Zwangsgelder für den (anderen) „Goldstandard“?
Mir liegt eine Gehaltsabrechnung aus DE vor: Brutto € 4.569, LSt + Soli € 523, KV (AG+AN) € 704
Und für was werden die sog. KV-Beiträge (Jahressumme in DE um die rd. 3-400 Mrd.) letztendlich verwendet?
Ein Beispiel, was möglicherweise einige Schreiber, aber sicherlich einige Leser hautnah berühren wird. Rd. 200.000 Hernien-OP’s werde jährlich in DE durchgeführt und annähernd so viele Netze werden implantiert. Wie viele davon reimplantiert werden bleibt ein Geheimnis. Damit ist diese OP statistisch vorne mit dabei. Aber, wer kann und will heute schon noch nähen? Ich war in den letzten Jahren zweimal auf international besetzten Hernien-Symbosien, da gab es doch einmal einen Chirurgen der von seinen „netzfreien“ Erfolgen mit Shouldice und Desarda berichtete und was für ein Sturm der Entrüstung ging da unter seinen Kollegen los.
Mohan Desarda, ein indischer Chirurg, propagiert seit längerem eine OP-Technik (der kann noch Nähen, sic!) die einen Bruchteil der Kosten des „Goldstandards“ verursacht und – mittlerweile wohl kaum mehr zu bestreiten – gute Langzeiterfolge zeigt. Erfährt dies der Zwangsgeldzahler?
Aber die Deutschen sind oder waren nicht nur Fußball-Weltmeister, auch in anderen Disziplinen, z.B. bei den künstlichen Hüft- und Kniegelenken, frönen sie „Gold“.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/182669/umfrage/hueftgelenksoperationen-i...
Und abschließend ein bitteres Le Bon-Bonbon:
Die Schwester unserer Mostbäuerin war an Krebs erkrankt, die Ärzte prognostizierten eine Restlebenszeit von max. 12 Monaten. Sie erhielt in mehreren Wellen nach der Diagnose den „Goldstandard“ – eine Chemo – vor einigen Tagen ist sie mit viel Schmerz und Qual nach 7 Monaten verstorben. Mit in ihrem Grab liegt ein Giftcocktail der etwa € 60.000 gekostet hat, und der Begriff „Goldstandard“ trifft hier den Nagel auf den Kopf, aber eben einen anderen!