Sich von debit. Gedanken frei zu fühlen.

Dieter, Donnerstag, 07.05.2020, 08:41 (vor 2101 Tagen) @ trosinette1562 Views

Hallo trosinette,

Da die Eltern heute auch keine Zeit mehr haben (sollen, können, dürfen), um sich um die Meute zu kümmern, steigt das Angebot der staatlichen (zwangs) Betreuung.

Folglich haben wir zu viel Staat, zu viele Kümmerer und zu viele Eltern, die nicht zulassen wollen, daß ihre Kinder sich ausprobieren mit der Gefahr des Scheiterns. Bei viel Staat sind nicht nur die Kinder überbetreut, sondern auch noch die Eltern. Und Betreuung ist immer auch eine Art Vormundschaft, bzw. eine Herabsetzung des Betreuten.


Die debitistisch motivierte Schlinge muss sich in allen Lebensbereichen zwangsläufig immer weiter zuziehen.

Auch wenn ich der Forumälteste bin, beschäftigen mich debitistische Gedanken oder behauptete Kausalitäten nicht. Da bin ich Ignorant.

Die totale staatliche Lebensorganisation ist in der Geldwirtschaft unausweichlich. Es sei denn, wir verzichten auf die Geldwirtschaft und die dafür notwendigen Machtstrukturen, was aufgrund deren Vorzüge natürlich niemand will. Fünferpack T-Shirts von Adidas made in China für 5,99 – wer kann da schon nein sagen!?

Ich mag Wohlstand und Bequemlichkeit. Aber: Bislang vor die Wahl gestellt, ob mir freieres Handeln und Entscheiden wichtiger ist als Geld/Wohlstand/Sicherheit habe ich mich während meines Lebens immer für das 1. entschieden und bin gut damit gefahren und bereue nichts, übrigens auch als Unternehmer. Z.B.: habe nie (auch sehr lukrative) Aufträge angenommen, die mich in meiner pers. Entscheidungsfreiheit bindeten. Kunden, die mir nicht gefielen, bekamen nichts, usw. usw., wenn ich keine Lust hatte, ne Rechnung zu schreiben, habe ich es gelassen, und wenn ich Lust hatte, den letzten Cent einzutreiben, dann habe ich es gemacht. Habe mir immer Mitarbeiter ausgesucht, die Willens waren, Entscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen, die die Freiheit, die ich ihnen gab, zu schätzen wußten.

Allerdings habe ich auch einen großen Teil meiner Freiheit freiwillig aufgegeben, als ich meiner Frau das "Ja-Wort" gab. Aber das hat m.W. mit Debitismus nicht ganz so viel zu tun.

Gruß Dieter


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung