Medizinal-sozialistische Diktatur

Falkenauge @, Montag, 14.12.2020, 08:30 vor 1861 Tagen 3639 Views

Diktaturen sind nicht an bestimmte historische Erscheinungsformen gebunden. Es kommt auf das Ausmaß der unbeschränkten Machtausübung Weniger über alle Lebensgebiete der Menschen an, und die kann sich in immer neue Formen kleiden. Diktaturen etablieren sich meist über das Erzeugen einer großen Bedrohung und die damit verbundene Angst. Gegenwärtig werden die Menschen in den panischen Wahn einer Krankheit getrieben, und medizinisch-hygienische Zwangsvorstellungen rechtfertigen eine „medizinal-sozialistische Diktatur“, die wesentliche Grundrechte weitgehend ausschaltet. Der Arzt Dr. Thomas Külken nennt in einer Rede vom 21.11.2020 in Offenburg die Dinge schonungslos beim Namen.

https://fassadenkratzer.wordpress.com/2020/12/14/medizinal-sozialistische-diktatur/

Wie wäre es mit einer Kurzzusammenfassung statt Click Bait? (owT)

FOX-NEWS @, fair and balanced, Montag, 14.12.2020, 09:21 vor 1861 Tagen @ Falkenauge 2595 Views

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Afuera!

Kurzfassung

Falkenauge @, Montag, 14.12.2020, 10:20 vor 1861 Tagen @ FOX-NEWS 3129 Views

... ist nur Information. Es kommt aber auf das Nachvollziehen der Gedankenentwicklung an.

Für mich ist das Bettelei um Trafic für deine Seite

FOX-NEWS @, fair and balanced, Montag, 14.12.2020, 13:02 vor 1861 Tagen @ Falkenauge 2595 Views

Wenn du nicht für eine Kurzzusammenfassung der Kernaussagen bereit bist, und sogar noch oberlehrerhaft vom Nachvollzug deiner Gedankengänge schwafelst, dann wirst du wohl auf manch einen Besucher deiner Seite verzichten müssen. [[zwinker]]

Grüße

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Afuera!

Traffic ...

Falkenauge @, Montag, 14.12.2020, 22:07 vor 1861 Tagen @ FOX-NEWS 2328 Views

... schreibt man mit ff, wenn ich mal oberlehrerhaft sein will. Ich habe nichts von den Aufrufen, keinen Cent. Warum ich keine kurze Zusammenfassung schreibe, habe ich ganz sachlich begründet. Journalisten machen das für die eiligen, schnellen Leser, die damit etwas verstanden zu haben glauben, aber es ebenso schnell wieder vergessen. Aber ich bin kein Journalist. Dafür schreibe ich eine Einleitung, aus der man erfährt, worum es thematisch geht und das ich für mitteilenswert und diskussionswürdig halte. (Die Gedankengänge sind diesmal gar nicht von mir.)
Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ich kopiere den ganzen Text hier als Kommentar rein oder setze einen Link zum Artikel. Das letztere ist einfacher, und es steht jedem frei, ihn anzuklicken oder nicht. So einfach ist das, auch wenn es jemandem mit dauerhaft aufgesetztem martialischem Gesichtsausdruck nicht gefällt. Da kann ich nichts dafür. Jedem das Seine.

Du bist ein Heuchler

FOX-NEWS @, fair and balanced, Dienstag, 15.12.2020, 07:21 vor 1860 Tagen @ Falkenauge 2281 Views

Ich habe nichts von den Aufrufen.

Oder bist du etwa ein edler Altruist, der nur die Welt retten will? [[zwinker]]

Grüße

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Afuera!

@FOX-NEWS: Du bist hier nicht allein. Wenn Du Falkenauge persönlich angreifen möchtest, dann mach das bilateral.

heller, Dienstag, 15.12.2020, 08:44 vor 1860 Tagen @ FOX-NEWS 2204 Views

Ansonsten wird sowohl Dein Ansehen als auch das von Falkenauge beschädigt, ohne dass irgendwer was davon hat.
Ich kann an Deiner Kritik keinerlei Substanz erkennen.
Falkenauge hat in seinem Eröffnungspost ein Intro geschrieben. Das ist völlig ausreichend, um sich zu entscheiden, ob man den ganzen Artikel lesen will oder nicht.
Es gibt keine Werbung auf seiner Seite.

Ich habe mal nach Deinen Einträgen geschaut (Beiträge von FOX-NEWS) und auf die schnelle keinen gefunden,
der auch nur annähernd so lang wäre wie das Intro, das Falkenauge vor den Link zu seinem ausführlichen Artikel gestellt hat.


Jedenfalls geht mir solches Gestänker wie das das von Dir auf den Senkel. [[sauer]]
Es erinnert mich daran, wie die Medien ihre Reichweite nutzen,
um jeden, der ihren Hintertanen nicht passt, zu diskreditieren,
und deren Leben(-swerke) zu zerstören.
Vielleicht ist Dein Nickname ja Programm?

Dann hast du meine Kritik ja genau erfasst

FOX-NEWS @, fair and balanced, Donnerstag, 17.12.2020, 11:29 vor 1858 Tagen @ heller 2034 Views

Ein Intro ist keine Zusammenfassung. Falkenauge weiss genau, daß man aus seinen "Zusammenfassungen" nicht auf den Inhalt des Artikels schliessen kann. Das ist IMHO auch nicht das erste mal, das dies so geschieht. Dabei wäre es für ihn ein leichtes, ohne Behinderung durch das Copyright, per Cut and Paste hier die Schlüsselpassagen einzustellen.

Btw: Anders als der Autor des Fassadenkratzers bin ich im Internet nicht publizistisch tätig, und folge daher dem Motto "In der Kürze liegt die Würze".

Grüße

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Afuera!

Haber wir im Forum Personen, die in der DDR gelebt haben? Oder auch andere, die mir Westler folgende Frage beantworten können?

SevenSamurai @, Montag, 14.12.2020, 16:08 vor 1861 Tagen @ Falkenauge 2794 Views

Gab es in der DDR eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr?

Oder ist das eine Erfindung des Diktators Söder?

Und was ist, wenn man nach 21 Uhr noch in einem (verspäteten) Zug sitzt?

Warum fahren überhaupt noch Züge in Bayern nach 21 Uhr?

Und wann kommt der Schiessbefehl?

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"Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte:
weil sie damals (...)."
Henryk Broder

Keine Ausgangssperre

Herzdame ⌂ @, Dunkeldeutschland, Montag, 14.12.2020, 16:17 vor 1861 Tagen @ SevenSamurai 2892 Views

Hallo SevenSamurai,

hat der kleine König das wirklich gesagt??

Also ich war ein frühreifer, wilder Feger und abends viel unterwegs.
An ein Verbot kann ich mich nicht erinnern.
Man war auch allgemein viel abends unterwegs, damals gingen Arbeiter und Bauer ins Konzert, in die Oper, ins Ballett, in die Motette.. Kostete quasi nüscht und eine gute Bildung war damit Standard.

VG Herzdame

Danke für die Auskunft.

SevenSamurai @, Montag, 14.12.2020, 17:14 vor 1861 Tagen @ Herzdame 2572 Views

hat der kleine König das wirklich gesagt??

Von einem Schiessbefehl hat er nichts gesagt.

Man war auch allgemein viel abends unterwegs, damals gingen Arbeiter und Bauer ins Konzert, in die Oper, ins Ballett, in die Motette..

Oh, das ist gut. Wenn ich sehe, was das zum Teil hier kostet...

(Wobei Konzerte in Kirchen meist vernünftig bepreist, also nicht überteuert, sind.)

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"Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte:
weil sie damals (...)."
Henryk Broder

Der kleine König haut öfters solche Bolzen raus

D-Marker @, Rostock (MV), Montag, 14.12.2020, 21:01 vor 1861 Tagen @ Herzdame 2469 Views

bearbeitet von D-Marker, Montag, 14.12.2020, 21:04

Letztes Jahr:

https://www.t-online.de/region/id_86609792/halle-soeder-spricht-versehentlich-von-juedi...

Hat er damals richtig überzeugend rüber gebracht.

Ideologie verbunden mit Machtgehabe.

Hier eine vernünftige Analyse dazu (von April 2020, hat aber nichts an Aktualität verloren), sogar Covid- und Lockdownbezogen:


https://www.addendum.org/coronavirus/interview-johan-giesecke/


Viel Spaß
D-Marker

Ich gehe neuerdings aus Trotz nach 20 Uhr einen Dauerlauf machen

Prophet @, Montag, 14.12.2020, 16:46 vor 1861 Tagen @ SevenSamurai 2718 Views

Die paar Euro Strafgebühr stecke ich direkt in Tasche. Mal sehen ob 150 EUR reichen. Bis jetzt wurde ich nicht belästigt. Es wird m.E. überhaupt nicht beanstandet wenn man nicht gerade zu viert mit der Bierflasche in der Hand auf einer Bank herumlungert. Möglicherweise sind die Staatsbüttel ja entspannter als man denkt und geben sich nicht mit so einem Fliegenschiss wie Dauerläufern ab. Ansonsten biegt man eben flink auf einen nicht mit Personenkraftwagen befahrbaren Weg ab. :-P

Es wundert mich ja überhaupt, warum Menschen nicht ihr Recht auf frische Luft nach 20 Uhr in Anspruch nehmen, man kann ja mal anfangen ein paar Tausend Leute zu kontrollieren. Ich muss über die Vorstellung ein bisschen lachen, weil hier das nächste Polizeirevier 20 km weg ist, es überhaupt nur zwei Mann dort gibt, und die Dienststelle nur von Mo-Fr von 8-16 Uhr besetzt ist.

Aber wir sind ja in Deutschland, da hält man sich natürlich brav ans Ausgehverbot. Würden Söder und Merkel den Weltuntergang für nächsten Samstag ausrufen und ein Springen aus dem sechsten Stock empfehlen - würden einige Mitbürger diese Maßnahme vermutlich auch befolgen.

Ich habe schon längst aufgegeben Leute aufzuklären und mache nur noch was mir beliebt.

Es gab keine nächtlichen Ausgangssperren in der DDR (Zeiten vor 1960 unbekannt)

Hans @, Montag, 14.12.2020, 21:22 vor 1861 Tagen @ SevenSamurai 2417 Views

Vielleicht war dieser Herr mal zu DDR-Zeiten auf dem Weg nach Westberlin via DDR-Autobahn und da sind ihm nachts keine Fahrzeuge begegnet

Zweistein, Montag, 14.12.2020, 23:12 vor 1860 Tagen @ SevenSamurai 2330 Views

Das lag aber sicher daran, dass nur wenige ein Auto ihr eigen nennen konnten und die Produktion von Gütern ohne Just-in-Time erfolgte. Dieser Blödsinn wurde uns erst später bekannt.

Wahrscheinlich hätte auch niemand in der DDR verstanden, was eine Ausgangssperre ist. Wir befanden uns ja auch nicht im Krieg. Grippe gabs in der DDR aber oooch, wenn ich mich nicht irre.

Zweistein

Ja es gab Ausgangssperren !!!!

kaddii @, Chorin OT Serwest, Donnerstag, 17.12.2020, 12:13 vor 1858 Tagen @ SevenSamurai 2120 Views

Hallöle. Sven

Ja es gab Ausgangssperren und nicht wenige. Ich selber hatte 3 Stück in 8 Wochen.
Als ich zur Fahne kam war ich noch ziemlich renitent gegenüber meinen Gruppen- und Zugführer.

1. Ausgangssperre
- nach dem Ausgang meinem Kameraden im Suff in den Stiefel gepisselt, hätte sonst zum Klo laufen müssen

2. Ausgangssperre
- beim Überprüfungsschiessen mit der Kalaschnikow meinem Kameraden 3 Schuss Munition abgegeben 3 Tage Ausgangssperre

3. Ausgangssperre
- hab durch einen Schulterwurf dem Zugführer -ein Streber vorm Herrn- den Oberarm gebrochen
Ausgangssperre bis zur Versetzung. fast 4 Wochen


Oder meint der Sonnenkönig aus Bavaria sowas nicht[[top]] ?

Kaddii
Serwest, leicht bewölkt, 6°

Zustimmung und Ergänzung

helmut-1 @, Siebenbürgen, Dienstag, 15.12.2020, 21:05 vor 1860 Tagen @ Falkenauge 2236 Views

Hat mich doch neugierig gemacht, welches Haar da FoxNews in der Suppe gefunden hat. Hab mich deshalb ausführlich mit dem Artikel befasst, und genauso ausführlich kommentiere ich das jetzt. Nur so zu ein paar Punkten, ich nehm da einfach nur Stellung zu Deinem Text:

Die Bedeutung des Rechts:

Der Staat hätte sich eigentlich nur um sein Kern­geschäft zu kümmern: um das Rechtswesen.

Eigentlich war das früher schon auf deutschem Boden, - und zwar nannte man das das "Thing". Macht und Recht hing damals eng zusammen, - obwohl ein einzelner Machthaber, z.B. ein Germanenfürst, kein Recht sprechen konnte, das musste in der Versammlung geklärt und sich geeinigt werden.

Die Bedeutung des Rechts, besonders im Deutschtum, ist auffällig. Dort, wo das Deutschtum in der Diaspora existierte, trat es noch deutlicher hervor. Zum Beispiel bei den Sudetendeutschen. Am Stadthaus zu Eger (heute Cheb) befand sich eine Tafel mit einem Spruch (einmal hieß es, die Tschechen hätten ihn abgemacht, andere sagen, er wäre wieder dort, ich weiß es aktuell nicht):

Das höchste Gut des Mannes ist sein Volk
Das höchste Gut des Volkes ist sein Recht
Des Volkes Seele lebt in seiner Sprache.

Dem Volk, dem Recht und seiner Sprache treu
fand uns der Tag, wird jeder Tag uns finden.

Eine Abwandlung des "Rechts" in eine Art "Gebrauchsrecht" gab es bei den Siebenbürgern. In manchen Gemeinden gab es den sog. "geschworenen Montag", der fiel in die 1. Januarhälfte. Die Siebenbürger Sachsen hatten sich in ihrem dörflichen Leben, aber auch in den Städten, in "Nachbarschaften" gegliedert:

https://www.tartlau.eu/drupal/Nachbarschaft/Das-Nachbarschaftswesen-Siebenbuergen#:~:te...

An diesem "geschworenem Montag" wurde am ersten Tag alles besprochen, was im vergangenen Jahr gelaufen ist, die Nachbarschaftskasse kontrolliert, die Aufgaben verteilt, usw., halt alles, was organisatorischer Art war.

Was ich aber für bemerkenswert hielt:
Man sprach alles an, was Anlass zu Unstimmigkeiten oder gar Streitereien zwischen den Nachbarschaftsmitgliedern gegeben hat. In der Gemeinschaft bei dieser Zusammenkunft wurde das abschließend geklärt und jegliche Auseinandersetzung beigelegt. Es unterliegt dem ungeschriebenen Gesetz, dass nach dieser Klärung an diesem Tag alles, was in diesem Zusammenhang im letzten Jahr war, nicht mehr erwähnt werden darf, - und das endgültig. Daraufhin gab jeder jedem die Hand und es galt als besiegelt. Man verhinderte dadurch das Übertragen einer Auseinandersetzung von einem Jahr ins andere. Vermutlich kam daher der Name "geschworener Montag". Am Tag darauf gabs Fasching mit Musik und Tanz.

Weiter zum nächsten Punkt:

Wie damals das Nationale, so wird jetzt das Medizinische aus dem Geistesleben ins Politi­sche gezerrt und missbraucht.

Da hat sich aber auch der Zeitgeist (sprich "Mode") geändert. Ich hab das bei vielen älteren Siebenbürgern beobachtet, - da war das Wort "Krankheit" so etwas wie ein Makel, - ein negatives Etikett. Wenn man sich nicht wohl gefühlt hat oder sonst irgendwas hatte, dann wurde das verschwiegen, oder übergangen, das Thema auf etwas anderes gelenkt.

Im Laufe der Zeit hat sich die "Krankheitselite" in Deutschland entwickelt. Man stellt sich mit seiner Krankheit in den Vordergrund, analysiert, diskutiert das mit allen möglichen Leuten und fühlt sich bald als Mensch zweiter Klasse, wenn man keine Krankheiten vorweisen kann. Die TV-Werbung bestätigt das ja auch, - ich glaub, ich habs ja schon mal angesprochen. Wenn man dieser Werbung glaubt, dann ist ein Großteil der Menschheit mit Reizdarm, Schlaflosigkeit, Blasenschwäche, und weiß der Teufel noch was, gesegnet. 7 von 10 Werbungspots kommen aus dem "Krankentopf".

Schon manchmal habe ich im Gespräch mit meinen Kumpels geschimpft, - "früher haben wir über die Mädels geredet, und heute reden wir nur mehr über Krankheiten?"

Jemand wie ich, der eigentlich seit Jahrzehnten gesund ist, der wird doch in der heutigen Gesellschaft als suspekt angesehen. Wenn ich in einigen Kommentaren dann doch auf das eine oder andere eingegangen bin, was meine persönlichen Erfahrungen betrifft, dann in erster Linie deshalb, um in der Zeit der Corona-Hysterie aufzuzeigen, dass es auch ganz anders gehen kann.

Natürlich ist es gut, dass sich die medizinische Wissenschaft weiter entwickelt, genauso ist es gut, dass man Randgruppen nicht mehr - so wie früher - ausgrenzt oder gar sich derer schämt. Was hat man früher mit Kindern gemacht, die einen Wasserkopf oder eine Hasenscharte hatten? Man hat sie versteckt.

Aber der Medizinkult hat doch in den letzten Jahrzehnten extreme Formen angenommen, meiner Meinung nach. Stellt sich die Frage, ob damit der Nährboden dafür geschaffen wurde, dass man eine Diktatur draus machen kann.

Mittlerweile gehe ich in eine offene Konfrontation mit der Tante Corona ein. Man fragt mich, warum ich keine Maske trage. Meine Antwort: Weil ich keine brauche. Ich kann mich nicht anstecken, weil ich Blutgruppe "0" habe. Ich kann niemand anderen anstecken, weil jemand ohne Erkältungssymptome niemanden anstecken kann (das chin. Gutachten mit den tausenden Probanden stammt vom November d.J., - ich habs mehrfach angesprochen). Für mich gilt: Thema erledigt.

Noch ein Punkt:

Und in vie­len von uns lauert noch diese Sehnsucht nach ei­nem Staat, der sich fürsorglich um alles kümmert und für alles zuständig ist

Wir sind (vielleicht sogar unbewusst?) gewillt, Freiheiten gegen Sicherheiten einzutauschen. Wobei das oftmals trügerisch ist. Das Kind hat Angst davor, in der Dunkelheit in den Wald zu gehen. Es benützt die "Freiheit" nicht, unbeobachtet zwischen den Bäumen herumzugehen, es hat Angst vor dem Imaginären.

Ich hab das als kleiner Lausbub etwas anders gesehen. In unserem Mietshaus war für die 30 Wohnungen ein großes Kellersystem mit Gängen und Kellerabteilen für jede Wohnung. Dunkelheit war für mich so etwas wie ein Schutz. Ich wusste, dass da im Keller niemand sein kann, wenn kein Licht brennt. Wer sich im Keller öfters versteckt hat und dann fallweise eine Nachbarin mit "geisterhaften" Geräuschen erschreckt hat, wenn sie in ihr Kellerabteil um Kohlen gegangen ist, - das war meine Wenigkeit. Bis ich mir deshalb mal eine kräftige Ohrfeige vom Ehegatten einer dieser Frauen eingefangen habe.

Ich selbst aber befinde mich oft in der Diskrepanz, dass ich nicht weiß, wie ich über die vielen Videokameras im öffentlichen Bereich denken soll. Ja, sie werden schon der Sicherheit dienen, wenn etwas geklaut oder jemand niedergeschlagen wird. Aber: wem dienen sie noch?

Ich vergesse nicht das Zitat von Benjamin Franklin:

Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.

Oder auch Aristoteles:

Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave.

Und genau das passiert nun mit uns, der Gesellschaft, dem Volk, - oder wie man das auch immer nennen mag: Weil viele unter uns glauben, nur auf diese Weise Sicherheit vor dem Tod zu erlangen, sind wir bereit, Masken zu tragen, auf alle Freiheiten zu verzichten, usw. usw.

Dabei vergessen wir völlig, dass uns der Tod in die Wiege gelegt wurde. Wir wollen ewig leben, ewig jung bleiben, und deshalb funktioniert das so gut mit der Angst, die von oben verordnet wird. Jetzt sollte man meinen, dass diese "Angst" unterschiedlich aufgenommen wird, je nach lokaler Tradition. Dem ist aber nicht so, - auch in Wien, wo ja der Tod in vielen Wienerliedern enthalten ist, verneigt man sich gläubig vor dem Gespenst "Covid" und akzeptiert das Geschäft mit der Angst.

Für mich eigentlich nicht erklärbar, aber es ist anscheinend so. Trotz traditionell humorvollen Umgangs mit diesem Thema, was die Wiener Tradition betrifft:

https://www.youtube.com/watch?v=d6xNp-mzLn0

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