Also besser Wärme speichern
Der jährliche Energiebedarf eines Haushalts liegt etwa bei:3.500 kWh Strom oder umgerechnet etwa 10 kWh am Tag
7.000 kWh Heizung oder umgerechnet auf ein ein halbes Jahr etwa 40 kWh am TagDamit ist eigentlich klar, dass der Winter das grosse Klumpenrisiko ist.
Ausgerechnet in dieser Jahreszeit ist der Energiebedarf hoch und die Energiegewinnung
mit Solar sehr tief.
Wenn deine obigen Werte ungefähr stimmen, ist es ziemlich sinnlos, 10 000 Euro zu investieren um theoretisch 3 Euro Stromkosten pro Tag zu sparen. Davon abgesehen beziehe ich gerne Netzstrom, es ist einfach und nicht sehr teuer. Für einen großen Blackout brauche ich keine PV mit Akkus, denn dann geht es um ganz andere Sachen.
Wenn man Wärme speichern könnte. wären energetischer und finanzieller Nutzen viel höher. Saisonspeicher zur Speicherung von Sommerwärme bis zum Winter werden zwar gelegentlich mal erwähnt, aber einen Durchbruch gibt es offensichtlich nicht, jedenfalls nicht für Kleinanwender.
Im größeren Rahmen gibt es in Hamburg eine Versuchsanlage, wo solar erhitzte Luft in einen Speicher geleitet wird. Bei Bedarf wird mit der Hitze eine Dampfturbine zur Stromerzeugung angetrieben.
Von Solar-Luftkollektoren wird berichtet, dass sie bis Oktober und wieder ab Mitte Februar gut Wärme liefern. Wenn das ein Kleinanwender mit einem Steinspeicher von 40 bis 50 cbm kombiniert, könnte er auch ein paar Tage ohne Sonne überbrücken.
Trotz geringerer Investitionskosten und höherem Ertrag gibt es für diese Form der solaren Nutzung jedoch praktisch Null Interesse. Ich kenne nur einen, der sich damit befasst.
Eine diesbezügliche Erwähnung bei geselligen Zusammensein führt regelmäßig zu höflicher Skepsis gefolgt von einer begeisterten Diskussion über Photovoltaik mit allen möglichen Hi-Tech-Details.