Wissen wir eigentlich, wie rückständig wir sind? (Auto mieten- international)

helmut-1 @, Siebenbürgen, Dienstag, 12.05.2020, 18:14 vor 2085 Tagen 3626 Views

Vielleicht liegts daran, dass ich da eigentlich zuviel erwarte, oder auch nicht.

Da gibts so klingende Namen wie Sixt, oder Europcars, usw. Alle bezeichnen sich als international. Niemand aber sagt dazu, dass das alles nur Franchise-Unternehmen sind, die alle auf eigene Rechnung - mit ihren eigenen Fahrzeugen - wirtschaften und nur gewisse Dinge - länderübergreifend - gemein haben.

Da komm ich doch auf die Idee, hier in RO bei Sixt anzufragen, wie das mit einem Mietauto aussieht, das ich von RO aus mieten will - für eine Fahrt nach Österreich. Dort will ich es dann bei der nächsten Sixt-Filiale zurückgeben.

Geht zwar, aber während man mir für die Fahrt attraktive Angebote macht, von Tagessatz 45 € usw, eröffnet man mir, dass dieses Fahrzeug aus Österreich wieder durch einen Sixt-Mitarbeiter zurückgeholt werden muss, und die Kosten dafür liegen bei ca. 800 €. RO - HU = 500 €, RO - BUL = 300 €, usw

Frage: gehöre ich schon zu den Überfliegern? Ist denn das wirklich so utopisch, was ich da wissen will? Wir schreiben das Jahr 2020, fliegen mit Sonden zum Mars und zur Venus, aber das, was ich da benötige, das geht nicht?

Kenn mich nicht aus in den USA. Ist das dort genauso? Wenn einer von Alabama nach Massachusetts mit einem Mietauto fahren will, muss er dann das Auto wieder in Alabama abgeben, - oder man zieht ihm die Eier lang, was die Rückholpreise betrifft?

Hallo Helmut (mT)

DT @, Dienstag, 12.05.2020, 20:28 vor 2084 Tagen @ helmut-1 2737 Views

bearbeitet von DT, Dienstag, 12.05.2020, 21:18

Versuch mal www.billiger-mietwagen.de

Dort hast Du alle möglichen Optionen.

In den USA schlagen sie je nach Anbieter auch drauf, wenn Du von A nach B überführst, denn dann stimmt ja die Balance nicht mehr zwischen den Stationen und das Rückführen lassen sie sich halt bezahlen. Aber das nennt sich freie Marktwirtschaft.

Du hast das Internet und da gibt es mehr als nur Sixt.

DT

PS: Bei www.rentalcars.com bin ich fündig geworden. Der Preis für eine Woche und für die Größe Seat Octavia beträgt ca 900 EUR.
Ich weiß nicht, ob Du einfach nur ein Auto brauchst, um von A nach B zu kommen. Nimm doch den Zug, den Bus, oder versuchs mit einem UBER. Als Preisvergleich: ein Dacia Logan kostet für 7 Tage mit Ausleihe in Bukarest am Flughafen und Rückgabe dort für die gesamte Zeit sagenhafte 25 EUR INSGESAMT bei Premium Rent. Incl. Vollkasko. Wahnsinn. Ein Toyota Aygo nur 20 EUR für 7 Tage bei Premium Rent.

Der Flixbus von Bukarest nach Wien kostet 40 EUR. Umsonst ist der Tod und der kostet das Leben. Du bist doch selber Unternehmer, erwarten Deine Kunden auch, daß alles kostenlos ist?

Danke für die Hinweise, aber Du hast einen Fehler bei der mathematischen Gleichung

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 13.05.2020, 04:43 vor 2084 Tagen @ DT 1954 Views

bearbeitet von helmut-1, Mittwoch, 13.05.2020, 04:51

Im Normalfall hätte sich diese Fragestellung bei mir erst gar nicht ergeben. Wir haben aber nicht "normal", wir haben Corona.
Ich weiß nicht, ob Du einfach nur ein Auto brauchst, um von A nach B zu kommen. Nimm doch den Zug, den Bus, oder versuchs mit einem UBER.

Aktueller Stand:
Es gibt keine Bahn oder Bus oder Flugzeug, dass derzeit aus RO "herausdarf". Das Einzige sind die beiden Züge für die Pflegekräfte mit dem doppelten Fahrpreis (als sonst üblich) bei der ÖBB ab Temeschburg. Auch kein Flixbus fährt.

Was möglich wäre, das ist ein Kleinbus oder ein PKW. Der Haken: Das Auto muss ja wieder zurück. Derjenige, der damit über die rum. Grenze wieder zurückfährt, kommt automatisch in Einzelhaft in einem von der rum Regierung vorgesehenen Hotel, 2 Wochen lang. Man nennt das Quarantäne. Nicht einfach dorthin geschickt, sondern vorne und hinten mit einem Polizeifahrzeug begleitet, Besuch im Hotel verboten, vor der Türe sitzt ein Exekutivbeamter.

Deshalb war meine Frage nach einem Mietauto. Aber ich hab mich schon bei anderen erkundigt, und die Rückführproblematik ist überall die gleiche. Ich komm für 150 - 200 € von RO nach Österreich, mit einem Mietauto; aber die Rückführung, - je nach Firma - rund um die 800 €. Natürlich ist hier auch der 2-wöchige Ausfall des Rückführers einkalkuliert.

Mal sehen, - ab 15. Mai soll sich wieder was ändern, evtl. auch lockern in Rumänien. Kenne aber die neuen Bestimmungen noch nicht.

Noch eine Ergänzung:
Weil die Regierungen untereinander ihre Hausaufgaben nicht machen und nicht über gleiche standards verhandeln, gibts eklatante Unsinne. Bestes Beispiel:

Ich fahre von RO nach A. In RO kann man mittlerweile auch einen PCR-Test machen. Nicht älter als 4 Tage wird der bei der Durchreise durch Ungarn und bei der Einreise in A anerkannt,- ich kann mich in A frei bewegen. Habe ich das nicht, dann in A Quarantäne 2 Wochen. Habe ich keinen Wohnsitz, dann Hotel, das man selbst bezahlen muss.

Ich fahre von A nach RO. Mit Test komme ich problemlos durch Ungarn. Habe ich keinen Test, dann gehts nur über einen Korridor in der Nacht, aber auch nur dann, wenn ich rum. Staatsbürger bin oder einen Wohnsitz in RO habe. Sonst lässt mich auch der Ungar nicht durch.
Bei der Einreise in RO kann ich 10 Tests haben, RO erkennt diese nicht an. Man muss auf jeden Fall in die Quarantäne. Begründung der Rumänen: Man kann sich auch nach Abgabe des Tests angesteckt haben.

U.S.A. genauso

Socke ⌂ @, Dienstag, 12.05.2020, 20:59 vor 2084 Tagen @ helmut-1 2426 Views

Kenn mich nicht aus in den USA. Ist das dort genauso? Wenn einer von Alabama nach Massachusetts mit einem Mietauto fahren will, muss er dann das Auto wieder in Alabama abgeben, - oder man zieht ihm die Eier lang, was die Rückholpreise betrifft?

Ja, bei den Yankees geht das genauso. Du darfst "ungestraft" nur bei der gleichen Firma im selben Bundesstaat abgeben. Bei größeren Mietwagenfirmen mit räumlicher Ausdehnung geht es manchmal auch über 3 Bundesstaaten.
Aber eine Tour ("Route 66") von Ost- zur Westküste mit einem Mietwagen ist nicht drin, da wollen sie dann für den (Rück-)Fahrer auch horrende Summen sehen, weil ja ein Mitarbeiter der Mietwagenfirma sich ins Flugzeug setzen muss, anreisen und dann den langen Weg den Wagen zurückfahren muss. Macht also keiner. Wir hatten das Problem mal dort und haben dann halt immer wieder neu angemietet. Eine reale Option ist auch, sich eine halbwegs fahrfähige Karre billig zu kaufen und die dann vor Ort wieder abzustoßen.

--
Notquartier für das Gelbe:
http://derclub.xobor.de/
(Im Falle von Störungen beim Gelben soll dies nur als "Info-Kanal" dienen, bis das Gelbe wieder erreichbar ist, siehe hier)
https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=509208

Versteh ich nicht. Haben die kein Internet in USA?

Mephistopheles, Dienstag, 12.05.2020, 22:30 vor 2084 Tagen @ Socke 2212 Views

Kenn mich nicht aus in den USA. Ist das dort genauso? Wenn einer von Alabama nach Massachusetts mit einem Mietauto fahren will, muss er dann das Auto wieder in Alabama abgeben, - oder man zieht ihm die Eier lang, was die Rückholpreise betrifft?

Ja, bei den Yankees geht das genauso. Du darfst "ungestraft" nur bei der gleichen Firma im selben Bundesstaat abgeben.

Angenommen, ich möchte mit dem Mietwagen von New York nach Los Angeles und dort bleiben, weil ich z.B. dort einen Job gefunden habe.

Dann suche ich halt übers Internet über eine Tausch- oder Kontktbörse einen, der mit dem Mietwagen von Los Angeles nach New York will, vereinbare einen Treffpunkt in Los Angeles und übergebe ihm den Wagen, nachdem ich mich überzeugt habe, dass er im Besitz eines gültigen Führerscheins ist und den halben Preis kassiert habe.
Der fährt dann von Los Angeles nach New York, stellt den Wagen auf dem Parkplatz der Leihfirma ab und alles sind glücklich.
In Europa würde ich es genau so machen.

Gruß Mephistopheles

Wenn das Vertrauen gegeben ist geht es so

Socke ⌂ @, Dienstag, 12.05.2020, 23:07 vor 2084 Tagen @ Mephistopheles 2021 Views

Klar, kann man machen wenn man einen kennt, dem man vertrauen kann.
Meist kennt man aber dort keinen und sicher steht irgendwo im Kleingedruckten, dass man den Wagen nicht Dritten überlassen darf.
Ist wie bei diesen diversen "Sofort-Überweisungsfirmen", denen man seine Zugangsdaten und Pin-Nr. vom eigenen Bankkonto überlässt. Wird in 99,999% der Fälle gutgehen, trotzdem ist es lt. AGB aller Banken nicht zulässig und daher habe ich es bisher nie gemacht.

--
Notquartier für das Gelbe:
http://derclub.xobor.de/
(Im Falle von Störungen beim Gelben soll dies nur als "Info-Kanal" dienen, bis das Gelbe wieder erreichbar ist, siehe hier)
https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=509208

ie USA sind ein großes Land...

Mephistopheles, Dienstag, 12.05.2020, 23:41 vor 2084 Tagen @ Socke 1979 Views

Klar, kann man machen wenn man einen kennt, dem man vertrauen kann.

Man trifft sich in der Mitte. Jeder mit seinem etwa gleichwertigen Leihwagen. Schlüsseltausch.
Vorteil: Die Kreditwürdigkeit deines Partners wurde bereits von der Leihwagenfirma überprüft.

Meist kennt man aber dort keinen und sicher steht irgendwo im Kleingedruckten, dass man den Wagen nicht Dritten überlassen darf.

Verhandlungssache.

Ist wie bei diesen diversen "Sofort-Überweisungsfirmen", denen man seine Zugangsdaten und Pin-Nr. vom eigenen Bankkonto überlässt. Wird in 99,999% der Fälle gutgehen, trotzdem ist es lt. AGB aller Banken nicht zulässig und daher habe ich es bisher nie gemacht.

Ich mache das über meine Bank.

Gruß Mephistopheles

Werbung