US Wahl und die Kunst des Krieges

Rain @, Donnerstag, 10.12.2020, 18:15 vor 1869 Tagen 4998 Views

Ihr Lieben,

folgende mail hat mich erreicht.

Der Verfasser ist ein Historiker, der sich zur Zeit überwiegend mit den USA beschäftigt:

Wenn man die politischen Ereignisse in den USA aufmerksam mitverfolgt, dann kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß ein Teil des Establishments der Republikaner den Wahlbetrug der Demokraten wenn nicht mitgetragen, so doch zumindest hingenommen hat. Es ist kein Geheimnis, daß es in der Republikanischen Partei eine Reihe von Leuten gibt, die Donald Trump liebend gerne loswerden würden (die "Never Trumpers") und nun die Gelegenheit dazu gekommen sehen.
Der Gouverneur von Georgia Brian Kemp und sein Staatssekretär Brad Raffensperger haben den Wahlbetrug am 3. November aktiv mitgetragen, und die beiden Senatoren von Georgia, David Perdue und Kelly Loeffler, sind auch nicht als besondere Freunde von Donald Trump bekannt. Nun ist aber für die "Never Trumpers" in der Republikanischen Partei eine äußerst unangenehme Situation entstanden. Bei den Wahlen am 3. November haben Perdue und Loeffler so schlecht abgeschnitten, daß sie in eine Stichwahl mit ihren demokratischen Konkurrenten am 5. Januar 2020 eintreten müssen. Verlieren Perdue und Loeffler diese Stichwahl, dann verlieren die Republikaner auch ihre knappe Mehrheit im Senat; es steht dann 50 : 50, und bei Stimmengleichheit entscheidet der Vizepräsident, derzeit noch Mike Pence. Zieht aber Joe Biden ins Weiße Haus ein und wird Kamala Harris Vizepräsidentin, dann verlieren die Republikaner ihre hauchdünne Mehrheit den Senat. Das bedeutet, daß die Demokraten im Besitz des Weißen Hauses und ausgestattet mit Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat durchregieren und die Verhältnisse so umgestalten können, daß die Republikaner in Zukunft keine Chance mehr haben, den Präsidenten zu stellen oder eine Mehrheit im Senat zu gewinnen.
Das Establishment in der Republikanischen Partei steht jetzt vor der Alternative, entweder den ungeliebten Donald Trump zu unterstützen oder aber den Weg in die politische Bedeutungslosigkeit anzutreten. Erschwert wird diese Situation noch dadurch, daß die republikanischen "Never Trumpers" durch ihre Akzeptanz des Wahlschwindels vom 3. November eine chaotische Situation geschaffen haben. Wenn das "Democratic National Committee" mit diesen nicht mehr zu übersehenden betrügerischen Methoden durchkommt, gibt es nichts, was es daran hindern könnte, sie auch in Zukunft anzuwenden. Die amerikanische Republik wäre dann Geschichte, aber es gibt sehr einflußreiche Leute, die genau das wollen.
Donald Trump hat am Abend des 5. Dezember 2020 in Valdosta in Georgia eine große "Rally" abgehalten, in der er genau auf diesen Sachverhalt hingewiesen hat, daß auch bei der Stichwahl um die beiden Sitze im Senat am 5. Januar wieder mit Wahlbetrug zu rechnen ist. Trump hat es sich nicht nehmen lassen, in seiner Rede - wie bereits in seiner Rede am 2. Dezember - sämtliche bisher bekannten Details der Wahlmanipulationen vom 3. November ausführlich darzulegen. Schließlich sprach Trump seine Unterstützung für David Perdue und Kelly Loeffler aus, wobei man den Eindruck gewinnt, daß er die Zwangslage, in der sich die beiden Senatoren und mit ihnen die "Never Trumpers" in der Republikanischen Partei befinden, sichtlich genießt. Seine lobenden Worte für die beiden Senatoren waren voller ironischer Untertöne. (Speech: Donald Trump Holds a Political Rally in Valdosta, Georgia - December 5, 2020; https://www.youtube.com/watch?v=hKBZemnS1j4)

Soweit die mail


Beste Grüsse

Rain

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Der Rechtsstaat ist wie die Luft: Unsichtbar aber essentiell.

Trump kennt den Ernst der Lage, auch bei den Reps ist das kaum jemand klar (oT)

mabraton @, Donnerstag, 10.12.2020, 18:36 vor 1869 Tagen @ Rain 3195 Views

Musik zum showdown

mabraton @, Donnerstag, 10.12.2020, 18:53 vor 1869 Tagen @ Rain 3776 Views

The Martians could land in the car park and no one would care
Closed-circuit cameras in department stores
Shoot the same movie every day
And the stars of these films neither die nor get killed
Just survive constant action replay

And nothing ever happens, nothing happens at all
The needle returns to the start of the song
And we all sing along like before

And we'll all be lonely tonight and lonely tomorrow

And bill hoardings advertise products that nobody needs
While "Angry from Manchester" writes to complain about
All the repeats on TV
Computer terminals report some gains in the values of copper and tin
While American businessmen snap up Van Goghs
For the price of a hospital wing

And nothing ever happens, nothing happens at all
The needle returns to the start of the song
And we all sing along like before

And nothing ever happens, nothing happens at all
They'll burn down the synagogues at six o'clock
And we'll all go along like before

And we'll all be lonely tonight and lonely tomorrow

Del Amitri - Nothing Ever Happens

Das Spiel ist erst mit dem letzten Zug gespielt

Rain @, Dienstag, 22.12.2020, 17:59 vor 1857 Tagen @ mabraton 1604 Views

Ihr Lieben,

die aktuelle mail des mir bekannten Historikers.

Es bleibt spannend:


General Michael Flynn gab gestern Lou Dobbs von "Fox News" ein Interview, das ich für sehr wichtig halte. Ich habe die entscheidenden Sätze deshalb nach besten Wissen und Gewissen ins Deutsche übertragen, doch zunächst das englische Original:
"General Flynn: What I would say is SolarWinds is an entry point into the rest of our entire US critical infrastructure. So everything that touches the United States government, if you enter through this SolarWinds attack that we perceive you basically have keys to the vault… You’re able to rummage around and do damn near anything. So it’s a very, very serious attack… We’ve known about it for about six months as I understand it. So when we talk about our election security, Lou, I think this is all part of it because there’s a relationship between these SolarWinds attacks which has basically penetrated our entire infrastructure as well as our election securities… We know we have evidence of foreign influence in the election and this too. You know we’re talking about countries like China, countries like Iran, countries like North Korea, like Russia. These are adversaries that want to basically dominate with their ideology this county… " General Flynn then went on to say intelligence agencies from other countries were watching our elections and have important intelligence to share. "General Flynn: Well, I think they’ll provide that directly to the president once we present the evidence to him through the legal process we have. And, they’re more than willing to do that, we understand."
General Flynn: Was ich sagen möchte, SolarWinds ist ein Einfallstor in die gesamte kritische Infrastruktur der Vereinigten Staaten. Wenn man über diese SolarWinds-Attacke, die wir wahrnehmen, eindringt, dann hat man grundsätzlich die Schlüssel zu allen Tresoren [Geheimnissen] der Regierung der Vereinigten Staaten. Man ist dann in der Lage, alles zu durchstöbern und nahezu alles anzustellen. Es ist deshalb ein sehr ernstzunehmender Angriff ... Wir wissen davon, soweit ich es verstehe, seit etwa sechs Monaten. Wenn wir daher über die Sicherheit unserer Wahlen sprechen , Lou, dann denke ich, das ist alles ein Teil davon, weil es einen Zusammenhang gibt mit diesen Attacken auf SolarWinds, die grundsätzlich unsere gesamte Infrastruktur wie auch die Sicherheit unserer Wahlen penetrieren. Wir haben nun Beweise für ausländische Einflussnahme auf die Wahlen und diese Sache. Du weißt, wir reden über Länder wie China, Länder wie den Iran, Länder wie Nordkorea, wie Russland.Das sind Gegner, die mit ihrer Ideologie grundsätzlich dieses Land [die USA] beherrschen wollen ..." General Flynn fährt fort, die daß Nachrichtendienste anderer Länder unsere Wahlen überwacht und und wichtige Informationen mit uns zu teilen haben. "General Flynn: Nun, ich denke, sie werden sie direkt an den Präsidenten weitergeben, wenn wir ihm die Beweise im Verlauf der gesetzlichen Verfahren, die wir haben, präsentieren. Und soweit wir das verstanden haben, sind sie mehr als bereit, das zu tun."
(Jim Hoft, “Other Countries Had their Intelligence Agencies Monitoring Our Election – Willing to Share with President” – Gen. Flynn Drops a BOMB on Lou Dobbs (VIDEO), The Gateway Pundit, 19. Dezember 2020; https://www.thegatewaypundit.com/2020/12/countries-intelligence-agencies-monitoring-ele...
Das "Fourth Amendment" (4. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika) schützt die Privatsphäre der amerikanischen Staatsbürger und untersagt willkürliche Abhörmaßnahmen durch Polizeibehörden und Geheimdienste. Es gibt natürlich zahllose Ausnahmen, aber grundsätzlich müssen diese von einem Gericht genehmigt werden. Würde Trump nun bekanntgeben, daß das DIA und das Cyber Command die Wahlfälschungen durch elektronische Abhörmaßnahmen aufgeklärt haben, würde es in der Mainstream-Presse einen Sturm der Entrüstung über dieses "verbrecherische Tun" des Präsidenten und seiner "Schergen" geben, und es entstünde das Problem, inwieweit das Trump-Team sich gegen diesen Lärm durchsetzen könnte.
Gegen die Abhörmaßnahmen ausländischer, d.h. auch befreundeter Geheimdienste, kann die amerikanische Regierung aber dann etwas tun, wenn sie davon erfährt - und wenn sie überhaupt ein Interesse hat, dagegen einzuschreiten. Bekanntermaßen gibt es seit dem Zweiten Weltkrieg eine enge Kooperation zwischen den Geheimdiensten der USA, Großbritanniens, Kanadas, Australiens und Neuseelands ("The Five Eyes"), und es ist weiterhin bekannt, daß diese Länder ihre nachrichtendienstlichen Erkenntnisse regelmäßig austauschen. Es kann also niemand z.B. den britischen MI6 daran hindern, seine Erkenntnisse zu den Wahlen 2020 dem amerikanischen Präsidenten zukommen zu lassen, und seit 1939 wurde das britische Material immer anerkannt.
Der britische Premierminister Boris Johnson steht derzeit in einer zähen Auseinandersetzung mit der EU-Kommission in Brüssel, die alles tut, um den "Brexit" zu sabotieren. Joe Biden und seine Kabinettsmitglieder sind als eingefleischte "Globalisten" gegen den "Brexit" und könnten Johnson zusätzliche Probleme bereiten. Johnson hätte also durchaus ein Interesse daran, mit dem Material des MI6 Trump zur Wiederwahl zu verhelfen, mit den USA ein günstiges Handelsabkommen zu schließen und die EU-Kommission vom Hals zu bekommen. Die Nachrichtendienste Australiens konzentrieren sich wegen der geographischen Lage ihres Landes vorwiegend auf die Volksrepublik China und könnten wichtige Informationen über die chinesische Einmischung in die amerikanischen Wahlen beitragen.
Für Donald Trump wie für Joe Biden geht es gegenwärtig darum, Legitimität zu gewinnen, das Material der "Five Eyes" könnte Trump endgültig das Übergewicht verschaffen und drastische Exekutivmaßnahmen rechtfertigen. Lin Wood, neben Sidney Powell und Rudy Giuliani der wichtigste Anwalt in Trumps "Legal Team", machte gestern den Vorschlag, in den "Battleground States" Georgia, Michigan, Arizona, Nevada, Wisconsin, Minnesota und Pennsylvania das Kriegsrecht auszurufen und alle Wahlmaschinen und Stimmzettel zu beschlagnahmen. (@LLinWood, 20. Dezember 2020)
Dan Scavino, Kommunikationsberater des Weißen Hauses, veröffentlichte heute auf "Twitter" drei Fotos: Donald Trump vor dem Porträt von Präsident Andrew Jackson (seinem persönlichen Vorbild), Donald Trump vor dem Porträt von Präsident Abraham Lincoln, und Donald Trump vor einem Foto Sir Winston Churchills (siehe Anhang).


Beste Grüsse

Rain

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Unruhen vor den Capitolen?

Rain @, Freitag, 15.01.2021, 11:04 vor 1833 Tagen @ Rain 1485 Views

Ihr Lieben,


mein Historiker schreibt:

In den USA sind angeblich für die Tage zwischen dem 17. und dem 20. Januar Demonstrationen vor den Kapitolen aller 50 Bundesstaaten Demonstrationen angekündigt; dort, wo es rechtlich zulässig ist, sollen die Demonstranten auch bewaffnet erscheinen. Da davon auszugehen ist, das auch die Antifa erscheinen wird, muß damit gerechnet werden, daß es zumindest in einzelnen Fällen zu gewalttätigen Ausschreitungen kommt. [Styxhexenhammer666, Thoughts on Planned Protests at All 50 State Capitols, 13. Januar 2021; youtube.com/watch?v=Dot1gjQ6fNU] Der Konflikt zwischen den beiden politischen Lagern in den USA ist mittlerweile soweit eskaliert, daß er eine gefährliche Eigendynamik anzunehmen droht. Vertreter des linken Flügels der Demokraten sprechen mittlerweile ganz offen über Repressalien gegen Trump-Anhänger bis hin zu Umerziehunslagern. Es ist durchaus vorstellbar, daß die Ereignisse über die Person von Donald Trump hinweg gehen und er nur noch eine symbolische Rolle spielen wird.

Fast gleichzeitig kam aus anderer, unbestätigter und unbekannter Quelle, die Aufforderung, man solle zu Hause zu bleiben.

Nach der Info des Historikers ist es durch aus sinnvoll, in den nächsten Tagen zuhause zu bleiben, zumindest in den USA.

Auch in Deutschland halte ich es für angebracht, die nächsten Tage die Aktivitäten etwas herunter zu fahren, keine Demos, keine Mahnwachen, keine Parteigründungen durchzuführen.


Beste Grüsse

Rain

--
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Aus Texas hat kein einziger republikanischer Parlamentarier das Impeachment-Verfahren gegen Trump unterstützt. Secession wird wohl geprüft.

Olivia @, Freitag, 15.01.2021, 13:44 vor 1833 Tagen @ Rain 1411 Views

bearbeitet von Olivia, Freitag, 15.01.2021, 13:47

Die demokratischen Parlamentarier haben aber wohl alle dafür gestimmt.

https://www.texastribune.org/2021/01/13/texas-congress-trrump-impeachment/

Habe das mit der Secession heute morgen gelesen, kann es aber nicht mehr finden. Es war ein langer Bericht, der auf die besondere Geschichte von Texas abhob. Die Schlacht von Alamo dürfte einigen ein Begriff sein. Texas soll sich dann freiwillig den USA angeschlossen haben. Die scheinen sehr eigenwillig zu sein. Da California inzwischen teilweise für den Mittelstand ein "failed state" ist, zieht es viele Firmen und auch Menschen nach Texas. Der Staat ist nun nach CA der Staat, der wirtschaftlich am Besten dasteht. Die sind zudem heilfroh, dass Trump ihnen die Mauer gebaut hat und sie jetzt vor den Drogendealern und dem human traffic zu großen Teilen verschont bleiben. Der Staat wäre wirtschaftlich offenbar in der Lage, alleine klar zu kommen. Andere Staaten sollen bereits auch "Interesse" gezeigt haben. Es wurde auch erwähnt, dass in Texas der größte Teil des Grund und Bodens in Privatbesitz ist.

Kann mir nicht vorstellen, dass die sich von Biden die "Mauer" wieder abreißen lassen. Die Mexikaner hatten auch die Schlacht von Alamo gewonnen, was dann aber zu einem massiven Widerstand der texanischen Bevölkerung führte, sodass Mexiko trotz gewonnener Schlacht den Staat Texas verlor.

--
For entertainment purposes only.

Start Verhandlungen

Rain @, Freitag, 29.01.2021, 10:34 vor 1820 Tagen @ Olivia 1423 Views

Ihr Lieben,

wieder ein interessanter Ausblick des Historikers, diesmal zu den Start-Verhandlungen.

Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll.

Inzwischen liegen die offiziellen Stellungnahmen der amerikanischen und der russischen Regierung zu dem Telefonat zwischen Joe Biden und Wladimir Putin vom 26. Januar 2021 vor.
Danach hat Biden die gesammelten Beschwerden gegen die Politik der Russischen Regierung (Rüstungskontrolle, Ukraine, Solar-Winds-"Hacking", russische Kopfgelder für amerikanische Soldaten in Afghanistan, russische Einmischung in die amerikanischen Wahlen 2020 und die Vergiftung von Alexei Nawalny) vorgetragen, um dann den russischen Vorschlag einer Verlängerung des START-Abkommens um fünf Jahre anzunehmen, wobei er offenbar alle russischen Bedingungen akzeptiert hat (siehe Anlage 1).

Donald Trump und Mike Pompeo hatten das START-Abkommen für überholt erklärt und wollten Neuverhandlungen und eine Einbeziehung des strategischen Arsenals der Volksrepublik China, was Wladimir Putin und Sergej Lawrow aber konsequent abgelehnt haben. Präsident Putin hat mit der vorbehaltlosen Anerkennung seiner Bedingungen durch Biden also einen bedeutenden Erfolg errungen, was in der russischen Stellungnahme zu dem Telefonat auch deutlich zum Ausdruck kommt. Auf die amerikanische Beschwerdeliste geht die Russische Regierung gar nicht ein, der Konflikt um die Ukraine wird als innere Angelegenheit dieses Staates bezeichnet (siehe Anlage 2). [Dazu auch Alexander Mercouris, In First Call Biden Caves to Putin on Arms Control, The Duran, 27. Januar 2021; Protected link]

Ob Biden aus politischer Klugheit auf den Vorschlag Putins eingegangen ist, oder weil er aus gesundheitlichen Gründen schwierigen Verhandlungen nicht mehr gewachsen ist, darüber läßt sich trefflich spekulieren, ebenso über die Frage, inwieweit er bei diesem Telefonat von seinen Beratern angeleitet wurde. Zum geistigen Zustand von Joe Biden ist zu bemerken, daß es anstrengend, wenn nicht qualvoll ist, einer seiner Reden zuzuhören, da er unübersehbar nur vom Teleprompter abliest und dabei eher murmelt als artikuliert spricht. In der Mainstream Presse wird die Verlängerung von START als großer Erfolg von Joe Biden gefeiert, was schlicht nicht der Realität entspricht.

Beste Grüsse

Rain

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Biden, Blinken, Yang Jiechi und Anchorage

Rain @, Montag, 29.03.2021, 17:27 vor 1760 Tagen @ Rain 1403 Views

Ihr Lieben,

eine aktuelle Analyse meines Historikers:

Präsident Joe Biden und die neue US-Regierung haben eine denkbar schlechte Woche hinter sich. Am Mittwoch bezeichnete Biden in einem vorab aufgezeichneten Interview Präsident Wladimir Putin als einen "seelenlosen Killer", was einen gravierenden Verstoß gegen die traditionellen diplomatischen Umgangsformen darstellt. Der ehemalige Kommunikationsdirektor von Präsident Ronald Reagan, Pat Buchanan, kommentierte, daß Biden damit bis auf weiteres jene erfolgreiche Gipfeldiplomatie unmöglich gemacht hätte, die die Präsidenten Eisenhower, Nixon, Reagan und Bush während des Kalten Krieges gepflegt hätten, als die Sowjetunion für die USA eine weit größere Bedrohung war als das Russland unter Putin heute. [Pat Buchanan, Why Is Biden Creating His Own Crises? Official Website 22. März 2021; Protected link]

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan bezeichnete die schweren Vorwürfe von Joe Biden gegen Wladimir Putin als "inakzeptabel". In einem Gespräch mit Journalisten erklärte Erdoğan wörtlich: "Die Äußerungen von Herrn Biden über Putin sind nicht angemessen für einen Präsidenten. Herr Putin tat, was notwendig war, indem er eine sehr kluge, sehr elegante Antwort gab." [Erdoğan nimmt Putin vor Biden in Schutz: Putins Antwort "sehr klug", RT 19. März 2021; Protected link] Die Meinung von Erdogan dürfte von der überwältigenden Mehrheit aller Staatsmänner geteilt werden.

Am vergangenen Freitag, dem 19. März, wollte Joe Biden wieder einmal "dynamisch" wirken, als er die Gangway zur "Air Force One" hinauf zu "joggen" versuchte - und dabei vor laufenden Kameras dreimal stürzte [Fotos im Anhang]. Seither werden nicht nur in der internationalen Presse zunehmend Fragen nach seiner geistigen und körperlichen Gesundheit gestellt, vielmehr kam es in den sozialen Medien zu einer Welle von Spott und offenem Hohn.

Das größte Desaster war aber das Treffen amerikanischer und chinesischer Spitzenpolitiker am 18. und 19. März in Anchorage im US-Bundesstaat Alaska. Es begann damit, daß die Wahl des Konferenzortes, ein Hotel in einer abgelegenen amerikanischen Provinzstadt, nicht besonders glücklich war. Die USA wurden durch den neuen Secretary of State Antony Blinken sowie den nationalen Sciherheitsberater Jake Sullivan vertreten, die Volksrepublik China durch Außenminister Wang Yi sowie den Vorsitzenden der Außenpolitischen Kommission des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas Yang Jiechi. Die Politiker beider Seiten sollten in Anwesenheit der Presse zunächst ein jeweils zweiminütiges Statement abgeben, um dann ohne die Journalisten zu einer allgemeinen Diskussion überzugehen. Blinken und Sullivan trugen innerhalb dieser Zeitvorgabe die üblichen amerikanischenVorhaltungen wegen Hongkong, Taiwan, das Südchinesische Meer und den angeblichen "Völkermord" an den Uighuren vor. Damit wollten sie wohl das amerikanische Publikum von der "Stärke" der neuen Administration überzeugen, verletzten damit aber elementare asiatische Höflichkeitsregeln. Was folgte war eine für die Amerikaner höchst unangenehme Überraschung. Yang Jiechi sprach mehr als eine Viertelstunde auf Mandarin (mit Dolmetscher) und machte in unmissverständlichen Worten klar, daß die Volksrepublik China ab sofort keine amerikanischen Moralpredigten mehr akzeptieren würde:

"Die Kriege in dieser Welt, die zu massiven Verlusten geführt haben, werden [nicht von China, sondern] von einigen anderen Ländern begonnen. ... Wir glauben nicht an Invasionen, die Anwendung von Gewalt, oder das Stürzen von Regierungen durch verschiedene Mittel, oder an das Abschlachten von Menschen anderer Länder, weil das alles nur Aufruhr und Instabilität in dieser Welt verursacht. Und am Ende nützt das alles nicht einmal den Vereinigten Staaten. Wir glauben daher, daß es für die Vereinigten Staaten wichtig ist, ihr eigenes Bild zu ändern und damit aufzuhören, ihre eigene [Vorstellung von] Demokratie im Rest der Welt durchsetzen zu wollen. Viele Menschen in den Vereinigten Staaten haben derzeit wenig Vertrauen in die Demokratie der Vereinigten Staaten, und sie haben, was die Regierung der Vereinigten Staaten betrifft, verschiedene Ansichten. In China genießen die Führer Chinas laut Meinungsumfragen die breite Unterstützung des Chinesischen Volkes. ... Was wir daher tun müssen ist, die Mentalität des Kalten Krieges und den Ansatz des Nullsummen-Spiels zu überwinden. ... Und was Xinjiang, Tibet und Taiwan betrifft, so sind das unveräußerliche Teile des Territoriums Chinas. China wendet sich entschieden gegen jede US-amerikanische Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas. Wir haben unsere entschiedene Ablehnung gegen jede solche Einmischung zum Ausdruck gebracht, und wir werden im Gegenzug harte Maßnahmen ergreifen. Was die Menschenrechte angeht, so hoffen wir, daß die Vereinigten Staaten mit den Menschenrechten künftig besser umgehen werden. ... Und die Herausforderungen in Sachen Menschenrechte, denen sich die Vereinigten Staaten gegenüber sehen, haben tiefere Ursachen. Sie sind nicht einfach in den letzten vier Jahren entstanden, so wie Black Lives Matter. ... So lassen sie mich hier für die chinesische Seite erklären, die Vereinigten Staaten haben nicht die Berechtigung, zu China aus einer Position der Stärke sprechen. Die USA waren nicht einmal berechtigt, vor 20 oder 30 Jahren solche Dinge zu sagen, weil das nicht die Art ist, wie man mit dem Chinesischen Volk umgeht."

Außenminister Wang Yi schloß sich den Ausführungen Yang Jiechis an, die USA seien nicht qualifiziert, mit China in einer herablassenden Weise zu sprechen, das Chinesische Volk werde das nicht akzeptieren. [US Department of State, Secretary Antony J. Blinken, National Security Advisor Jake Sullivan, Director Yang And State Councilor Wang At the Top of Their Meeting - United States Department of State, 18. März 2021; https://www.state.gov/secretary-antony-j-blinken-national-security-advisor-jake-sulliva... Übersetzung vom Verfasser]

Wenn man die Auffassung der Chinesischen Führung zusammenfasst, dann ist die Ära der "Demokratie-Exporte" vorbei, und die Amerikaner sollten sich lieber um den Zustand der Demokratie in ihrem eigenen Land kümmern. Ausgerechnet die von der Demokratischen Partei im vergangenen Jahr propagandistisch unterstützten gewalttätigen Demonstrationen von BLM und Antifa werden als Argumente dafür angeführt, daß es in den USA in Sachen Menschenrechte und Demokratie offenbar nicht zum besten steht. [Sanbeer Singh Ranhotra, Biden hid the truth about Moscow humiliation, now he is hiding the thrashing received in Alaska, TFIglobal 23. März 2021; https://www.youtube.com/watch?v=FWtdgVV6EGk]

Blinken und Sullivan hatten eine derartige Reaktion nicht erwartet und wirkten wie vor den Kopf gestoßen, ihre Antworten hinterließen einen wenig überzeugenden Eindruck. Das Treffen in Anchorage war für die US-Regierung schlichtweg eine öffentliche Demütigung, die Videos von der Eröffnung der Konferenz und der Gegenrede Yang Jiechis fanden im Internet eine rasante Verbreitung. [Tyler Durden, Escobar: Welcome To 'Shocked & Awed' 21st Century Geopolitics, Zerohedge, 24. März 2021; https://www.zerohedge.com/geopolitical/escobar-welcome-shocked-awed-21st-century-geopol...

Es sollte aber noch schlimmer kommen. Am vergangenen Montag, dem 22. März, besuchte der russische Außenminister Sergei W. Lawrow die Volksrepublik China und unterzeichnete mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi Vereinbarungen, die auf ein umfassendes Bündnis zwischen der Russischen Föderation und der Volksrepublik China hinauslaufen. Für die amerikanischen "Neocons", die mit der Biden-Administration wieder in Amt und Würden gekommen sind, ist dies schlicht ein Alptraum. Dazu in den nächsten Tagen mehr.


Mit den besten Grüssen

Rain

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Der Rechtsstaat ist wie die Luft: Unsichtbar aber essentiell.

Lawrow und Wang Yi. Ein Bündnis zwischen Russland und China. Die USA auf Platz 3 im internationalen Wettbewerb.

Rain @, Montag, 29.03.2021, 17:30 vor 1760 Tagen @ Rain 1494 Views

Und gleich die Fortsetzung dazu:

Am 22. März 2021 traf der russische Außenminister Sergei Lawrow zu einem zweitägigen Staatsbesuch in der Volksrepublik China ein. Lawrow wurde von seinem Amtskollegen Wang Yi in Guilin in der südchinesischen autonomen Region Guangxi empfangen. Guilin ("Stadt des Duftblütenwalds") ist für seine landschaftliche Schönheit bekannt, und so bildete schon der äußere Rahmen dieses Treffens einen bemerkenswerten Gegensatz zu dem im Winter eher unerfreulichen Anchorage in Alaska, wo drei Tage zuvor die Chinesen ihren amerikanischen Gastgebern einen empfindlichen Prestigeverlust zugefügt hatten.

Die chinesische Staatspresse berichtete über den Besuch Lawrows in großer Aufmachung. Äußerer Anlaß des Besuchs war die Verlängerung des "Vertrages über Gute Nachbarschaft und Freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen China und Rußland", der 2001 unterzeichnet worden war. Die Berichterstattung lies aber keinen Zweifel daran, daß es hier mehr als um eine bloße Vertragsverlängerung ging. Tatsächlich haben die Volksrepublik China und die Russische Föderation bei diesem Staatsbesuch ein formelles Bündnis geschlossen, auch wenn beide Seiten ständig betonten, daß es sich um keinen regelrechten Bündnisvertrag, sondern um eine "Strategische Partnerschaft" handele. Die "Global Times", eine für das Ausland bestimmte englischsprachige Zeitung, die von der Kommunistischen Partei Chinas herausgegeben wird, nahm dazu in einem Leitartikel Stellung. Die "Global Times" ließ keinerlei Zweifel daran, daß China und Russland "wachsenden Spannungen" und "äußeren Bedrohungen" ausgesetzt seien, die ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten von Amerika hätten. Eine "Strategische Partnerschaft" zwischen Beijing und Moskau sei daher eine unabweisbare Notwendigkeit:

"Die 'Umfassende Strategische Partnerschaft zwischen China und Rußland für die Koordination einer neuen Ära' ist zum wichtigsten Aktivum sowohl Chinas wie Rußlands geworden und hat den beiden Ländern geholfen, äußeren Bedrohungen Rücken-an Rücken entgegenzutreten." Weiter heißt es in dem Leitartikel: "Trotz der Einwirkung der Pandemie 2020 hat der chinesisch-russische Handel im dritten aufeinanderfolgenden Jahr das Volumen von 100 Milliarden Dollar übertroffen, und China bleibt auch im elften Jahr in Folge der größte Handelspartner Russlands. ... Die wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit ist zu einem neuen Schwerpunkt geworden. ... China wie Rußland sind starke Mächte, ihre 'Umfassende Strategische Partnerschaft für Zusammenarbeit in einer neuen Ära' hat jeder äußeren Macht jede Möglichkeit genommen, eine von ihnen militärisch zu vernichten. ... Russlands nationale Interessen erfordern eine multipolare Welt, in der Rußland selbst einen Pol bildet. Dies passt fundamental zu den Bestrebungen Chinas, aber es weicht wesentlich von dem ab, was die Vereinigten Staaten glauben. Ungeachtet der Geschichte sind Beijing und Moskau strategische Partner geworden, die nicht mehr voneinander getrennt werden können." [China-Russia cooperation has no upper limits: Global Times editorial, Global Times, 22.3.2021; Protected link]

Ein weiterer Artikel in der "Global Times" sprach einige interessante Details wie "Farbenrevolutionen" und "Desinformationskampagnen" an:

"Obwohl die beiden Länder sich nicht angleichen werden, haben China und Russland sich auf der Grundlage einer flexiblen Partnerschaft mit gemeinsamen Bedrohungen auseinanderzusetzen, da die Vereinigten Staaten viele Herausforderungen geschaffen haben, so wie Sanktionen und Einmischung in regionale Angelegenheiten, um die Entwicklung der beiden Länder zu stören. ... [Außenminister] Wang Yi sagte auf einer Pressekonferenz zu Beginn dieses Monats, daß China mit Russland zusammenarbeiten werde um 'Farbenrevolutionen' und Desinformation zu bekämpfen, um ihre nationale Sicherheit und politische Sicherheit besser schützen zu können." [Yang Sheng, Li Xuanmin and Bai Yunyi, China-Russia partnership 'key to balance US hegemony', Global Times 23. März 2021; Protected link]

Der "Atlantic Council", der zentrale "Think Tank" der NATO, veröffentlichte vor einigen Wochen auf seiner Internetseite einen von einem "Anonymus" verfassten ausführlichen Artikel mit dem Titel "The Longer Telegram: Toward A New American China Strategy". [Atlantic Council, The Longer Telegram: Toward A New American China Strategy; https://www.atlanticcouncil.org/content-series/atlantic-council-strategy-paper-series/t... Bei dem "Anonymus" soll es sich um den neuen Secretary of State Antony Blinken oder um eine ihm nahestehende Person handeln. In "The Longer Telegram" wird ausdrücklich davor gewarnt, daß ein noch engeres Zusammengehen bzw. ein regelrechtes Bündnis zwischen der Volksrepublik China und der Russischen Föderation die für die Vereinigten Staaten schlechteste vorstellbare Möglichkeit sei.

Donald Trump hat noch hartnäckig versucht, ein endgültiges Abgleiten Russlands in den Einflussbereich Chinas zu verhindern, was der amerikanische "Deep State" mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln sabotiert hat. Joe Biden und Antony Blinken sind noch keine acht Wochen im Amt, und die "Umfassende Strategische Partnerschaft" zwischen Beijing und Moskau ist eine vollendete Tatsache. Die Bildung eines chinesisch-russischen Bündnisses kommt einer "tektonischen Plattenverschiebung" gleich, die globalen Machtverhältnisse haben sich damit dauerhaft zum Nachteil der USA verändert. [Alexander Mercouris Neocon Nightmare. Lavrov in China, Strengthens China-Russia Ties, The Duran 23. März 2021; Protected link]

Die Auswirkungen sind bereits spürbar. Nordkorea unter dem "Geliebten Führer" Kim Jong-un weigert sich seit dem Amtsantritt der Biden-Administration, sich überhaupt auf Gespräche mit den Amerikanern einzulassen und hat seine Raketentests wieder aufgenommen. Mit seinen Atomwaffen und Raketen ist Nordkorea eine Art "Mikro-Supermacht", die in Südkorea und Japan, zwei Zentren der Weltwirtschaft, einen enormen Schaden anrichten kann. Außerdem ist Nordkorea seit 2.000 Jahren ein traditioneller Vasallenstaat Chinas. Die von Joe Biden und Antony Blinken erneuerte Forderung nach einer "Denuklearisierung" Nordkoreas ist schlicht utopisch. [Pat Buchanan, Do We Not Have Enough Enemies?, Official Website, 19. März 2021; Protected link]

Gleichzeitig hat Beijing mit Teheran einen Vertrag abgeschlossen, mit dem Ziel, die chinesischen Öl- und Erdgasimporte aus dem Iran zu vervierfachen! Die Islamische Republik Iran, die aufgrund der harten amerikanischen Sanktionen in ernste Schwierigkeiten geraten war, dürfte damit ihre größten wirtschaftlichen Sorgen los sein. [Victoria Coates,Follow the Oil: After Anchorage, China Will Make Iran Its Gas Station if America Turns a Blind Eye, The National Interest, 25. März 2021; https://nationalinterest.org/feature/follow-oil-after-anchorage-china-will-make-iran-it... Es ist ganz erstaunlich, wie sich die internationale Stellung der USA in Folge einer "gestohlenen Wahl" und dem Amtsantritt eines offenbar völlig unfähigen Präsidenten innerhalb weniger Wochen geradezu dramatisch verschlechtert hat.


Mit den besten Grüssen

Rain

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Es könnte ruhig öfters regnen! (kwT)

stokk, Montag, 29.03.2021, 19:06 vor 1760 Tagen @ Rain 1273 Views

In diesem Alter sind Handycaps zu erwarten ....

NST @, Südthailand, Dienstag, 30.03.2021, 03:16 vor 1760 Tagen @ Rain 1248 Views

Zum geistigen Zustand von Joe Biden ist zu bemerken, daß es anstrengend, wenn nicht qualvoll ist, einer seiner Reden zuzuhören, da er unübersehbar nur vom Teleprompter abliest und dabei eher murmelt als artikuliert spricht. In der Mainstream Presse wird die Verlängerung von START als großer Erfolg von Joe Biden gefeiert, was schlicht nicht der Realität entspricht.

.... das kann auch schon Jüngeren passieren - hier ein gutes Beispiel wie ich finde - das dürfte den Alltag im Weissen Haus ungefähr beschreiben ....
Das Handicap - Ladykracher

Da gibt es sicher viel zu lachen ....
Gruss

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Jeder arbeitet im Ausmass seines Verstehens für sich selbst und im Ausmass seines Nicht-Verstehens für jene, die mehr verstehen!

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