Geschossen wird mit Vollmantelgeschossen, das heißt, der Bleikern ist vollständig (auch an der Spitze) des Geschosses mit Kupfer ummantelt. Das sorgt dafür, daß sich das Geschoß beim Durchqueren des Körpers nur wenig verformen kann (insbesondere, wenn nur Weichgewebe und keine Knochen getroffen werden). Bei Jagdmunition mit offenliegender Bleispitze ist das anders, denn da ist maximale Verheerung im Wildkörper erwünscht, um ein rasches Verenden des Stücks mit möglichst kurzer bis keiner Fluchtstrecke herbeizuführen.
Rein optisch resultiert ein Treffer mit einem Vollmantelprojektil dann in für den Uneingeweihten verblüffend unscheinbar aussehenden Eintrittswunden. Also quasi nur ein kleines Loch mit dem Durchmesser des Geschosses.
Austrittswunden sind in der Regel größer, da das Geschoß sich beim Durchqueren des Zielkörpers immer etwas deformiert, in aller Regel zusammengestaucht wird und dadurch der Durchmesser zunimmt. Der Wundkanal neigt daher zu einem konischen Querschnitt. Zusätzlich ist – in Abhängigkeit von Geschoßkonstruktion und kinetischer Energie – eine Taumelbewegung der Murmel im Gewebe möglich, vor allem bei geringer Restgeschwindigkeit und ungünstigem Schwerpunkt. Das sorgt dann für ein zusätzliches Aufweiten des Wundkanals und entsprechend größere Schäden.
Blut und Gewebeteile werden während der Passage in Richtung der Geschoßflugbahn mitbeschleunigt. Deswegen ist die Sauerei in aller Regel am hinteren statt am vorderen Ende zu bewundern.
Kurze Schußdistanz ist gleichbedeutend mit höherer Restgeschwindigkeit und damit höherer kinetischer Energie, was ein etwaiges Taumeln tendentiell eher unterbindet. Dafür ist die Deformation dann stärker ausgeprägt.
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Ainsi continue la nuit dans ma tête multiple... elle est complètement dechirée... ma tête.
- Luc Ferrari