Warum erwähnt denn keiner der Krypto-Auguren IOTA?
Ich habe mich in der letzten Zeit ein bisschen mit den Krypro-Währungen beschäftigt und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich einzig und allein IOTA einen wirtschaftlichen Wert zuspreche. IOTA braucht keine zentralen Miner zur Bestätigung von Transaktionen, ist dezentral aufgebaut, braucht keine ständig wachsenden Rechenkapazitäten zur Ermittlung einer neuen Blockchain, IOTA wird immer schneller, je mehr das Netzwerk genutzt wird. Da ich dem Internet of things und der Kommunikation zwischen Maschinen - unabhängig vom Menschen - und künstlicher Intelligenz sehr gute Zukunftsperspektiven einräume, sehe ich ausgesprochen gute Aussichten für IOTA zur Entfaltung seines Potentials als Medium der Abrechnung und Protokollierung von Transaktionen zwischen Maschinen.
Mir ist allerdings noch unklar, wie man langfristig mit IOTA Geld verdienen kann, da ich nicht erkennen kann, wie man mit IOTA Knappheiten herstellen kann. Man könnte natürlich IOTA als eine Art digitales Kassenbuch lizensieren und bei jeder Kommunikation zwischen den Maschinen wird eine Provision an eine zentrale Instanz abgeführt. SAP hat ja auch Modelle, wo der EDI-Verkehr zwischen 2 Unternehmen lizensiert, nach Volumen abgerechnet wird und SAP hierfür eine Lizenzgebühr erhebt.
Bitcoin ist zwar knapp und kann nicht beliebig vermehrt werden. Bisher stiftet der Bitcoin jedoch noch keinen wirtschaftlichen Nutzen, sondern dient einer relativ kleinen Gemeinde als Spekulationsobjekt, so wie vor einigen hundert Jahren die Tulpenzwiebel.
Anders sieht es aus, wenn eine Zentralbank ihr Zahlungsmittel nicht mehr an Gold, sondern an Bitcoin bindet. Dann würde der Bitcoin durch die Decke gehen. Prinzipiell ist es ja egal, ob eine Zentralbank Gold oder Bitcoin in seine Bilanz aufnimmt. Hauptsache der Aktivposten ist knapp und begrenzt so die Ausweitung der Geldmenge. Das würde dann natürlich im Gegenzug zu einem massiven Verfall des Goldpreises führen.
Dass der Bitcoin mal Zahlungsmittel wird, glaube ich nicht. Ich kann mir höchstens das soeben erwähnte Szenario vorstellen.
Gruß Plancius
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"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER