Beirut sollte besser ein Unfall gewesen sein, sonst wird es noch teurer für den Libanon.

Naclador @, Göttingen, Montag, 17.08.2020, 14:01 vor 1991 Tagen 4097 Views

Hallo Gelbes,

bin gerade zufällig hierauf gestoßen:

https://www.reinsurancene.ws/beirut-port-explosion-insured-loss-seen-at-up-to-3bn-reports/

Darin folgender Abschnitt:

“The insurance companies are not obliged to cover the material losses if the policies make no mention of dangerous materials or bombs. There are three exclusions in the insurance policies: radioactive material, biological material and weapons,” continued Tarabay.

"Die Versicherungsunternehmen müssen Sachschäden nicht zahlen, wenn in den Policen von Gefahrstoffen oder Bomben nicht die Rede ist. Es gibt drei Ausschlüsse in der Versicherungspolice: radioaktives Material, biologisches Material und Waffen," fuhr Tarabay fort. (meine Übersetzung)

Die Deckungssumme wird für diesen Schadensfall in dem Artikel auf 3 Mrd. Dollar geschätzt. Sollte sich also herausstellen, dass ein Sprengstoffanschlag oder ein israelischer Luftangriff die Ursache für die Explosion war, oder dass es sich gar um eine taktische Nuklearwaffe gehandelt hätte, würde der Libanon 3 Mrd. Dollar verlieren. Das ist viel Geld für ein Land mit einem BIP von nominal 56 Mrd. Dollar (2018).

Das heißt, die Hafenbehörde wird es nicht gern sehen, wenn Ausländer mit Geigerzählern am Kraterrand entlang spazieren.

Gruß,
Naclador

Kraterrand

SevenSamurai @, Montag, 17.08.2020, 17:20 vor 1991 Tagen @ Naclador 3344 Views

Das heißt, die Hafenbehörde wird es nicht gern sehen, wenn Ausländer mit Geigerzählern am Kraterrand entlang spazieren.

Was soll da schon passieren? Ammoniumnitrat ist nicht radioaktiv.

Das Geschwätz von der Bombe oder einem Angriff stammt von Politikern, die Angst vor der Bevölkerung haben. Diese Politiker WISSEN, dass sie viele Jahre lang weggesehen haben.

Dass der Frachter dort von der libanesischen Exekutive aufgebracht wurde und die gefährliche Ware viele Jahre dort blieb, ist deren "Verdienst".

Man hätte das Ammoniumnitrat verkaufen oder den Landwirten geben können.

--
"Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte:
weil sie damals (...)."
Henryk Broder

Faszinierend, wie immer alle genau Bescheid wissen...

Andudu, Montag, 17.08.2020, 21:37 vor 1991 Tagen @ SevenSamurai 2095 Views

...obwohl ihre einzige Quelle die Lügenmedien sind.

Explosionsgrund: Block 9 vor der Küste des Libanon im Mittelmeer

tradi @, Montag, 17.08.2020, 19:44 vor 1991 Tagen @ Naclador 3202 Views

Aus einer Rundmail

Es geht auch hier wieder einmal nur um den Kampf um die Rohstoffe Erdöl und Erdgas. Konkret geht es um das Gebiet Block 9 vor der Küste des Libanon im Mittelmeer.

Am 4. August 2020 erschütterte eine gigantische Explosion Beirut, die Hauptstadt des Libanon. Die Explosion wurde durch 2.750 Tonnen Ammoniumnitrat ausgelöst, welche sich seit 2014 in einem schlecht gesicherten Lagerhaus im Hafen befanden.

Diese Ladung wurde von einem aufgegebenen Frachtschiff mit dem Namen MV Rhosus beschlagnahmt, welches dem auf Zypern ansässigen russischen Geschäftsmann Igor Grechushkin gehörte.
Die Sprengkraft dieses Materials belief sich auf ungefähr 240 Tonnen TNT. Zum Vergleich: die größte konventionelle Bombe (MOAB) besitzt nur eine Sprengkraft von 11 Tonnen TNT oder die eines harmlosen Knallfroschs!

Der Block 9 ist einen Krieg wert!
Im Jahr 2010 wurden gigantischen Mengen an Kohlenwasserstoffen im levantinischen Becken vor dem Libanon im Mittelmeer entdeckt.
Dies war der Schlüssel zu einem Wirtschaftsboom in dieser Region, insbesondere im Libanon, Israel und Zypern.
Es kam jedoch zu einem Streit über die Rechte zur Erschließung der Erdgasfelder mit dem Namen Block 9. Dies führte zu einem geheimen Krieg zwischen dem Libanon und Israel.
Der Fall kam vor die Vereinten Nationen, welche erstaunlicherweise dem Vorschlag Syriens folgten.
Israel lehnte diesen Vorschlag jedoch ab und deshalb zog sich der Streit bis 2017 hin.
Dann führte der Libanon eine Ausschreibung zur Erschließung von Block 9 durch und Israel wollte dies auf keinen Fall zulassen.

2017 stellten die libanesischen Behörden einem Konsortium aus der französischen Firma Total, dem italienischen Unternehmen ENI und der russischen Novatek eine Lizenz zur Förderung von Öl und Gas aus.
Daraufhin wurde im Mittleren Osten eine Anti-Libanon-Kampagne auf die Beine gestellt, welche es sich zum Ziel setzte, das Gemeinschaftsprojekt mit Russland zu verhindern
Und ab hier kann man sich den Rest schon fast selbst zusammenreimen.
Diese Aktivitäten schüchterten aber keinen der Betroffenen ein und deshalb musste Israel einen Zahn zulegen.

Der libanesische Bürgerkrieg
Während eines Besuchs beim amerikanischen Außenminister Mike Pompeo erhielt der libanesische Präsident Michel Aoun ein geheimes amerikanisch-israelisches Dokument zugespielt, welches die Pläne zur gezielten Auslösung eines Bürgerkriegs im Libanon enthielt.
Wer ihm dieses Dokument zuspielte, ist bis heute unklar. Man plante darin beispielsweise Giftgasangriffe wie in Syrien, welche man der Hisbollah in die Schuhe schieben wollte.
Es ist also immer die gleiche Vorgehensweise wie seit etlichen Jahrzehnten.

Doch die Zeit verging und nachdem große Proteste im Libanon ausgebrochen waren, trat der libanesische Premierminister Saad Hariri mit seinem Kabinett am 29. Oktober 2019 zurück.
Mittlerweile begannen jedoch die Arbeiten am levantinischen Erdgasfeld mit Hochdruck und der Hafen von Beirut war das Logistikzentrum zur Erschließung dieses gesamten Projektes.
Im November 2019 kamen alle Ausrüstungsgegenstände zur Erschließung der Erdöl- und Erdgasfelder im Hafen von Beirut an und man konnte deshalb bald beginnen.

Im Juni 2020 wurde bekannt gegeben, dass man ein Bohrfeld im Block 9 bis in sechs Wochen angelegt hätte und die Bohrungen bis Ende Mai 2021 abgeschlossen wären.
Doch nur wenige Wochen später wird der komplette Hafen von Beirut weggeblasen und das ganze Unternehmen dadurch zum Abbruch gebracht!

Wer da noch an Zufälle glaubt, der muss sehr enge Scheuklappen tragen.
Das war also der wirkliche Grund für diese riesige Detonation vom Montag und wie üblich lesen Sie in unseren Leitmedien überhaupt nichts darüber!

--
Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit
(Thomas Jefferson)

Geopolitik die 2.

Linder, Montag, 17.08.2020, 21:52 vor 1991 Tagen @ tradi 2226 Views

Danke @tradi für die Erläuterung. Es klingt stimmig und einleuchtend.

Es ist nur so ein Gedankengang der mir vorhin kam, er schlägt in eine ähnliche Kerbe, daher füge ich ihn hier an.

Madagaskar schien von Corona nahezu gänzlich verschont geblieben zu sein. Gerüchten zufolge hätte die Insel eine Art Wundermittel dagegen in der Hinterhand.

https://www.dw.com/de/angebliches-covid-19-wundermittel-artemisia-im-testlabor/a-53428761

Unlängst behaupteten Stimmen, der IWF würde Kredite zusagen, allerdings nur wenn "mehr gegen Corona unternommen würde".
Madagaskars Präsident dagegen war der Meinung, bzw. forderte andere (afrikanische) Staaten dazu auf aus der WHO auszusteigen.

Meiner Ansicht nach stinkt die Sache dort sehr gewaltig,noch dazu weil nun ein Frachter vor Mauritius havarierte. Das sind keine Zufälle mehr.

--
◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇

Zwischen Mauritius und Madagaskar liegen knapp 1300km

mawa99, Montag, 17.08.2020, 22:38 vor 1991 Tagen @ Linder 1964 Views

Wenn wer Madagaskar eine Botschaft schicken will dann sicherlich nicht einen japanischen Frachter der weit weg von Madagaskar auf Grund läuft. Die Gründe sind oft einfacher und banaler als man denkt.

Mich wundert auch, dass nur Panikmeldungen kommen.

SevenSamurai @, Montag, 17.08.2020, 23:37 vor 1991 Tagen @ DT 2199 Views

Bei unserer "Presse" erwarte ich auch nichts anderes.

Der Containerhafen ist weiter weg. Da hätte ich doch gerne mal einen "investigativen" Reporter, der nachschaut, ob die Kräne dort noch intakt sind.

--
"Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte:
weil sie damals (...)."
Henryk Broder

Bestandsaufnahme: Das wird google vielleicht schneller erledigen ... / Noch 2 Verschwörungen

Lenz-Hannover @, Dienstag, 18.08.2020, 11:57 vor 1990 Tagen @ SevenSamurai 1848 Views

Noch eine Verschwörung - Beirut: Man hat 2 Explosionen gelegt, eine im -wohl Feuerwerkslager- und nach dem das Bum gemacht hat die eigentliche, damit es ein plausible Ursache gibt.

Corona: Es ist wohl "nur" eine schneller ansteckende Grippe. In Bergamo gab es die Toten u.a. wegen der vorher durchgeführten Impfung, die nun einmal die geimpften schwächt. China sah dies und ........ dachte vielleicht: Nutzen wir es im Krieg gegen den Westen (nach dem Opiumkrieg usw. werden die da keine Skrupel haben - wobei Sie die im wesentlichen immer die falschen treffen).

Vielleicht puschte man die geisteskranke Presse im Westen passend und der "Westen" schoss seiner Wirtschaft selber mit Freude ins Knie. Donald "weg" wäre auch hilfreich, weil die Demokraten in der Vergangenheit viel zugänglicher für Spenden usw. waren.
Rohstoffe billiger, ... - China mag da als Gewinner aus der SARS-CoV-2 Welle hervor gehen.

Darauf habe ich gewartet. Prima, danke.

Naclador @, Göttingen, Mittwoch, 19.08.2020, 10:04 vor 1989 Tagen @ Lenz-Hannover 1477 Views

Dann liegt tatsächlich der Verdacht einer Sabotage nahe.

Das Feuerwerk zuerst anzuzünden, war sehr vernünftig, da Ammoniumnitrat nicht von alleine explodiert und man so direkt einen plausiblen Mechanismus für die Initialzündung hat. Das hätte ich auch so gemacht, wenn ich der zuständige Gehedienst gewesen wäre.

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