Hallo Zürichsee,
@der_Chris hat ja bereits einige der Punkte vorgebracht.
'Industrie 4.0' soll letztendlich - und dass das nicht funktionieren wird ist für Realisten natürlich 'erwartbar' - jegliche Produktion automatisieren und den Menschen als 'Arbeiter' damit ersetzen.
Das wäre nicht nur das Ende von Industiearbeitern, sondern auch im Handwerk hat die Automatisierung ja längst Einzug gehalten.
Es ist umgekehrt natürlich unzweifelhaft sinnvoll, sich ständig wiederholende Vorgänge zu automatisieren.
Aber blicke nur zu den 'Krabbenpullern' nach Nordafrika u.v.m. - es läßt sich einfach nicht alles automatisieren.
Noch dazu ist die größte Frage, wie die damit veränderte Arbeitsplatz'topologie' überhaupt auch weiter möglichst viele Menschen 'in Lohn und Brot' bringen soll?
Denn wir brauchen natürlich nicht nur Verwalter und Servicetechniker -- und reines Moduletauschen wäre ja sogar auch automatisierbar...
Ich habe nichts gegen Automatisierung von Arbeitsvorgängen mit hohen Risiken wie Lackieren oder Schweissen und Ähnlichem, auch ist nichts gegen die Handlingsysteme zu sagen, die mit der Verschärfung des 'wieviele Kilogramm darf/kann ein Mensch heben/hantieren/'handeln' kamen.
Aber die Wirkung, die das granulare Aufteilen ins Kleinstvorgänge einer 'Industrie 4.0' bringen soll, wird mMn durch den Verwaltungsaufwand bzw. Organisationsaufwand 'gegenkompensiert' werden...
Das Ganze läuft ähnlich der Diskussion, die 5G als 'Allheilmittel' nennt.
Wenn man den (auch schon 3G/4G-) Endgeräten 'erlauben' würde ohne Umweg über Funkzellen/'-masten' direkt punkt-zu-punkt zu kommunizieren - technisch kein realer Aufwand, da IMSI/IMEI ja für Eineindeutigkeit reichen - wären im Nahfeld auch jetzt schon nicht nur lokale Gespräche/Chats/.. denkbar, sondern eben auch Kollisionsdetektion u.v.m. möglich.
Genauso wird 'I 4.0' als 'Allheilmittel' angeführt, ohne darüber nachzudenken, was 'konventionell' verbesserbar ist, ohne komplette neue Topologien aufzubauen - von denen natürlich erst einmal die ganz großen Konzerne und die Beraterhorden profitieren!
Beispiel des 5G-Irrsinns im Zusammenhang mit Fabrikationshallen:
Warum muss man z.B. für fest am Boden verschraubte Maschinen überhaupt WLAN oder ebne 5G in Betracht ziehen, wo es keine Aufwand ist - und die 'Trafos' der Netzwerkports ja auch galvanische Trennung bringen - parallel mit dem defizierten und separat abgesicherten sonstwas-kW-Stromanschluss und teils auch Feldbusanbindung usw. auch einen 'Kupfer'-Netzwerkanschluss (auch ggf. per Glasfaser) vorzusehen?
Beste Grüße
QuerDenker
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10cc: 'communication is the problem to the answer'
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