Die Allmacht der Konzerne
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Big Pharma - Die Allmacht der Konzerne | Doku | ARTE
In Deutsch.
https://www.youtube.com/watch?v=5ckDyDZuwPE
Die Pharmaindustrie hat einen enormen Einflussradius und kann über gesundheitspolitische Entscheidungen verfügen. Einigen Konzernen gelingt es, Forschung, Gelder und Krankenkassen für die Förderung ihrer teuersten Medikamente zu gewinnen. Anderen wurde nachgewiesen, Nebenwirkungen vertuscht zu haben. Der Kampf gegen Covid-19 stachelt die Gier der Pharmakonzerne weiter an ...
Seit rund zehn Jahren hat sich der Arzneimittelmarkt stark verändert. Eine Handvoll Großkonzerne, auch Big Pharma genannt, stellen den Großteil der Medikamente auf dem Weltmarkt her. Sie sind reicher und mächtiger denn je und können über die Gesundheitspolitik von Regierungen entscheiden. Die Dokumentation ist das Ergebnis einer Recherchearbeit von über einem Jahr. Sie zeigt durch Stellungnahmen von Patienten, Whistleblowern und Anwälten sowie Analysen von Medizinern, ehemaligen Ministern und Vertretern der Pharmaindustrie die Ökonomisierung des Arzneimittelsektors. Großen Laboren wird vorgeworfen, sie verheimlichten oder bagatellisierten Teile ihrer klinischen Forschungsergebnisse vor den Gesundheitsbehörden, um ihre Monopolstellung beizubehalten. So etwa bei dem Epilepsiemittel Depakine des Herstellers Sanofi, das europaweit einen Skandal auslöste. In den USA musste sich die Firma Johnson & Johnson vor Gericht verantworten, Millionen von Patienten in eine Opioidabhängigkeit getrieben zu haben. Bei der Behandlung von Makuladegeneration, einer Augenerkrankung, hat der Hersteller Novartis sich mit einem Medikament durchgesetzt, das im Vergleich zu ähnlich wirksamen Präparaten deutlich teurer ist. Doch nun hat die französische Wettbewerbsbehörde durchgegriffen: Am 9. September wurden die Konzerne Novartis, Roche und Genentech wegen missbräuchlicher Praktiken bei der Behandlung von Makuladegeneration zur Zahlung von 444 Millionen Euro verurteilt. Die Pharmaindustrie kann sich auf die Unterstützung einflussreicher Ärzte verlassen. In Deutschland deklariert nur ein Fünftel der Ärzte Zuwendungen durch die Pharmaindustrie. Im aktuellen Kampf gegen die Corona-Pandemie beleuchtet die Dokumentation die Lobbyarbeit des Herstellers Gilead, der versucht, eine Genehmigung für ein vielversprechendes Medikament zu erhalten. Die Forschungsarbeit an dem Mittel wurde zu einem großen Teil durch öffentliche Gelder finanziert. Alle Unternehmen der Branche sind derweil gespannt, wer es schafft, das Wundermittel zu finden und die Konkurrenz damit weit hinter sich zu lassen.
Dokumentarfilm von Claire Lasko und Luc Hermann (F 2018, 88 Min)
Der vertuschte Skandal: Ein Pharmakonzern und sein Hormonpräparat | DokThema | BR
Es geht um Duogynon
https://www.youtube.com/watch?v=avGalCqT8hk&t=16s
Contergan ist wohl nicht so schlimm wie diese Mittel, nach Darstellung sind wohl auch Mitarbeiter des Gesundheits Ministeriem darin verwickelt.
Diese Dokumentation aus dem Jahr 2016 zeigt, wie das Pharmamittel Duogynon - ähnlich wie
Contergan - für die Missbildung von Tausenden Babys verantwortlich war.
Viele Kinder kommen in den 60er- und 70er-Jahren mit Missbildungen auf die Welt. Ihre Mütter haben Duogynon verschrieben bekommen. In Großbritannien wurde das Mittel schnell verboten, in Deutschland damals nicht. Hat das Bundesgesundheitsministerium versagt? Duogynon-Hersteller war das Pharmaunternehmen Schering. Dessen Nachfolger Bayer verweist darauf, dass die Schädigungen längst verjährt sind. Die Betroffenen versuchen trotzdem erneut, in Großbritannien Recht zu bekommen. Denn dort sind die Verjährungsfristen länger.
Autor: Christian Stücken
Bayerischer Rundfunk: http://www.br.de
Mehr Infos auf der Sendungsseite: http://www.br.de/dokthema
Noch etwas über unser Nase.
https://www.youtube.com/watch?v=avGalCqT8hk&t=16s
Viren und Bakterien müssen es erst einmal an ihr vorbeischaffen: Die Nasenschleimhaut übernimmt in der Nase eine Art Türsteher-Funktion. Sie bildet die erste Barriere zwischen Außenwelt und Körperinnerem zum Schutz vor Keimen und Schmutzpartikeln, die mit der Atemluft in den Körper gelangen könnten. Ein Teil der Nasenschleimhaut ist zudem für unseren Geruchssinn zuständig.
Mfg.H