Was ist ein Onlinedepot? Eine Schuldverschreibung oder ein Tresor?

re-aktionaer @, Sonntag, 03.01.2021, 17:57 vor 1838 Tagen 1694 Views

Nachdem ich mich in stürmischen Zeiten wie diesen wieder daran dachte ein Depot zu eröffnen, habe ich meine Hausbank angewiesen dieses für mich einzurichten. Bei der Zusendung der finalen Dokumente zur Eröffnung, wurde mir eine Einlagensicherung bis 100.000€ zugestanden... wir reden von einem Aktiendepot!
Nach meinem bisherigen Verständnis sind Aktien die ich auf einem Depot liegen habe mein Eigentum und ich habe es der Bank nicht geliehen. Das Depot ist also eine digitale Form von Tresor - sein Inhalt aber nicht in der Konkursmasse der Bank.
Dann sah ich, dass die Bank interessanterweise immer von einem "Depotkonto" spricht. Ist das ein Kniff und sie reissen sich einfach meine Wertpapiere unter den Nagel und schreiben mir frech einen Schuldschein, ohne mir dies zu sagen?
Wie ist das bei anderen Onlinedepots? Landen da die Wertpapiere im Falle des Falles auch plötzlich in der Konkursmasse des Depotanbieters? Hat hier jemand Erfahrung?
Wie kann man heute eigentlich offline Wertpapiere erwerben und daheim lagern? Geht das noch?
Über Infos würde ich mich sehr freuen, bevor ich meinen Bankberater grille.

Kommt drauf an, wie mein Anwalt immer sagt...

der_Chris @, Nördl. Ruhrgebiet, Sonntag, 03.01.2021, 19:23 vor 1838 Tagen @ re-aktionaer 1737 Views

Nachdem ich mich in stürmischen Zeiten wie diesen wieder daran dachte ein Depot zu eröffnen, habe ich meine Hausbank angewiesen dieses für mich einzurichten. Bei der Zusendung der finalen Dokumente zur Eröffnung, wurde mir eine Einlagensicherung bis 100.000€ zugestanden... wir reden von einem Aktiendepot!

Bei der Einlagensicherung gehts um die Knete, die du nicht investiert hast, sondern auf deinem Konto liegt. Dafür muss der Depot/Kontohalter auch die Einlagensicherung garantieren.

Nach meinem bisherigen Verständnis sind Aktien die ich auf einem Depot liegen habe mein Eigentum und ich habe es der Bank nicht geliehen. Das Depot ist also eine digitale Form von Tresor - sein Inhalt aber nicht in der Konkursmasse der Bank.

Korrekt, Bank ist Treuhänder.

Dann sah ich, dass die Bank interessanterweise immer von einem "Depotkonto" spricht. Ist das ein Kniff und sie reissen sich einfach meine Wertpapiere unter den Nagel und schreiben mir frech einen Schuldschein, ohne mir dies zu sagen?

Depot und Konto gehören quasi zusammen, wenn du selber handeln willst.

Wie ist das bei anderen Onlinedepots? Landen da die Wertpapiere im Falle des Falles auch plötzlich in der Konkursmasse des Depotanbieters? Hat hier jemand Erfahrung?

Nein, aber der Insolvenzverwalter gibt das Depot frei und das kann dauern. Blöd wenn man schnell verkaufen will oder muss...

Wie kann man heute eigentlich offline Wertpapiere erwerben und daheim lagern? Geht das noch?
Über Infos würde ich mich sehr freuen, bevor ich meinen Bankberater grille.

Das hängt vom Unternehmen ab, du wirst wahrscheinlich kaum noch Unternehmen finden, die ihre Aktien als Briefe ausgeben, zumeist sind das digitale Aktien, um es mal so zu beschreiben, ich bin mir nicht ganz sicher, glaube man kann auf physische Auslieferung bestehen, kann aber richtig teuer werden, weil wie gesagt die Stücke zumeist in Sammelverwahrung ohne einzelnen Druck einer Aktie verwahrt werden.
Grundsätzlich gehören die Aktien NICHT der verwahrenden Bank.

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Gruß
Der_Chris

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Danke für die Antwort

re-aktionaer @, Montag, 04.01.2021, 20:18 vor 1837 Tagen @ der_Chris 786 Views

Das klingt sehr plausibel.

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