OT: Sonntagsmusik (Electronic)

tar ⌂ @, Gehinnom, Sonntag, 08.11.2020, 16:17 vor 1900 Tagen 2986 Views

Zunächst mal Solar Field

Ich höre seit Wochen im Grunde nichts anderes, vor allem nebenbei im Hintergrund beim konzentrierten Arbeiten (Programmieren). Sämtliche Alben lassen sich auf YouTube finden.

Perlen zum Abtauchen:
- Solar Fields - Discovering
- Solar Fields - Leaving Home
- Solar Fields - Funeral For The Abandoned
- Solar Fields - We Are The Dream
- Solar Fields - The Waiting
- Solar Fields - The Shard (Mirror's Edge Catalyst Soundtrack)

Dann noch zwei kürzliche Releases von Jimmy Sax:

- Jimmy Sax - Interstellar (rework)
- Jimmy Sax - Solomun / Home (rework)

Ein wunderschejnes Wochenende!

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Gruß!™

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Bist Du mir böse, wenn ich dazu eine andere Meinung habe?

helmut-1 @, Siebenbürgen, Sonntag, 08.11.2020, 23:17 vor 1900 Tagen @ tar 2424 Views

Mr hat das jemand mal gezeigt, wie das am PC geht, um so was zu "komponieren". Seitdem lehne ich diese Computermusik ab.

Ich hab nur den ersten link aufgemacht, und das hat mir schon gereicht. Das hat nichts mit Kunst oder Können zu tun, sondern nur mehr mit Elektronik. Für sowas braucht man überhaupt kein Musikinstrument erlernen, sondern einfach nur am PC herumspielen.

Anders ist es mit dem Saxophon. Aber auch das ist eine sehr eigenwillige Art der Darbietung. Der Mann beherrscht sein Instrument, keine Frage. Aber er könnte das wesentlich effizienter einsetzen, wenn es um die Interpretation schwieriger Melodien geht.

Mag sein, dass meine Beurteilung mit meiner ziemlich konservativen Einstellung zum Thema "Musik" zusammenhängt. Auch beim Free-Jazz habe ich meine Grenzen. Das geht bei mir bis zu dem Punkt, wo man weder Zusammenhänge noch Melodienfolgen feststellen kann. Wenn das einfach nur so planlos dahinplätschert, dann hört mein Interesse daran auf.

Aber, so sind nun mal die Menschen, wie man sagt, eben "verschieden". Und das ist vielleicht auch ganz gut so, denn sonst würden wir alle im Kirchenchor singen.

Deine Meinung dazu interessiert mich nicht ...

tar ⌂ @, Gehinnom, Montag, 09.11.2020, 01:00 vor 1900 Tagen @ helmut-1 2530 Views

bearbeitet von tar, Montag, 09.11.2020, 01:19

... vielleicht noch eine Erklärung, weswegen, damit du dich nicht vor den Kopf gestoßen fühlst, gell:

Musik, Humor - hier sind die Geschmäcker grundverschieden und wir hatten uns bereits über elektronische Musik ausgetauscht und was du davon hälst. Deine Ansichten sind hier leider völlig daneben, da du VSTis nicht als Instrumente anerkennst, die man allerdings ebenso beherrschen und sich hier jahrelang einarbeiten muss (allein das Abmischen ist eine eigene Kunst), um etwas professionelles hervorzubringen.

Das ist kein "Magic Music Maker"-Niveau (das war vor einigen Jahren eine Einsteiger-Software zum Komponieren - also genau das, was dir wohl mal gezeigt wurde und womit du definitiv nicht das herausbekommst, was bspw. Solar Fields abliefert). Das weiß ich, da ich selbst "am PC" komponiert habe (hier eins meiner Werke, was dir eventuell gefallen könnte).

Wenn du damit nichts anfangen kannst, habe ich damit übrigens kein Problem. Ich kann demgegenüber mit spanischer Gitarrenmusik, Opern, Jazz, hinduistischer Musik und sicher noch einigen anderen nichts anfangen.

Warum es aber mir gefällt? Ich kann "abtauchen" - d.h. ich genieße bei maximaler Lautstärke und es formen sich dabei Bilder im Kopf (sicher vom massiven Film- & Spielkonsum beeinflusst, daher Soundtrack-artige Richtung) oder ich lasse es ruhiger nebenbei bestimmte Synapsen berieseln. Das ist also kein anstrengend konzentriertes Hören über 8 Oktaven - sondern eine völlig andere Genussform als jene, von der du wohl angetan bist.

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Rybezahl, Montag, 09.11.2020, 01:49 vor 1900 Tagen @ tar 2286 Views

Hallo tar!

Deine Komposition gefällt mir! Danke!

Es ist ein handwerklicher Unterschied, ob jemand in die Tasten eines Klavieres oder einer Tastatur hämmert.

Ich muss die ganze Zeit an eine Kurzgeschichte von Stanislaw Lem denken, Synthesizer als neues Musikinstrument, das war glaube ich noch vor Jean Michel Jarre. Aber ich komme Teufel noch eins nicht auf den Titel und finde ihn auch nicht.

Vielleicht gefällt dir Shpongle:
https://www.youtube.com/watch?v=S99IKbu8eyE

Mit Gruß vom
Rybezahl.

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Wenn der Tag kommt, wo die Menschen über die Regierungen herrschen, werden die Menschen keine Regierungen mehr brauchen. Bis dahin sitzen wir in der Scheiße. (Charles Bukowski)

Elektrohandwerk

tar ⌂ @, Gehinnom, Montag, 09.11.2020, 02:37 vor 1900 Tagen @ Rybezahl 2322 Views

bearbeitet von tar, Montag, 09.11.2020, 03:06

Aloha,

Deine Komposition gefällt mir! Danke!

Oh, vielen Dank! Freut mich [[top]] - die Noten selbst sind bei diesem Liedchen jedoch nicht von mir, nur die Umsetzung (von Amiga-Midi-Sound zu Orchester halt - hier das Original). Bei Interesse: hab da noch drei weitere von Hippel vertont und falls dir Klavier gefällt, ist vielleicht dies oder jenes auch was für dich (die sind dann auch wirklich komplett von mir).

Es ist ein handwerklicher Unterschied, ob jemand in die Tasten eines Klavieres oder einer Tastatur hämmert.

Klar, wobei du aber auch direkt Synthis anschließen kannst (früher mit MIDI, heute per USB). Hast also quasi auch ein Klavier, sogar inkl. physischer Pedalen. Am PC musst/kannst/solltest du dich, insb. wenn du ausschließlich reine VSTi nutzt, um jeden ansonsten handwerklichen Effekt selbst kümmern - wofür es dann zahlreiche Drehregler, Notenkanäle, Frequenzdiagramme, usw. für Paddings, Sustains, Volumes, weiß-der-Geier-alles gibt. Die Kunst verschiebt sich dann von der Finger-Koordination hin zur ausgeklügelten Kombination all der genannten Optionen. Hinzu kommt dann noch das Abmischen, d.h. Frequenzbereiche ausreichend trennen, nicht zu überladen und den Sound an sich "gut", "füllig", passend klingen zu lassen. Der Vorteil ist die ungemeine Fülle an Sounds an sich. Den Space-Klang von Solar Fields kann man nicht mit klassischen Instrumenten hinbekommen. Also wozu permanent schlecht reden? Selbst Hans Zimmer nutzt Cubase.

Ich hab damals (1998/1999) mit einem simplen Tracker und fixen Wave-Files als Noten angefangen - das sah genau so aus und klang wesentlich schrecklicher [[zwinker]] Später hab ich dann mit Buzzmachines herumgespielt, was zumindest schon ein paar erst Effekte ermöglichte und bin schließlich bei FL Studio gelandet (hieß damals noch "FruityLoops"). Zwischendurch hab ich mir natürlich auch mal Cubase angetan, aber das ist noch ein paar Stufen umständlicher zu handhaben, wofür mir die Zeit fehlte - dafür aber eben mächtiger, feinstufiger und eben für Profis (wie Zimmer) gemacht. Ein Kumpel macht damit bis heute Rockmusik.

Dann ist die DAW ja auch nur die halbe Wahrheit, den eigentlichen Kern bilden eben die genutzten VSTi in Kombination mit den verfügbaren VSTi- & DAW-Effekten - und da reicht die Bandbreite von klassischen Instrumenten bis zu den abgedrehtesten Sounds. Da muss man schon genug Zeit aufbringen, da umherzutesten, was überhaupt wie klingt und wie man was sinnvoll kombinieren kann. Möglichkeiten: unendlich - und da haben wir wieder das Zeitproblem. Genau deswegen ist das nicht einfach mal so "dahingeklimpert und handwerksfern". Im Gegenteil. Was man da an Zeit aufwenden muss, um was vernünftiges abzuliefern, ist enorm.

Ich muss die ganze Zeit an eine Kurzgeschichte von Stanislaw Lem denken, Synthesizer als neues Musikinstrument, das war glaube ich noch vor Jean Michel Jarre. Aber ich komme Teufel noch eins nicht auf den Titel und finde ihn auch nicht.

Meinst du das: Stanislaw Lem - Der Elektrobarde

Neben Jarre gehört noch zu den ersten anhörbaren Elektrosounds, die ich kenne, definitiv Klaus Schulze.

Vielleicht gefällt dir Shpongle:
https://www.youtube.com/watch?v=S99IKbu8eyE

Yea, das klingt scheen abgespaced mit orientialischem Touch. Psychedelique - alles klar [[top]]

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Hab mir das angehört, was Du da komponiert hast

helmut-1 @, Siebenbürgen, Montag, 09.11.2020, 06:39 vor 1900 Tagen @ tar 2263 Views

Aber das ist eine ganz andere Stilrichtung. Da gibts eine Aneinanderreihung von Harmonienfolgen, das Ganze ist von meinem Hör- und Musikgefühl her nachvollziehbar. Da gibts Höhen und Tiefen, da gibts Zuspitzungen und Auflösungen, und vor allem erkenn ich da einen roten Faden, der sich durch das ganze Stück zieht.

Warum mir das gefällt und das andere weniger, kann ich eigentlich nicht so genau begründen. Fakt ist aber, dass ich in ähnlicher Form am Klavier herumklimpere, wenn ich mich entspanne. Das sind irgendwelche Phantasiefolgen von Melodien, die einem einfach so in den Kopf kommen, - ohne großen Zusammenhang, einfach so. Dasselbe macht auch mein Jüngster, wenn er am Klavier sitzt.

Vielleicht war meine Bewertung "Das hat nichts mit Kunst oder Können zu tun, sondern nur mehr mit Elektronik" etwas zu vorschnell. Klar muss man das auch beherrschen, sonst kann dabei ja nichts herauskommen. Ich erinnere mich nur - es ist schon eine ganze Weile her - an die Vorführung desjenigen, der sowas vorgeführt hat. Der hat einfach nur ein paar Tasten gedrückt, und dann ist das Ganze losgegangen. Klar kann ich das nicht beurteilen, was der im Detail da gemacht hat.

Eines aber weiß ich: In dem Moment, wenn der Strom weg ist, dann ist Schicht im Schacht. Am Klavier aber kann ich weiter phantasieren.

Ich kann nicht einmal sagen ...

NST @, Südthailand, Montag, 09.11.2020, 07:11 vor 1900 Tagen @ tar 2242 Views

Warum es aber mir gefällt? Ich kann "abtauchen" - d.h. ich genieße bei maximaler Lautstärke und es formen sich dabei Bilder im Kopf (sicher vom massiven Film- & Spielkonsum beeinflusst, daher Soundtrack-artige Richtung) oder ich lasse es ruhiger nebenbei bestimmte Synapsen berieseln. Das ist also kein anstrengend konzentriertes Hören über 8 Oktaven - sondern eine völlig andere Genussform als jene, von der du wohl angetan bist.

.... ohne Nachzuschlagen, was 8 Oktaven in der Musik bedeuten. [[wut]]

Das Stück gefällt mir und ich kann dem folgen, was du dazu ausführst. Es gibt viele ähnliche Stücke auch zur Hinführung in die Meditation, funktioniert bei mir aber leider nicht. [[top]] [[top]] [[top]]
Gruss

--
[image]
Jeder arbeitet im Ausmass seines Verstehens für sich selbst und im Ausmass seines Nicht-Verstehens für jene, die mehr verstehen!

ASMR?

tar ⌂ @, Gehinnom, Montag, 09.11.2020, 12:13 vor 1900 Tagen @ NST 2124 Views

.... ohne Nachzuschlagen, was 8 Oktaven in der Musik bedeuten. [[wut]]

Sowas bspw. (absolut genial, aber kann ich mir nicht dauerhaft geben).

Das Stück gefällt mir und ich kann dem folgen, was du dazu ausführst. Es gibt viele ähnliche Stücke auch zur Hinführung in die Meditation, funktioniert bei mir aber leider nicht. [[top]] [[top]] [[top]]

Meinst du das ASMR-Zeug? Gibt da ja mittlerweile ganze Youtube-Kanäle, die das mit Flüstern und Geräuschen auslösen wollen - zündet bei mir auch in keinster Weise, wirkt eher lächerlich <img src=" />

Dahingehend tut sich bei mir aber hier was:
- Heilung - Fylgija Ear / Futhorck
- Ben Frost - Secant
- Dita Redrum - V

Bei manchen soll sowas beim Einschlafen was auslösen:
- Burzum - Rundgang um die transzendentale Säule der Singularität

Bewirkt das irgendwas bei dir - außer Ohrenschmerzen? :D

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