zu eng gefasst, Krankheit als Krise ist besser
Die Einengung auf "Krankheit" greift zu kurz. Es ist die von der Krankheit ausgelöste Krise und daher die Krise als solches, welches den Wandel bedingt. Solange alles gut läuft, gibt es keinen Bedarf an Wandel und Anpassung. Krisen erst bringen die Motivation und den Zwang, Dinge zu ändern.
Daher halte ich das mystische Verklären von Krankheiten der früheren Zeiten für nicht übertragbar und letztlich für Quatsch. Jeder ist froh, wenn er gesund und fit ist. Aber erst mit den Problemen einer Krankheit merken viele, wie sehr sie dagegen verstoßen und erst die durch die Krankheit ausgelöste Krise führt dann zum Wechsel in Gesinnung und Tun.
In diesem Sinne ist unsere Weltkrankheit (ob nun erfunden oder tatsächlich da), die Veränderungskrise unserer Epoche. Corona, die Klimaerwärmung, das Artensterben, die Plastikmüllkrise ... und was sonst noch gebracht wird, sollen den Zwang und die Motivation zur Veränderung der Welt sein. Wo frühere Zeiten noch lokal Veränderungen hatten, geht es jetzt ums globale. Wir sind in der einzigartigen Zeit, dass Dinge weltweit gesteuert werden können, die Gleichschaltung über so weite Bereiche erfolgen kann, so dass ein globales Management möglich und vermutlich vorhanden ist. In dieser Macht wird nun die Welt so transformiert, wie jene Manager sich eine "bessere Welt" vorstellen. Das "neue Zeitalter" ist das Ziel und Krankheiten, Krisen usw. sind die Umbaumaschinen.