Paul Schreyer: Repräsentative Demokratie funktioniert in Deutschland nicht

stocksorcerer @, Mittwoch, 30.09.2020, 12:34 vor 1947 Tagen 3460 Views

Tempranillo würde direkt Einspruch erheben, weil die Demokratie für ihn vorsätzlich böse konstruiert wurde, damit der Schein die Bürger trügt. Daher funktioniert sie im Sinne der Erfinder ganz fantastisch. Sei´s drum:

Die meisten Länder des Westens sind Oligarchien. Spannendes Gespräch um Paul Schreyers neues Buch: "Die Angst der Eliten", das unter anderem auf dem letzten Armuts- und Reichtumsbericht fußt, den Andrea Nahles vor drei Jahren in Auftrag gegeben hat. Sie hat um herauszufinden, wie es um die repräsentative Demokratie in Deutschland steht, eine Studie an die Universität Osnabrück mit vielen renommierten Politikwissenschaftlern gegeben. Der Untersuchungszeitraum war 1998 bis 2015 und es sollte untersucht werden, inwieweit der Willen des Volkes aufgegriffen wurde in den Entscheidungen des Parlamentes und der Regierungen.

Das Fazit daraus war so entlarvend niederschmetternd, dass jeder normale Mensch, der sich dessen bewusst wird, sofort einen Ersatz oder zumindest eine Reform der derzeitigen "repräsentativen Demokratie" fordern würde. Deshalb war es in den Medien auch höchstens mal ein schnelles Streiflicht ohne Tiefgang und keine SONDERSENDUNGEN oder BRENNPUNKTE wert.

Im Kern: Die Politik wurde fast ausnahmslos für die Reichsten der Reichen gemacht. Arme hatten keine Chance, auf irgendeine Art und Weise berücksichtigt zu werden. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Es ist nicht nur so, …"dass die Armen nicht nur einfach bloß ignoriert werden, sondern dass die Regierung aktiv gegen sie arbeitet."

https://kenfm.de/paul-schreyer-die-angst-der-eliten/

Gruß
stocksorcerer

Sie funktioniert nirgends...

Andudu, Mittwoch, 30.09.2020, 13:15 vor 1947 Tagen @ stocksorcerer 2819 Views

...oder wo ist es anders?

Für die USA gab es eine solche Studie übrigens auch:
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/04/26/princeton-studie-als-warnung-an-...

Hast du einen Link zur deutschen Version?

Die Frage ist, ob direkte Demokratie besser funktioniert, m.E. schon, aber auch sie ist zu zahnlos, bewusst geschaffenen Sachzwängen nennenswert etwas entgegenzusetzen. Auch in ihr dominieren mehr oder weniger gleichgeschaltete Oligarchenmedien und Angst.

Mein ehemaliger Nachbar und WK II Veteran pflegte immer zu sagen...

der_Chris @, Nördl. Ruhrgebiet, Mittwoch, 30.09.2020, 13:35 vor 1947 Tagen @ stocksorcerer 3887 Views

...lieber eine funktionierende Diktatur als eine nicht funktionierende Demokratie.

Hab ich damals nicht verstanden, aber im Laufe der letzten 5 Jahre bin ich ein Stück dahinter gekommen, was er wohl meinte.[[top]]

Tempranillo würde direkt Einspruch erheben, weil die Demokratie für ihn vorsätzlich böse konstruiert wurde, damit der Schein die Bürger trügt.

--
Gruß
Der_Chris

Verhaltensregeln gegenüber deutschen Politkern:
*Verachten* Auslachen* Verhöhnen* Ignorieren*
Und niemals Aufmerksamkeit schenken!

Falsche Erwartungen? Die Demokratie lädt Interessenten ein, selber ein Teil der Machtkonzessionäre zu werden

Miesepeter @, Mittwoch, 30.09.2020, 14:57 vor 1947 Tagen @ Andudu 2352 Views

...oder wo ist es anders?
Die Frage ist, ob direkte Demokratie besser funktioniert, m.E. schon, aber auch sie ist zu zahnlos, bewusst geschaffenen Sachzwängen nennenswert etwas entgegenzusetzen. Auch in ihr dominieren mehr oder weniger gleichgeschaltete Oligarchenmedien und Angst.

Die Zivilisation wurde begonnen, um auf eroberten Gebieten nicht mehr selbst arbeiten zu müssen, sondern die dort Lebenden zur Arbeit und zur ausreichenden Abgabe des Produktes an die Herrschenden zu zwingen. Dazu benötigt es Zwingkräfte, und im Laufe der Geschichte haben diese ausführenden Organe von den Herrschern immer mehr Machtzessionen erpresst, bis hin zu den demokratischen Revolutionen.

Die Eigenheit der Demokratie ist ihre grosse Klassendurchlässigkeit. Es ist bei entsprechender Eignung und Ausführung vergleichsweise einfach, aus der Unterschicht bis in die Oberschicht aufzusteigen. Ebenso ist es bei besonderer Unfähigkeit nicht unmöglich, über 2-3 Generationen aus der Oberschicht rauszufallen. So wird in der Demokratie für frischen Wind gesorgt, um die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft und des Systems aufrechtzuerhalten.

Medien, Parteien, Institutionen etc sind darin Mittel zum Zweck, dorthin wurden Teile der Macht zessioniert.

Es ist nicht Inhalt und Ziel der Demokratie, dass diejenigen, die selber zu Machtausübung und Führung nicht in der Lage sind, den Gang der Dinge festlegen.

Die direkte Demokratie wäre in der Vorstellung der Idealisten ein System, wo sich die Unterschicht selber zwingt, das Wirtschaftsprodukt zu erarbeiten, und womöglich auch, es "gerecht" zu verteilen. Wie das ausgeht, kann man sich auch vorstellen.

Bisherige Machtzessionen wurden allerdings nicht einfach gefordert und gewährt, sondern sie wurden von den Machthabern erpresst und erkämpft. Direkte Demokratie setzt also voraus, dass diejenigen, die mehr Macht zessioniert bekommen möchten, in einem Kampf die Machthaber besiegen oder zumindest vorhersehbar besiegen werden. Dafür müssen sie überhaupt kampffähig sein, und den Eliten, denen sie gegenüberstehen und deren Macht sie beschneiden wollen, an Planungsfähigkeit, an Einsatzfähigkeit, an Effektivität und Effizienz überlegen sein. Ein jeder mag selber darüber urteilen, wie realistisch das ist.

Für die Leute hingegen, welche die Fähigkeiten und den Antrieb haben, um die Massen zu führen, hält das System die Grenzen durchlässig offen: sie können jederzeit ins Lager der Eliten wechseln und dort je nach ihren eigenen Fähigkeiten ihre persönliche Machtzession erlangen. Das funktioniert offensichtlich ganz gut. Es stellt sich auch die grundsätzliche Frage für jeden mit den entsprechenden Fähigkeiten: Warum sollte er das Angebot zur Partizipation auch ablehnen?

Gruss,
mp

Das hängt davon ab

Andudu, Mittwoch, 30.09.2020, 15:12 vor 1947 Tagen @ Miesepeter 2260 Views

Für die Leute hingegen, welche die Fähigkeiten und den Antrieb haben,
um die Massen zu führen, hält das System die Grenzen durchlässig offen:
sie können jederzeit ins Lager der Eliten wechseln und dort je nach
ihren eigenen Fähigkeiten ihre persönliche Machtzession erlangen. Das
funktioniert offensichtlich ganz gut.

Nein es funktioniert nicht, zumindest nicht im Sinne der Menschen, nur im Sinne derjenigen, die sich entsprechend andienen und sich an der Macht üppig selbst bereichern.

Leute die sich dazu berufen fühlen, andere zu führen und zwangszubeglücken, sind fatalerweise oft genau die Charaktere die man keinesfalls in dieser Position sehen will.

Es wird vermutlich immer eine irgendwie geartete "Elite" geben, die in der Lage ist, ihre Wünsche geschickt auf dem Rücken ihrer Untergebenen zu verwirklichen, ein wünschenswerter Zustand ist das jedoch nicht.

Ich teile auch nicht deinen Pessimismus hinsichtlich direkter Demokratie, im Gegenteil, zumindest die Abwehr von Zumutungen durch elitäre Psychopathen funktioniert dort wesentlich besser, als in anderen Formen pseudodemokratischer Diktatur...

Immer noch falsche Erwartungen

Miesepeter @, Mittwoch, 30.09.2020, 15:33 vor 1947 Tagen @ Andudu 2295 Views

bearbeitet von Miesepeter, Mittwoch, 30.09.2020, 15:51

Für die Leute hingegen, welche die Fähigkeiten und den Antrieb haben,
um die Massen zu führen, hält das System die Grenzen durchlässig offen:
sie können jederzeit ins Lager der Eliten wechseln und dort je nach
ihren eigenen Fähigkeiten ihre persönliche Machtzession erlangen. Das
funktioniert offensichtlich ganz gut.


Nein es funktioniert nicht, zumindest nicht im Sinne der Menschen, nur im Sinne derjenigen, die sich entsprechend andienen und sich an der Macht üppig selbst bereichern.

Leute die sich dazu berufen fühlen, andere zu führen und zwangszubeglücken, sind fatalerweise oft genau die Charaktere die man keinesfalls in dieser Position sehen will.

Die Eroberer, die erstmals beschlossen haben, diesmal nicht alle Männer, Frauen und Kinder auf erobertem Gebiet auszumorden, sondern sie statt dessen als Nutzvieh einzusetzen, haben das nicht getan, um die "zwangszubeglücken".

Seitdem wurde sehr viel Macht zessioniert, und der Kreis der Eroberer, Ritter und Edelmänner ist stark angewachsen. Aber Macht wurde nicht an Machtlose zessioniert, auch wenn diese das gerne glauben sollen, sondern immer nur an Stützpfeiler der Macht.


Es wird vermutlich immer eine irgendwie geartete "Elite" geben, die in der Lage ist, ihre Wünsche geschickt auf dem Rücken ihrer Untergebenen zu verwirklichen, ein wünschenswerter Zustand ist das jedoch nicht.

Es war noch nie wünschenswert, machtlos zu sein. Es reicht bloss nicht, sich zu wünschen, es nicht zu sein, um es nicht zu sein. Man muss vielmehr stattdessen machtvoll werden.

Wenn das aber einer wird, wieso sollten die Machtlosen hoffen können, dass dieser nun plötzlich seine Macht benutzt, um die Machtlosen zu beglücken? Ist es nicht vielmehr sehr wahrscheinlich, dass er dann in die Loge [[zwinker]] der anderen Machtkonzessionäre aufgenommen wird?


Ich teile auch nicht deinen Pessimismus hinsichtlich direkter Demokratie, im Gegenteil, zumindest die Abwehr von Zumutungen durch elitäre Psychopathen funktioniert dort wesentlich besser, als in anderen Formen pseudodemokratischer Diktatur...

Will Dir Deine Hoffnung nicht nehmen, und ich habe auch nichts gegen direkte Demokratie. Direkte Demokratie eignet sich hervorragend auch zur Legitimitation der Imperatur, die Mephistopheles ja am Horizont heraufkommen sieht. Die Machtlosen werden auch durch direkte Demokratie aber nicht machtvoll werden. Aber ja, vielleicht bekommen sie ein Vetorecht bei der einen oder anderen nicht systemrelevanten Entscheidung. Wenn das dann die Identifikation der Massen mit dem System erhöht, ist allen Seiten gedient. Funktioniert ja in der Schweiz und den USA auch.

Gruss,
mp

Demokratie - Parteiendiktatur - und mein Recht auf mein Leben

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 30.09.2020, 19:29 vor 1946 Tagen @ stocksorcerer 2425 Views

Dass wir noch lange nicht reif sind für eine Demokratie, - das ist doch eine Binsenweisheit. Solange jeder nur an seinen A. denkt, kann es keine funktionierende Demokratie geben. Und jeder denkt nur an seine persönlichen Vorteil, ich doch genauso. Deshalb ist es nur logisch, was sich nach den sog. Demokratiebestrebungen nach dem Ende der Diktatur bei uns breit gemacht hat: Die Parteiendiktatur.

Und unsereiner fühlt sich dabei gut, wenn er da bei irgendjemanden ein Kreuzchen machen kann, - aber im Hintergrund ist es längst abgemacht, was in Zukunft abläuft. Die Diskussion darüber, was in so einem Fall besser ist, - eine Splitterpartei zu wählen, oder gar nicht zu wählen, oder ungültiger Stimmzettel, - das hatten wir ja schon oft genug hier im Gelben.

Aber gerade diese Gegenüberstellung zwischen Demokratie und Parteiendiktatur bringt mich zum Nachdenken, gerade in der heutigen Zeit. Typisch dafür war wieder mal was im TV, - Didi Hallervorden hat mir dabei richtig gut gefallen, - den Lauterbach haben sie irgendwie in die Ecke geredet.

https://www.youtube.com/watch?v=Bm1tcEUiseM

Die Politiker geben vor, das Leben der Bürger schützen zu wollen, zu müssen. In Wirklichkeit passiert genau das Gegenteil. Wie schon jemand hier im Forum richtig geschrieben hat, - hätte man im Sommer, in der warmen Jahreszeit, sämtliche Maßnahmen eingestellt und beendet, wären die Infektionen landesweit in die Höhe gegangen. Parallel dazu hätte sich aber eine Herdenimmunität entwickelt, und damit hätte man das Ganze, so wie jedes Jahr bei der Grippewelle, in den Griff bekommen und abhaken können. Von einer 2. oder weiteren "Coronawelle" wäre dann nie die Rede gewesen, und die Sterblichkeit hätte sich im üblichen Rahmen gehalten.

Die Ratschläge von namhaften Wissenschaftlern und Experten waren zu Beginn des Sommers schon auf dem Tisch, die Politiker haben aber anders entschieden. Dabei stellt sich immer wieder die Frage nach dem "warum" und dem "cui bono". Man begründet es immer wieder mit dem Recht auf Leben für die Risikogruppen. Ich habe dazu schon in mehreren Foren meine klare Meinung kundgetan:

Ich will mich nicht von einer kranken Minderheit unterjochen lassen. Ich passe auf meine Gesundheit auf, hab ein gesundes Immunsystem und bin auch mit knapp 70 noch aktiv. Meine Corona vor mehr als 1,5 Jahren hab ich alleine bewältigt, mit natürlichen Mitteln, deshalb blieb ich auch gesund.
Derjenige, der krank ist, soll sich in seinem eigenen Interesse schützen. Geeignete Maske, überlegen, wo er unbedingt hingehen muss, wo viele Menschen sind, und versuchen, sein Immunsystem zu optimieren. Ich als Gesunder beanspruche meinen gewohnten Freiraum, bei Arbeit und Freizeit, und lehne jede Beschränkung ab.
Übrigens schätze ich, dass 80% der Bevölkerung - meist aus Ignoranz - selbst an ihren Krankheiten schuld sind. Unfälle ausgenommen.

Bleiben wir mal bei dem Recht auf Leben. Was ist eigentlich mit meinem Recht auf Leben? Das alles was mein Leben lebenswert macht, oder gemacht hat, kommt auf den Prüfstand, vieles davon wird verboten oder stark eingeschränkt.

Was meine ich denn damit, was habe ich alles zu bemängeln, was vermisse ich:

- die Hochzeit meines Ältesten wurde abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben
- unsere Silberhochzeit konnten wir nicht in dem Rahmen feiern, wie wir das wollten, das wurde auf Januar verschoben, - und auch das ist jetzt nicht mehr sicher.
- unsere Urlaubsfahrten und die -pläne mussten wir in den Abfalleimer werfen
- die Teilnahme an Musikveranstaltungen, wie z.B. Il Divo oder André Rieu, - gestrichen, es gibt keine Veranstaltungen mehr
- Wir mit unserer Grufti-Band hatten keinerlei Möglichkeit mehr, einen musikalischen Abend zu geben, - geprobt haben wir trotzdem
- irgendwo am Abend mit Freunden gepflegt essen zu gehen und uns dabei zu unterhalten, das ging eine ganze Zeit nicht mehr
- usw. usw. usw.

Wo bleibt mein Recht auf Leben? Ich meine, ein lebenswertes Leben?

Nur deshalb, weil sich niemand vorstellen kann, dass es möglich ist, einen weltweiten Betrug an den Völkern zu inszenieren, meint man, dass es tatsächlich diese Pandemie gibt, die mit dem Tod endet? Es kommt doch sowieso heraus, - genauso wie es herausgekommen ist, was da mit dem WT 7 gelaufen ist, und noch anderes mehr. Es ist doch nur eine Frage der Zeit. Auch, wenn man fb, youtube und andere Medien dazu verpflichtet hat, sämtliche Gegenstimmen zu diesem Thema unverzüglich zu zensieren.

Nur deshalb, weil die Politiker fast weltweit, mit wenigen Ausnahmen, unter dem selben Kriterium handeln, meinen sie, vielleicht vor dem Unmut des Volkes geschützt zu sein? Wer nimmt dann diese Politiker in die Verantwortung? Wer fordert Ersatz für das, was alles kaputt gemacht wurde, - von den Volkswirtschaften bis zu den einzelnen Existenzen?

Wer gibt mir den Gegenwert dafür zurück, was er/sie mir an Lebenswert gestohlen hat?

Und wer will heute noch ernsthaft von mir verlangen, mich an diese unsinnigen Restriktionen zu halten resp. diese zu befolgen? Nur unter Androhung von drastischen Strafen?

Wenn die heutige Demokratie nicht funktionieren wuerde, waere sie laengst verschwunden

CalBaer @, Mittwoch, 30.09.2020, 21:07 vor 1946 Tagen @ Andudu 1897 Views

Und durch etwas anderes ersetzt worden. Sie funktioniert nur nicht so, wie wir uns das vorstellen und wir uns beschweren, dagegen protestieren, Aenderungen fordern usw.usf. Aber gerade das ist doch das Wesen einer funkionierenden Demokratie. Die Vorstellung einer Gesellschaft, in der alle gluecklich sind ohne dafuer viel tun zu muessen, ist eine Illusion.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Wenn du ehrlich bist, sind das alles Fragen aus einem privilegiertem Umfeld.

Jacques, Mittwoch, 30.09.2020, 21:43 vor 1946 Tagen @ helmut-1 2087 Views

Und mit einem persönlichen Masstab gemessen.
Mehr nicht, selbst die Silberne.

Das seid ihr nur Opfer des dekadischen Zählsystem mehr nicht. Küss deine Frau ab der 111‘111 Stunde des Zusammenseins ab der Hochzeit - und gut ist auch.

Die Gesellschaftliche Massstäbe sind das eine, muss man halt mit, aber eigentlich irrelevant, die eigenen sind wertvoller und gegen jeden Corinna Scheixx immun.
Gruss

Deinen Einwand kann ich nicht nachvollziehen

helmut-1 @, Siebenbürgen, Donnerstag, 01.10.2020, 06:15 vor 1946 Tagen @ Jacques 1887 Views

Begründung:

Wenn du ehrlich bist.

Denke schon, dass ich das war und bin. In meinem Kommentar habe ich niemals von einer Gesamtsituation betr. der Beschränkungen von Corona gesprochen, sondern immer nur, was meine persönliche Sichtweise betrifft.

Beispiel:

- bringt mich zum Nachdenken,
- hat mir dabei richtig gut gefallen,
- meine klare Meinung
- Ich will mich nicht....
- meine Gesundheit
- Meine Corona
- deshalb blieb ich auch gesund
- Ich als Gesunder beanspruche meinen gewohnten Freiraum
- mit meinem Recht auf Leben
- was mein Leben lebenswert macht
- Wer gibt mir den Gegenwert dafür zurück,
- was er/sie mir an Lebenswert gestohlen hat?
- ernsthaft von mir verlangen
- mich an diese unsinnigen Restriktionen zu halten

Und mit einem persönlichen Maßstab gemessen.

Ja, so wollte ich es auch zum Ausdruck bringen, und ich denke, dass in meiner Rhetorik die persönliche Sichtweise schon unterstrichen wird.

Das seid ihr nur Opfer des dekadischen Zählsystem mehr nicht. Die Gesellschaftliche Maßstäbe sind das eine, muss man halt mit,...

Das sehe ich völlig anders. Ein Beispiel für einen gesellschaftlichen Maßstab aus meinem Kommentar:

Wer fordert Ersatz für das, was alles kaputt gemacht wurde, - von den Volkswirtschaften bis zu den einzelnen Existenzen?
Das ist eine allgemeine, gesellschaftliche Sichtweise.

Woraus schließt Du, dass ich "Opfer" bin? Oder meinst Du, dass ich die Dinge, die ich aufgezählt habe und vermisse, nur deshalb mache, weil es die Gesellschaft von mir erwartet, und ich das eigentlich nicht will? Da liegst Du falsch bei mir. Habe ich als einzelner Mensch kein Recht mehr auf Individualität, auf die Durchsetzung dessen, was ich mir persönlich wünsche, was mir gefällt?

Was ich nicht will, mache ich nicht, was ich will, setze ich auch durch, oft mit Verspätung, weils eben auf Schwierigkeiten stößt... Da ich jedwelche Form des Sozialismus ablehne, egal ob er nationaler oder kommunistischer Art ist, sind für mich die gesellschaftlichen Maßstäbe irrelevant.

Natürlich kann man sich ganz aus dem System ausklinken, wie z.B. der Mönch im Tal des Alt hier in Rumänien (Valea Oltului), der in einer Felsenhöhle sein Eremitendasein lebt. Der hat keinerlei Beeinträchtigung durch Corona oder die damit verbundene Politik. Ist aber nicht unbedingt mein Fall, so zu leben.

Wenn ich also vor hatte, diese "Silberne" als besondere Freude für meine Frau, die sehr gläubig ist, in einem kleinen idyllischen Kirchlein am Waldrand im engsten Kreise als Auftakt zu begehen, - dann meinst Du, dass die Gesellschaft von mir das erwartet? Kann ich nicht nachvollziehen.

Was hab ich dann gemacht:
Die Lokale, also deren Innenräume, waren zu diesem Zeitpunkt per Gesetz geschlossen. Also habe ich mir trotzdem was einfallen lassen: Ein Liebesgedicht von einem sehr bekannten rumänischen Dichter, wofür es keine Vertonung gab, hat mich dazu inspiriert, selbst eine Melodie dafür zu schreiben. Dieses Lied habe ich dann im geschlossenen Lokal in Anwesenheit meines jüngsten Sohnes und der Wirtin meiner Frau zusammen mit einer Flasche Sekt "kredenzt". Meine Frau hats dann, - weils mein Sohn gefilmt hat, - auch in fb gestellt.

Erwartet die Gesellschaft so etwas von mir? In unserer Kompanie als junger Pimpf haben wir damals das Lied mit dem Text hinausgebrüllt: "Wo wir sind, da ist immer "vorne", der Teufel, der lacht noch dazu..." Diese Einstellung habe ich bis heute nicht an der Garderobe abgegeben.

WSJ: the wealth gap shrinks under Trumps policies

stocksorcerer @, Donnerstag, 01.10.2020, 12:17 vor 1946 Tagen @ Andudu 1687 Views

Ganz im Gegensatz zu Obamas Zeiten. Ganz so verkehrt kann die Politik Trumps ja dann wohl nicht sein, auch wenn die sogenannten Demokraten das meinen in nahezu allen Medien.

Familien der Spitzenverdiener mit hohen Vermögensausschüttungen profitierten wenig zwischen 2016 bis 2019, während die unteren Einkommensgruppen ordentliche Zuwachsraten erzielten. Das mal frei übersetzt von hier:

https://youtu.be/JnV_a0kkhO0?t=219

Bei uns geht das freilich nicht. Hier profitieren nur die Reichen, die anderen kommen, wie immer, unter die Räder.

Gruß
stocksorcerer

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