Perlen vom Ketzer

el_mar, Freitag, 01.01.2021, 12:44 vor 1841 Tagen 7591 Views

Ich hoffe, der Baldur hat nichts dagegen, dass ich einige seiner Schnipsel, die ich auf meiner Festplatte gespeichert hatte, hier hervorkrame:

Blick in die Zukunft
Ich bin davon überzeugt, daß die 5-8 Jahre Umwälzungen in derzeit nicht für möglich gehaltenem Ausmaß bringen werden.
In China entsteht eine eigene Autoindustrie mit unglaublichem Potential, das ist der Absatzmarkt der Zukunft schlechthin, was andererseits bedeutet, daß dort auch der Absatzmarkt der Zulieferer ist, und auf Sicht die ganzen mittelständischen Autozulieferer samt deren Zulieferanten (Werkzeugmaschinen etc.) einem Sog nach Asien unterliegen. Eine heimische Produktion wird immer schwieriger werden, und der Transport von irgendwelchen Metallteilen in Containern um die halbe Welt stellt heute kein Hindernis mehr dar.
Dagegen gibt es Produkte, bei denen die heimische, kleinräumige Produktion einen Wettbewerbsvorteil genießt, die Produkte sind frischer, stammen aus nachvollziehbarer Erzeugung.
Beispiel Nahrungsmittel und Energieträger (Biomasse).
Die Brennstoffzellen scheinen den Durchbruch geschafft zu haben, man rüstet jetzt Campingmobile und Handys damit aus, was einen Nachfrageschub für Methanol nach sich ziehen sollte, was man wiederum aus Biomasse vor Ort erzeugen kann.
Die Überalterung wird alles, was im Pflegebereich liegt, anschieben, von barrierefreiem, betreuten Wohnen bis hin zu Reisen für Gebrechliche oder Hilfsmitteln für alterstypische Einschränkungen.
Andererseits wird entspart, Aktien etc. werden für die hohen Kosten im Alter verkauft, ebenso wie zu groß gewordene Häuser, deren Unterhalt nicht mehr zu schaffen ist (Gartenpflege, Dachrinnen säubern usw.) und die nicht mehr den Bedürfnissen entsprechen (zusperren und in urlaub fahren, keine Treppen mehr etc.).
Dies sollte aus meiner Sicht konstanten deflationären Druck auf Aktien und EFH erzeugen.
Bildung muß ein privates Anliegen werden, nur der kompetente hat heute Chancen, und deswegen wird der Bildungsbereich ein interessantes Betätigungsfeld bleiben, zumal die bloße sprachliche Übersetzung eines didaktisch aufbereiteten Lernprogramms ein leichtes ist, um dann die ganze Welt damit beliefern zu können - die Video- und Computerstandards sind ja eh gleich.
Auch lokal erzeugte Energie wird immer benötigt, eher mehr als bisher, was einen sicheren Absatz für alle diesbezüglichen, innovativen Produkte sichern sollte.
Im Nahrungsmittelbereich könnte ich mir vorstellen, daß Aquakulturen gute Chancen in leerstehenden Fabrikhallen bieten, es entfallen die weiten Transportwege von der Küste, die Versorgung ist unabhängig von schwankenden Fangergebnissen, die Qualität ist konstant.
Deutschland bliebt ein großer Markt in der Mitte Europas, der auch dann noch interessant ist, wenn er weiter schrumpft. Man muß eben etwas finden, das nicht jeder andernorts beliebig kopieren kann.
Ich sehe keine Anzeichen für eine Trendwende, daß irgendetwas für ein erneutes breites Wirtschaftswachstum in Deutschland sorgen könnte. Also wird es weiter langsam, aber konstant erodieren, die Schere zwischen wohlhabend und bedürftig wird weiter aufgehen, was den Markt für Sicherheitstechnik positiv betrifft.
Die sorgenvolle äußere Meckerstimmung führt zu einer Rückbesinnung auf Heim und Familie, so daß für Hobbies und persönliche Freude (Events) immer noch Wachstumspotential vorhanden sein sollte.
Die Vergangenheit lehrt, daß in katastrophalen Zeiten Musik, Kultur, Ablenkung und dergl. stark gefragt waren, ganz im Gegenteil zu dem, was man erwarten würde. Das wird wohl weiter eine konstante Nachfrage erfahren.
Im Vermögensverwaltungsbereich liegen unverändert Chancen, denn dort ist das Geld ja schon vorhanden, das in anderen Branchen erst mühsam erwirtschaftet werden soll. Und per Saldo ist in Europa sehr viel Kapital vorhanden, es fehlt derzeit an aussichtsreichen Anlagen, was wiederum am Projektsektor vielversprechend sein müßte, Ideen und Kapital zusammenzuführen.
Immobilien in der BRD, mein altes Haßthema, sehe ich im Gegensatz zu Euklid als schlechte Investition an, mit Ausnahme vielleicht von rein land- und forstwirtschaftlichen Flächen.
Deutschland hat von allen umliegenden Ländern die größten Lasten zu schultern, auch in Zukunft, die geringsten Standortanreize, und die größten bürokratischen Hemmnisse, noch dazu ein vergiftetes Investitionsklima. Dazu noch die lukrativsten Wettbewerber in der unmittelbaren Nachbarschaft.
Ich sehe insbesondere die schlechte Stellung des Vermieters und die wachsenden Lasten durch zahlungsunfähige Sozialfälle, die Unsicherheiten bei kommunalen Kostenüberwälzungen, und die schwindende zahlungskräftige Bevölkerung. Da wird es noch weiter runter gehen mit den Werten.
Aus den über die Feiertage geführten Gesprächen geht hervor, daß kaum eine deutsche Firma noch strategische Planungen hat, fast alle kämpfen ums Überleben der nächsten paar Monate. In diesem Klima ist auch eine Fremdfinanzierung durch Banken massiv erschwert (Basel II), was den Wirtschaftsstandort aus mittelständischer Sicht nochmals abwertet.
Ob die ganzen europäischen Industrienationen den Wandel überhaupt aushalten, ist für mich völlig offen. Wachstum hängt auch mit der Bevölkerungsnetwicklung zusammen, und die stagniert im Westen bzw. ist rückläufig, während sie in Asien wächst. Enstprechend ist für mich die von Faber u.a. prognostizierte Verlagerung der Wohlstandsansammlung zwingend.
Als Europäer wird man davon aber nur selten profitieren können, insb. China ist eine geschlossene ethnische Gesellschaft, und hat durch die Auslandschinesen genug eigene Kapitalmittel.
Wie Erich B. schon seit langem schreibt, bräuchte es einen weiteren großen Technologiedurchbruch, der dem Westen nochmals Luft verschaffen könnte, indem er den bislang vorhandenen Wissensvorsprung in Werkstoffwissenschaften, Verfahrenstechnik etc. nutzen könnte.
Der schwindet aber zusehends, und bis es zur billigen Nachahmung und Kopie käme, würde nicht lange dauern, es sei denn, es wären nach außen unbekannte, nicht patentierte Syntheseverfahren.
Wenn man also eher eine Schrumpfung in Europa annimmt, verlieren die Exportbranchen an Bedeutung, und alles, was lokal produziert werden muß, gewinnt wieder an Bedeutung (eben Energieerzeugung, Kaufkraft bleibt daheim, Nahrungsmittel).
Auch alles, was für die vorhandene Bevölkerung an Verbrauch anfällt, wird Bestand haben.
Wachsende Bevölkerung bringt mehr Nachfrage und mehr Absatz bei medizinischen Produkten mit sich, ein Zahn in China unterscheidet sich nicht von einem schweizerischen, auch die mögliche Behandlung ist gleich. Auch mehr Nachfrage nach typischen Wohlstandsprodukten (Markenartikel) sollte in einer wachsenden Gesamtbevölkerung gesichert sein, und da ist es dann wieder eine Frage von Marketing etc., sowie penibler Qualitätssicherung, die den Europäern einen Vorsprung erhalten kann (Mode, Fahrzeuge, Uhren, Schmuck).
Bei Massenprodukten kann der Absatz schrumpfen, aber er kann nie auf Null fallen, insb. im Ersatzmarkt. Autos brauchen Reifen, Auspuffanlagen, Bremsen, die Nahrungsmittelindustrie braucht täglich frische Eier, usw. - hier ist es dann *nur* ein Kostenproblem, aber kein Absatzproblem an sich.
Im Investitionsgüterbereich aber kann es in kurzer Zeit zu einem völligen Absatzzusammenbruch kommen.
Ich denke nicht, daß wir wirklich in eine Informationsgesellschaft transformiert werden, eher sehe ich ein Zurückschlagen des Pendels hin zu einer Entglobalisierung und erneuten Betonung des lokalen Marktes, einfach deswegen, weil wir mit dem billigen Ausland nicht mehr Schritt halten können, und uns die Märkte dort verloren gehen.
Egal, wo und wie, bestimmte Dinge gehören zum täglichen Lebensbedarf, ob nun Nahrungsmittel, Bildung, Versorgung, oder Kultur. Und die beinhalten aus meiner Sicht die größten Zukunftschancen, für alle, die hier bleiben möchten und trotzdem was verdienen.
Das, was wir aktuell in Europa haben, ist eine Oligarchie der Großkonzerne, die im Politfilz derartige Markteintrittshürden aufgebaut haben (Vorschriften, Richtlinien, den ganzen Käse, Haftungen), daß ein Kleiner nicht mehr dagegen ankommt.
Theoretisch ist es einfach zu sagen, man muß nur flexibel genug sein, dann wird man seine Lücke schon finden, die der Große nicht abdecken kann.
Das ganze fällt aber in ein Klima der allgemeinen Skepsis, der Kaufzurückhaltung, der verunmöglichten Fremdfinanzierung durch klemmende Banken. Insofern ist der theoretisch gangbare Weg in der Praxis durch Hürden versperrt.
Nur ist das kein Problem der Marktwirtschaft, die will das ja gerade vermeiden und jedem Chancen einräumen, das ist das Problem der seichten versauerten real existierenden Mafiastaatswirtschaft. Die weit über die Grenzen Affistans hinausgewuchert ist und ein gesamteuropäisches Problem darstellt.
Toll kritisiert, aber was hilfts, wo ist der Ausweg ?
In letzter Zeit kamen mir manchmal Gedanken, auszusteigen, so lange noch Substanz vorhanden ist, und irgendwo nach Kanada oder Skandinavien zu gehen, wo Grund noch relativ erschwinglich ist und Selbstversorgung möglich - unser schlauer Fuchs Oldy hat das schon vor vielen Jahren gerochen.
Die Frage ist, wo soll man als kleiner Einzelkämpfer ansetzen, was die großen nicht genügend betreuen können ?
Dann kommt man auf die Zielgruppe der sehr vermögenden (weltweit) und auf Nischen, die großes Know-How verlangen, für das die großen zu schwerfällig sind. Die kommen erst und kaufen die Ergebnisse, wenn das Patent fertig ist und es funktioniert. Oder klauen es.
Ohne eine Erfindung, einen Geistesblitz, ohne ein Knüllerprodukt, das sonst noch niemand sah, wird man den großen Wurf kaum mehr schaffen, vor allem zählt die beharrlich zuverlässige gute Leistung heute nichts mehr, man muß vielmehr etwas derart außergewöhnliches können, machen oder haben, das die anderen im Moment nicht zustande bringen.
Was Dich einerseits in den Dienstleistungssektor führt und Du persönliche Fähigkeiten anbieten kannst, oder in die Erfindung von Produken, oder man akzeptiert die Mitläufereigenschaft und sucht sich Nischen in bestehenden Giganto-Branchen, wie der Pharma-Industrie (nicht jedermanns Sache).
Die ganze Preiskalkulation läuft darauf hinaus, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel mitnehmen zu müssen, weil es absehbar ist, wann ein Konkurrent alles ohne Notwendigkeit auf Null runterzieht.
Ich hatte mal einen Konkurrenten, der sagte, wenn er von Produkt X 100.000 Stück verkaufe und dabei eine Mark am Stück hätte, wäre er doch sehr zufrieden damit. Nur, daß der Jahresabsatz effektiv eher im Bereich von 1000 - 2000 lag. Und solche Arschlöcher hast Du an jeder Ecke sitzen.
Das, was zur Zeit läuft, ist eine Steuerstaatshürdenrestriktionswirtschaft, keine Marktwirtschaft. Die findet nur noch statt, wo der Drecksstaat Tagesreisen weit weg liegt.

Nur, es ist illusorisch, dagegen anzuwettern, die Macht der Lobby ist zu stark. Man kann sich nur verweigern, auf Sozistützemachen (auch nicht jedermanns Sache), damit auf Chancen verzichten, oder sich so gut wie möglich von Jahr zu Jahr durchwurschteln.
Was anderes bleibt einem ja nicht übrig.
Tatsache ist, daß in den nächsten Jahren die Maßstäbe schmerzlich zurückgeschnitten werden. Wahrscheinlich so sehr, daß es uns allen das Blut zu den Adern rausdrücken wird, je nach Land mehr oder weniger. Ich fürchte, die fetten Jahre sind vorbei, und nur dieses Faktum zählt.
Dazu wird auch gehören, daß nur noch gemacht wird, was bezahlbar ist, nicht mehr, was wünschenswert wäre. Das wird auch überzogene Ansprüche auf den Boden der Tatsachen zurückholen, egal, wo.
Gesamtwirtschaftlich gesprochen, muß Europa Standortmarketing betreiben. Wäre es eine Firma, müßte es eine Zielkundengruppe definieren, und das können nicht Allerweltsnachfragen sein, die andernorts genauso gut und viel billiger gemacht werden können.
Es muß vielmehr Spitzentechnologie sein oder die Befriedigung ausgefallener Kundenwünsche, die andernorts nicht umsetzbar sind (Energie-, Fahrzeug-, Kommunikations-, Rüstungstechnik).
Und dazu brauchts jede Menge topgebildeter Leute - und daran mangelt es lt. öffentlicher Meinung gewaltig.
Noch vor 200 Jahren in der Gründerzeit haben ganz normale Leute in den Kellern und Werkstätten weltbewegende Erfindungen gemacht, gab es Privatgelehrte und Universalgenies, gab es Tüftler und Erfinder. Erst nach dem Krieg ist die - falsche - Ansicht verbreitet worden, Forschung und Entwicklung sei nur in der Großindustrie machbar.
Das muß sich wieder ändern. Es braucht Motivation (Geldverdienen nach Steuern), es bracucht Leistungswillen und eine visionäre Zielsetzung. Dann wird auch im Kleinen möglich, sich eine Nische zu erkämpfen, die ein paar Jahre gutes Auskommen ermöglicht.
Aber das wird nur gehen, wenn man jedwede Freizeit diesem Streben unterordnet. Ich bin seit ein paar Wochen wieder in diesem Fahrwasser und bin gespannt, was rauskommt. Wir sind mitten drin in der Situation, und ein anderer wird uns da nicht raushelfen, außer uns selber. Es bleibt uns nix anderes übrig. Und wer vor Ort wirklich keine Chance mehr sieht, muß sich fragen lassen, was er beim letzten Mal am Wahlzettel angekritzelt hat..........und beim vorletzten Mal, und beim vorvorletzten Mal......und ob er jetzt nicht das bekommen hat, was er gewählt hat........(keine Ironie)

Beste Grüße vom Baldur
Malik ist sicher ein brillianter Vordenker, aber es hat für mich den Anschein, daß ihm schlicht die Worte fehlen und die Spucke wegbleibt, für das, was wir sehen. Die Wirtschaft, in der wir leben, die wir täglich selbst um uns haben, die boomt nicht, nein, die röchelt und ist kurz vor dem Umkippen. Da kann der Dax auf 9000 steigen, oder die Exporte können durch die Decke gehen, aber bei uns allen wird die Butter auf dem Brot immer dünner. Es gibt also einen riesen Unterschied zwischen der dargestellten Realität, und der erlebten Realität. Clements Notstandsverordnungen sind doch der sichtbare Teufel, der an die Wand gemalt ist - das sind keine Verschwörungstheorien mehr oder Hirngespinste, das ist offensichtlich Regierungserwartung. Nur wenige von uns werden so viel auf der hohen Kante haben, daß sie den Verlust der Arbeit und einen ggf. bevorstehenden Kollaps finanziell überstehen können. Also verschiebt sich aus meiner Sicht das Interesse weg vom eigentlichen Thema (wie mehre ich an der Börse mein Geld) und hin zu Prechters Crash, zur Zahlungsunfähigkeit des Staates, zu Zwangseingriffen des Staates in die Wirtschaft (Clement) und zu sonstigen branchenspezifischen Bedrohungen. Das ist kein Abgleiten weg vom Thema, das IST das Thema, nämlich Existenzsicherung und Erkennen und Ausweichen von Minen. Leider machen sich tatsächlich einige sehr rar, aber ich vermute, das liegt nicht in einer Abkehr vom Forum begründet, sondern eher in verstärkt nötigen eigenen Anstrengungen im Beruf und dadurch verursachtem Zeitmangel. das mit der Scheiß-Systemfrage ist eine höchst individuelle, die beantwortet jeder nach seinen bisherigen Lebenserfahrungen anders. Du mußt damit leben, daß es Leute gibt, die die BRD für ein ebensolches Dreckssystem halten. Positiv drehen, das klingt gut. Dann mach doch Du mal einen Vorschlag, wie Du eine bankrotte Firma ohne Konkurs und Neuaufbau über die Runden schleppen willst, bei der sich die Belegschaft aus nachvollziehbaren Gründen verweigert, deren Kundschaft davonläuft, und deren Läger absolut leer sind ? Es ist ein Trugschluß, anzunehmen, daß man einen Staat anders als eine Firma führen kann - das geht nicht, zumindest nicht auf längere Zeit erfolgreich. Ein Staat ist eine ganz große OHG, die Bürger haften mit allem. Letztlich. Und eine BRD OHG ist längst konkursreif, es muß einen völligen Neubeginn geben, eine schrittweise Abwicklung halte ich für wirklichkeitsfremd. Ein großer Knall wäre besser, weil er das Siechtum verkürzt. Noch tuts den meisten nicht weh, aber das läßt nicht mehr lange auf sich warten, bis es echt jeder merkt, wie es zwickt. Da hab ich keine Illusionen, auch wenn ich dem Geerd einen positiven Unterton angedichtet habe. Schon jetzt haben wir eine verlorene Armutschicht von 10% Vollpleitegeiern (Leute mit EV oder hoffnungslos überschuldet), 4% sind Vollanalphabeten, 1/3 oder so sind Rentner, x% der Jugend hat keinen Schulabschluß, das sind keine Phrasen, das sind betrübliche Fakten. Da hilft nur eine radikale Kursänderung, wie eine sofortige unerbittliche Entziehungskur bei einem Suchtkranken. Und die seh ich nirgends. Also muß der Patient erst umkippen, um Einsicht zu gewinnen. Traurig, aber lebensnah. Du frägst, wie auch ich, was muß sich ändern. Blickwinkel, Zuversicht, Solidarität, Einsatzbereitschaft, usw. Das sind alles schöne Worte für einen einzigen zugrundeliegenden Komplex : es muß einen Grund dafür geben, wieso sich Menschen wieder einem Wagnis aussetzen oder eine Mehrleistung auf sich nehmen sollen. Dieser Grund kann schiere Not sein (Hartz 28 bei Brotsuppe und Arschtritt), also Zwang, oder Anreiz. Zwang treibt die Fähigen und Leistungsstarken, die man am dringendsten braucht, ins Ausland. geht also nur bei den Leistungsunwilligen, die nicht abwandern können. Ein gezwungener Leistungsunwilliger wird zwar weniger kosten, aber auch nichts wirklich produktives leisten, statt dessen wird es zu Sabotage und Obstruktion kommen (Chef, Maschinn kapuht, Arbeit nix geht). Es muß also über eine Freiwilligkeit gehen, damit es zu echter brauchbarer Wertschöpfung kommt, alle staatsdirigistischen VEB-Länder haben dies eindrucksvoll (und leidvoll) bewiesen. Es muß also dazu kommen, daß jemand Risiko und Fleiß auf sich nimmt. Das macht er aber nicht, wenn bei jeder wirtschaftlichen selbständigen Zuckung gleich ein Schwarm bürokratischer Schmeißfliegen auf ihn zufliegen, ihm Vorschriften machen, ihn gängeln, bevormunden, abzocken und aussaugen, den Staatsanwalt mitbringen, das Telefon verwanzen, und am Schluß auch noch, pardon, auf ihn draufscheißen. Dann läßt er es sein, wenn er nicht ganz doof ist. Oder machts andernorts, wo man *Danke* sagt, statt *Ausbeuter*. Angesichts 95% Wählerstimmen für das bürokratisch-soziale Lager in der BRD halte ich es für völlig abwegig, auf eine spürbare Besserung innerhalb der nächsten, sagen wir, zehn Jahre zu hoffen. Und diese Einschätzung teilen viele Leute, mit denen ich mich über das Thema unterhalte, da hat eigentlich niemand irgendeine Hoffnung, daß der Würgegriff der Staatsbürokratie nachließe. Und deswegen wird es keine Änderung zum Guten geben. Was den Staat und das Land betrifft. Die Leute können sich im kleinen Rahmen Lösungen suchen, ob so, so, oder hintenrum mit dem Onkel Otto. Aber nicht mehr über Zottelzausels Anmeldeformulare...... wir zerbrechen uns hier den Kopf, wie etwas unlösbares gelöst werden soll, etwas durch Null dividiert. Derweil ist das längst vorbereitet, und wir Doofköppe sehen es nur nicht : dudeldudel, knacks......Wir unterbrechen unser Programm für eine wichtige Meldung......heute morgen hat die Regierung die Zahlungsunfähigkeit des Bundes festgestellt. Gleichzeitig hat die offizielle Arbeitslosenstatistik die Schwelle von 6 Millionen durchbrochen. Hiermit wird nach Paragraph Irgendwas der wirtschaftliche Notstand ausgerufen. Gemäß Paragraph Nochsowas werden hiermit, außer in sicherheitsrelevanten Bereichen der Chemie und anderer Umweltgefährdung, alle Beschränkungen, Genehmigungsvorbehalte, und sonstigen Gesetze aufgehoben, die die Gründung, Führung, und Ausweitung von Betrieben betreffen. Das Antidiskriminierungsgesetz wird ebenso ausgesetzt wie Tarifverträge, Befähigungsnachweise werden bis zur Aufhebung des Notstandes nicht mehr benötigt..... Es werden keine Beiträge zur Berufsgenossenschaft, zur Handels- oder Handwerkskammer mehr erhoben...... Es werden keine Krankenkassenbeiträge mehr erhoben, das Gesundheitswesen wird nach Paragraph sowieso verstaatlicht, alle Einrichtungen dienstverpflichtet. Es werden keine Beiträge zur Rentenversicherung mehr erhoben, statt dessen wird die Versorgung der Rentner dem Gesundheitswesen angegliedert und verstaatlicht. Zur Sicherstellung des geordneten Betriebs werden von den Landratsämtern als Bedarfsaufgabenträger Bezugsscheine statt Lohnzahlungen ausgegeben. Sie gelten gemäß Notverordnung als gesetzliches Zahlungsmittel. Es werden im Zusammenhang mit gewerblichen Unternehmen keine Gewerbe- oder Ertragssteuern mehr erhoben.....da sie zuletzt eh nicht mehr ins Gewicht fielen. Vorschriften der Baugesetzgebung werden ausgesetzt..... Sämtliche EU-Richtlinien werden ausgesetzt...... Nach Beendigung des Notstandes wird allen Investitionen und Unternehmungen Bestandsschutz garantiert. usw. Damit hat er den ganzen gängelnden Rattenschwanz an hemmenden Vorschriften einfach per Dekret oder Ermächtigungsnotverordnung abgeschnitten, ohne, daß sich die betroffenen Schmeißfliegenschwärme dagegen wehren könnten oder langatmige Bundestagsdebatten alles zerreden. Die kriegen jetzt Bezugscheine statt Kohle, die druckt der Clement im Keller selber. Nicht umsonst schwebt die Erkenntnis im historischen Raume, daß Krisen nur mit Diktaturen zu meistern sind, bzw. solche ganz natürlich hervorbringen. Ich habe Clement total unterschätzt, der Mann ist genial. Da brauchts uns echt nicht mehr bange sein vor der Zukumpft.

Beste Grüße vom Baldur

und saludos el mar

Von wann ist das?

Dan the Man, Freitag, 01.01.2021, 13:47 vor 1841 Tagen @ el_mar 4435 Views

In der zweiten Hälfte taucht der Name Clement auf, das muss wohl schon sehr lange her sein.
Die erste Hälfte enthält einige interessante Überlegungen, die dafür sorgen werden, dass mir dieser Feiertag nicht langweilig wird, besonders da ich im Rahmen der guten Vorsätze in Betracht ziehe, mein Tätigkeitfeld zu ändern, während er genau das Gegenteil "empfiehlt". Daher meine Frage nach dem Jahr der Veröffentlichtung?

das muss so 2005/6 gewesen sein! oT

el_mar, Freitag, 01.01.2021, 13:54 vor 1841 Tagen @ Dan the Man 3785 Views

Vielen Dank! Eine der Perlen, warum ich im Gelben bin...(owT)

der_Chris @, Nördl. Ruhrgebiet, Freitag, 01.01.2021, 14:16 vor 1840 Tagen @ el_mar 3783 Views

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Gruß
Der_Chris

Verhaltensregeln gegenüber deutschen Politkern:
*Verachten* Auslachen* Verhöhnen* Ignorieren*
Und niemals Aufmerksamkeit schenken!

Hier die Originalbeiträge aus dem Archiv

Nordlicht @, Freitag, 01.01.2021, 18:24 vor 1840 Tagen @ el_mar 3981 Views

Hallo el_mar,

danke für die Perlen. Ich habe mal ein bißchen im Archiv gestöbert und die von Dir zitierten Beiträge (Dezember 2004/Januar 2005) ausgegraben - und zwar in der Reihenfolge Deines Zusammenschnitts, also nicht chronologisch. Vielleicht ist für den einen oder anderen ja auch der Kontext der einzelnen Fäden von Interesse:

https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=307672
https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=308733
https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=307314
https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=307326
https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=307375
https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=307387

Beste Grüße,

Nordlicht

--
30 Jahre sind genug - Sezession jetzt!

Prima, vielen Dank! OT

el_mar, Freitag, 01.01.2021, 18:33 vor 1840 Tagen @ Nordlicht 3134 Views

Und Baldur hat, als es schien brenzlich zu werden, eine Plattform (Ketzerforum) zur Verfügung gestellt. Lest seine Worte zum Abschied vom DGF! (owT)

Das Alte Periskop, Samstag, 02.01.2021, 05:49 vor 1840 Tagen @ el_mar 3225 Views

bearbeitet von Das Alte Periskop, Samstag, 02.01.2021, 05:53

Hallo El_Mar, "Perlen" sollen das gewesen sein? (mT)

DT @, Freitag, 01.01.2021, 19:56 vor 1840 Tagen @ el_mar 4109 Views

Wann lag man jemals so falsch wie in diesem Beitrag? Und "sensortime" (ErichB) kommt mit seiner Patentansicht auch schon darin vor.

Angeblich stand Deutschland 2004 laut Baldurs Ansicht vor dem Niedergang, aber der größte Aufschwung und das größte weltweite Wachstum mit Profiteuren vor allem im Auto-, Metall- und Anlagenbereich in Deutschland (ideal war: 2004 ein Haus kaufen im Raum Stuttgart und mit IG Metall-Tarifvertrag angestellt sein) war das größte aller Zeiten.

Und die ganzen pessimistischen Vorhersagen sind allesamt nicht eingetreten. Deglobalisierung, De-Digitalisierung, alles Quatsch.

Was tatsächlich so war, aber das hat Baldur nicht thematisiert, war, daß aufgrund Schröders Hartz IV und Agenda 2010 Politik die Deutschen nicht wirklich etwas von diesem größten Wachstum der Weltwirtschaft in 5000 Jahren hatten, weil dank der EU und dank der Besatzertribute kaum was übrig blieb. Auch daß die Dx die Infrastruktur hat komplett verfallen lassen und daß der Rollcommander mit seiner "Schwarzen Null" in einer Zeit, als sich alle bis zur Oberkante Unterlippe verschuldet hatten, Deutschland der notwendigen Investitionen beraubt hat.

"Perlen" sind das sicher nicht. Sie zeigen eher, wie falsch einige Sprachrohre hier (und später dann im eigens gegründeten Ketzerforum) lagen und verhindert haben, daß die Misanthropen hier fette Gewinne einfahren konnten. Das einzige Mal richtig lagen sie in den Monaten von Herbst 2008 und 2009 herum, als die Puts durch die Decke gingen. Und im Mrz 2020. Aber dazwischen gabs dank Gelddruckorgien und danke Asiens Wachstum und dank der ganzen neuen Digitaltechnologien (ja, die gibt's ErichB!) Milliardengewinne.

Facebook ist zum Beispiel 2012 an die Börse gegangen und hat sich mehr als verfünffacht. Digitaltechnologie, social media, Marktführer. Aber angeblich gibt's ja keine neuen Ideen mehr.

https://www.fool.de/2019/11/24/wenn-man-5-000-us-dollar-in-den-boersengang-von-facebook...

Börsenkurse haben seit der Geld-Einschleusung über die Zentralbanken keinen Indikationswert mehr

Morpheus @, Freitag, 01.01.2021, 22:09 vor 1840 Tagen @ DT 3445 Views

Nicht dass ich Baldurs Ansichten alle teile, aber

die bisherigen Rettungsmaßnahmen, die Geld überwiegend im Finanzsektor verteilt hatten, mussten irgendwo angelegt werden. Da die Realwirtschaft viel zu kompliziert ist, um kurzfristiges Geld zu investieren, ist viel Geld in einige wenige Aktien geflossen.
Der breite Aktienmarkt war schon deutlich gefallen und er wäre noch viel weiter gefallen, wenn die Aktien-Rückkäufe der Firmen die Kurse nicht gestützt hätten.
So haben wir eine inflationäre Aktienbewertung bei gleichzeitiger Auspressung der Normalbevölkerung durch Steuern und Kreditzinsen. Der Finanzsektor ist gerade der Mechanismus über den die VSA uns aussaugen. Das wird doch von Dir gerade so bedauert/angeprangert.

Außerdem konnte keiner ahnen, dass China mit seiner wahrlich immensen Kreditausweitung die Welt retten wollte. Danke dafür den vielen Chinesen, die die erzwungene Urbanisierung mittelfristig mit ihrem Leben werden bezahlen müssen. Chinas Kontratjew-Sommer geht dem Ende entgegen. Hoffentlich kommen die Inder, um die Rettung der Welt weiter zu treiben.

Firmen, die wie Facebook die Daten der unwissenden Mitmenschen gnadenlos in Profite umsetzen, sind auch keine guten Argumente für Wertsteigerungen. Das ist von Regierungen geduldetes kriminelles Verhalten. Auch das gib es nur, weil das VSA-Imperium damit die restliche Welt aussaugt.

Wer nach den Covid-Lockdowns meint, es kann so weiter gehen wie bisher, der macht meiner Meinung nach einen schweren Denkfehler. Wenn wir Meinungspluralismus behalten wollen, müssen wir etwas dafür tun. Ohne Meinungspluralismus werden wir ganz schnell auf das Wirtschaftsniveau jeder normalen Diktatur absinken, weil alle Innovationen und Effizienzsteigerungen von einem Klima der Offenheit abhängen. Und ohne Innovation und Effizienzsteigerungen werden wir bei leider viel höheren Kosten, als in Diktaturen üblich, alle Pleite gehen. Was dann die Gesamtpleite von Staat, Unternehmen, Privaten und Banken bedeutet.

Grüße
Morpheus

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Dass man ihm das noch erklären muss...

mabraton @, Samstag, 02.01.2021, 11:25 vor 1840 Tagen @ Morpheus 2777 Views

Hallo Morpheus,

dass die von @DT beschriebenen Gewinne durch die Geldschwemme der ZBs zustande gekommen ist, ist eine Binsenweisheit. Dass das nicht ewig so weiter geht auch. Natürlich kann man die Blase für sich nutzen, sie wird auch noch eine Weile anhalten. Geld hat immer nur dann einen Wert wenn man es benötigt. Für @DTs Reisen ist es also wunderbar, für die Rente eines Heute 50-Jährigen würde ich eine andere Strategie empfehlen. Ich wüsste nicht welche Branche in Deutschland aktuell noch so zukunftsträchtig ist, dass man sich dann in 20 Jahren über die Gewinne freut - von Pharma vielleicht einmal abgesehen.

Beste Grüße
mabraton

In der ersten Hälfte der 70er...

sensortimecom ⌂ @, Freitag, 01.01.2021, 22:39 vor 1840 Tagen @ DT 3414 Views

... lagen die durchschnittlichen Leitzinsen bei 6 - 7%, es gab auch eine Inflation die rein marktwirtschaftlich getrieben war, und die Kreditzinsen bewegten sich im Schnitt um die 10%. UND DENNOCH BOOMTE DIE WIRTSCHAFT.

Mit Unterbrechung durch die Ölkrise, später auch durch die Iran u. Afghanistan-Krise, dauerte diese Epoche noch in abgeschwächter Form bis Mitte der 80er an.

Warum war das möglich? Erraten: Weil es eine innovative Epoche war! Und zwar von einem Ausmaß, wie es sich Hr. Müller oder Hr. Maier heutzutage kaum vorstellen können! Von diese Epoche profitieren wir noch heute! Wir sind Nutzniesser und Vergeuder jener Innovationen gleichermaßen!

Bitte mal ganz cool überlegen:

1) Was passierte mit der Wirtschaft, würden wir heute jene Leitzinsen von damals haben?
2) Was wäre damals passiert, hätte man die Null- und Negativzins-Politik von heute gehabt?

Kondratieff - es fehlen die Innovationen!

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Freitag, 01.01.2021, 22:52 vor 1840 Tagen @ sensortimecom 3486 Views

Hallo sensortimecom,

es fehlen die Basisinnovationen, die die Verschuldungsbereitschaft der Privaten anstachelt.
Die Vernetzung per Internet würde ich zur Innovation PC zählen und nicht als eigenständige Innovation betrachten.

... lagen die durchschnittlichen Leitzinsen bei 6 - 7%, es gab auch eine Inflation die rein
marktwirtschaftlich getrieben war, und die Kreditzinsen bewegten sich im Schnitt um die 10%.
UND DENNOCH BOOMTE DIE WIRTSCHAFT.

Ich würde eher auf die Realzinsen als die Nominalzinsen abstellen.
Aber die lagen wahrscheinlich bei mehreren Prozent während sie jetzt negativ sind.

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Mit der spielverlängernden Mickey-Mouse Ökonomie hat er halt nicht gerechnet, wie viele hier.

el_mar, Samstag, 02.01.2021, 12:51 vor 1840 Tagen @ DT 2695 Views

Mit seinem Grundannahmen, dass sich bald alles dekadent und ausgereizt dem Ende nähert, hatte er recht. Er war zu früh und rechnete nicht mit der funny money Phase. Sprachlich und kabarettistisch waren viele seiner Beiträge ohnehin Perlen.

Von Dir gab und gibt es auch viel Interessantes zu lesen, DT. In letzter Zeit erscheinst Du jedoch manchmal etwas gereizt!

Saludos

el mar

Hast Du auch Perlen von DT?

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Freitag, 01.01.2021, 22:40 vor 1840 Tagen @ el_mar 3410 Views

Hallo el_mar,

vielen Dank für den Wiederabdruck eines Beitrags aus einer Zeit, in der ich nicht im Gelben gelesen habe.

Gibt es irgendwo Beiträge von DT, deren Inhalte es verdienen auf meiner Festplatte gesondert gespeichert zu werden?

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Ja. Die Beiträge über Jörg Asmussen fällt mir spontan ein.

Mephistopheles, Freitag, 01.01.2021, 23:25 vor 1840 Tagen @ paranoia 3571 Views

Aber auch die Beiträge über irgendeinen ehemaligen ministerprsidenten, der sich bei einer Privatisierung saniert hat.
Insgesamt sehr viele Beiträge über die unglaubliche Korruption im Lande und im Ländle im Besonderen. Während Prügelbullen auf ältere Demonstranten einschlugen.

Gerade von DT gibt es sehr viele Beiträge, die archiviert werden sollten.

Gruß Mephistopheles

Als einer der bis zum Schluss .... geketzert hatte ...

NST @, Südthailand, Samstag, 02.01.2021, 04:32 vor 1840 Tagen @ Mephistopheles 3699 Views

bearbeitet von NST, Samstag, 02.01.2021, 04:42

... dürfte dir der Grundtenor vom Baldur gekannt sein.

.... Auszug aus einem Beitrag vom 30.12.2004 ... ziemlich genau vor 16 Jahren und gelesen hatte ich das damals mit Sicherheit. Unser Sohn war 1 Jahr alt - wir waren damals gerade zum 1. gemeinsamen Familienaufenthalt in TH - am 26. Dez zerstörte ein Tsunami ganze Küstenbereiche nicht nur in TH - wir hatten damals in Krabi ein Strand Bungalow gebucht ... waren aber nicht hingefahren .... und damit blieb uns einiges erspart.

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Zum Zeitpunkt als obiger Beitrag verfasst wurde, kannte ich meine Frau knapp 1,5 Jahre und ihre Familie hatte ich in diesem Urlaub zum 1. Mal kennen gelernt. Sie hatte damals ein Grundstück von 2 Rai - das sind 3200m2 - sonst nichts. (heute > 60.000m2)
Ich arbeitet in der Schweiz - die SIG war im Jahr zuvor von Bosch gekauft worden. Ein Jahr der Säuberung von Altlasten lag damals hinter uns, ich wurde nicht ausgekehrt.

Erkenntnisse und Prognosen gab es viele, die von Baldur waren nicht die schlechtesten, wenn man das heute liest. -- am Schluss - und deswegen wird es keine Änderung zum Guten geben --- schrieb er 10 Jahre vor 2015 und Corona war auch noch nicht in Sichtweite.

In einem anderen Beitrag schrieb ich was über Fährten lesen .... das gehört eigentlich genau hier her. Die Fährte aufnehmen ist eine Sache, macht man das, muss man aber auch die absehbaren Konsequenzen umsetzten. Zwischen heute und damals liegen anderthalb Dekaden - Zeit war genug, um das Ruder umzulegen und in eine andere Richtung zu steuern.

Das gilt ebenso für den aktuellen Zeitpunkt - die Fährten sind auch heute vorhanden - man muss sie aufnehmen und dann entsprechend die Steuerung ausrichten. Alternativ lässt man sich steuern und kommentiert, was es auf der Reise zu sehen gibt ....

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Darum geht es immer - das eigene Risiko und den Preis den wir zahlen müssen.
Gruss

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Jeder arbeitet im Ausmass seines Verstehens für sich selbst und im Ausmass seines Nicht-Verstehens für jene, die mehr verstehen!

Auch das hat Baldur geklärt

Mephistopheles, Samstag, 02.01.2021, 12:07 vor 1840 Tagen @ NST 2985 Views

... dürfte dir der Grundtenor vom Baldur gekannt sein.

.... Auszug aus einem Beitrag vom 30.12.2004 ... ziemlich genau vor 16 Jahren und gelesen hatte ich das damals mit Sicherheit. Unser Sohn war 1 Jahr alt - wir waren damals gerade zum 1. gemeinsamen Familienaufenthalt in TH - am 26. Dez zerstörte ein Tsunami ganze Küstenbereiche nicht nur in TH - wir hatten damals in Krabi ein Strand Bungalow gebucht ... waren aber nicht hingefahren .... und damit blieb uns einiges erspart.

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Zum Zeitpunkt als obiger Beitrag verfasst wurde, kannte ich meine Frau knapp 1,5 Jahre und ihre Familie hatte ich in diesem Urlaub zum 1. Mal kennen gelernt. Sie hatte damals ein Grundstück von 2 Rai - das sind 3200m2 - sonst nichts. (heute > 60.000m2)
Ich arbeitet in der Schweiz - die SIG war im Jahr zuvor von Bosch gekauft worden. Ein Jahr der Säuberung von Altlasten lag damals hinter uns, ich wurde nicht ausgekehrt.

Erkenntnisse und Prognosen gab es viele, die von Baldur waren nicht die schlechtesten, wenn man das heute liest. -- am Schluss - und deswegen wird es keine Änderung zum Guten geben --- schrieb er 10 Jahre vor 2015 und Corona war auch noch nicht in Sichtweite.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse (Tipps) von Baldur damals: Niemals dem Staat in offenem Hemd als persönlich haftender Kleinunternehmer entgegentreten, er wird nämlich gnadenlos zustechen mitten in die ungeschützte Brust. Sondern, wenn, dann nur mit der Ritterrüstung zumindest einer GmbH. AG, Stiftung oder SE. Wenn sich das bürokratische Monster dann in die Rüstung verbeißt, kannst du es machen wie die gepanzerte Echse und ihm die Rüstung überlassen und mit dem Privatvermögen, das du dir durch geschickte und legale(!) Steuervermeidung (Ich habe vor kurzem ein paar Videos dazu verlinkt, Stichwort Alex Düsseldorf Fischer).

In einem anderen Beitrag schrieb ich was über Fährten lesen .... das gehört eigentlich genau hier her. Die Fährte aufnehmen ist eine Sache, macht man das, muss man aber auch die absehbaren Konsequenzen umsetzten. Zwischen heute und damals liegen anderthalb Dekaden - Zeit war genug, um das Ruder umzulegen und in eine andere Richtung zu steuern.

Das gilt ebenso für den aktuellen Zeitpunkt - die Fährten sind auch heute vorhanden - man muss sie aufnehmen und dann entsprechend die Steuerung ausrichten. Alternativ lässt man sich steuern und kommentiert, was es auf der Reise zu sehen gibt ....

Auch ihr in Thailand werdet mit dem Erfolgsmodell eines Sozialstaates beglückt werden. Dazu ist der Sozialstaat viel zu erfolgreich, als dass die schlauen asiatischen Bürokraten sich das entgehen ließen...

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Darum geht es immer - das eigene Risiko und den Preis den wir zahlen müssen.
Gruss

In Kürze werden wir sehen, wer sein Privatvermögen vor dem Sozialstaat retten konnte, der wird die Krise überstehen und wer mit ihm untergehen wird.

Gruß Mephistopheles

Davon kannst Du wohl ausgehen - und noch eine Baldur-Perle

Nordlicht @, Samstag, 02.01.2021, 19:08 vor 1839 Tagen @ Chewbaka 2834 Views

Hallo Chewbaka,

Baldur flocht/flicht in seine Beiträge hin und wieder die Frau/Witwe/Oma Dosenkohl ein, wobei er die Vornamen ständig variiert, siehe hier im Elliott-Wellen-Forum:

https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=304897
https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=391732
https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=397220

Und selbiges läßt sich im Weltenwende-Forum beobachten:

https://schauungen.de/forum/index.php?id=14057
https://schauungen.de/forum/index.php?id=23304
https://schauungen.de/forum/index.php?id=36438

Der erste oben verlinkte Beitrag aus dem EWF-Archiv ist übrigens noch aus anderen Gründen bemerkenswert. Denn dort kann man nachlesen, daß Baldur geradezu seherische Fähigkeiten offenbarte, indem er bereits im Dezember 2004 den heute herrschenden Corona-Terror zumindest als Möglichkeit voraussah:

Hallo, dottore,

ich denke, daß die Staaten sich in eine wie auch immer losgetretene Inflation retten werden, um ihren Untergang zu verschleppen.
Die wachsenden Ausgaben bei sinkenden Einnahmen zwingen ja geradezu zu einer Verwässerung nichtindexierter Verpflichtungen und einer nominalen Aufblähung der Einnahmenseite.

Die dazu bei der Bevölkerung notwendige Duldung wird man wieder mal nur durch eine noch größere Bedrohung von außen schaffen können - ist eigentlich der pöhse allgegenwärtige Terrorismus schon erfunden, der die Witwe Emma Dosenkohl in Hintertupfing durch bärtige Islamistenkrieger bedroht?

Dem ist doch alles unterzuordnen. Angst frißt Hirn, ebenso wie Gier.

Wenn, wie gestern im Fernsehen verlautbart, die Amis mit einer schmutzigen A-Bombe rechnen, werden sie dazu sicher, äh, ähm, schon nähere Vorstellungen von haben. Siehe ihr Anthrax-Briefe-Rohrkrepierer. Und die Türmchen, Und der pöhse pöhse Hussein, der die Welt nicht bedrohte.

Und wenn nicht das, dann vielleicht ein nachgezüchteter Spanischer-Grippe-Virus, der mal so nebenbei auch das Demographieproblem hinweglösen, gleichzeitig die Globalisierung bremsen, und für vielerlei Obrigkeitsschnüffelei (Zwangsimpfungen etc.) dienen könnte.

[...]

Chapeau, sage ich da nur! [[applaus]] Schade, daß er nicht mehr hier schreibt.

Beste Grüße,

Nordlicht

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30 Jahre sind genug - Sezession jetzt!

Sein Plan?

Chewbaka @, Samstag, 02.01.2021, 21:26 vor 1839 Tagen @ Nordlicht 2718 Views


Und wenn nicht das, dann vielleicht ein nachgezüchteter Spanischer-Grippe-Virus, der mal so nebenbei auch das Demographieproblem hinweglösen, gleichzeitig die Globalisierung bremsen, und für vielerlei Obrigkeitsschnüffelei (Zwangsimpfungen etc.) dienen könnte.

Wahrscheinlich hat er durch seine paranoide Psychose die momentane Situation mental ausgelöst. :-D

[...]


Chapeau, sage ich da nur! [[applaus]] Schade, daß er nicht mehr hier schreibt.

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Habe immer gerne seine plausiblen, nüchternen Argumentationen gelesen. Ein Meister der Sprache.

Beste Grüße

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