagen. Mir wird schlecht, wenn ich den nur sehe. Ein interessanter Name tauchte bei meinen "Ausflügen" ins Netz in den letzten Tagen auf. Sommerset Belenoff. Nie vorher gehört. Allerdings soll sich Putin zu dieser Dame geäußert haben. Trump übrigens auch. In den letzten Tagen tauchen im Internet Seiten/Berichte über sie auf. Was man davon halten soll, weiß ich nicht. Einen Link setze ich nicht. Wer interessiert ist, muss selbst suchen. Wäre wohl eine Angelegenheit, die zu den Recherchen von nereus paßt.

Ah, bevor ich es vergesse :-) - Hier der Link zu dem o.g. Vortrag in Deutsch.

https://www.youtube.com/watch?v=AKL2-Ra8pmU

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