Totalitäre Maßnahmen gegen Andersdenkende: SEK stürmt Praxis von Corona-kritischem Arzt

stocksorcerer @, Montag, 05.10.2020, 16:33 vor 1966 Tagen 5222 Views

Am 1. Oktober stürmt ein österreichisches Sondereinsatzkommando die Wohnung von Dr. Peer Eifler, dem tags zuvor Tags zuvor Entzug seiner langjährigen Ärztelizenz zugestellt wurde. Sein "Verbrechen": Ausstellen von Attests gegen das Tragen von Mund- und Nasen-Schutz.

Eifler auf facebook:
"Man kann nicht sitzenbleiben und aufstehen gleichzeitig.
Mein Aufstehen hatte die Folge, dass ich nun Berufsverbot habe.
Ich darf vorerst keine Maskenbefreiungs-Atteste mehr ausstellen, weil Ärzte, die den Menschen wirklich helfen und diese gesunderhalten wollen von der Ärztekammer nicht erwünscht sind".

https://www.anonymousnews.ru/2020/10/01/sek-stuermt-praxis-kritischem-arzt/

Es wird immer schlimmer, egal wohin man schaut.

Gruß
stocksorcerer

Methode Mao Zedong: Bestrafe einen, erziehe hundert. Ärzte, Lehrer, Polizisten, Finnanzbeamte, Personalchefs, Staatsanwälte, Behördenleiter....(oT)

bolte @, Montag, 05.10.2020, 17:39 vor 1966 Tagen @ stocksorcerer 2354 Views

./.

Spätestens jetzt sollte jedem klar sein, dass hier andere Interessen vorherrschen. Dem Staat ist es noch NIE um unsere Gesundheit gegangen, sonst müßten viele Behandlungsmethoden verboten werden.

Albrecht @, Montag, 05.10.2020, 18:00 vor 1966 Tagen @ stocksorcerer 2840 Views

.

--
SCHEITERT DER €URO, ENDET DIE KNECHTSCHAFT!

Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen.
Friedrich von Schiller (1759 - 1805)

Die alte Frage: Wer ist der Staat? Der Staat bin ich oder der Staat ist die Partei, der Staat sind die Banken, die Börse?

bolte @, Montag, 05.10.2020, 18:37 vor 1966 Tagen @ Albrecht 2387 Views

Wichtige Gruppen im Staat hatten ein Interesse daran das die Bürger lesen, schreiben und rechnen können, weil die Industrialisierung solche Fähigkeiten unbedingt brauchte, Maschinen konstruieren, Häuser berechnen, Bedienungsanleitungen lesen, die Grundlagen des gemeinhin bürgerliches Rechnen beherrschen. Also wurden staatlich Schulen errichtet, Lehrer ausgebildet, kostenlos aber nicht umsonst betrieben, die Schulpflicht eingeführt diese Fähigkeiten zu erwerben, um das die Werktätigen mit hoher Produktivität funktionieren.

Bald war aber auch klar, das es ein Mindestmaß an medizinische Versorgung und Vorbeugung brauchte um die Bürger möglich effizient und ohne Ausfälle in der Warenproduktion zu beschäftigen. Also wurden Ärzte, Pflegepersonal ausgebildet, Krankenhäuser gebaut, die Krankenkassen erschaffen, die Universitäten auf medizinische Forschung getrimmt. Auch das alles kostenlos, aber nicht umsonst.

Geraten wir wirklich in eine neue Zeit, wo die breiten Fähigkeiten wie oben genannt wegen der Rationalisierungen, die Digitalisierung, wegen KI und Roboter zunehmend nicht mehr gebraucht werden. Es nur noch viel weniger Leute braucht die das können? Die anderen fallen, mit Absicht so gewollt, der Verblödung anheim, Sex and Drugs and Rock n Roll?

Graten wir in eine neue Zeit, wo ein Leben geschützt vor Krankheit zunehmend an Bedeutung verliert, weil gesunde Menschen im Produktionsprozess immer weniger gebraucht werden? Krankheit, Pandemien als gewolltes Ausleseprinzip?

Das ist falsch & richtig: FRAGE wer lässt eine Praxis derart absurd "stürmen"?

Lenz-Hannover @, Montag, 05.10.2020, 19:47 vor 1966 Tagen @ stocksorcerer 3004 Views

Polizei & SEK sind BEFEHLSEMPFÄNGER.

Bitte die zuständigen benennen!

Der Staat ist eine juristische Person zum Zweck der widernatürlichen Überproduktion von natürlichen Personen

Mephistopheles, Montag, 05.10.2020, 20:36 vor 1966 Tagen @ bolte 2052 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Montag, 05.10.2020, 20:47

In einem Stasat leben immer mehr Menschen, als unter natürlichen Bedingungen auf diesem Raum existieren können. Dadurch werden die natürlichen Ressourcen überfordert, was in der Rückwirkung dazu führt, dass es zu einem Kollqaps des Staaatsgebildes kommt. Dadurch wird die Bevölkerung jedesmalauf einen Bruchteil - Schätzungen sprechen von <1/100tel reduziert.

Wichtige Gruppen im Staat hatten ein Interesse daran das die Bürger lesen, schreiben und rechnen können, weil die Industrialisierung solche Fähigkeiten unbedingt brauchte, Maschinen konstruieren, Häuser berechnen, Bedienungsanleitungen lesen, die Grundlagen des gemeinhin bürgerliches Rechnen beherrschen. Also wurden staatlich Schulen errichtet, Lehrer ausgebildet, kostenlos aber nicht umsonst betrieben, die Schulpflicht eingeführt diese Fähigkeiten zu erwerben, um das die Werktätigen mit hoher Produktivität funktionieren.

Das waren die Protestanten, die ein Interese daran hatten, sass die Leute heilige Schrift selber lesen konnten. Allerdings ging das Experiment nach hinten los und sorgte für die Aufklärung.

Bald war aber auch klar, das es ein Mindestmaß an medizinische Versorgung und Vorbeugung brauchte um die Bürger möglich effizient und ohne Ausfälle in der Warenproduktion zu beschäftigen. Also wurden Ärzte, Pflegepersonal ausgebildet, Krankenhäuser gebaut, die Krankenkassen erschaffen, die Universitäten auf medizinische Forschung getrimmt. Auch das alles kostenlos, aber nicht umsonst.

medizinische Versorgung ist nur notwendig bei Überbevölkerung

Geraten wir wirklich in eine neue Zeit, wo die breiten Fähigkeiten wie oben genannt wegen der Rationalisierungen, die Digitalisierung, wegen KI und Roboter zunehmend nicht mehr gebraucht werden. Es nur noch viel weniger Leute braucht die das können? Die anderen fallen, mit Absicht so gewollt, der Verblödung anheim, Sex and Drugs and Rock n Roll?

Man brauchte sie nie. Jahrmillionen lebten Menschen ohne Schrift. Schrift benötigt man nur für den Konkurrenzkampf untereinander. Natürlicherweise ist Schrift völlig überflüssig.

Graten wir in eine neue Zeit, wo ein Leben geschützt vor Krankheit zunehmend an Bedeutung verliert, weil gesunde Menschen im Produktionsprozess immer weniger gebraucht werden? Krankheit, Pandemien als gewolltes Ausleseprinzip?

Die Bedeutung der natürlichen Personen wird sowieso überschätzt.

Gruß Mephistopheles

Überflüssig ist so manches. ;-)

nereus @, Dienstag, 06.10.2020, 07:53 vor 1965 Tagen @ Mephistopheles 1726 Views

Hallo Meph!

Was hast Du wieder geraucht?

Du schreibst: In einem Staat leben immer mehr Menschen, als unter natürlichen Bedingungen auf diesem Raum existieren können. Dadurch werden die natürlichen Ressourcen überfordert, was in der Rückwirkung dazu führt, dass es zu einem Kollaps des Staaatsgebildes kommt. Dadurch wird die Bevölkerung jedesmal auf einen Bruchteil - Schätzungen sprechen von <1/100tel reduziert.

Hättest Du die unermessliche Güte diese Aussage einmal mit Beispielen zu belegen?
Welches Land mußte einen derartigen Verlust seiner Bevölkerung hinnehmen, wobei Naturkatastrophen nicht in Betracht gezogen werden.

Zur Entwicklung der Bildung für die breitere Bevölkerung schreibst Du dann:

Das waren die Protestanten, die ein Interesse daran hatten, dass die Leute Heilige Schrift selber lesen konnten. Allerdings ging das Experiment nach hinten los und sorgte für die Aufklärung.

Glaubst Du eigentlich auch, was Du Dir auf die Schnelle zusammen reimst oder sind Deine Beiträge eine einzige große Satire?

medizinische Versorgung ist nur notwendig bei Überbevölkerung

[[hae]]

Man brauchte sie nie. Jahrmillionen lebten Menschen ohne Schrift. Schrift benötigt man nur für den Konkurrenzkampf untereinander. Natürlicherweise ist Schrift völlig überflüssig.

Also wenn ich Deinen Text so lese, kann ich Dir noch nicht einmal widersprechen.
Es gibt Dinge die sollten tatsächlich nicht niedergeschrieben werden. [[freude]]

Schrift ist eine spezielle Art von Sprache bzw. der Kommunikation.
Selbst primitive Wesen kommunizieren und sind ein Bestandteil der lebendigen Welt.
Dabei geht es eben nicht nur um Konkurrenz sondern oftmals auch um Zusammenarbeit, die ohne Kommunikation überhaupt nicht darstellbar wäre.
Selbst Tiere und Pflanzen kommunizieren miteinander.
Auch Deine Menschen ohne Schrift haben kommuniziert und ihre Höhlenmalereien und Kerben auf Knochen sind nichts anderes als frühe Dokumente der Kommunikation.
Die „Bilderschrift“ der Chinesen, einem sehr alten Kulturvolk, ist ein wichtiges Indiz dafür, daß Bilder und Zeichen am Anfang der Entwicklung der Schrift standen.

Die Bedeutung der natürlichen Personen wird sowieso überschätzt.

[[hae]]

Hat Schwester Berta wieder vergessen rechtzeitig die Medikamentendose aufzufüllen?

mfG
nereus

Die Mathematik ist des Teufels! ==> Josephspfennig.

Mephistopheles, Dienstag, 06.10.2020, 13:58 vor 1965 Tagen @ nereus 1566 Views

Hallo Meph!

Was hast Du wieder geraucht?

Du schreibst: In einem Staat leben immer mehr Menschen, als unter natürlichen Bedingungen auf diesem Raum existieren können. Dadurch werden die natürlichen Ressourcen überfordert, was in der Rückwirkung dazu führt, dass es zu einem Kollaps des Staaatsgebildes kommt. Dadurch wird die Bevölkerung jedesmal auf einen Bruchteil - Schätzungen sprechen von <1/100tel reduziert.

Hättest Du die unermessliche Güte diese Aussage einmal mit Beispielen zu belegen?

Wie viele Beispiele hätten`s denn gern, lieber nereus?
6000 Jahre Stadtgeschiochte (mit göbekliTepe sind`s sogar > 10.000 Jahre) Video: https://www.youtube.com/watch?v=DDE5ZwHScYI

Welches Land mußte einen derartigen Verlust seiner Bevölkerung hinnehmen, wobei Naturkatastrophen nicht in Betracht gezogen werden.

Einfach mal nachrechnen. Selbst wenn die Menschheit nur um 1% pro Jah wächst (unter natürlichen Bedingungen wie in Europa im 19 Jh. oder in China im 20. Jh. oder in Afrika im 21. Jh. sind es um die 3% per Jahr; wie vile Menschen müssten dann auf dem Planeten derzeit nach der [link=https://de.wikipedia.org/wiki/Josephspfennig]Josephspfennigrechnung[/link] heute mindestens leben? (Bei Währungen funktioniert das nicht so gut, weil Währungen immer, insbesonderte wenn sie Gold- oder Silberbasiert sind, manipuliert werden können, wie man 1914 gesehen hat; bei der Biologie funktioniert die Josephspfennigrechnung aber hervorragend, weil die Biologie nicht manipulierbar ist. Und das beinhaltet eben, dass die Bevölkerung in regelmäßigen Abstaänden von mehreren 100 Jahren kollabiert auf weniger als 1% des Höchstandes. Man nennt das auch Lemmingssyndrom.)

In Rom sind die Zahlen bekannt. Rückgang von >3,7 Mio auf <20.000.

Zur Entwicklung der Bildung für die breitere Bevölkerung schreibst Du dann:

Das waren die Protestanten, die ein Interesse daran hatten, dass die Leute Heilige Schrift selber lesen konnten. Allerdings ging das Experiment nach hinten los und sorgte für die Aufklärung.

Glaubst Du eigentlich auch, was Du Dir auf die Schnelle zusammen reimst oder sind Deine Beiträge eine einzige große Satire?

Die Realität überholt die Satire. :-P :-P

medizinische Versorgung ist nur notwendig bei Überbevölkerung

[[hae]]

Welche Tiere haben eine medizinische Versorgung außer die Haustiere? Welche Tiere hausen freiwillig dich gepfercht in Ställen?

Man brauchte sie nie. Jahrmillionen lebten Menschen ohne Schrift. Schrift benötigt man nur für den Konkurrenzkampf untereinander. Natürlicherweise ist Schrift völlig überflüssig.

Also wenn ich Deinen Text so lese, kann ich Dir noch nicht einmal widersprechen.
Es gibt Dinge die sollten tatsächlich nicht niedergeschrieben werden. [[freude]]

Schrift ist eine spezielle Art von Sprache bzw. der Kommunikation.
Selbst primitive Wesen kommunizieren und sind ein Bestandteil der lebendigen Welt.
Dabei geht es eben nicht nur um Konkurrenz sondern oftmals auch um Zusammenarbeit, die ohne Kommunikation überhaupt nicht darstellbar wäre.

Das hätten die Schriftgläubigen gerne (Schriftgläubige nennt man die, die glauben die Schrift wäre eine Kommunikartion eines Gottes, der nicht schreiben konnte).

Kommunikation ändert sich ständig. Die Schrift ist stabil. Schriftkann man nur als Versuch bezeichnen, die sich ständig ändernde menschliche Kommunikation zu fixieren und damit abzutöten ==> Todestrieb. Das Herz schlägt, und wenn es stillsteht, also schriftlich fixiert ist, was ist dann?

Selbst Tiere und Pflanzen kommunizieren miteinander.
Auch Deine Menschen ohne Schrift haben kommuniziert und ihre Höhlenmalereien und Kerben auf Knochen sind nichts anderes als frühe Dokumente der Kommunikation.

Die wir nicht mehr verstehen.

Die „Bilderschrift“ der Chinesen, einem sehr alten Kulturvolk, ist ein wichtiges Indiz dafür, daß Bilder und Zeichen am Anfang der Entwicklung der Schrift standen.

Die Bedeutung der natürlichen Personen wird sowieso überschätzt.

[[hae]]

Eine Aktiengesellschaft ist eine juristische Person. Ein Staat ist eine juristische Person. Du bist eine natürliche Person.

Wie lange ist deine Lebenserwartung und wie lange ist die Lebenserwartung eines Staates oder einer Aktiengesellschaft?


Hat Schwester Berta wieder vergessen rechtzeitig die Medikamentendose aufzufüllen?

mfG
nereus

Gruß Mephistopheles

... wenn schon, dann corona-kritischer EX-Arzt.

FOX-NEWS @, fair and balanced, Dienstag, 06.10.2020, 15:22 vor 1965 Tagen @ stocksorcerer 1642 Views

Als selbiger hatte er wohl kein Recht, entsprechende Atteste auszustellen.

Grüße

--
[image]

Afuera!

Was für eine un-debitistische Ausführung und Interpretation!

FOX-NEWS @, fair and balanced, Dienstag, 06.10.2020, 15:30 vor 1965 Tagen @ Mephistopheles 1393 Views

Es geht allein um die Abgabe ... alles andere soll den Kuchen nur schmackhaft machen.

Grüße

--
[image]

Afuera!

Bist oder wirst Du jetzt grün? / Die Freiheitsmaschine

Weiner, Dienstag, 06.10.2020, 20:19 vor 1965 Tagen @ Mephistopheles 1510 Views

Hi, Mephisto, Du schreibst:

"Der Staat ist eine juristische Person zum Zweck der widernatürlichen Überproduktion von natürlichen Personen"

Das ist zunächst sehr treffend ausgedrückt, aber es suggeriert, dass der Staat etwas Unnatürliches sei bzw. sich unnatürlich verhalte.

Da der Staat nicht nur unter Menschen anzutreffen ist sondern etwa auch unter Tieren (Bienen, Termiten ...), muss dieser Auffassung widersprochen werden. Und ganz extrem dargelegt: jeder höhere Organismus, der aus einer Vielzahl von miteinander agierenden Zellen besteht, ist in gewisser Weise ein "Staat". Bereits eine Zelle ist ein Staat, insofern sie aus Zellorganellen zusammengesetzt ist.

Dass Staaten (oder gar Kulturen als Komplexe von Staaten) gelegentlich oder 'gesetzmäßig' zusammenbrechen, ist ebenfalls eine ganz natürlich: Lebewesen sind nur beschränkte Zeit lebensfähig (Entropieproblem), haben aber einen eleganten Ausweg gefunden: zyklische Erneuerung durch Produktion von Nachkommen. So viel wie möglich ....

Und wenn Du (vielleicht?) klagst, wir Menschen würden uns widernatürlich vermehren und dabei Ressourcen zerstören, so muss ich Dir sagen: wir dürfen das! Jede Tierart darf das, mithin auch der Mensch. Wenn ein Tier oder eine Pflanze keine Feinde hat, dann werden sie sich so lange vermehren - ungebremst - bis die entsprechenden Umweltressourcen erschöpft sind. Ist alles erlaubt ...

Das Kennzeichen des Menschen ist es - und darüber haben wir neulich schon gesprochen -, dass er mit Hilfe seiner neuartigen Sozialorganisation namens "Staat" (in Kombination mit technischer Innovation) seine Umweltgrenzen fortlaufend überschreitet. Und das ist etwas ganz, ganz Besonderes, das es zu schützen und zu bewahren gilt (siehe etwa, unter vielen anderen, Wernadskis Noosphäre).

Bei Dir höre ich dagegen im Hintergrund Geräusche wie "ja keine Ressourcenverschwendung mehr" (grüne Agenda!?) oder "zurück ins Zeitalter der Wikinger" oder "zurück ins Zeitalter der neolitischen Bauern" oder "zurück zu Familie und Stamm" (reichsbürgerlich ...?).

Die Zeit lässt sich leider nicht zurückdrehen. Entweder der Mensch bzw. die Menschheit bzw. 'wir' schaffen es relativ zügig, die aktuellen (Selbst-) Eingrenzungen zu durchbrechen - oder es gibt eben einen kleinen Rückschlag und eine zyklische Erneuerung. In jedem Fall machen 'wir' weiter!

Eine grenzüberschreitende Option findest Du etwa hier (nicht so ganz mein Ding, aber funktioniert): https://nuklearia.de/ Stichwort "Freiheitsmaschine" bzw. "Fast Integral Reactor".

Nicht nur Organismen und Arten unterliegen der Evolution sondern auch soziale Gebilde. Der 'Staat' ist noch jung. Wenige tausend Jahre. Es macht wirklich nichts, wenn er sich jetzt ein wenig verheddert hat. Der Mensch ist mit momentan 7 Mia. Individuen so breit aufgestellt, dass er etwaige Konvulsionen überstehen kann. Der nächste Zwischenschritt in der Evolution des Staates ist in jedem Fall totalitär. Die Leberzelle hat keine freie Wahl. Entweder sie macht ihren Job - oder sie wird vernichtet. Man könnte auf den Gedanken kommen, dass das Nervengewebe, das alles durchdringt und regelt, viele Freiheiten hätte. Ganz im Gegenteil: nichts ist so konservativ wie ein Neuron. Deshalb: lang lebe die Elite ...

Mit freundlichen Grüßen aus Wolkenkuckucksheim! *)

Weiner

*) von wo aus man nach hinten (Geschichte) und nach vorne (Zukunft) viel weiter sieht ...

"Deshalb: lang lebe die Elite ..."

Oblomow, Dienstag, 06.10.2020, 21:12 vor 1965 Tagen @ Weiner 1437 Views

Koenntest Du diese Pointe erklaeren?

Herzlich
Oblomow, agendalos

Du liegst total daneben. Mich trifft aber eine Mitschuld, weil ich mich etwas unscharf ausgedrückt habe

Mephistopheles, Mittwoch, 07.10.2020, 09:09 vor 1964 Tagen @ Weiner 1309 Views

Hi, Mephisto, Du schreibst:

"Der Staat ist eine juristische Person zum Zweck der widernatürlichen Überproduktion von natürlichen Personen"

Das ist zunächst sehr treffend ausgedrückt, aber es suggeriert, dass der Staat etwas Unnatürliches sei bzw. sich unnatürlich verhalte.

Er widerspricht den biologischen Gegebenheiten des Menschen, z.B. der, dass der Mensch es nicht aushält, dauernd ihm wildfremden anderen Menschen zu begegnen. Der Mensch braucht Abstand. Der Mensch ist darauf programmiert, in einem solchen Fall entweder zu verhandeln oder zu kämpfen. Auf jeden Fall bedeutet eine solche Begegnung Stress.
In einem Staart ist weder das eine noch das andere möglich. Die Folge davon ist, dass die Menschen sich in ihre eigenen vier Wände zurückziehen, und vereinsamen. Lauter Untote.

Da der Staat nicht nur unter Menschen anzutreffen ist sondern etwa auch unter Tieren (Bienen, Termiten ...), muss dieser Auffassung widersprochen werden.

Nimm mal einen Nachhilfekurs in Biologie.
Es gibt doch einige biologische Unterschiede zwischen Menschen und Termiten, obwohl man das auch bei Menschen probiert hat, dass sich nämlich nur ein Individuum fortpflanzen darf und die anderen nicht. Das scheidet aber an den biologischen Unterschieden der Frauen, dass eine Bienenkönigen zwar 100.000e Nachkommen haben kann, nicht aber eine Frau.

Und ganz extrem dargelegt: jeder höhere Organismus, der aus einer Vielzahl von miteinander agierenden Zellen besteht, ist in gewisser Weise ein "Staat". Bereits eine Zelle ist ein Staat, insofern sie aus Zellorganellen zusammengesetzt ist.

Damit bist du zurückgefallen auf des Wissensstand des Agrippa Menenius Lanatus, was aber gleichzeitig, von die unbeabsichtig, auch eine widerlegung deiner Fortschrittsoption ist. Man schreitet zwar voran, aber nicht in die Tiefe, sondern wird immer dümmer.

Dass Staaten (oder gar Kulturen als Komplexe von Staaten) gelegentlich oder 'gesetzmäßig' zusammenbrechen, ist ebenfalls eine ganz natürlich: Lebewesen sind nur beschränkte Zeit lebensfähig (Entropieproblem), haben aber einen eleganten Ausweg gefunden: zyklische Erneuerung durch Produktion von Nachkommen. So viel wie möglich ....

Staaten haben keine Nachkommen, auch wenn sich das heilige römische Reich deutscher Nation für einen Nachkommen des Imperium Romanum hielt.

Und wenn Du (vielleicht?) klagst, wir Menschen würden uns widernatürlich vermehren

Sie vermehren sich nicht widernatürlich, sondern ihre Vermehrung kommt zum Stillstand und führt sogar zum aussterben der Population. Was sich vermehrt, ist die Anzahl der Individuen wie in einem Stall, wo der Bauer, wenn sich die Schweine nicht mehr vermehrren, weil die Eber kastriert wurden, zugekaufte fremdassige Schweine einstellt.

und dabei Ressourcen zerstören, so muss ich Dir sagen: wir dürfen das! Jede Tierart darf das, mithin auch der Mensch. Wenn ein Tier oder eine Pflanze keine Feinde hat, dann werden sie sich so lange vermehren - ungebremst - bis die entsprechenden Umweltressourcen erschöpft sind. Ist alles erlaubt ...

Wir dürfen das zwar, aber wir machen es nicht. Die Zerstörer sind die fremdrassigen Schweine.

Das Kennzeichen des Menschen ist es - und darüber haben wir neulich schon gesprochen -, dass er mit Hilfe seiner neuartigen Sozialorganisation namens "Staat" (in Kombination mit technischer Innovation) seine Umweltgrenzen fortlaufend überschreitet. Und das ist etwas ganz, ganz Besonderes, das es zu schützen und zu bewahren gilt (siehe etwa, unter vielen anderen, Wernadskis Noosphäre).

Diese neuartige Sozialorganisation franst aus und wird schließlich, nachdem die Bevölkerung, die diese Sozialorganisation ursprünglich geschaffen hat, erfolgreich ausgerottet worden ist, wieder verschwinden.
Wie sagte Michael Winkler:
Erst, wenn ihr den letzten Deutschen vergrault oder unter die Erde gebrqacht habt, werdet ihr feststellen, dass die Zuwanderer euch keine Pensionen bezahlen.

Bei Dir höre ich dagegen im Hintergrund Geräusche wie "ja keine Ressourcenverschwendung mehr" (grüne Agenda!?) oder "zurück ins Zeitalter der Wikinger" oder "zurück ins Zeitalter der neolitischen Bauern" oder "zurück zu Familie und Stamm" (reichsbürgerlich ...?).

Die Zeit lässt sich leider nicht zurückdrehen.

Aber die Intelligenz. Schwund an Intelligenz bemerkt man daran, wenn einer wenig sagt mit vielen Worten.

Gruß Mephistopheles

Jetzt wäre wohl Bettruhe angesagt. ;-)

nereus @, Mittwoch, 07.10.2020, 09:11 vor 1964 Tagen @ Mephistopheles 1363 Views

Hallo Meph!

Du schreibst: Wie viele Beispiele hätten`s denn gern, lieber nereus?
6000 Jahre Stadtgeschichte (mit göbekliTepe sind`s sogar > 10.000 Jahre) Video: https://www.youtube.com/watch?v=DDE5ZwHScYI

Und was soll mir das jetzt sagen?.
Kennst Du die Gründe, warum GöbekliTepe „untergegangen“ ist oder vermutest Du es nur?

Ich schrieb: Welches Land mußte einen derartigen Verlust seiner Bevölkerung hinnehmen, wobei Naturkatastrophen nicht in Betracht gezogen werden.

Du antwortest: Einfach mal nachrechnen. Selbst wenn die Menschheit nur um 1% pro Jahr wächst (unter natürlichen Bedingungen wie in Europa im 19 Jh. oder in China im 20. Jh. oder in Afrika im 21. Jh. sind es um die 3% per Jahr; wie viele Menschen müssten dann auf dem Planeten derzeit nach .. heute mindestens leben?

Das war keine Antwort auf meine Frage, sondern Dein beliebtes „durch die Gegend wandeln und irgendetwas vor sich hin säuseln“.
Hauptsache es wird etwas gesagt.
Ich hätte gern ein Land von Dir als Beispiel gehört, wo die dort lebenden Menschen durch die Existenz des Staates an sich auf ein Hundertstel dezimiert wurden.
Alleine Deine Herleitung zur Nachrechnung ist stümperhaft, da hier ja auch Naturkatastrophen, Hungersnöte und Krankheiten in Anrechnung kämen, die aber nun wirklich wenig bis nichts mit der Existenz von Staaten zu tun hatten, allerhöchstens mit der vermehrten Ansammlung von Menschen.

In Rom sind die Zahlen bekannt. Rückgang von >3,7 Mio auf <20.000.

Und was waren die Gründe?
Einmal wütete eine verheerende Pest und andererseits gab es wegen der andauernden Kriege auch große Völkerwanderungen. Das sind Hunderttausende einfach woanders hingegangen.
Hingerotzte Zahlen ohne Begründung sagen erst einmal wenig.

Ein wenig Charakterschau bietest Du einmal mehr bei der medizinischen Versorgung, wenn Du schreibst:
Welche Tiere haben eine medizinische Versorgung außer die Haustiere? Welche Tiere hausen freiwillig dicht gepfercht in Ställen?

Ich fragte nach der Bevölkerung und Medizin und Du parierst das mit Haustieren.
Das ist der Denkansatz von Leuten wie Zbigniew Brzezinski und Henry Kissinger, die die Bevölkerung als Tiere oder auch nutzloses Vieh ansahen und auch tierisch zu behandeln wären. Ihre Kriegstreibereien haben daher auch mehrere Millionen Tote gefordert.

Und was Du dann zur Schrift absonderst ist einfach nur noch schräg.

Das hätten die Schriftgläubigen gerne (Schriftgläubige nennt man die, die glauben die Schrift wäre eine Kommunikation eines Gottes, der nicht schreiben konnte).

Gott, der nicht schreiben konnte.
Das muß man mehrfach lesen, um es zu verinnerlichen.
Wie viel Unsinn kann man eigentlich in einem und dann auch noch recht kurzen Halbsatz unterbringen? [[hae]]
Das hält man ja im Kopf nicht aus.[[motz]]

Kommunikation ändert sich ständig.

Hatte ich etwas anderes behauptet?

Die Schrift ist stabil. Schrift kann man nur als Versuch bezeichnen, die sich ständig ändernde menschliche Kommunikation zu fixieren und damit abzutöten ==> Todestrieb.

Es gab mal Zeiten da hast Du recht Vernünftiges von Dir gegeben, aber das ist wohl schon länger her.
Ohne Schrift wäre die ganze Kultur und Bildung nicht denkbar.
Müssen wir die jetzt auch noch abschaffen?
Ist nur noch die Höhle angesagt und das Grollen des Mammuts in weiter Entfernung?

Das Herz schlägt, und wenn es stillsteht, also schriftlich fixiert ist, was ist dann?

Is scho recht. [[trost]]

Schwester Berta !!! [[freude]]

mfG
nereus

Konstanz und Veränderung in der Geschichte

Weiner, Donnerstag, 08.10.2020, 00:57 vor 1964 Tagen @ Oblomow 1341 Views

Es gibt nichts Neues unter der Sonne - habe Rabbi Akiba mal gesagt. Heraklit dagegen, man könne nicht zweimal in den gleichen Fluss steigen. Liegen aber beide richtig. Denn die Welt ist ein kombinatorischer Prozess: was kann man aus den immer gleichen Legosteinen nicht alles bauen ...

Abgesehen von diesen grundlegenden Gegebenheiten bezüglich Konstanz und Veränderung muss, damit ein geschichtlicher Prozess stabil bleibt und nicht vom Winde verweht, irgendjemand für Dauerhaftigkeit sorgen. Nehmen wir die neuzeitlich europäische Geschichte, so waren das (von der Institution Kirche mal abgesehen) vor allem die 'Adelsgeschlechter', als Genpool (biologisch) und als Organisatoren (politisch, wirtschaftlich, sozial und kulturell). Wie man nun daran ging, den Adel abzuschaffen, war es schwierig, einen Ersatz zu finden. Hilfsweise gründete man allerhand Sozietäten, seien es nun Illuminaten, Scientific Societies, Parteien oder 'Unternehmen' - in der Hoffnung, die könnten über das einzelne Individuum hinaus längerfristig gewisse Ziele erreichen und Konstanz garantieren. Das hat aber nicht funktioniert. Und so sind wir jetzt in einem Wackelpudding angekommen. Vielleicht bildet er sogar Blasen. Und die Schüssel fällt vom Tisch ...

Irgendjemand hat vor einiger Zeit hier eingeworfen, dass wir uns an einer 'Bifurkation' befänden. Das ist richtig, und Bifurkationen sind immer sehr schlüpfrig. Deshalb spielt auch hier - also nicht nur bei der inneren Geschlossenheit einer umschriebenen Epoche - die Konstanz eine große Rolle. Über die Bruchstelle am Ende einer Epoche müssen gewisse Teile hinübergerettet werden. Ansonsten landet der Abzweig nach der Bifurkation sehr schnell im Nichts. Ein schönes Beispiel für so ein Hinüber-Retten war der Wiederaufbau in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, nachdem die Produktionsstätten und Labore komplett zerstört oder abgebaut waren - aber das Wissen und der Wille waren noch in den Köpfen und Händen. Vietnam ist übrigens ein vergleichbares Beispiel - sehr beeindruckend.

Ich habe nicht gesagt, welche Elite ich meine. Die neureiche Geldelite ist es nicht. Ein Bindeglied über die kommenden Brüche hinweg ist aber nötig. Deswegen möge sie, die ich meine, lange leben.

Noch ein paar Details zum vorigen Beitrag: Nervenzellen können sehr lang werden, vom Kleinhirn bis in die Wade, über ein Meter; und sie werden sehr alt, 100 Jahre liegen drin. Das ist erstaunlich, wenn man es mit Epithelgewebe vergleicht, welches nur ein paar Tage oder Wochen alt wird. Wie hält ein komplexer Organismus seine Struktur konstant? Wenn Du Dir das Bild von Adolf im Alter von 5 Jahren anschaust, dann wirst Du ähnliche Proportionen im Gesicht erkennen wie später noch im Führerbunker. Man müsste sagen: er ist es! Der Gentest würde es bestätigen. Und der Teufel weiß es auch.

Das Geheimis des Universums ist nicht die Einheit - die ist zweifelsfrei - sondern die Harmonie seiner Vielfalt - die ist unklar.

[Mir wenigstens. Im Augenblick noch. Muss aber irgendetwas mit Primzahlen, d.h. Teilbarkeiten, und Kraftvektoren zu tun haben].

Beckett hat einen schaurigen Text geschrieben (Le dépeupleur), der so anfängt:

"Eine Bleibe, wo Körper immerzu suchen, jeder seinen Verwaiser. Groß genug für vergebliche Suche. Eng genug, damit jegliche Flucht vergeblich. Es ist das Innere eines niedrigen Zylinders mit einem Umfang von fünfzig Metern und einer Höhe von sechzehn wegen der Harmonie. Licht. Seine Schwäche. Sein Gelb. Sein Überallsein als ginge von jedem der rund achtzigtausend Quadratzentimeter ein eigener Schimmer aus. Das es bewegende Keuchen."

Wer weiß, dass Beckett das hiesige Schtuagert gemocht und die Neckarstrasse ebenda sogar bedichtet hat?

„Der Anreiz des Nichts ist dort nicht mehr das
was er einmal war, weil man eben
den sehr starken Verdacht hat
mitten darin zu sein.“

Jetzt müsste ich eigentlich noch der Nervensäge antworten. Aber ich bin zu müde. Und glaube, dass sie mich versteht; ich sowieso sie. Und gut is.

Seufz, Weiner

Für mich bleibt alles halbseiden

trosinette @, Donnerstag, 08.10.2020, 08:14 vor 1963 Tagen @ Weiner 1247 Views

Guten Tag,

Und wenn Du (vielleicht?) klagst, wir Menschen würden uns widernatürlich vermehren und dabei Ressourcen zerstören, so muss ich Dir sagen: wir dürfen das! Jede Tierart darf das, mithin auch der Mensch. Wenn ein Tier oder eine Pflanze keine Feinde hat, dann werden sie sich so lange vermehren - ungebremst - bis die entsprechenden Umweltressourcen erschöpft sind. Ist alles erlaubt ...

Gegen unsere Selbstermächtigung lässt sich nichts vorbringen. Wenn ich behaupte, ich darf meinem Nachbarn die Eier abschneiden, könnte man mir auch nur moralphilosophisches Bla Bla entgegenhalten.

Nicht nur Organismen und Arten unterliegen der Evolution sondern auch soziale Gebilde. Der 'Staat' ist noch jung. Wenige tausend Jahre. Es macht wirklich nichts, wenn er sich jetzt ein wenig verheddert hat.

Ich weiß nicht genau, was Evolution sein soll. Bei uns hat das immer was mit Fortschritt zu tun, bei Darwin war es nur ein Zufallsprinzip. Auf alle Fälle sitzt die Evolution nicht da und überlegt sich, welchen großartigen Entwicklungsschritt sie morgen in die Welt setzt, so wie wir es in unsren sozialen Gebilden tagtäglich tun.

Krokodile werden seit Millionen Jahren von der Evolution ignoriert und machen auch keine Anstalten, sich wie blöde zu vermehren, obwohl da ressourcenmäßig bestimmt viel mehr drin wäre. Ist eigentlich festgestellt worden, dass bei anderen Organismen und Arten in den letzten paar tausend Jahren was evolutionäres passiert ist? Elefanten mit 5 Beinen oder so? Beim Organismus Mensch hat sich in hunderttausenden von Jahren auch nicht viel getan. Würde mir ein Baby aus der Steinzeit zufallen, würde ich es ganz normal in die Zivilisation hineinwachsen lassen und niemand würde feststellen, dass dieser Mensch evolutionär zurückgeblieben ist.

Der nächste Zwischenschritt in der Evolution des Staates ist in jedem Fall totalitär.

Totalitär klingt aber nicht so toll. Wenn wir fortlaufend unsere Umweltgrenzen überschreiten können und dürfen, hingehen können, wohin wir wollen, warum evolutionieren wir dann nicht in eine Richtung, die viel besser klingt?

Was kennzeichnet eigentlich unsere Umweltgrenzen? Die Grenzen zwischen Frankreich und Deutschland kennzeichnet z.B. die Sprache.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Seidene Fäden der Evolution

Weiner, Donnerstag, 08.10.2020, 11:49 vor 1963 Tagen @ trosinette 1248 Views

Guten Tag,

Auch guten Tag!

Ich weiß nicht genau, was Evolution sein soll. Bei uns hat das immer was mit Fortschritt zu tun, bei Darwin war es nur ein Zufallsprinzip. Auf alle Fälle sitzt die Evolution nicht da und überlegt sich, welchen großartigen Entwicklungsschritt sie morgen in die Welt setzt, so wie wir es in unsren sozialen Gebilden tagtäglich tun.

Auch ich weiß nicht genau, was Evolution sein soll. Ist ein sehr kompliziertes Modell, weil eigentlich statistisch wie die Quantenphüsikh. Aber die 'Theorie der Evolution' ist zumindest ein gutes Modell für den Einstieg in die Beschreibung historischer Entwicklungsprozesse im Bereich der systematischen Biologie. Die Grenzen, die diese Theorie hat, wurden erschöpfend schon von anderen Leuten aufgezeigt, irgendwann wird sie auch weiterentwickelt werden, wenn der akademische Starrsinn einiger führender Institute verflogen ist. Interessant sind die Gedanken von Michael Nahm zum Thema Evolution, die ich wohl hier schon mal erwähnt habe.

Krokodile werden seit Millionen Jahren von der Evolution ignoriert und machen auch keine Anstalten, sich wie blöde zu vermehren, obwohl da ressourcenmäßig bestimmt viel mehr drin wäre. Ist eigentlich festgestellt worden, dass bei anderen Organismen und Arten in den letzten paar tausend Jahren was evolutionäres passiert ist?

Was ist bei den Haustieren passiert? Hast Du Dir das mal angeschaut? Alleine die Hunderassen! Der Umweltfaktor war bzw. ist hier der Mensch. Zugleich wäre der Hund auch ein gutes Beispiel dafür, dass es "evolutionäre Sackgassen" gibt. Aus irgendeinem Fleischbrocken, der nicht mehr durch die Nase atmen kann, wirst Du keinen Windhund mehr züchten können. Aus einem Pottwaal machst Du keinen Affen mehr, der durch Baumkronen springt. Das Krokodil ist hochoptimiert, besser geht es nicht mehr. Sein Lebensraum ist aber gerade deswegen eng definiert. Denkbar, dass (kleine) Krokodilarten an Land bzw. in die Trockenheit gehen könnten, doch dort warten zu viele Konkurrenten. Möglich auch, dass das Krokodil sich an eine veränderte Wasserchemie anpassen könnte. Aber sonst sehe ich da nicht viel Möglichkeiten.

Anstelle des etwas schwammigen Begriffes "evolutionäre Sackgasse" könnte man wieder die 'Bifurkation' bemühen. Jede Bifurkation ist ein großes Risiko, weil man nicht hinter die Bifurkation wieder zurückgehen kann. Deswegen ist das 'Unbestimmte' und 'schwer Fassbare', sozusagen das Halbseidene so erfolgreich: man kann es nach allen Seiten ausdeuten und weiß trotzdem nicht, woran man ist. Manchmal sieht es nach Lüge aus. Aber das weiß man erst hinterher. Frau Merkel ist ein gutes Beispiel. Neptun in der Astrologie. Das Ende des Dinosaurierzeitalters hat ein kleines, unscheinbares, graubraunes Mäuschen überlebt. Aus ihm sind alle Säugetiere hervorgegangen.

https://www.deutschlandfunk.de/mutter-aller-saeugetiere.676.de.html?dram:article_id=236842

Der nächste Zwischenschritt in der Evolution des Staates ist in jedem Fall totalitär.

Ich habe den Begriff 'Evolution' auf den Staat übertragen. Das darf man machen, auch wenn dort etwas andere Verhältnisse herrschen. Andere machen das ja auch, siehe etwa hier (hochinteressante Diskussion, weil über 'Postdemokratie' noch hinausgehend):

https://www.nomos-elibrary.de/10.5771/9783845291659/staaten-in-der-evolutionaeren-sackg...

Das Totalitäre der Zukunft ergibt sich mir daraus, dass auch der Mensch, wiewohl er Grenzen - wie sonst keine andere Tierart neben ihm - überschreiten kann, dennoch IN SEINER MATERIELLEN ERSCHEINUNG an Grenzen gebunden ist (in der energetischen vermutlich auch, doch bin ich mir da noch nicht ganz sicher). Von daher haben wir, selbst wenn wir "die Energiefrage" lösen können, immer noch Grenzen etwa in der Ernährung und in anderen Bereichen. Ist es nun totalitär, wenn Xi anordnet, dass in China bis 2030 der Fleischkonsum auf die Hälfte reduziert werden muss. Dinge in diese Richtung wird es sehr viel geben in den nächsten Jahrzehnten, mal abgesehen von den Zerstörungen. Die Frage ist lediglich, ob dieser zwangsläufige Totalitarismus wirklich umsichtig und vernünftig sein wird. Eigentlich ist das die zentrale Frage. Von ihr hängt ab, wie viele Optionen und welche langfristige Zukunft wir hinter der Bifurkation noch haben werden.

Mit nachdenklichen Grüßen, Weiner

Experimentum mundi

Oblomow, Donnerstag, 08.10.2020, 12:32 vor 1963 Tagen @ Weiner 1217 Views

"Die Frage ist lediglich, ob dieser zwangsläufige Totalitarismus wirklich umsichtig und vernünftig sein wird."

Wird es nicht eher die Frage sein, wie der neue Mensch aussehen wird und wie viele es von diesem neuen Menschen geben wird? Die Umsicht und die Vernunft hat doch vielleicht schon entschieden, dass mit diesem Menschen, wie wir ihn haben, nichts Dolles anzufangen ist. Der Restmensch wird eben durch mindcontrol neu ausgerichtet oder gentechnisch gebastelt, der dann in den Totalitarismus passt, der aber garnicht Totalitarismus ist, sondern das, was da kommt, folgt einer neuen Vernunft. Der Nobelpreis für diese Genschnipselei ist insofern ooch ein Menetekel: gewogen, gewogen, zu leicht befunden.... Du gehst ja immer von so Führern aus, die zusammensitzen und weise Entscheidungen treffen. Ist das wirklich so? Schon in einer Familie gibt es nur Kontrollillusion und immerzu klitzekleine Bifurkationen. Was weiß ich. Deine Beiträge regen eben auf und an.

Herzlich
Oblomow

Ich kann nur Debitismus

trosinette @, Donnerstag, 08.10.2020, 14:45 vor 1963 Tagen @ Weiner 1224 Views

Die Frage ist lediglich, ob dieser zwangsläufige Totalitarismus wirklich umsichtig und vernünftig sein wird. Eigentlich ist das die zentrale Frage. Von ihr hängt ab, wie viele Optionen und welche langfristige Zukunft wir hinter der Bifurkation noch haben werden.

Er wird so sein, wie er sein muss, um den debitistischen Notwendigkeiten, die sich im Zeitverlauf ergeben, gerecht zu werden. Am Ende "schuldet jeder jedem und haftet jeder für jeden und alles" – oder so ähnlich. Und in dieses Ende kann mich nur ein totalitärer Staat hineinziehen, der seine helfende Hand bis in die letzten Winkel meines Daseins ausstreckt, weil ich freiwillig wenig Lust auf dieses Ende habe. Die Alternative wäre nur ein vorzeitiges Ende, worauf ich auch keine Lust habe.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

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