Einerseits ist es schön, dass Du unseren Club über die Neuerungen in der Forschung informierst

helmut-1, Siebenbürgen, Freitag, 09.10.2020, 20:03 (vor 1936 Tagen) @ hörby3017 Views

Andererseits bin ich da mehr als skeptisch in dieser Sache. Die Begründung liegt in zwei Punkten:

1) Ich hab mir das durchgelesen, - und die Rhetorik stört mich. An einem Beispiel deutlich erklärt:

Auszug aus dem link:
Es zeigte sich: Die von der G614-Mutation betroffene Stelle liegt in einer tiefen Furche des Spike-Proteins und wird zusätzlich durch eine Zuckeranlagerung halb verdeckt. „Angesichts dieser inneren Lage ist es unwahrscheinlich, dass diese Stelle Teil der Epitope von neutralisierenden Antikörpern ist“, sagen die Wissenschaftler. „Es ist daher nicht zu erwarten, dass dies die Antikörper-Reaktion nach einer Impfung mit D614-basierten Vakzinen schwächt.“

Wo liest man, aufgrund dieser oder jener Untersuchungen ist es ausgeschlossen?

Am Schluss heißts dann immer, - es sind andere Umstände dazugekommen, das konnte man nicht voraussehen, usw. usw.

Also: Negerboxkampf im Tunnel bei den Wissenschaftlern

2) Immer wieder liest man bei den Analysen, warum der eine sich ansteckt und erkrankt, der andere aber oftmals gar nichts von seiner Ansteckung merkt, was man dann asymptomatisch nennt, dass es zum einen auf ein eigenes gesundes Immunsystem zurückzuführen ist, was aber nicht alles erklärt. Es kommen noch einige Parameter dazu, die in Verbindung mit dem Immunsystem dafür verantwortlich sind, wenn man im Falle der Infektion nicht erkrankt. Wenn man dann die Frage stellt, welche Parameter das sind, zucken die lieben Wissenschaftler mit den Schultern. Immer wieder liest man, dass daran geforscht wird, man aber diese Parameter immer noch nicht kennt.

Dann stelle ich mir die Frage, wie es möglich ist, dann einen wirksamen Impfstoff gegen dieses Virus (und alle nachfolgenden Mutationen) zu entwickeln, wenn man noch gar nicht weiß, was es im Körper des Menschen ist, was dagegen zuverlässig schützt? Schließlich stammt doch dieses Virus in seiner Urform (lassen wir mal das Thema weg, was man daraus im Labor "verbessert" hat) von einer Zoonose. Da mit Frettchen herumzudoktern, wie man im link lesen kann, das mag ja ganz interessant sein. Aber lassen sich denn diese Erkenntnisse 1:1 auf den menschlichen Organismus übertragen?

Ich meine nein.


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