Hat sich mal jemand die Frage gestellt, wie es mit dem Tourismus weitergeht?

helmut-1 @, Siebenbürgen, Montag, 05.10.2020, 05:09 vor 1941 Tagen 5457 Views

Hab da einen Text bekommen, - ich weiß auch nicht, in welchem Forum oder als Leserbrief das erschienen ist, stammt jedenfalls nicht von mir. Diese Einblicke in die Branche habe ich nicht. Aber das Ganze macht nachdenklich:

Wohin geht die Reise?

Als Leiter der Reisestelle des Hamburger Senats und mit rund 40 Berufsjahren in der Touristik vom Chefreiseleiter eines der weltgrößten Touristikkonzerne und später erfolgreicher Unternehmer einer Reisebürokette mit Fernreiseveranstalter, werde ich in diesen Zeiten immer wieder nach meiner Einschätzung zur Entwicklung des Reisemarktes gefragt. Ich stelle das mal hier zur Diskussion in das Forum und freue mich auf eine rege und sachgerechte Beteiligung.

An diese Situation werden wir uns noch eine Zeit lang gewöhnen müssen und lernen, mit ihr umzugehen. Mittlerweile ist es ja offensichtlich, dass erst dann wieder einigermaßen gereist werden kann, wenn entweder die Weltbevölkerung größtenteils durchgeimpft ist oder die Quarantänen aufgehoben werden können, weil die Infektionsraten überall ähnlich sind. Mitte 2021 ist immer noch der Best Case – wahrscheinlich wird es länger dauern. Die Philippinen beispielsweise haben schon jetzt eine Öffnung vor September 2021 ausgeschlossen.

Für Interkontinentalreisen müsste auch das nötige Angebot vorhanden sein, denn aktuell riskiert es keine Airline, mehr als die nötigen interkontinentalen Verbindungen anzubieten. So will beispielsweise die australische Qantas bis Juni 2021 gar keine Interkontinentalstrecke fliegen. Interkontinental ein Netz wieder hochzufahren ist keine triviale Übung, das dauert seine Zeit. Ein Grund ist, dass Fluggesellschaften bei diesen Verbindungen auch Zubringer- und Abbringerflüge mitberücksichtigen müssen und das ganze bei optimiertem Fluggerät in genau abgestimmten, unterbrechungsfreien Umläufen. Aus diesem Grund geht die International Air Transport Association (Iata) inzwischen davon aus, dass vor 2023 oder 2024 keine Normalität diesbezüglich eintreten wird. Wir reden also von einem mittelfristigen Zeitraum, was auch das endgültige Aus für Megaflieger wie A380 und B747, in der Produktion eh schon länger eingestellt, bedeutet.

Das nächste Jahr ist aus meiner Sicht ein Übergangsjahr – ich glaube aber nicht, dass wir sehr viel anders reisen werden als dieses Jahr. Aus meiner Sicht gibt es zwei Szenarien. Das erste ist, dass wir weiter wechselnde Quarantäne­bestimmungen haben. Die Quarantäne­zeiten werden vielleicht kürzer, es sind vielleicht nicht mehr ganze Länder, wo man nicht mehr hin kann, sondern nur Regionen. Aber diese ständig wechselnden Regeln werden die Lust am Reisen trotzdem weiter einschränken. Man bleibt dann dort, wo man einigermaßen sicher ist, beziehungsweise man fährt dorthin, von wo man schnell ganz selbstständig auch innerhalb von 24 Stunden wieder nach Hause kommen kann. Sprich: Reisen mit dem Auto, durchaus auch ins Ausland, bleiben attraktiv.

Das zweite Szenario wäre: Wir haben überall 14-Tage-Inzidenz-Werte von mehr als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnern. Aber weil das alle Länder haben werden, könnten wir im Prinzip die Quarantänebestimmungen aufheben – außer für die Hotspots, an denen die Zahlen explodieren. Hierzu brauchen wir aber auch schnellere, genauere und mehr Tests. Darüber hinaus müsste auch das nichteuropäische Ausland an Stelle einer „Zero-tolerance“-Politik“ - gemäß den Lehrbüchern für Infektionskrankheiten - auf ein „Flatten-the-curve“-Prinzip wie in Europa umschwenken und eine Akzeptanz in Bezug zur Kapazität des Gesundheitssystems praktizieren. Unter solchen Voraussetzungen könnte es weniger Reisebeschränkungen geben.

Das große Problem beim „Flatten-the-curve“-Prinzip ist jedoch ein leistungsstarkes Gesundheitssystem wie es in Deutschland oder Skandinavien gibt. Nicht mal in England, geschweige in den USA, ist das dortige Gesundheitssystem auch nur annähernd stark genug für das „Flatten-the-curve“-Prinzip, wie die Todeszahlen zeigen. Wie sollen erst recht Länder in Zentral- und Südostasien, Lateinamerika oder Afrika das schaffen – für die ist es schlicht unmöglich.

Aber ich glaube, die Menschen selbst werden vermutlich noch zurückhaltend bleiben, zum Beispiel aus Angst vor Erkrankungen im Ausland oder wegen eher trüben wirtschaftlichen Perspektiven – etwa aufgrund von Kurzarbeit oder auch unsicherer Einkommens- und Jobaussichten. Das wird generell die Nachfrage weiter hemmen.

Ein möglicher Game-Changer wäre ein Impfstoff – je nachdem, wie gut er wirkt und wie schnell eine Bevölkerung durchgeimpft werden kann. Aber das halte ich nicht vor Ende 2021 für realistisch, auch wegen der Produktionskapazitäten.

Das Problem ist eigentlich nicht die Reise als solche, sondern der praktizierende Umgang mit den einfachsten Schutzmaßnahmen, wie der „AHA-Regel“. Hier stellen wir fest, das Corona dort besonders heftig ausbricht, wo Menschen eng zusammenkommen und zügellose Partys feiern, frei nach dem Motto „sauf Dich voll und knipse Dein Hirn aus“. So ist kurz nach der Wiederöffnung der Ballermann (und andere spanische Partydestinationen) schon knapp 4 Wochen später wegen rapide steigender Fallzahlen geschlossen worden, hingegen Griechenland als klassisches Reisegebiet ohne Partytourismus auch nach 3 Monaten immer noch erstaunlich niedrige Fallzahlen aufweist.

Mit der Vernunft im Urlaub ist es grundsätzlich schwierig, denn Urlaub ist eine hochemotionale Angelegenheit, eine Sondersituation. Die Leute wollen sich etwas gönnen. Sie glauben, sie haben ein Recht auf Dinge, auf die sie sonst kein Recht haben. Das sind die Ausnahmewochen im Jahr, in denen Vernunft für viele Menschen ganz hinten ansteht. Man will, dass es einem gut geht während dieser Zeit – und auch danach, wenn man sich an die Erlebnisse erinnert.

Fazit: Auch ich gehe von einer Normalisierung frühestens in zwei bis vier Jahren aus. Und genau wie seinerzeit nach den Terroranschlägen von 2001 wird die Urlaubswelt in neuen Relationen wieder von vorne beginnen. So wie wir seitdem mit verschärften Sicherheitskontrollen heute ganz vertraut umgehen, ist es dann vorbei mit dem Billigtourismus, weil alle Überkapazitäten zwischenzeitlich den Touristikmarkt verlassen mussten – am Boden wie in der Luft und in der Kreuzfahrt. Flugreisen, Kreuzfahrten und Hotellerie erhalten wieder eine angemessene Wertstellung in der Gesellschaft, werden sich auf eine zwei-, dreiwöchige Hauptreise im Jahr konzentrieren und sich auf den Preis von einem Bruttomonatseinkommen eines Mittelklassehaushaltes einpendeln, die Schwarzmeerküste, Türkei und Nordafrika etwas günstiger.

Ich sehe das aber zugleich als eine gewaltige globale Chance zur Renaturierung der Natur und Ozeane und der einzig realistischen Option in der Erreichung der dringend gebotenen Klimaziele. So freue ich mich wieder auf saubere, intakte und nicht überfüllte oder gar zugemüllte Urlaubsgebiete, wie ich Sie zuletzt vor rund 40 Jahren noch erlebte.

Normalisierung .... auf dem neuen Niveau, das sich einpendeln wird ....

NST @, Südthailand, Montag, 05.10.2020, 05:38 vor 1941 Tagen @ helmut-1 4927 Views

Fazit: Auch ich gehe von einer Normalisierung frühestens in zwei bis vier Jahren aus.
weil alle Überkapazitäten zwischenzeitlich den Touristikmarkt verlassen mussten – am Boden wie in der Luft und in der Kreuzfahrt. Flugreisen, Kreuzfahrten und Hotellerie erhalten wieder eine angemessene Wertstellung in der Gesellschaft, werden sich auf eine zwei-, dreiwöchige Hauptreise im Jahr konzentrieren und sich auf den Preis von einem Bruttomonatseinkommen eines Mittelklassehaushaltes einpendeln, die Schwarzmeerküste, Türkei und Nordafrika etwas günstiger.

Ich sehe das aber zugleich als eine gewaltige globale Chance zur Renaturierung der Natur und Ozeane und der einzig realistischen Option in der Erreichung der dringend gebotenen Klimaziele. So freue ich mich wieder auf saubere, intakte und nicht überfüllte oder gar zugemüllte Urlaubsgebiete, wie ich Sie zuletzt vor rund 40 Jahren noch erlebte.[/i]

In etwa so erwarte ich es auch. Damit sind die Durchschnittsverdiener raus - aus den Fernreisen. Selbst ein Single muss dann mindestens 1. Jahr sparen oder einen entsprechenden Kredit aufnehmen um eine Fernreise bezahlen zu können. Eine Familie 3 Personen .... dazu reicht dann ein Durchschnittseinkommen nicht mehr aus.

In Thailand kann man das schon erkennen ... sie versuchen Langzeiturlauber zu präferieren - gut betuchte Rentner, welche genug eigene Rücklagen haben um zu leben. Die bekommen schon jetzt die Gelegenheit einzureisen - noch müssen sie 10 Tage in Quarantäne, aber wer mindestens ein halbes Jahr bleibt, für den ist das nicht das Problem.

Ich sehe es ähnlich wie der Verfasser des Artikels - jetzt wird noch 1 Jahr mit Corona gespielt und die Infrastruktur des Ferntourismus - besonders der Fluglinien ist zerstört. Die Preise werden folglich wieder für Fernflugreisen steigen ....

Sind wir mal ehrlich .... das war bitter nötig.
Gruss

--
[image]
Jeder arbeitet im Ausmass seines Verstehens für sich selbst und im Ausmass seines Nicht-Verstehens für jene, die mehr verstehen!

naja ...

kaddii @, Chorin OT Serwest, Montag, 05.10.2020, 09:22 vor 1941 Tagen @ NST 4281 Views

Guten Morgen

Sehr interessant und Überlegenswert für alle Börseninteressierte. Hebt man die umständliche Erklärungen von Reisen und Saufen mal weg, kommen für mich einige wichtige aber bereits bekannte Punkte zum Vorschein.

1. Reiseveranstalter, Hotellerie und Werbung für den schmalen Geldbeutel, sind keinerlei Investition mehr wert

2. Alle Industriezweige und Dienstleister die mit dem Massentourismus ihr Geschäftsmodell frönten werden erheblich
"marktbereinigt"

3. Die Inlandnachfrage nach relativ unkomplizierten und schnell verfügbaren Reisemöglichkeiten wird weiter enorm
steigen

Meine praktischen Erfahrungen
Wir haben beschlossen unseren Caravanstellplatz schnellstens zu erweitern und entsprechende Sanitär- und Versorgungsmöglichkeiten anzubieten.
Sollte diese HotSpotPolitik des Bundes und der Länder weitere Blüten treiben, sind schnellste Anpassungen überlebensnotwendig.

Börsentechnisch verbieten sich für mich also folgende Bereiche

Reiseveranstalter, Flugzeugbauer, Schiffsreiseanbieter und Veranstalter von großen Events

Möglichkeiten der kurzfristigen/langfristigen Investitionen neben den bekannten Lebensmittelproduzenten, Energieversorgern sollte man mal über die Caravanhersteller und deren Zulieferern nachdenken.

Meine Tochter hoffte gestern immer noch im November mit der AIDA zu den Kanaren zu reisen[[rofl]]
Generell erscheint bei ganz vielen Menschen das Risiko der möglichen Quarantäneeinschränkungen im Ausland massiv verdrängt zu werden. Wir hatten einen angemeldeten Camper, der unbedingt noch 5 Tage vorher nach Barcelona reisen "musste" und dort für 12 Tage Zimmerquarantäne mit Meeresblick bekam, natürlich bei voller Bezahlung[[wut]] .

Da legst dir nieder


Kaddii, Serwest, sonnig, 16°

Normalisierung

Mephistopheles, Montag, 05.10.2020, 10:06 vor 1941 Tagen @ kaddii 3975 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Montag, 05.10.2020, 10:40

Man konnte auch auf dem Cursus Publicus relativ Problem von Südgermanien nach Nordafrika reisen, entweder mit einer Kutsche oder zu Fuß über den Brenner und die Adria nach Alexandria oder über Dakien und Anatolien und Jerusalem, wie es ein gewisser Shaol, der nach jüdischer Tradition seinen Namen in Paulus latinisierte.

Danach normalisierte sich der Tourismus - und man konnte es eineinhalb Jahrtausende nicht mehr.

Die sogenannte "Normalisierung des Tourismus" ist, was aber diejenigen, die den Debitismus nicht verstanden haben, nicht verstehen, nichts anderes als ein, erstes, praktisch wirksames Anzeichen der Schwäche der USA. Weitere Anzeichen werden folgen.

Nochmal: Reisen von Europa über Asien nach Nordafrika waren problemlos möglich, solange die römiache Militärmacht die Reisesicherheit garantierte. Danach wurde es von Räubern und Piraten unterbunden.
Genau dasselbe sehen wir heute wieder. Reisen weltweit waren problemlos möglich, solange die USA (vorher die Royal Navy) international für die Sicherheit des Reisens einstanden. Können sie das nicht mehr, dann wird der internationale Tourismus verschwinden.

Natürlich würde China gerne diese Rolle übernehmen, schon alleine, um die Routen für seine Exportprodukte offenzuhalten; fraglich ist, ob man das zulassen wird.

[image][image] (Aus so einem Wägelchen hat wohl der Kikero seinen Kopf rausgestreckt. Das hätte er besser bleiben lassen.)

Gruß Mephistopheles

internationaler Tourismus: Definition?

Realist, Montag, 05.10.2020, 10:59 vor 1941 Tagen @ Mephistopheles 3460 Views

Nochmal: Reisen von Europa über Asien nach Nordafrika waren problemlos möglich, solange die römiache Militärmacht die Reisesicherheit garantierte. Danach wurde es von Räubern und Piraten unterbunden.
Genau dasselbe sehen wir heute wieder. Reisen weltweit waren problemlos möglich, solange die USA (vorher die Royal Navy) international für die Sicherheit des Reisens einstanden. Können sie das nicht mehr, dann wird der internationale Tourismus verschwinden.

Internationaler Tourismus in meinem Verständnis = Reisen zwischen verschiedenen Nationen.
Du denkst also, dass wenn die USA nicht mehr für die Sicherheit des Reisens (diese Aussage stelle ich nebenbei ebenfalls in Frage) garantieren können, ich nicht mehr gefahrlos die Rheinbrücke in zwischen Konstanz und Kreuzlingen überqueren kann? Oder dass mir etwas passiert, wenn ich in Chiasso die Grenze in die Lombardei überschreite? Oder denkst du eher daran, dass ich entführt werde, sollte ich in Vancouver aus dem Flugzeug steigen? Kannst du ein wenig konkreter darüber werden, was du genau meinst?

Geschichtsvergessenheit

Mephistopheles, Montag, 05.10.2020, 11:43 vor 1941 Tagen @ Realist 3616 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Montag, 05.10.2020, 11:58

Internationaler Tourismus in meinem Verständnis = Reisen zwischen verschiedenen Nationen.
Du denkst also, dass wenn die USA nicht mehr für die Sicherheit des Reisens (diese Aussage stelle ich nebenbei ebenfalls in Frage) garantieren können, ich nicht mehr gefahrlos die Rheinbrücke in zwischen Konstanz und Kreuzlingen überqueren kann?

Versuche das mal - im Jahre 1944

Oder dass mir etwas passiert, wenn ich in Chiasso die Grenze in die Lombardei überschreite? Oder denkst du eher daran, dass ich entführt werde, sollte ich in Vancouver aus dem Flugzeug steigen? Kannst du ein wenig konkreter darüber werden, was du genau meinst?

Oder versuche heute mal mit einem VW-Bulli auf direktem Wege nach Afghanistan zu gelangen, um dir dort den schwarzen Afghanen (saubillig; die Differenz zum örtlichen Verkaufspreis deckt die gesamten Reisekosten!) direkt an der Quelle zu besorgen.
In den 70ern des vergangenen Jahrtausends eiine willkommene Möglichkeit zur Finanzierung des Studentendaseins. [[lach]]

Gruß Mephistopheles

Gesundheits-Tourismus

aprilzi @, tiefster Balkan, Montag, 05.10.2020, 20:11 vor 1940 Tagen @ Mephistopheles 2613 Views

Hi,

also hier schreibt man, dass zur Römerzeit Bulgarien bekannt war wegen seinen Thermalbad-Quellen. Und hier entspannten sich die römischen Legionäre und heilten ihre Wunden und bereiteten sich auf neue Schlachten vor.

Also der Tourismus war eine Kriegsvorbereitungs-Industrie. Bei Ausgrabungen findet man hier zahlreiche Reste dieser Zeit. Früher waren ja die Wege nicht so erschlossen, es gab viele Wälder hier und es ähnelte dem Leben eines Robin Hood. [[freude]]

Zur Heute-zeit. Es gab 80-90% weniger Flugtouristen. Und so machten manche große Hotels gar nicht auf. Diese, die kamen waren aus dem Inneren Bulgariens und Rumänien. Diese kamen mit ihren Wagen und so gab es ein großes Parkplatz-Problem. Die Flugzeugtouristen benötigen ja keine Parkplätze.

Die Strände waren meist voll an Wochenenden. Viele sind in die Türkei gegangen, die Reisenden aus Bulgarien sollen an dritter Stelle sein bei den Reisenden in die Türkei. Also der Tourismus wird regionaler.

Gruß

Volltreffer ....

NST @, Südthailand, Dienstag, 06.10.2020, 04:19 vor 1940 Tagen @ aprilzi 2424 Views

bearbeitet von NST, Dienstag, 06.10.2020, 05:04

Also der Tourismus war eine Kriegsvorbereitungs-Industrie .

Diese kamen mit ihren Wagen und so gab es ein großes Parkplatz-Problem. Die Flugzeugtouristen benötigen ja keine Parkplätze.

Die Strände waren meist voll an Wochenenden.

Kriegsvorbereitungs-Industrie .... das trifft besonders exakt den Kern des Ferntourismus. Mit ihrem Papiergeld und der Kreditkarte, konnten diese Touristen(Söldner des American Way of Life) ganze Naturreservate besetzen, alle 3-4 Wochen kam der Entsatz ... die Besatzer rotierten.

Ich hatte das ganz konkret an der Touristendestination Phuket erlebt ... dort war ich zum ersten Mal vor 30 Jahren. Es gab schon Hotels und die Barszene in Patong - die Backpacker (Fernspäher) zogen weiter zum Karon Strand .. zu den Bambushütten. Von oben nach unten - Patong, Karon, Kata Beach ... so ungefähr sah das damals aus.

[image]

Jedes Jahr kam damals noch die amerikanische Militär-Marine mit eigener Militärpolizei 1x pro Jahr nach Patong um dort die Sau raus zu lassen .... die Kriegsvorbereitungs-Industrie - danach übernahmen diese Aufgaben die Ferntouristen

Bei meinem ersten Besuch war die Verbindungsstrasse von Patong nach Karon, noch eine Strasse die nicht asphaltiert war, in der Regenzeit je nach Wetterlage fast unpassierbar ohne Allradantrieb oder mit einem Cross Motorrad. Heute ist da alles zugebaut mit Hotelanlagen, richtig Gas gaben sie noch mal nach dem Tsunami 2004 ...

Das alles nur für den Ferntourismus - Thais sind dort schon lange nicht mehr in den Urlaub gegangen ..... bis jetzt, seit diese Touristen ausbleiben. Und genau vollgendes Problem wurde sofort relevant - nicht genug Parkplätze vor den Hotelburgen ... denn die Thais kommen mit dem Auto.

Die Thais haben andere Wünsche als Ferntouristen, die kommen immer mit Kindern ... meistens mit sehr vielen Kindern, auch die Kinder der Verwandten werden im Regelfall mitgenommen, denn bis 10 Jahre kosten die nicht extra. In einem Hotelzimmer schlafen dann nicht 2 Leute im Doppelbett, sondern noch 3-4 andere auf dem Boden. Das Trinken - Alkohol bringt der Thai mit .... und noch viele andere Dinge. All jene Hotels die in der Lage waren das zu managen, machten ein gutes Geschäft. Das sind aber in Destinationen wie Phuket aktuell nicht mehr als 30% ... meistens sind das Hotelketten. Die Kleinen waren fast alle geschlossen ... die Bars offen aber leer .... Nicht dass solche Dienstleistungen in TH nicht nachgefragt werden, aber solche Mondpreise zahlt kein Thai - und das Outfit der Damen an den Bars ist nicht das, was der Thai nachfragt.(z.B rauchende Frauen, Tattoos an Stellen wo sie nicht hingehören ....)

So wie es aussieht, beginnen jene Länder die im Fokus der Besatzer lagen - der Ferntouristen, ihre Grenzen zu verteidigen .... sie lassen sie nicht mehr über ihre Grenzen oder nur noch jene, die auch breit sind dafür zu zahlen. Die neue Formel dürfte etwa so lauten: früher 100 heute nur noch maximal 10 ... aber diese 10 müssen breit sein, so viel oder noch mehr auszugeben als vormals die 100. Jeder kann sich jetzt in etwa vorstellen, was das für ihn persönlich bedeuten wird. Dazu noch die höheren Flugkosten .... und dann ist klar, wo die Rentner und Pensionisten der neuen Generation künftig ihren Lebensabend verbringen werden.

Das war ein Szenario ohne die Option, dass das Fiatmoney System von dem Planeten abheben wird - denn das ist ein ganz anderes Thema, das wenn es so weiter läuft wie bisher, viel wahrscheinlicher eintrifft, als die harmlose obige Version. Bis 2025 müssen wir warten, um Gewissheit zu erlangen, ob Deagel.com eine Fake Seite war, oder ein [image] Omen.

Die apokalyptischen Reiter (Holzschnitt von Albrecht Dürer)
Gruss

--
[image]
Jeder arbeitet im Ausmass seines Verstehens für sich selbst und im Ausmass seines Nicht-Verstehens für jene, die mehr verstehen!

Mal was Lustiges zum Thema

Dionysos @, Mittwoch, 07.10.2020, 19:37 vor 1938 Tagen @ Mephistopheles 2061 Views

Reisen von Europa über Asien nach Nordafrika waren problemlos möglich, solange die römische Militärmacht die Reisesicherheit garantierte. ...
Genau dasselbe sehen wir heute wieder.

Ja Meph, wo Du recht hast, hast Du recht. [[zwinker]]

https://youtu.be/j2Pbgx4Bggg?t=405

Gruß
Dionysos

--
Armut schafft Demut, Demut schafft Fleiß, Fleiß schafft Reichtum,
Reichtum schafft Übermut, Übermut schafft Krieg, Krieg schafft Armut.

@Kaddii

Inventor ⌂ @, Bradenton, Montag, 05.10.2020, 15:42 vor 1940 Tagen @ kaddii 2903 Views

Guten Morgen


Meine Tochter hoffte gestern immer noch im November mit der AIDA zu den Kanaren zu reisen[[rofl]]
Generell erscheint bei ganz vielen Menschen das Risiko der möglichen Quarantäneeinschränkungen im Ausland massiv verdrängt zu werden. Wir hatten einen angemeldeten Camper, der unbedingt noch 5 Tage vorher nach Barcelona reisen "musste" und dort für 12 Tage Zimmerquarantäne mit Meeresblick bekam, natürlich bei voller Bezahlung[[wut]] .

Da legst dir nieder


Kaddii, Serwest, sonnig, 16°

Hi Kaddii,
schön dich hier wieder zu finden.
Gruß Wplfhart

--
Wolfhart Willimczik - Physicist
Florida
https://hardballsite.wordpress.com/
watermotors@hushmail.com
http://www.wolfhartindustries.com/
http://www.youtube.com/user/InventorWillimczik


Die Einen sehen Probleme - die Anderen Lösungen

Jo, die Inlandsnachfrage ist bereits massiv gestiegen.

Griba @, Dunkeldeutschland, Mittwoch, 07.10.2020, 09:28 vor 1939 Tagen @ kaddii 2071 Views

Hier an der Küste ist noch immer Hochsaison - Auslastung über 85%,leider aber auch Ballerman-Touristen - wie haben die Spanier diese hirnlosen Gestalten blos all die Jahr ausgehalten?

--
Beste Grüße

GRIBA

Viele meinen, das mit den steigenden Infektionszahlen und den Maßnahmen werden bald wieder beendet. Ist das so?(oT)

bolte @, Montag, 05.10.2020, 11:16 vor 1941 Tagen @ NST 3174 Views

./.

Ich kann dazu nur spekulieren ....

NST @, Südthailand, Montag, 05.10.2020, 12:07 vor 1941 Tagen @ bolte 3715 Views

bearbeitet von NST, Montag, 05.10.2020, 12:14

..... aber folgendes bemerkt inzwischen jeder Thai.

Ich musste heute die Versicherung fürs Motorrad bezahlen. Das war noch nie so billig, wie in diesem Jahr - es gab einen Corona Nachlass.

Auf dem Amt, noch vor 2 Monaten war ich auch dort, musste den Führerschein verlängern lassen, damals ging nichts ohne Maske, desinfizieren der Hände und Fieber messen.

Heute kein Fieber messen, Hände desinfizieren war möglich aber keine Pflicht und mindesten 30% der Thais trugen keine Maske. Dort gibt es keine Ausländer, ich war der einzige ... und viele waren überrascht einen Ausländer zu sehen.

Das beschriebene Verhalten ist in unserer Region der Normalzustand - wie es in Bangkok ist, kann ich nicht sagen, gehe erst wieder im November dort hin. Die Lockdown Massnahmen der Regierung werden nicht mehr sonderlich beachtet.

Ich glaube nicht, dass es nochmal einen Tourismus wie vor Corona geben wird. Es gehen einige Arbeitsplätze in dem Sektor verloren ... aber das neue Geschäftsmodell wird gerade vorbereitet .... Die Steueroase Thailand

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Lebe einfach auch dort, wo sich dein Vermögen wohl fühlen kann ... so etwa dürfte der Werbespruch der Zukunft lauten.

Die Karibik war gestern .... meine Vermutung .... denn die liegt im Vorhof der USA. Kein Massentourismus mehr in Thailand .... so würde ich das Regierungsprogramm deuten. Das neue Geschäftsmodell ist -- Steuerparadies Thailand -- Klasse statt Masse.

Sollte ich mit meiner Prognose richtig liegen - ist Thailand ein Gewinner im Corona - Game .... die Umwelt hat jetzt schon gewonnen - es gibt wieder fast menschenleere Traumstrände, inzwischen sogar mit erschlossener Infrastruktur - ohne die Sicherheitrisiken in der Karibik - z.B die Tropenstürme und die Kriminalität.
Gruss

--
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Jeder arbeitet im Ausmass seines Verstehens für sich selbst und im Ausmass seines Nicht-Verstehens für jene, die mehr verstehen!

Gewöhnung? Bei diesen Aussichten für Reisende?

bolte @, Montag, 05.10.2020, 15:36 vor 1940 Tagen @ NST 3062 Views

Meldung nur von Heute:
- Italien plant Maskenpflicht im Freien
- Paris schließt Cafés und Bars : „Wir müssen jetzt bremsen“

Wer als Tourist aus Risikogebieten nach Hause zurück will, dem drohen ein Zwangstest und vierzehn Tage Quarantäne. Noch dazu, wenn er schon vor Ort ist und sein Urlaubsort im Nachhinein zur Coronasperrzone erklärt wird.
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Wer von zu Hause in ein vermeidliches Risikogebiet reisen will, dem drohen das Gleiche oder der wird ohne Testnachweis (Impfpass?) erst gar nicht in den Urlaubsort gelassen, wie die Berliner nach Mecklenburg-Vorpommern. Das über längere Zeit als Begleiterscheinungen, was bleibt am Ende dann noch vom grenzüberschreitenden Tourismus übrig, Gewöhnung oder Kleingarten?

Was ich hier von mir gebe, ist immer noch hoch spekulativ ...

NST @, Südthailand, Montag, 05.10.2020, 16:48 vor 1940 Tagen @ bolte 3021 Views

bearbeitet von NST, Montag, 05.10.2020, 16:51

Meldung nur von Heute:
- Italien plant Maskenpflicht im Freien
- Paris schließt Cafés und Bars : „Wir müssen jetzt bremsen“

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Wer von zu Hause in ein vermeidliches Risikogebiet reisen will, dem drohen das Gleiche oder der wird ohne Testnachweis (Impfpass?)

.... aber ich versuche nur 1 und 1 zusammen zu zählen.

Es geht in Zukunft nicht mehr um weltweiten Tourismus .... es wird wieder einen -eisernen Vorhang geben- der bekommt allerdings einen anderen Namen - Corona wird da Taufpate sein. Dieser Vorhang wird den Osten vom Westen trennen.

Durchlässig ist dieser Vorhang für alle, welche den entsprechenden Schlüssel besitzen und der ist meiner Vermutung nach - ein digitales Produkt, mit einer Edelmetall Deckung. Die ganzen Renten und Pensionsfonds im Westen, werden nicht dazu gehören und all jene, die darauf angewiesen sind - können diesen Vorhang nicht mehr überwinden. Auf gut Deutsch - das Fiatmoney System lässt man unkontrolliert auslaufen.

Die Mehrheit der Weltbevölkerung lebt im Raume Russland - Asien. Wie bei Pyakin angedeutet, wird das -globale- Steuerungszentrum von Washington/London nach Asien - China verlagert. Die Wohlfahrtsstaaten müssen sich selbst restaurieren oder werden übernommen vom Kalifat.

Für die echten Flüchtlinge - jene mit Kapital, werden in Asien entsprechende Offshore Destinationen angeboten, wo sie samt Kapital einen Platz an der Sonne erhalten werden. Diese Regionen sind aber in Zukunft komplett von KIs kontrolliert .. wer Fluchtgelder hat ... ist erfasst. Die Alternative wäre, in den Wohlfahrtsstaaten sich selbst durch zu kämpfen ... jeder kann sich da ausrechnen, wie das enden wird.

So ungefähr sehe ich die Zukunft bis 2050. Die ganze Infrastruktur die in Asien aufgebaut wurde, steht auch noch die kommenden 30 Jahre .... mindestens .... ob sie das schaffen, mit entsprechenden Massnahmen, das über eine längere Periode zu erhalten, werden wir alle nicht mehr erleben, nur unsere Kinder, wenn wir welche haben - können das dann vielleicht beantworten.
Gruss

--
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Jeder arbeitet im Ausmass seines Verstehens für sich selbst und im Ausmass seines Nicht-Verstehens für jene, die mehr verstehen!

Reiche Ausländer ... die werden nicht die vielen Essen, welche die ausgefallenen Standard-Touries täglich verspeist hätten, jetzt an deren Stelle runterwürgen.

FOX-NEWS @, fair and balanced, Dienstag, 06.10.2020, 16:10 vor 1939 Tagen @ NST 2199 Views

Den gewaltigen Trickle-Down-Effekt durch die gesamte Wirtschaft (ca 20% BIP) gibt es dann nicht mehr. Die reichen Ausländer wohnen dann in Luxusabsteigen, welche irgendwelchen Investmentfirmen gehören, während sich das Personal bei der Konkurrenzlage mit Niedrigstlöhnen zu bescheiden hat. Für den normalen Thai wird das Hamsterradeln gegen Urschuld, Hypothek und Autokredit eine zünftige Spur härter.

Was man von der ehemaligen Tränke der deutschen Nation (Ballermann) hört, siehts da auch nicht besser aus. Bei Manolo sind die letzten Reserven verbraucht, und der Staat muss einspringen. Die überlebenden Selbständigen dort machen sich schon ins Hemd ob all der Grausamkeiten (erhöhte Steuern, Gebühren, Lizenzen), die man für sie in petto hat.

Grüße

--
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Afuera!

Das war hier schon immer hart ....

NST @, Südthailand, Mittwoch, 07.10.2020, 03:55 vor 1939 Tagen @ FOX-NEWS 2165 Views

Für den normalen Thai wird das Hamsterradeln gegen Urschuld, Hypothek und Autokredit eine zünftige Spur härter.

Die überlebenden Selbständigen dort machen sich schon ins Hemd ob all der Grausamkeiten (erhöhte Steuern, Gebühren, Lizenzen), die man für sie in petto hat.


.... und die westlichen Touristen haben das nicht wesentlich erleichtert. Was in Zukunft wegfallen wird, sind die Rentner/Pensionäre mit thail. Frau, die aktuelle Generation stirbt einfach weg und neue kommen keine mehr.

Aber anderes als in den deutschsprachigen Thaiforen behauptet wird, sind das tatsächlich nicht sehr viele 100k - ungefähr aus dem ganzen Westen - einschliesslich dem Visum 50 plus, also jene die keinen Familienanhang haben.

Selektiv wird das grosse Probleme bereiten, aber auf die Thaigesellschaft hat das so gut wie keine Auswirkungen. Hier werden im Tourismus jene ausscheiden, die sich nicht anpassen können, an den Inlandstourismus oder an die Chinesen die dann kommen werden.

Entscheidend wird sein, ob das Projekt - Seidenstrasse - zu Ende gebracht wird innerhalb dieser Dekade. Ob die Europäer mitspielen, ist dazu nicht ausschlaggebend, wichtig ist der Kontinent Asien und Russland. Die haben alles was sie brauchen, Rohstoffe, genug Menschen, Verschuldungspotential und eine positive Demografie - auf Sicht von 50 Jahren. Auch die Wissenschaft und die Ingenieurskunst sind inzwischen vorhanden - und Plätze zum Ausruhen, dazu ist Thailand wie geschaffen - auch in Form der Steueroase, die dort möglicherweise entsteht, für Flüchtlinge aus dem Westreich.

Ohne Frage stürmische Zeiten hier, aber noch ist dieses Schiff nicht steuerungslos dem Sturm ausgeliefert. Sollte der Traum des Fiat Money zu Ende geträumt werden, ist die thail. Gesellschaft darauf besser vorbereitet, mit ihren Goldshops, die inzwischen auch auf den Dörfern eröffnen. Dabei stellt sich die Frage, was für ein Geschäft erwarten die Betreiber dort?
Gruss

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Tourismus ist anders

CalBaer @, Montag, 05.10.2020, 09:56 vor 1941 Tagen @ helmut-1 4301 Views

Overlanding ist stark im Trend. Wer mit dem Begriff nichts anfangen kann, einfach mal auf Youtube gucken. Geht natuerlich nicht in Deutschland. In den duennbesiedelten Laendern natuerlich kein Problem. Auch der Grund warum ich hier bin.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Bericht aus der Schweiz

Realist, Montag, 05.10.2020, 10:46 vor 1941 Tagen @ helmut-1 4597 Views

In der Schweiz haben diesen Sommer diverse Feriendestinationen neue Besucherrekorde erleben dürfen. Es profitierten (und profitieren immer noch) vor allem ländliche Destinationen in den Bergen und generell in schöner Natur. Diverse Tourismusfachleute bestätigen, dass der Binnentourismus noch nie derart hoch war. Personen aus der französisch sprechenden Schweiz besuchen in hohen Zahlen Orte in der deutschsprachigen Schweiz sowie umgekehrt. Destinationen in den Bergen, die initial Panik verbreiteten, ab all den fehlenden Ausländern, sind überrascht, dass sie die Hotels mit fast ausschliesslich Schweizer Touristen voll kriegten.

Leiden tun und werden weiterhin städtische Destinationen, die vorwiegend von Business-Reisen bzw. als Messestandort lebten (Zürich, Basel etc.) oder welche sich vorwiegend bzw. ausschliesslich auf asiatische und arabische Touristen spezialisierten (Luzern, Interlaken etc.).

Ich selbst war dieses Jahr erstmals auf dem Jungfraujoch (Top of Europe), welches nun endlich nicht mehr von indischen, chinesischen und arabischen Pauschalreisenden überflutet wird.

Alles in allem sehe ich den Tourismus in der Schweiz auf gutem Weg. Es findet ein generelles Umdenken statt.

Probleme werden diverse andere Subbranchen des Tourismus haben, die sich vor allem auf Reisen von Schweizerinnen und Schweizer ins Ausland spezialisiert haben (Reisebüros etc.) sowie natürlich die Airline Swiss.

Grüsse
Realist

Anbei ein Artikel des Blicks, welcher einige Top- und Flop-Destinationen aufzählt https://www.blick.ch/wirtschaft/disentis-flims-und-die-appenzeller-jubeln-ueber-den-cor...

Im Zuge der allgemeinen allumfassenden Verblödung

Mephistopheles, Montag, 05.10.2020, 13:30 vor 1941 Tagen @ helmut-1 3919 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Montag, 05.10.2020, 13:40

hält man es für selbstverstständlich, dass man jederzeit von jedem Ort der Erde mit dem Auto, mit dem Schiff oder dem Flugzeug gelangen könne.
Dem ist nicht so und dem war auch noch nie so.

In früheren Zeiten wusste man das ganz genau, dass das nur geht unter dem Schutz einer Militärmacht.

Im römischen Reich waren das die römischen Legionen, deswegen war Handel und und Wandel möglich innerhalb der Grenzen des römischen Reiches; aber nicht außerhalb.

Deswegen war es auch kompletter Irrsin, Kolonien in Afrika oder dem indischen Ozean zu errichten, wenn man die Freiheit der Handelswege und der Schiffahrt nicht garantieren konnte. 1914 wurde das offensichtlich.

Als das Imperium Romanum endete und zerfiel, hörte damit auch der Handel und der (Religions-)Tourismus auf. Gelegentliche irische Mönche waren wohl Ausnahmeerscheinungen.

Überhaupt ist der Religionstourismus die Urform jedes Tourismus. Das hängt damit zusammen, dass man jeden Reisenden ungestraft erschlagen durfte - es gab keinen, der sich um dessen Recht auf Leben gekümmert hätte -, nicht aber Religionstouristen. Von Indianern wird berichtet, dass sie einen besnderen Respekt hatten vor Geistesgestörten und diese deswegen ungefährdet waren, weil sie in ihrer Geistesgestörtheit eben Zugang hatten zu den Geistern, was den Normalos verwehrt war. Durchaus möglich, dass diese Haltung aller Urvölker auch den christlichen Missionaren zugute kam.

Und zu solchen zurückgebliebenen Urvölkern zählten nun mal die Germanen. (Ich komme nicht umhin, wenn ich die Berichte über die Varussschlacht im Teutoburger Wald lese, an einen Indianerüberfall zu denken und bei Arminus an einen Häuptlingssohn irgendeines indianischen Häuptlings, dem die angebotee Alimentierung durch die Römer egal war und der lieber innerhalb seines Stammes Karriere machen wollte.)

Als der Handel wieder aufkam, benötigten Reisende und Kaufleute einen Schutzbrief des Kaisers, Priester und Ordensangehörige hatten ihn sowieso. Das waren auch die einzigen, die im Mittelalter von einer Grafschaft zur anderen reisten, für alle anderen war es gefährlich, die Grenzen seines Wohnortes oder seiner Stadt, in der er Bürger war, zu verlassen. Die Sädte wiederum nun nanen namenlose Neubürger wie einen gewissen Hans Fugger gerne auf.

Durchaus möglich, dass Touristen nnichts anderes sind als Missionare der Kultreligion Kapitalismus mit dem Auftrag, disen Kapitalismuskult weltweit zu verbreiten.

Das geht aber nur so lange gut, als die Kapitalismusreligion international respektiert mit der gefüllten Büchse der Pandora, doie sie mitbringt, überall respektiert wird.

Hat die Pasndora nun ihre Büchse gelehrt und bleibt nur noch die Hoffnung übrig, dann sieht es schlecht aus für den Tourismus.

Hab da einen Text bekommen, - ich weiß auch nicht, in welchem Forum oder als Leserbrief das erschienen ist, stammt jedenfalls nicht von mir. Diese Einblicke in die Branche habe ich nicht. Aber das Ganze macht nachdenklich:

Wohin geht die Reise?

Als Leiter der Reisestelle des Hamburger Senats und mit rund 40 Berufsjahren in der Touristik vom Chefreiseleiter eines der weltgrößten Touristikkonzerne und später erfolgreicher Unternehmer einer Reisebürokette mit Fernreiseveranstalter, werde ich in diesen Zeiten immer wieder nach meiner Einschätzung zur Entwicklung des Reisemarktes gefragt. Ich stelle das mal hier zur Diskussion in das Forum und freue mich auf eine rege und sachgerechte Beteiligung.

An diese Situation werden wir uns noch eine Zeit lang gewöhnen müssen und lernen, mit ihr umzugehen.

Eineinhalb Jahrtausende. Nach historischen Erfahrungen belegter Zeitraum. Man wird sich gewöhnen. Ganz sicher.
Ich habe es euch übrigens bereits Anfang dieses Jahres gesagt.

Mittlerweile ist es ja offensichtlich, dass erst dann wieder einigermaßen gereist werden kann, wenn entweder die Weltbevölkerung größtenteils durchgeimpft ist oder die Quarantänen aufgehoben werden können, weil die Infektionsraten überall ähnlich sind. Mitte 2021 ist immer noch der Best Case – wahrscheinlich wird es länger dauern. Die Philippinen beispielsweise haben schon jetzt eine Öffnung vor September 2021 ausgeschlossen.

Für Interkontinentalreisen müsste auch das nötige Angebot vorhanden sein, denn aktuell riskiert es keine Airline, mehr als die nötigen interkontinentalen Verbindungen anzubieten. So will beispielsweise die australische Qantas bis Juni 2021 gar keine Interkontinentalstrecke fliegen. Interkontinental ein Netz wieder hochzufahren ist keine triviale Übung, das dauert seine Zeit. Ein Grund ist, dass Fluggesellschaften bei diesen Verbindungen auch Zubringer- und Abbringerflüge mitberücksichtigen müssen und das ganze bei optimiertem Fluggerät in genau abgestimmten, unterbrechungsfreien Umläufen. Aus diesem Grund geht die International Air Transport Association (Iata) inzwischen davon aus, dass vor 2023 oder 2024 keine Normalität diesbezüglich eintreten wird. Wir reden also von einem mittelfristigen Zeitraum, was auch das endgültige Aus für Megaflieger wie A380 und B747, in der Produktion eh schon länger eingestellt, bedeutet.

Das nächste Jahr ist aus meiner Sicht ein Übergangsjahr – ich glaube aber nicht, dass wir sehr viel anders reisen werden als dieses Jahr. Aus meiner Sicht gibt es zwei Szenarien. Das erste ist, dass wir weiter wechselnde Quarantäne­bestimmungen haben. Die Quarantäne­zeiten werden vielleicht kürzer, es sind vielleicht nicht mehr ganze Länder, wo man nicht mehr hin kann, sondern nur Regionen. Aber diese ständig wechselnden Regeln werden die Lust am Reisen trotzdem weiter einschränken. Man bleibt dann dort, wo man einigermaßen sicher ist, beziehungsweise man fährt dorthin, von wo man schnell ganz selbstständig auch innerhalb von 24 Stunden wieder nach Hause kommen kann. Sprich: Reisen mit dem Auto, durchaus auch ins Ausland, bleiben attraktiv.

Das zweite Szenario wäre: Wir haben überall 14-Tage-Inzidenz-Werte von mehr als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnern. Aber weil das alle Länder haben werden, könnten wir im Prinzip die Quarantänebestimmungen aufheben – außer für die Hotspots, an denen die Zahlen explodieren. Hierzu brauchen wir aber auch schnellere, genauere und mehr Tests. Darüber hinaus müsste auch das nichteuropäische Ausland an Stelle einer „Zero-tolerance“-Politik“ - gemäß den Lehrbüchern für Infektionskrankheiten - auf ein „Flatten-the-curve“-Prinzip wie in Europa umschwenken und eine Akzeptanz in Bezug zur Kapazität des Gesundheitssystems praktizieren. Unter solchen Voraussetzungen könnte es weniger Reisebeschränkungen geben.

Das große Problem beim „Flatten-the-curve“-Prinzip ist jedoch ein leistungsstarkes Gesundheitssystem wie es in Deutschland oder Skandinavien gibt. Nicht mal in England, geschweige in den USA, ist das dortige Gesundheitssystem auch nur annähernd stark genug für das „Flatten-the-curve“-Prinzip, wie die Todeszahlen zeigen. Wie sollen erst recht Länder in Zentral- und Südostasien, Lateinamerika oder Afrika das schaffen – für die ist es schlicht unmöglich.

Aber ich glaube, die Menschen selbst werden vermutlich noch zurückhaltend bleiben, zum Beispiel aus Angst vor Erkrankungen im Ausland oder wegen eher trüben wirtschaftlichen Perspektiven – etwa aufgrund von Kurzarbeit oder auch unsicherer Einkommens- und Jobaussichten. Das wird generell die Nachfrage weiter hemmen.

Ein möglicher Game-Changer wäre ein Impfstoff – je nachdem, wie gut er wirkt und wie schnell eine Bevölkerung durchgeimpft werden kann. Aber das halte ich nicht vor Ende 2021 für realistisch, auch wegen der Produktionskapazitäten.

Das Problem ist eigentlich nicht die Reise als solche, sondern der praktizierende Umgang mit den einfachsten Schutzmaßnahmen, wie der „AHA-Regel“. Hier stellen wir fest, das Corona dort besonders heftig ausbricht, wo Menschen eng zusammenkommen und zügellose Partys feiern, frei nach dem Motto „sauf Dich voll und knipse Dein Hirn aus“. So ist kurz nach der Wiederöffnung der Ballermann (und andere spanische Partydestinationen) schon knapp 4 Wochen später wegen rapide steigender Fallzahlen geschlossen worden, hingegen Griechenland als klassisches Reisegebiet ohne Partytourismus auch nach 3 Monaten immer noch erstaunlich niedrige Fallzahlen aufweist.

Mit der Vernunft im Urlaub ist es grundsätzlich schwierig, denn Urlaub ist eine hochemotionale Angelegenheit, eine Sondersituation. Die Leute wollen sich etwas gönnen. Sie glauben, sie haben ein Recht auf Dinge, auf die sie sonst kein Recht haben. Das sind die Ausnahmewochen im Jahr, in denen Vernunft für viele Menschen ganz hinten ansteht. Man will, dass es einem gut geht während dieser Zeit – und auch danach, wenn man sich an die Erlebnisse erinnert.

Fazit: Auch ich gehe von einer Normalisierung frühestens in zwei bis vier Jahren aus. Und genau wie seinerzeit nach den Terroranschlägen von 2001 wird die Urlaubswelt in neuen Relationen wieder von vorne beginnen. So wie wir seitdem mit verschärften Sicherheitskontrollen heute ganz vertraut umgehen, ist es dann vorbei mit dem Billigtourismus, weil alle Überkapazitäten zwischenzeitlich den Touristikmarkt verlassen mussten – am Boden wie in der Luft und in der Kreuzfahrt. Flugreisen, Kreuzfahrten und Hotellerie erhalten wieder eine angemessene Wertstellung in der Gesellschaft, werden sich auf eine zwei-, dreiwöchige Hauptreise im Jahr konzentrieren und sich auf den Preis von einem Bruttomonatseinkommen eines Mittelklassehaushaltes einpendeln, die Schwarzmeerküste, Türkei und Nordafrika etwas günstiger.

Ich sehe das aber zugleich als eine gewaltige globale Chance zur Renaturierung der Natur und Ozeane und der einzig realistischen Option in der Erreichung der dringend gebotenen Klimaziele. So freue ich mich wieder auf saubere, intakte und nicht überfüllte oder gar zugemüllte Urlaubsgebiete, wie ich Sie zuletzt vor rund 40 Jahren noch erlebte.[/i]

Wie viele Milliarden Menschen möchtest du opfern für eine Renaturierung der Natur und der Ozeane?

Gruß Mephistopheles

Platz da! Jeder, zu jeder Zeit, an jedem Ort, ist das nicht der § 1 der Globalisierung? Wird die nun beendet und keiner soll es merken?

bolte @, Montag, 05.10.2020, 15:11 vor 1940 Tagen @ Mephistopheles 3293 Views

Allgemeine Verblödung von oben nach unten.
Wichtige Gesetzestexte und Verträge zwischen Länder, manchmal mehre hundert Seiten, über die die Abgeordneten im Bundestag, in den Parlamenten generell abzustimmen aufgefordert sind, wem von denen trauen wir es zu diese lesen und verstehen zu können?
Die lassen lesen. Zumal die, die diese wirklich noch lesen und verstehen können nicht im Parlament sitzen, von den Verblödeten heraus gehalten werden.

In der Hochphase der europäischen Dekadenz der Fürsten- und Königshäuser, die zu ihrer Zeit den Reichtum in ihrem jeweiligen Machtbereich innehatten, da gab es nicht wenige Grafen, Fürsten und Könige, die konnten nicht schreiben, kaum lesen und rechnen schon mal gar nicht.

Diese Fertigkeiten nicht erlernen zu wollen, zu müssen, das waren Zeichen ihrer Privilegien, ihrer absoluten Machtfülle, denn dafür hatten die ihre bezahlten Vorleser, Schreiber und Mathematiker in ihren Gated Communities.
+++

Gefährliche Verblödung:
Entwurf eines Gesetzes zu dem Vertrag vom 2. Februar 2012 zur Einrichtung des Europäischen Stabilitätsmechanismus. Wer von den Abgeordneten hat das Gesetz vorher gelesen und verstanden und hat bei diesem Gesetzesbruch deswegen mit Nein gestimmt, NEIN wegen der Regeln der EU-Verträge, NEIN wegen Bail-Out und der Schuldenbegrenzung? Die SED schon, die mit Nein aus reinem Opportunismus gestimmt hatte, weil sie für die betroffenen EU-Länder schnellere und noch höhere Transferzahlungen von Deutschland gefordert hatte.

Der Tag als das Ermächtigungsgesetz für Merkel verabschiedet wurde, am 29. Juni 2012.
Fiskalpakt:
Ja: 491
Nein: 111
Enth.: 6

ESM:
Ja: 493
Nein: 106
Enth.: 5

ESM-Finanzierungsgesetz:
Ja: 497
Nein: 101
Enth.: 5

Somit hat der Deutsche Bundestag mit Zweidrittelmehrheit (CDU/ CSU, SPD, FDP mit Ja dem Gesetzesantrag zugestimmt und alle Parteien sind somit keine Opposition mehr, sondern gehören ab da sofort der Nationalen Front an. Die DDR ist untergegangen. Die BRD ist als neue DDR wieder auferstanden aus den Ruinen.

https://www.bundestag.de/webarchiv/textarchiv/2012/39553410_kw26_sp_fiskalvertrag-208902

Das dumme an der Globalisierung ist, dass sie kein globales Projekt ist und auch keines des Bunzeltages

Mephistopheles, Montag, 05.10.2020, 15:45 vor 1940 Tagen @ bolte 3091 Views

...sondern ein Us-amerikanisches.

Die Globalisierung steht und fällt also mit der Dominanz der USA. Natürlich planen einige, sie umstandslos weiterzureichen in die Hände der Chinesen, ich habe aber meine Zweifel, dass das so reibungslos funktionieren wird. Genausogut hätte Adi sagen können, hör mal, Josef Dschugaschwili, ich seh`s ein, unsere Kräfte alleine sind zu schwach, um es alleine mit dem *zensiert* Finanzkapital und den Briten und den Amis aufzunehmen, willst du nicht den Job für uns erledigen? Wir räumen dafür Polen und die Normandie und du kannst direkt durchmarschieren bis zur Kanalküste.

Geschichte wäre so einfach, wenn sie immer rational verlaufen würde. [[freude]]

Gruß Mephistopheles

Projekt? Das schöne am Debitismus (u.d. Marktwirtschaft) ist, daß es keines Projektes bedarf.

FOX-NEWS @, fair and balanced, Dienstag, 06.10.2020, 16:29 vor 1939 Tagen @ Mephistopheles 2090 Views

Als selbstoptimierendes System richtet es sich stets an den Gegebenheiten aus. Wenn man die erste Globalisierung betrachtet (bis 1914), dann hatten wir eine hochgradige Verflechtung und u.a. in Europa eine größere Reisefreiheit als heute. Man konnte ohne Visum in Paris einen Zug besteigen und nach Moskau fahren.

Grüße

--
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Afuera!

Die Situation in manchen asiatischen Staaten, auch Thailand

helmut-1 @, Siebenbürgen, Montag, 05.10.2020, 17:03 vor 1940 Tagen @ helmut-1 3344 Views

Passt ganz gut da drauf, ein Bericht, direkt auf mein Mail. Es zeigt die Verschiedenartigkeit der Problematik:

Reichs-TV und Reichspropaganda-Blätter verschweigen dem deutschen Volk die Covid Zahlen aus Thailand, dito die Zahlen aus anderen asiatischen Ländern, zu welchen bei etlichen deutschen Bürgern (in ihrer großkotzigen Überheblichkeit) immer noch die Meinung besteht, dass es sich um Entwicklungsländer handelt.

Bei Kenntnis dieser Daten und dem Vergleich mit den Daten aus D könnte eventuell bei einigen Bürgern die Frage auftauchen: Wie haben diese Primitivstaaten das geschafft? Sie würden, sofern sie es nachprüfen würden, die Information bekommen, dass die niedrigen Zahlen nur durch die Gesundheitskontrolle einreisender Personen und durch die darauf folgende Schließung des Flugverkehrs erzielt wurden. Dies allerdings unter totalem Verlust der Touristikindustrie und deren Einnahmen.

Jeder D Bürger der sich in Bezug auf Covid nicht vergleichend Einblick in zu den Zahlen anderer Länder kundig machte und sich dann nicht fragte was in D verkehrt läuft ist ein durch ARD & ZDF gehirngewaschenes Schlafschaf.

Jeder der die scharfen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen anderer Länder (fast alle weltweit, schon vor Covid) nicht kennt und sich nicht fragt was in D diesbezüglich verkehrt läuft dito.

Jeder der nicht weiß, dass wegen Covid die hier in Thailand angewendeten Maßnahmen bei Einreise in vielen Ländern weltweit genau so ablaufen und sich nicht fragt, warum das in D nicht auch so gehandhabt wird, hat sich diesbezüglich wohl noch nicht informiert. Der weiß auch nicht, dass es viele Länder gibt in die man wegen Covid derzeit generell nicht als Tourist einreisen darf. Er weiß nicht, dass es viele Länder gibt, aus denen man als Bürger zu touristischen Zwecken gar nicht ausreisen darf.

Welch eine sprudelnde Geldquelle der Tourismus darstellt, auch der Tourismus von Ausländern nach Deutschland, und wie viele Arbeitsplätze damit verbunden sind sollte zum Allgemeinwissen gehören.

Es versteht sich von selbst, dass sich durch die Covid-Panik in Sachen Tourismus totale Veränderungen ergeben mit schmerzhaften finanziellen Verlusten auch für die Staatskasse. Millionen von neuen Arbeitslosen, mit Fluggesellschaften die nur noch durch staatliche finanzielle Hilfe überleben werden. Reisebüros und Reiseunternehmen dito, Hotel und Gaststätten werden massenhaft in die Insolvenz gehen. Flugzeugbau tote Hose, es werden genug gebrauchte Flugzeuge aus insolventen Fluggesellschaften angeboten.

Für die Natur und in Sachen Umweltverschmutzung schon jetzt ein nachweislicher Segen. Für Deutschland auch, gut für den Fiskus! Die Untertanen müssen zuhause bleiben, also Urlaub in D oder auf Balkonien, das Geld bleibt im Land! Es war schon immer so, dass das Auswärtige Amt für Länder außerhalb der EU Eurozone scharfe Reisewarnungen veröffentlichte. Da wurde von Reisen in ein Land gewarnt, nur weil dort mal grade irgendwo 1.000 Studenten protestieren, oder jemand ein selbst gebautes Bömbchen zündete.

Tourismus der alten Art, na und? Die Geld- und Warenströme über alle Grenzen hinweg, mit oder ohne Corona funktionieren weiter. (oT)

bolte @, Montag, 05.10.2020, 17:46 vor 1940 Tagen @ helmut-1 2659 Views

./.

Natürlich gibts beim Begriff "Urlaub" und "Freizeit" sehr unterschiedliche Sichtweisen

helmut-1 @, Siebenbürgen, Montag, 05.10.2020, 19:09 vor 1940 Tagen @ helmut-1 2716 Views

Da gibts z.B. die Pauschalreisenden, da gibts aber auch die Individualisten. Also, in ein Reisebüro zu gehen, da irgendwohin eine Reise zu buchen, wo ich mich dann inmitten von vielen anderen Gleichgesinnten wiederfinde, - das wäre für mich das Letzte, einfach nur ein Horror.

Wenn ich irgendwohin fahre, und weiß, dass ich übernachten muss, dann kläre ich das vor Ort ab, oder vielleicht schon vorher, oft geht das ja bereits über Internet. Das aber ,was ich als Urlaub bezeichne, das ist mein Gespann. Ein alter LT 28 vornedran als Wohnmobil, und dahinter ein Doppelachser-WW-Anhänger, alles zusammen so mit ca. 18 m Länge. Mit sowas gehe ich nie auf einen Campingplatz, da wird schon das Einparken schwierig.

Ich gehöre zu den Leuten, die zur Erholung sowohl Freiraum als auch Ruhe brauchen. Da habe ich alles dabei, vom Stromgenerator bis zur Dusche, voll ausgebaute Küche, usw. Wildcampen ist halt eine Art der Lebenseinstellung. Der Hund ist meist auch mit, der liegt dann unterm Wohnwagen und meldet, wenn sich jemand bis auf 200 m dem Gespann nähert.

Nun, diese Form des Tourismus wird offensichtlich nun mehr in Anspruch genommen, - man hört ja auch in den Medien, dass die Kontrollen zunehmen. O.k., dann fährt man über die Bundesstraßen und das meistens nachts, - wenn da wieder die Paragraphenreiter die zul.Ges.Gewichte nachmessen wollen.

Warum spreche ich das an: Es geht natürlich in erster Linie um einen Wirtschaftszweig, aber es geht auch um das, was man persönlich unter Tourismus versteht. Und das unterscheidet sich bei mir gewaltig von dem, was sich da Otto Normalo denkt.

Ich erinnere mich noch gut, da gings um einen Flug nach Florida, meine erste (verstorbene) Frau wollte da unbedingt hin, mit Reisebüro usw. Ich war zum Glück im Betrieb angebunden, - ich hatte sowieso keinen Bock darauf. Was sie mir nach der Rückkehr da erzählt hat, - was sich während des Fluges abgespielt hat, - ich war froh, nicht dabei gewesen zu sein.

Da gabs eine Gruppe von Männern, lauter Wiener. "Nobelbezirke" wie Meidling, Simmering, Favoriten. Echte Wiener Hausmasta-Mentalität. Jeder Wiener weiß, was damit gemeint ist. Da hatten die wahrscheinlich einen Bausparvertrag zur Auszahlung bekommen, oder sonst was an Geld, und dann wurde die Sau rausgelassen. Was die im Flugzeug aufgeführt haben, es war ein Wunder, dass die Stewardess das mitgemacht hat. Meine Frau hat nicht zu erkennen gegeben, dass sie mit einem Wiener verheiratet ist und den Dialekt versteht, sie wusste nicht, ob sie sich über die Leute ärgern oder sich für sie schämen sollte. Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, ob das dann noch Urlaub für mich wäre, wenn das schon so anfängt.

O.k., nun werden also die Flüge teurer. Sowieso bin ich kein Fan vom Fliegen, - die ganzen Sicherheitsvorschriften, wo man nicht einmal einen Rasierschaum im Handgepäck haben kann, gehen mir auf den Keks. Von Kreuzfahrten hält meine Frau nichts, - sie will auf kein Schiff. Lassen wir mal die Kreuzfahrten für die Urlauber auf der Seite, - stellt sich die Frage, was mit den Handelsschiffen und den Matrosen passiert. Dürfen die auch nicht mehr im Hafen an Land gehen?

Einen Flug hätte ich mir noch gewünscht, und dafür habe ich auch schon angefangen, Geld auf die Seite zu legen. Für meine Frau und meinen Jüngsten, und für mich natürlich, wären das letztes Jahr so ca. 12 T € gewesen, mit regulären Fluglinien. Unterkunft etc. so zwei Wochen, also 14 T € mit Taschengeld. Billigflüge mit 2 Stopps und 30 - 50 Std. Flugdauer sind natürlich wesentlich günstiger, sofern man was zum Festivaltermin bekommt. Die Rede ist von Valparaiso, und zwar zum Festival Vina del Mar in der zweiten Februarhälfte.

Wie das nun aussieht, aufgrund der Verteuerungen im Flugverkehr sowie der Einreisebeschränkungen, das steht auf einem anderen Blatt. Aber dazu kommt die gesellschaftliche Entwicklung, die mir noch zusätzlich einen Strich durch die Rechnung macht.

https://www.dw.com/de/demonstranten-attackieren-musikfestival-in-chile/a-52497050

Da will man mal in seinem Leben etwas Schönes erleben, und was ist? Flugverteuerung, Einreisebestimmungen, Demos, - es ist einfach zum Kotzen. Immer wieder werde ich mir dessen bewusst, dass ich meinem Schöpfer auf Knien danken muss, meine Jugendzeit in einer Phase erlebt zu haben, die einzigartig in der Zeitgeschichte der letzten 100 Jahre war, nämlich in den 70er Jahren. Wie schön war das, mit einem alten Ford-Taunus (die "Badewanne", - https://ibb.co/hWyzL2r) über Norwegen bis ans Nordkap zu fahren und über Finnland wieder zurück. Flüge konnten wir uns damals nicht leisten, aber mit dem Auto waren wir Jungs an vielen Stellen in Europa und haben auch viel gesehen.

Und heute? Nun ja, ich hab wenigstens meine Erinnerungen, aber meine Kinder und die Generation, die nachkommt, die tun mir irgendwie leid. Ich kann beim besten Willen nichts erkennen, woraus man schließen könnte, dass es irgendwann wieder besser wird.

zu pessimistisch

Realist, Dienstag, 06.10.2020, 08:06 vor 1940 Tagen @ helmut-1 2379 Views

Und heute? Nun ja, ich hab wenigstens meine Erinnerungen, aber meine Kinder und die Generation, die nachkommt, die tun mir irgendwie leid. Ich kann beim besten Willen nichts erkennen, woraus man schließen könnte, dass es irgendwann wieder besser wird.

Hallo Helmut

Irgendwie tust du mir schon Leid, mit solch einer Denke. Vermutlich liegt es am Alter, dass du "beim besten Willen" nichts erkennen kannst, woraus man auf eine zukünftige Besserung schliessen kann.

Ich frage mich wirklich, woher eine solche pessimistische Grundhaltung herrührt? Es muss unangenehm sein, wenn man es verlernt hat, das Licht am Ende des Tunnels zu erkennen.

Ich bin 42, meine Kinder sind 2.5 Jahre und 11 Monate alt und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch sie tolle Reiseerlebnisse haben können. All den Unkenrufen hier im Forum zum Trotz, nach welchen die Welt bereits vor Jahren in sich zusammenstürzen hätte sollen :-).

Grüsse
Realist

Die schönste Reise meines Leben

Oblomow, Dienstag, 06.10.2020, 09:18 vor 1940 Tagen @ Realist 2551 Views

war, als ich kurz nach dem Mauerfall durch Europa trampte, von wildfremden Menschen eingeladen wurde, in Porsches und Ladas, Last- und Sportwagen, mitgenommen von armen und reichen Menschen durch die Weltgeschichte kam und frei von Zeit und Geld mich ganz den Zufällen des Lebens überließ.

Das macht heute niemand mehr, aber nicht, weil es Corona gibt, sondern weil es Flixbus gibt und vor allem, weil die jungen Menschen jetzt schon früh ein eigenes Auto haben oder per Internet Mitfahrgelegenheiten nutzen. Ich hatte mir immer vorgenommen, später, wen ich selbst ein Auto habe, Tramper mitzunehmen, nur es gibt sie nicht mehr. Die Menschen sind einfach zu bequem und wollen z.B. in diesen Campern mit Sack und Pack reisen, was ich persönlich eher grotesk finde.

Wenn ich reise, möchte ich die Menschen in anderen Ecken kennenlernen, deren Essen schmecken, auf den Festen dort beobachten, wie man dort feiert, ins Gespräch dort kommen über das Leben. Der ganze Massentourismus kann mir gestohlen bleiben. Venedig ohne diesen Mist zum Festa del Redentore zu erleben, gehört zu den Schätzen meines Lebens in diesem Jahr. In den kleinen Läden zu fragen, was die Venezianer über das Leben mit Corona denken, darum geht es mir viel mehr als alles andere!

Mein Sohn war diesen Sommer in Südfrankreich und sie haben den tollsten Urlaub ihres Lebens verbracht, musikmachend auf den Straßen von Bordeaux und eingeladen von fremden Menschen und das Leben der Menschen dort geteilt. Kurz, mit Phantasie und etwas Mumm in den Knochen ist es zu jeder Zeit spannend, zu reisen. Ich bin da wie @Realist absolut zuversichtlich, dass zu Pessimismus kein Anlass besteht, was das Reisen betrifft.

Zudem finde ich, dass man erst einmal Deutschland und Europa etwas kennenlernen sollte, bevor man sich dann auf die Weltreise macht, gleichsam, um zu üben. Es gibt für pfiffige junge Menschen so viel Möglichkeiten wie noch nie, auf Abenteuer zu gehen, wenn man mal sein Sekuritätsnetz verlässt. Es ist eben die Neugierde, die antreibt, unterwegs zu sein, nicht das Erholungsbedürfnis. Ich glaube, die ersten "Touristen" waren einfach nur neugierig und nicht Pilger, Krieger oder Geschäftsleute. Kant war neugierig, blieb aber in Königsberg. Durch Lektüre beschrieb er die verschiedenen Orte so gut, das viele glaubten, er wäre dort gewesen.

Herzlich
Oblomow

Das Privileg wirtschaftlicher Stärke

FOX-NEWS @, fair and balanced, Dienstag, 06.10.2020, 16:50 vor 1939 Tagen @ Oblomow 2282 Views

Als Mitteleuropäer geniesst man das Privileg, aufgrund einer starken Wirtschaft mit einer hohen Kaufkraft und einer weitgehenden Reisefreiheit ausgestattet zu sein. Noch ein paar Jahre Merkel-/RotGrün-Politik, und diese Previlegien sind Geschichte. Es gibt ein Welt-Ranking, in dem der deutsche Reisepass stets auf den ersten 5 Plätzen rangiert. Man suche sich mal ein Land aus dem Mittelfeld aus und stelle einen Quervergleich mit der eigenen Reisehistorie an. Auch gleiche finanzielle Mittel vorrausgesetzt wird das deutlich unbequemer, bzw. unmöglich, weil man die hohen Visaanforderungen nicht erfüllt (nur organisierte Reise und nix Rucksack, Tramper, billig und so!).

Grüße

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Afuera!

Ich kann das gerne ausführlicher erklären

helmut-1 @, Siebenbürgen, Donnerstag, 08.10.2020, 05:36 vor 1938 Tagen @ Realist 2016 Views

Und heute? Nun ja, ich hab wenigstens meine Erinnerungen, aber meine Kinder und die Generation, die nachkommt, die tun mir irgendwie leid. Ich kann beim besten Willen nichts erkennen, woraus man schließen könnte, dass es irgendwann wieder besser wird.

Das war doch die Aussage, die Du nicht nachvollziehen kannst.

Du schreibst:
Vermutlich liegt es am Alter, dass du "beim besten Willen" nichts erkennen kannst, woraus man auf eine zukünftige Besserung schließen kann.

Nein, es liegt an etwas anderem. Dieses "andere" ist die Erinnerung und der Vergleich. Es ist gut, dass Du Dein Alter angegeben hast, weil dadurch erklärt sich alles. Bewusst, auch von Deinen Eindrücken her gesehen, wirst Du die Welt und die vorhandenen Möglichkeiten frühestens so um die Zeit des Mauerfalls beurteilen können.

Die Leute aber, die kurz nach dem Krieg geboren wurden, also innerhalb der ersten 10 Jahre, haben da ganz andere Vergleichsmöglichkeiten, weil sie die "goldenen Jahre" zwischen 1970 und 1980 miterlebt haben.

Es geht ja nicht nur um den Urlaub. Klar, -wir waren damals unabhängig, hatten ein Auto, waren drei Freunde, und jede Menge Dummheiten im Kopf. Geld verdienten wir in Hülle und Fülle, und umso mehr haben wir beim Fenster hinausgeworfen. Die Kurpfalz liegt geografisch sehr gut, wenn man sich auch noch beim Fahren abwechselt, dann sind Entfernungen kein Problem.

Da sind wir zum Mittagessen nach Amsterdam gefahren, oder zum Kaffee nach Innsbruck, oder auch mal ins Honeckerland übers Wochenende (mit einem österr. Pass war das unkomplizierter), nach Berlin, usw. usw. Als Wiener sind wir am Anfang unserer Zeit in der Kurpfalz sogar noch zum Haare schneiden nach Wien gefahren.

Das ist aber nur ein Teil, nämlich der Urlaub. Was grundsätzlich anders war, das war das Leben. Es gab so gut wie keine Kriminalität, - als ich beim Trampen in Skandinavien war, da haben mich sogar Frauen mitgenommen, - ohne Angst. Wildfremde Menschen haben mich bei sich übernachten lassen, - einer davon sogar in einem Konvikt des Priesterseminars. Klammheimlich eingeschleust, damit keiner was merkt, - vor 6 Uhr musste ich wieder draußen sein.

Was unsere berufliche Tätigkeit betrifft, - es gab so gut wie keine Grenzen. In jedes Land konnten wir fahren, - ohne "Green-Card", überall war alles offen, auch die USA, Australien und der Süden Afrikas, auch in den Osten hätte man gekonnt, - aber wer wollte schon hinter den Eisernen Vorhang. Ich habe mit meiner Selbständigkeit 1977 begonnen, mit Schubkarre, Schaufel und Wasserwaage, ohne einen Pfennig am Konto. Die Gewerbeanmeldung (ich hab sie mir aufgehoben) war eine Sache von 10 Minuten, kostete 3 DM.

Ach, es gäbe noch so vieles zu erzählen, - am schönsten war meine Zeit in Skandinavien. Familiär ungebunden, ohne Verpflichtungen, frei wie der Vogel, unbedarft und natürlich auch uninformiert. Da wollten wir bei Kirkenes im Norden Norwegens so mal einen Ausflug nach Murmansk machen und waren ganz erstaunt, als uns der diensthabende Offizier der Nato an der Grenze sagte, dass es zwischen Warschauer Pakt und Nato keinen Grenzübertritt gäbe.

Das Bruttosozialprodukt stieg von Jahr zu Jahr, - und ich bin in dem Glauben aufgewachsen, das müsse so sein und das ginge immer so weiter.Ein alter mann, er war Buchhalter, warnte mich und sagte, - das wäre alles zu übertrieben, - es würde nicht mehr lange dauern, und wir würden unsere blauen Wunder erleben. Wie recht der Mann hatte, habe ich später gesehen.

Ich weiß nicht, ob es mir gelungen ist, ein Bild von dem zu zeichnen, was ich als "einmalig" in den letzten 100 Jahren bezeichnet habe, und was nicht wiederkommt. Deshalb habe ich Mitleid mit den nachfolgenden Generationen, - denn diese Bedingungen, die damals vorherrschten, die sind absolut passe und kommen niemals mehr wieder.

Du siehst die Welt bereits aus der eingeschränkten Sicht, - die erweiterte Form, wie wir sie erlebt haben, kannst Du nicht zum Vergleich heranziehen. Sicher wird jeder, wenn er findig ist, seine Nischen erkennen und realisieren, - aber eben in der eingeschränkten Form.

Jeder Vogel wird sich in seinem Käfig wohl fühlen, wenn er, gewissermaßen aus dem Ei geschlüpft, dort hineingekommen ist. Die wahre Freiheit kennt er nicht.

Ja, das kann sich niemand vorstellen ...

NST @, Südthailand, Donnerstag, 08.10.2020, 14:30 vor 1938 Tagen @ helmut-1 2024 Views

bearbeitet von NST, Donnerstag, 08.10.2020, 14:39

Du siehst die Welt bereits aus der eingeschränkten Sicht, - die erweiterte Form, wie wir sie erlebt haben, kannst Du nicht zum Vergleich heranziehen. Sicher wird jeder, wenn er findig ist, seine Nischen erkennen und realisieren, - aber eben in der eingeschränkten Form.

Jeder Vogel wird sich in seinem Käfig wohl fühlen, wenn er, gewissermaßen aus dem Ei geschlüpft, dort hineingekommen ist. Die wahre Freiheit kennt er nicht.

.... der es nicht selbst erlebt hat.

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..... aus der Generation nach X .... schon bei den Mitte 65 geborenen dürfte die eigenen Erfahrungen dazu fehlen.

Niemand kann sich vorstellen, dass man bei den Taliban Ferien machen oder ohne Problem durch Afghanistan und Iran fahren konnte mit dem VW Bus .... Trip 1974 mit einem VW-Bus nach Afghanistan ... 1976 trampte ich als 15-Jähriger mit einem Freund nach Berlin - dauerte 2 Tage ... ohne Geld nur mit Fresspaket bewaffnet.

Im Jahr darauf mit Interrail in Griechenland und Kreta, das nächste Jahr war ich über die Weihnachtszeit in Ägypten .... die Eltern gaben mir dazu kein Geld .... die nötigen Kröten verdiente ich im Sommer in der Maggi - in der Ravioli Produktion. Um dort zu arbeiten in den Sommerferien musste man lediglich 15 Jahre alt sein - und ein Familienmitglied im Werk arbeiten.

Nur beim ersten Mal trampen nach Berlin, war bei den Eltern Überzeugungsarbeit nötig, als das problemlos klappte .... war der Rest nur noch Formsache und es genügte der Satz .... bin dann mal weg ... geh Richtung Griechenland ... [[top]]
Wenn ich das heute dem Sohn erzähle und der weiss von klein auf, was Reisen ist, kann er das nicht nach vollziehen, denn alleine war er noch nie unterwegs - im Ausland. Er lebt zwar seit er 16 Jahre ist alleine in Bangkok - aber kann jede Minute seine Mutter oder Vater erreichen .... über das Smartphone.

Als wir damals reisten, war der Stecker gezogen ... absolute Funkstille und mal schnell Geld aus einem Automaten ziehen - so etwas gab es nicht.

Den Weltfrieden den hatten wir schon einmal real erlebt ... bevor die Grünen Khmer und Konsorten, ihn auf ihre Fahnen schrieben ..... auf der Ebene Mensch zu Mensch - in der Politik dagegen war immer Kriegszustand.
Gruss

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Jeder arbeitet im Ausmass seines Verstehens für sich selbst und im Ausmass seines Nicht-Verstehens für jene, die mehr verstehen!

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