Ja, herrlich, das ist der endgültige Durchbruch, das Paradies auf Erden. Allerdings dürfen zwei Dinge nicht passieren: Inflation oder Vertrauensverlust. Wobei beide eng zusammenhängen.
Inflation verlangt steigende Zinsen, und die kann das System nicht mehr verkraften. Ohne steigende Zinsen resultiert dann der Verlust des Vertrauens ins Geld. Vertrauensverlust in den Geldwert führt zur Steigerung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes und damit zu (noch mehr) Inflation. Die erfordert erst recht steigende Zinsen, sonst noch mehr Vertrauensverlust und gesteigerte Flucht aus dem Geld, mit der Folge Währungsreform.
Übrigens führt auch eine gute Konjunktur zu einer Steigerung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes und damit zu erhöhter Inflationsgefahr. Eine starke Konjunktur wäre also auch nicht ohne Risiken.
Ätschbätsch, so einfach ist das also doch nicht mit der vermeintlich folgenlosen Sause der Geldvermehrung. Die Kunst ist, das System trotz der Geldvermehrung dauerhaft in der Preisstabilität zu halten, die sogenannte "erfolgreiche Lagardisierung des Geldsystems", wenns denn klappt.
Aber Madame Lagarde könnte vor dem Schlafengehen Melatonin nehmen, wenn sie am Erfolg ihrer Strategie zweifelt. Dann klappts, zumindest wieder mit dem guten Schlaf.
Gruß
Stagflati