Corona-Thema Mode: "Neuanfang" bei den großen Modelabels?

Olivia, Samstag, 13.06.2020, 09:14 (vor 2062 Tagen)2467 Views

Der Lockdown und die Umstände der Corona-Entscheidungen haben auch die Modelabels nicht untangiert gelassen.

Ein kleines Label aus Deutschland "Jil Sander" (Kennern wird es aus den Zeiten bekannt sein, als Jil Sander selbst noch das Label darstellte) nutzte die Corona-Krise der Gründungsphilosophie des Labels neue Akzente zu verleihen. Hohe Qualität, Langlebigkeit und modische Tragbarkeit über längere Zeit.

https://www.welt.de/icon/mode/article209436711/Jil-Sander-Lucie-und-Luke-Meier-haben-di...

Es wäre wünschenswert, wenn das ehemalige große deutsche Label Escada einen ähnlichen Neuanfang finden würde. Die Qualität und Genialität von Margareta Ley werden schmerzlich vermisst.

Die großen Italiener und die Franzosen suchen ebenfalls einen Neuanfang und eine Neudefinition für ihre Arbeit. "Verlangsamung" als Trend, der nicht nur den Kreativen und Produktiven, sondern auch den "Käufern" eine Ruhepause "gönnt".

https://www.welt.de/icon/mode/article208646259/Corona-und-Gucci-Diese-Krise-wird-auch-d...

Es bleibt spannend, wie die "Alltagswelt der Mode" mit den neuen Realitäten umgehen wird.

Hochwertige, heimische Mode, die lange hält (und nicht im "Wochenrhythmus ausgetauscht" werden muss, weil sie "zerfleddert" oder nicht mehr "modisch" ist) als Gegenentwurf zur importierten Wegwerfmode die so miserabel produziert wird, dass sie noch nicht einmal mehr "wiederverwertet" werden kann. Der Produktions-/Transport-/Umweltwahnsinn einer solchen Herstellungsweise sollte den Gretelchens der Welt zumindest 1 Wörtchen Wert sein. Bisher habe ich leider noch keines gehört.

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For entertainment purposes only.


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