Energiespeichertechnik:

Jacques, Sonntag, 01.11.2020, 13:22 vor 1911 Tagen 3395 Views

bearbeitet von Jacques, Sonntag, 01.11.2020, 13:29

Das eine tun und das andere nicht lassen.
Die verschiedenen Techniken sind bekannt.

Solar => Strom => Wasserstoff (=> Methan)
Solar => Akku
Solar => Strom => Pumpspeicherkraftwerke
etc. etc.

Ich halte einen Mix der verschiedenen Speichertechniken für unabdingbar.

Die Akkutechnik wird weiterhin eine grosse Rolle spielen, in welchem Grad bei PW, LKW in der Zukunft sei dahingestellt.
Jedes Ding wird an gewissen Orten seinen Platz haben

Bereits vor 2,3 Jahren war und bin ich der Überzeugung, dass mit doppelter Kapazität und halben Preis im Vergleich zu den bewährten Lipo/LiFe Akkus, die ganze Chose langsam interessant wird.


Samsung ist auf gutem Weg und ich bin überzeugt, dass die das auch zur Marktreife bringen:
https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/samsung-stellt-bahnbrechende-fest...

Silber wird bei nächsten Meldungen zu dem Thema wohl positiv reagieren.
An der Stelle der Hinweis auf EXK
https://ibb.co/FXPPB4y
[[top]]


Was meint die Schwarmintelligenz zur aktuellen Akku Technologie?

Gruss

Ich denke, bei einem Haus kommt nur Akku in Frage.

Zürichsee, Sonntag, 01.11.2020, 14:00 vor 1911 Tagen @ Jacques 2830 Views

So ein Akku kostet um die 10.000 € und kann gerade mal für einen Tag
den Stromverbrauch speichern. Das grosse Problem sind dann die trüben Tage
und vor allem der Winter. Im Winter ist die Stromausbeute gegenüber dem Sommer
bei 10-15%. Daraus folgt, dass man im Winter tagelang den Strom speichern muss,
um den Akku 1x zu füllen.

Was bei diesen Stromspeicherungen nie angesprochen wird, dass parallel dazu
eine Heizung installiert ist.

Der jährliche Energiebedarf eines Haushalts liegt etwa bei:

3.500 kWh Strom oder umgerechnet etwa 10 kWh am Tag
7.000 kWh Heizung oder umgerechnet auf ein ein halbes Jahr etwa 40 kWh am Tag

Damit ist eigentlich klar, dass der Winter das grosse Klumpenrisiko ist.
Ausgerechnet in dieser Jahreszeit ist der Energiebedarf hoch und die Energiegewinnung
mit Solar sehr tief.

LG Zürichsee

Also besser Wärme speichern

Dan the Man, Sonntag, 01.11.2020, 14:58 vor 1911 Tagen @ Zürichsee 2675 Views


Der jährliche Energiebedarf eines Haushalts liegt etwa bei:

3.500 kWh Strom oder umgerechnet etwa 10 kWh am Tag
7.000 kWh Heizung oder umgerechnet auf ein ein halbes Jahr etwa 40 kWh am Tag

Damit ist eigentlich klar, dass der Winter das grosse Klumpenrisiko ist.
Ausgerechnet in dieser Jahreszeit ist der Energiebedarf hoch und die Energiegewinnung
mit Solar sehr tief.


Wenn deine obigen Werte ungefähr stimmen, ist es ziemlich sinnlos, 10 000 Euro zu investieren um theoretisch 3 Euro Stromkosten pro Tag zu sparen. Davon abgesehen beziehe ich gerne Netzstrom, es ist einfach und nicht sehr teuer. Für einen großen Blackout brauche ich keine PV mit Akkus, denn dann geht es um ganz andere Sachen.

Wenn man Wärme speichern könnte. wären energetischer und finanzieller Nutzen viel höher. Saisonspeicher zur Speicherung von Sommerwärme bis zum Winter werden zwar gelegentlich mal erwähnt, aber einen Durchbruch gibt es offensichtlich nicht, jedenfalls nicht für Kleinanwender.

Im größeren Rahmen gibt es in Hamburg eine Versuchsanlage, wo solar erhitzte Luft in einen Speicher geleitet wird. Bei Bedarf wird mit der Hitze eine Dampfturbine zur Stromerzeugung angetrieben.

Von Solar-Luftkollektoren wird berichtet, dass sie bis Oktober und wieder ab Mitte Februar gut Wärme liefern. Wenn das ein Kleinanwender mit einem Steinspeicher von 40 bis 50 cbm kombiniert, könnte er auch ein paar Tage ohne Sonne überbrücken.

Trotz geringerer Investitionskosten und höherem Ertrag gibt es für diese Form der solaren Nutzung jedoch praktisch Null Interesse. Ich kenne nur einen, der sich damit befasst.

Eine diesbezügliche Erwähnung bei geselligen Zusammensein führt regelmäßig zu höflicher Skepsis gefolgt von einer begeisterten Diskussion über Photovoltaik mit allen möglichen Hi-Tech-Details.

Deine Frage zur (Akku-)Speichertechnik

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Sonntag, 01.11.2020, 14:41 vor 1911 Tagen @ Jacques 2752 Views

bearbeitet von paranoia, Sonntag, 01.11.2020, 14:49

Hallo Jacques,

bist Du wieder genesen?
Wie ist Dein Ladezustand [[zwinker]], was ja thematisch zu Deiner Frage passen sollte.

Das eine tun und das andere nicht lassen.
Die verschiedenen Techniken sind bekannt.

Solar => Strom => Wasserstoff (=> Methan)
Solar => Akku

Den Weg "Solar => Akku" gibt es nicht.
Es muss heißen: Solar => Strom => Akku

Solar => Strom => Pumpspeicherkraftwerke

Vergiss das. Vielleicht kann man ja die Schweiz großflächig unter Wasser setzen. [[hüpf]]
In Deutschland sind nur wenige Orte geeignet, die Genehmigungsverfahren langwierig und die Energiemengen der Pumpspeicherkraftwerke sind viel zu klein, um eine Winterflaute (keine Sonne, kein Wind) wettern zu können.

etc. etc.

Ich halte einen Mix der verschiedenen Speichertechniken für unabdingbar.

Nö. Was rentabel ist, wird von ganz alleine umgesetzt.
Die Stadtwerke Hannover haben sich für die Primärregelung Akkus bei Daimler geliehen.
Da sind LiIo-Akkus drin. Mir ist nicht bewusst, dass Energieunternehmen reihenweise Elektrospeicher bauen.

Die Akkutechnik wird weiterhin eine grosse Rolle spielen, in welchem Grad bei PW, LKW in der Zukunft sei dahingestellt.

Ja, aber nicht in der Massenmobilität.

Jedes Ding wird an gewissen Orten seinen Platz haben

Hä??? [[sauer]]


Bereits vor 2,3 Jahren war und bin ich der Überzeugung, dass mit doppelter Kapazität und halben Preis im Vergleich zu den bewährten Lipo/LiFe Akkus, die ganze Chose langsam interessant wird.

Lipo ist eine Bauform von LiIo-Akkus, als müsstest Du von LiIo/LiFe-Akkus sprechen.

Samsung ist auf gutem Weg und ich bin überzeugt, dass die das auch zur Marktreife bringen:
https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/samsung-stellt-bahnbrechende-fest...

Bahnbrechende Prototypen gab es die letzten Jahre immer wieder.
Nur keine Serienprodukte zum bezahlbaren Preis.

Silber wird bei nächsten Meldungen zu dem Thema wohl positiv reagieren.

Natürlich nicht bei dem Preis.

Was meint die Schwarmintelligenz zur aktuellen Akku Technologie?

Rechne einfach mal nach! Bau Dir eine Excel-Tabelle mit

Akkuspannung (Volt)
Ladung (Ah)
Energie (Wh, kWh)
Entladetiefe (Prozentsatz)
Zyklenzahl (Anzahl)
Kosten pro kWh in (EUR, CHF)

Dann rechne mal nach, was die Speicherung einer kWh kostet.
Die Kapazitätsminderung durch Alterung und Zyklenzahl ist dabei gar nicht eingerechnet.

Gruß
paranoia

P.S.: Wenn ich auf eigenem Grund und Boden säße, würde ich mir einfach aus wissenschaftlicher Neugier eine Solaranlage nebst Speicher bauen, auch wenn das für mich nicht wirtschaftlich wäre.

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Vielleicht wird Tesla "DER" Batteriehersteller der Zukunft ...

Lenz-Hannover @, Sonntag, 01.11.2020, 15:46 vor 1911 Tagen @ Jacques 2583 Views

Bei 1:50 geht es zu den neuen Zellen von Tesla 4680(0) 5x mal mehr Energie 6x mehr "Power" (was also schnell entladen werden kann) - 16% mehr Reichweite.
Lesenwert ist da fast nur der Kommentar von John Depp https://www.youtube.com/watch?v=uziVsc1xv1Y

Hier etwas geraffter und viel mehr: https://www.youtube.com/watch?v=WPkUa7i9Iuk

Vielleicht wird Tesla der Technologie-Führer Akkus, hier kann Tesla am meisten Geld einsparen.
In den Autos werden die 4680 Akkus in 2/3 Jahren integraler Bestandteil der Karosserie.
Der Kostenfaktor soll die Produktion sein und nicht so sehr die Bestandteile der Zelle.

Solarstrom:
Es rechnet sich allenfalls durch die irren Strompreise in D, wenn der EEG-Wahnsinn hier weiter durchgezogen wird, werde ich das dann eher machen, um bei Stromausfällen nicht im dunklen zu sitzen.

Sinnig und "Öko" wäre das ganze für Afrika, weil der Strom durch die oft verwendeten Dieselgeneratoren deutlich teurer ist.

Tesla skaliert und optimiert

CalBaer @, Sonntag, 01.11.2020, 19:13 vor 1911 Tagen @ Lenz-Hannover 2243 Views

An neuen, bahnbrechenden Erfindungen arbeiten sie aber nicht.

Eine Loesung des Energieproblems bringen diese Zellen sowieso nicht. Sie schaffen nur neue Probleme, naemlich Muell.

Da gibt es wohl heute schon Probleme mit der Ruecknahme ...
https://www.welt.de/wirtschaft/article219053850/Bussgeld-fuer-Tesla-Autobauer-soll-in-D...

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Pumpspeicherwerk Linth-Limmern ist eines der grössten der Welt

Zürichsee, Sonntag, 01.11.2020, 17:13 vor 1911 Tagen @ Jacques 2538 Views

bearbeitet von Zürichsee, Sonntag, 01.11.2020, 17:19

Im Jahr 2015 wurde das Pumpspeicherwerk weiter ausgebaut.
Man wusste schon damals, dass es nicht rentabel sein kann,
solange der Strompreis so bleibt.

Zusätzlich kam hinzu, dass der Nachtstrom, mit dem man das Wasser
billig wieder hinaufpumpte, nicht mehr viel billiger als der Tagesstrom
wurde. Der Tagesstrom wurde so billig, da der Solarstrom am Tag (im Überfluss)
produziert wird. So werden sogar im Aargau die Stromspitzen vom
zu viel produzierten Solarstrom vernichtet.

Doch zurück zu Linth-Limmern. Der Ausbau und die Revision wurden
künstlich hinaus gezögert, da sich der Strompreis nicht rechnet.
Heute hofft man, dass der Strompreis ansteigt. Um dies zu erreichen,
werden einerseits die Kernkraftwerke still gelegt und andererseits
die Pumpspeicherwerke künstlich mit Subventionen im Betrieb gehalten.

LG Zürichsee

Die beste Investition

Jacques, Sonntag, 01.11.2020, 18:36 vor 1911 Tagen @ Zürichsee 2544 Views

Zur Eigenversorgung.
Strom wird doppelt und dreifach teurer werden in den nächsten 10 Jahren. Investor und nicht Spekulanten Sicht.
Gruss

Das Problem bei Pumpspeicherwerken löst sich nicht, wenn die Energie 3x teurer wird.

Zürichsee, Sonntag, 01.11.2020, 20:58 vor 1911 Tagen @ Jacques 2212 Views

bearbeitet von Zürichsee, Sonntag, 01.11.2020, 21:10

Nur die Differenz von Tag- und Nachtstrom zählt. Solange diese Differenz klein ist,
kann das nicht rentabel sein.

Früher war der Nachtstrom viel billiger und so konnte mit dem billigen Strom in
der Nacht das Wasser hinauf gepumpt werden. Am Tag wurde das Wasser dann wieder
nach unten zu den Generatoren geleitet und als teurer Tagesstrom verkauft.

Wenn die Differenz zu klein ist, dann ist das nur noch ein Negativgeschäft.
Mit überzähligem Solarstrom am Tag wird sich das auch nicht so schnell ändern.

Damit du siehst, in welchen Dimensionen wir hier reden, ein Pumpspeicherwerk
hat einen Wirkungsgrad Von 75-80 %. Um da in die Wirtschaftlichkeit zu kommen,
muss die Differenz von Tag- und Nachtstrom mindestens diesen Wert erreichen.
Und damit sind noch kein Unterhalt und Erneuerung eingeplant, geschweige denn
ein Gewinn.

LG Zürichsee

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