Jetzt wird die Post-Corona-Ökonomie geplant

harryinfo, Montag, 27.04.2020, 09:47 vor 2103 Tagen 4539 Views

Nach der Coronakrise steht Deutschland der wohl umfassendste wirtschaftliche Strukturwandel der vergangenen Jahrzehnte bevor. Im Zentrum: die Großindustrie. Betroffen von diesem Wandel sind Millionen Arbeitsplätze, schreibt Günther Lachmann.

Und warum? Keiner nutzt die Krise so geschickt wie die Klima-Lobby!

Gruß!
Harryinfo

Wer soll das bezahlen? Alte Steuern anheben, neue Steuern erfinden, Solidaritätsbeiträge...

bolte @, Montag, 27.04.2020, 10:13 vor 2103 Tagen @ harryinfo 3233 Views

bearbeitet von bolte, Montag, 27.04.2020, 10:18

... partielle Enteignungen und Verstaatlichungen, Sparguthaben und Vermögen abschöpfen, Lastenausgleich, Sozialversicherung rauf, Renten runter, Krankenkassenbeiträge höher und, und, und das nennt sich dann Strukturwandel.
+++
Meldung:
Zehntausende Deutsche-Bank-Kunden bitten um Kreditstundung
26. April 2020

Viel Erfolg beim Strukturwandel

Linder, Montag, 27.04.2020, 10:37 vor 2103 Tagen @ harryinfo 3326 Views

Waren bisher die Industriebeschäftigten noch mit die Zahlungskräftigsten der unteren 90%, fallen sie auf absehbare Zeit als ein großer Teil der Konsumenten aus, weil sie schlicht entlassen werden.
Kauften jene die VW, BMW und Mercedes mit Verbrennungsmotoren bisweilen auf Pump weil Barzahlung eher selten möglich war (so viel Erspartes hatten die meisten schlicht nicht), kaufen sie in Zukunft erst recht keinen E-Karren, weil dieser mit verringertem Einkommen bei gleichzeitig deutlich höherem Preis nahezu unbezahlbar wird.

Glückwunsch an die Großindustrie, so kann man sich auch "gesundschrumpfen" - bis zur Insolvenz hin, respektive dem vollendeten Abzug ins Ausland.

Wenn das ihr Ziel ist, dann passt der Weg dort hin.
Krall sagte eine ca. 1 1/2 Jahre andauernde Deflation voraus. Ich denke da liegt er falsch, denn eine solche Entwicklung hält eher min. 5...10 Jahre an, wenn neben den Großbetrieben auch die Kleinen gezwungenermaßen in die Abwärtsspirale mit eingebunden werden.

Bleibt schlussendlich aber die Frage wem das alles nutzt?
Banken, Versicherungen und Pensionsfonds eher genauso wenig wie der Industrie.
Spekulanten und Cash-Haltern schon eher.
Für Ölbesitzer, Reedereien und Airlines ist es ein Desaster.
In Summe stärkt es wohl primär diktatorischen Regierungen den Rücken, welche konsequent damit die Staatsquote erhöhen und die Bevölkerung in Armut und Abhängigkeit treiben können.
1933, wir kommen!

Sollte man dem Depot doch noch Rüstungsaktien beimischen, auch wenn sie nahezu durchweg auf sehr hohem Niveau notieren?

--
◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇

Ihr seid mir ein paar Schwarzmaler!

FOX-NEWS @, fair and balanced, Montag, 27.04.2020, 12:24 vor 2103 Tagen @ Linder 2799 Views

Der Sozialismus (nichts anderes sind diese Transformationsphantasien) scheitert stets daran, daß ihm das Geld anderer Leute ausgeht. Daher lasset uns Corona-Chan lobpreisen, denn sie realisert den Wohlstandsabbau im Schnelldurchgang. Wenn diese Nummer durch ist, dann wird zumeist nur noch Elend und Mangel zurückbleiben. Da wünsche ich viel Spass am Aufbau dieser schönen neuen grünen Welt!

Grüße

--
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Afuera!

Der Fortschritt vom Börse- & Wirtschaftsforum zum Wunschkonzertforum (Tm Oblomow), vom Debitismus zur Wünsch-dir-was-Ökonomie

Mephistopheles, Montag, 27.04.2020, 12:28 vor 2103 Tagen @ Linder 2748 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Montag, 27.04.2020, 13:17

Waren bisher die Industriebeschäftigten noch mit die Zahlungskräftigsten der unteren 90%, fallen sie auf absehbare Zeit als ein großer Teil der Konsumenten aus, weil sie schlicht entlassen werden.
Kauften jene die VW, BMW und Mercedes mit Verbrennungsmotoren bisweilen auf Pump weil Barzahlung eher selten möglich war (so viel Erspartes hatten die meisten schlicht nicht), kaufen sie in Zukunft erst recht keinen E-Karren, weil dieser mit verringertem Einkommen bei gleichzeitig deutlich höherem Preis nahezu unbezahlbar wird.

Glückwunsch an die Großindustrie, so kann man sich auch "gesundschrumpfen" - bis zur Insolvenz hin, respektive dem vollendeten Abzug ins Ausland.

Wenigstens ein Ansatz zum Denken, aber letzten Endes

Wenn das ihr Ziel ist, dann passt der Weg dort hin.
Krall sagte eine ca. 1 1/2 Jahre andauernde Deflation voraus. Ich denke da liegt er falsch, denn eine solche Entwicklung hält eher min. 5...10 Jahre an, wenn neben den Großbetrieben auch die Kleinen gezwungenermaßen in die Abwärtsspirale mit eingebunden werden.

bleibst auch du bei der Wunschkonzertökonomie verhaftet, weil du das Grundaxiom des Debitismus nicht begriffen hast, was da lautet:

Wo sollen denn die zahlungskräftigen Nachschuldner herkommen?

Sie werden in 1-2 Jahren nicht erscheinen und auch nicht in 5...10 Jahren, sie werden im Rahmen unseres 1.000jährigen Kulturzyklus nie wieder erscheinen. Nie wieder!

Damit erledigt sich auch das ganze Preppertum, es sei denn, es bevorratet einer Nahrungsmittel, die sich über 1.000 Jahre lang halten. Selbst die tiefgefrorenen Mammuts, obwohl sie unsere Vorfahren gerne gegessen haben, sollen nicht mehr richtig verzehrfähig sein.

Bleibt schlussendlich aber die Frage wem das alles nutzt?
Banken, Versicherungen und Pensionsfonds eher genauso wenig wie der Industrie.
Spekulanten und Cash-Haltern schon eher.
Für Ölbesitzer, Reedereien und Airlines ist es ein Desaster.
In Summe stärkt es wohl primär diktatorischen Regierungen den Rücken, welche konsequent damit die Staatsquote erhöhen und die Bevölkerung in Armut und Abhängigkeit treiben können.
1933, wir kommen!

Wenn die Nachschuldner nicht erscheinen, dann bleibt ohnehin nur die Kommandowirtschaft, als die die BRD letztlich konzipiert war. Wider Erwarten (der Konstrukteure) erschienen die Nachschuldner in den 50er - 70er-Jahren des vergangenen Jahrtausends dann doch, danach kam die Wiedervereinigung (Nachschuldner!), dann der Export (Nachschuldner exportiert!).

Diese 3 Faktoren sind jetzt weg. Ein Schuldenschnitt erschafft keine Nachschuldner! Das ist der große Illtum!
Nachschuldner entstehen nur, entweder durch Expansion (Modell Ashitaka; er hat nur leider übersehen, dass D zuvor Europa erobern müsste. Nachschuldner bedürfen einer Militärmacht!) Oder durch technische Innovationen. Welche denn bitteschön?

Sollte man dem Depot doch noch Rüstungsaktien beimischen, auch wenn sie nahezu durchweg auf sehr hohem Niveau notieren?

Russische oder chinesische Rüstungsaktien? Es gilt dasselbe wie wenn sich einer physisches Gold ins Depot legt. Sein Geld wird gerne genommen, er wird jedoch nie wieder Geld für Gold oder Aktien zurückerhalten.

Gruß Mephistopheles


@Oblomow: Wo bleibt er denn? Elli hatte die Sperren immer nach etwa 14 Tg. aufgehoben. Meph.

Schuldenschnitt & Nachschuldner

DarkStar @, Montag, 27.04.2020, 13:59 vor 2103 Tagen @ Mephistopheles 2694 Views

Die Nachschuldner treten doch jetzt gerade gezwungenermassen ganz gehäuft auf: Man hat mit dem LockDown einfach den Cash-Flow für viele Unternehmen komplett angehalten. Diese können nun entweder schliessen, oder eben staatsgarantierte Kredite aufnehmen -- ergo neue Schulden.

Dazu hat man flugs mal die Geschäftsbanken als zweite Stufe im Bankensystem komplett entfernt. Die geben jetzt noch die Konto- und Telefonnummern raus. Sonst sind sie abgemeldet -- ergo natürlich auch nicht mehr systemrelevant.

"Money for Main Street. Not for Wall Street." Das ist die neue Devise, nachdem es von 2008 - 2019 dort eben nicht ankam.

Und so wie die Volumen aussehen, wird man wohl ein Wirtschaftswachstum erleben, welches wir die letzten 20 Jahre nicht gesehen haben. Dazu natürlich saftig steigende Preise auf breiter Front.

Soviel zu den Nachschuldnern.

Zum Schuldenschnitt: Dieser erlaubt natürlich gerade wieder Neuverschuldung, weil er belastetes Eigentum wieder frei macht. Was denn sonst!?

--
DS
---
"Things usually work --- until they dont."

Heinzelmännchenökonomie

Mephistopheles, Montag, 27.04.2020, 14:42 vor 2103 Tagen @ DarkStar 2508 Views

Gibt es vll. noch jemanden, der Fragen dazu hat?

Mephistopheles, Montag, 27.04.2020, 14:54 vor 2103 Tagen @ Mephistopheles 2467 Views

oder hat jeder seine Hausaufgaben gemacht und weiß also ganz genau, warum das ein unsäglicher Bockmist ist, was der Vorposter dazu geschrieben hat?

Gruß Mephistopheles

Nur mal so ein Gedanke, der mir ab und zu durch den Kopf geht

Zweistein, Montag, 27.04.2020, 18:42 vor 2102 Tagen @ Mephistopheles 2294 Views

Kann es sein, dass man doch nicht alles, was da so geldpolitisch/ökonomisch daherkommt mit dem Verweis, schaut doch bei dottore nach, abtun kann. Schließlich warten wir seit 2007/08 auf den Zusammenbruch, der bisher nicht final wurde, obwohl unausbleiblich. Wirklich?
Vielleicht dreht sich das Rad doch immer weiter, weil immer neuer Brennstoff herangeschafft wird, der einem Schafswesen abgepresst wird, das es nicht einmal merkt, weil ihm immer wieder ein Knochen hingehalten wird, mit dem es sich zufrieden gibt. Vielleicht ist dieser Brennstoff die zunehmende Verblödung?
Wenn ich der große Prediktor wäre, wisst ihr, was ich zuerst abschaffen würde?
Die WERBUNG! Jeder könnte sich mit seinen Produkten im Internet in speziell geschaffenen Suchmaschinen registrieren lassen, aber Werbung im jetzigen Sinne wäre verboten. Damit würde es jedem freistehen nach dem zu suchen, was er braucht und die dumpfe Masse würde nicht jeden Mist kaufen, nur weil es in der Werbung war. Rabatte würde ich auch verbieten, ein- oder zweimal im Jahr gäbe es einen Ausverkauf nicht verkaufter Waren.

So, das reicht jetzt, sonst muss ich noch eine Partei gründen.[[freude]]

Zweistein

DAS Schaf möchte ich sehen

Mephistopheles, Montag, 27.04.2020, 19:06 vor 2102 Tagen @ Zweistein 2204 Views

Kann es sein, dass man doch nicht alles, was da so geldpolitisch/ökonomisch daherkommt mit dem Verweis, schaut doch bei dottore nach, abtun kann. Schließlich warten wir seit 2007/08 auf den Zusammenbruch, der bisher nicht final wurde, obwohl unausbleiblich. Wirklich?
Vielleicht dreht sich das Rad doch immer weiter, weil immer neuer Brennstoff herangeschafft wird, der einem Schafswesen abgepresst wird, das es nicht einmal merkt, weil ihm immer wieder ein Knochen hingehalten wird, mit dem es sich zufrieden gibt.

...dem du einen Knochen hinhalten kannst und das sich damit zufrieden gibt statt des Heus. Mal ausprobiert? [[lach]]

Vielleicht ist dieser Brennstoff die zunehmende Verblödung?

Wenn ich der große Prediktor wäre, wisst ihr, was ich zuerst abschaffen würde?
Die WERBUNG! Jeder könnte sich mit seinen Produkten im Internet in speziell geschaffenen Suchmaschinen registrieren lassen, aber Werbung im jetzigen Sinne wäre verboten. Damit würde es jedem freistehen nach dem zu suchen, was er braucht und die dumpfe Masse würde nicht jeden Mist kaufen, nur weil es in der Werbung war. Rabatte würde ich auch verbieten, ein- oder zweimal im Jahr gäbe es einen Ausverkauf nicht verkaufter Waren.

Das ist es ja. Die Leute wissen wegen der Verblödung nicht, was sie wirklich brauchen und deswegen muss ihnen die Werbung das erklären. Das fängt schon in der Schule an. Wer würde freiwillig lesen, schreiben und rechnen lernen, wenn es ihm niemand sagt, was er machen soll?
Die Aufgabe des Vertreters ist es lediglich, den Leuten zu erklären, was ihnen fehlt und von dem sie noch nie wussten, dass es ihnen fehlte, wenn ihnen nicht der Vertreter das erklärt hätte. :-) :-)

So, das reicht jetzt, sonst muss ich noch eine Partei gründen.[[freude]]

Zweistein

Gruß Mephistopheles

Da wird einiges als Stein der Weisen herumgereicht

FOX-NEWS @, fair and balanced, Dienstag, 28.04.2020, 13:32 vor 2102 Tagen @ Zweistein 1808 Views

Kann es sein, dass man doch nicht alles, was da so geldpolitisch/ökonomisch daherkommt mit dem Verweis, schaut doch bei dottore nach, abtun kann. Schließlich warten wir seit 2007/08 auf den Zusammenbruch, der bisher nicht final wurde, obwohl unausbleiblich. Wirklich?

dottore hat - unbesehen seiner Verdienste um die Macht- und Wirtschaftstheorie - doch mit seinen Prognosen stets danebengegriffen. Vielleicht liegt es daran, daß stets neue Drehknöpfe am Regelwerk erfunden und die Maßstäbe manipuliert werden, die das Outcome dann verändern.

Grüße

--
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Afuera!

"Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch!" (Hölderlin)

Ostfriese @, Dienstag, 28.04.2020, 07:43 vor 2102 Tagen @ Mephistopheles 1910 Views

Hallo Mephistopheles

@Ashitaka benutzt seit 2015 - oftmals in Verbindung mit anderen Wortteilen - den Begriff 'Potential'. Er verfolgt damit das langfristige Ziel, "… den Debitismus von hinten, aus dem Passiven (der Potentialstruktur) heraus durch eine Fassungslosigkeit ins Bewusstsein [zu] drängen."

oder hat jeder seine Hausaufgaben gemacht und weiß also ganz genau, warum das ein unsäglicher Bockmist ist, was der Vorposter dazu geschrieben hat?

Wenn Darkstars Beitrag - Darkstar ist schon seit 2003 schreibendes Mitglied des Forums - deiner Ansicht nach 'ein unsäglicher Bockmist' ist, dann liegt es zuvörderst nicht daran, dass er 'seine Hausaufgaben' nicht gemacht hat, sondern vielleicht daran, was ich schon am 30.08.2019 an Silke geschrieben hatte.

"Das schwindende Interesse an debitistischen Fragestellungen im Forum hat damit zu tun, dass im Laufe der vielen Jahre die Ausarbeitungen sehr umfangreich und auch unübersichtlich geworden sind. Sie wurden zu einer unübersichtlichen 'chaotischen' Zusammenstellung debitistischer Inhalte, die fast ausschließlich aus Diskussionstexten besteht, aus denen die Themen mühselig extrahiert werden müssen, und die viel zu wenige thematische Fließtexte erfasst. Das ist auch ein großer Nachteil des Archivs. Es fällt neuen Lesern und vor allem neuen Usern, die etwas zum Thema beitragen möchten, vllt sehr schwer, sich wegen eines enormen Aufwandes an Raum und Zeit im Rahmen von Diskussionen in den Debitismus einzuarbeiten. Ich kann das als debitistisch Spätberufener nur bestätigen. Die Begründer des Debitismus haben sich zurückgezogen und neue debitistisch interessierte Schreiber gibt es nur noch sehr selten.

Es geht jetzt darum, Ordnung in die Vielfalt der bisherigen debitistischen Ausführungen des Gelben-Forums zu bringen. Das wachsende Chaos der bisherigen Ausführungen sorgt gleichzeitig dafür, dass die zukünftigen Darlegungen in einer übergreifenden, stringenten und widerspruchsfreien Ordnung bewusstwerden und dass altbekannte debitistische Gesetzmäßigkeiten sozusagen als 'Nebenprodukt' wieder in neuem Licht erscheinen."

Mein Beitrag 'Aprilwetter im April ade!' lässt sich vllt auch so formulieren: das Potenzial des Polarfront-Jetstream erwächst einerseits aus den länger-welligen Potenzialen, die die Polarität zwischen der Polar- und Subpolarzone verursacht - es wurde von ihnen abgetreten. Andererseits bestimmt es die kurz-welligen Potenziale der sandigen Böden entlang der deutschen Nord- und Ostseeküste und neuerdings vor allem in weiten Gebieten Polens. Die dortige Landwirtschaft als Aktivum ist nur aus den Passiva dieser vorgegebenen Potentialstrukturen zu verstehen.

Gruß - Ostfriese

Wie sagt man so schön:

FOX-NEWS @, fair and balanced, Montag, 27.04.2020, 18:05 vor 2102 Tagen @ Mephistopheles 2214 Views

[[wut]] [[rofl]] ot

Dummheit lacht, Intelligenz säuft. Oder so ähnlich. [[hae]]

Argentinien war schon zig mal pleite. dennoch bekommen sie immer wieder Geld ... und wieder ... und wieder ...

Das ist das praktische an deinen Generalaussagen. Ein Beispiel reicht, um sie zu widerlegen. [[top]]

Grüße

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Afuera!

theoretisch richtig ...

valuereiter @, Montag, 27.04.2020, 18:27 vor 2102 Tagen @ FOX-NEWS 2149 Views

Argentinien war schon zig mal pleite. dennoch bekommen sie immer wieder Geld ... und wieder ... und wieder ...

praktisch gab es in Argentinien gelegentlich "Phasen", in denen das Land und die dort lebenden Leute auf einiges, insbesondere Importwaren verzichten mussten
(weil mit selbstgedruckten Pesos schlecht auf dem Weltmarkt einkaufen ist)

ich denke KEIN US-Präsident will seinem Stimmvieh erklären müssen, dass man wegen USD-Crash doch bitte mal 1 oder 2 Jahre ein Drittel weniger oft tanken möge ... und mangels "China-Tand" man sich die Fahrt zum WalMart eh sparen kann, da die Regale dort gerade leer sind ...

Ich würde Argentinien als US-Präser auch Kredit geben

Mephistopheles, Montag, 27.04.2020, 19:14 vor 2102 Tagen @ valuereiter 2121 Views

wenn sie dafür keinen von Xi nehmen.

Umgekehrt natürlich genau so: Gibt China Argentinien mit Sicherheit Kredit - genau so wie Griechenland und Italien.
Aber das hat der Foxi nicht begriffen was in den Hirnen der Jünger von Sunzi so abgeht.

Gruß Mephistopheles

Re: würde *** als US-Präser auch Kredit geben

valuereiter @, Montag, 27.04.2020, 19:29 vor 2102 Tagen @ Mephistopheles 2024 Views

das Problem der USA ist (langfristig!) aber nicht, wem sie Kredit geben können ...

... sondern bei wem die USA in 3 Jahren oder 13 Jahren immer noch/mehr Kredit haben = echte Waren/Rohstoffe/usw. gegen virtuelle Zahlungsversprechen in einer selbstgedruckten Währung bekommen!

Ei potzblitz! Die Verschuldungsfähigkeit ist ja doch wieder herstellbar. Schön, daß du das eingesehen hast. (oT)

FOX-NEWS @, fair and balanced, Montag, 27.04.2020, 20:11 vor 2102 Tagen @ Mephistopheles 1981 Views

.

--
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Afuera!

Argentinien

Ostfriese @, Dienstag, 28.04.2020, 07:31 vor 2102 Tagen @ FOX-NEWS 1927 Views

Hallo FOX-NEWS,

dazu

Argentinien war schon zigmal pleite. dennoch bekommen sie immer wieder Geld ... und wieder ... und wieder ...

hat Gunnar Heinsohn aus der Sicht der Eigentumsökonomik - auch im Vergleich zu anderen Ländern - einige Anmerkungen gemacht.

"Zu solchem Scheineigentum (= Sicherheiten aus dem Nichts als Material für die Geldschöpfung) aus reichseigenen Instituten zählen beispielweise die 'Darlehnskassenscheine' im Ersten Weltkrieg, die 'Finanzwechsel' unter der Regierung Brüning und die 'Mefo-Wechsel' der Hitlerzeit, gegen die von der Reichsbank Noten emittiert werden mußten. In allen diesen Fällen ist das deutsche Geldsystem nicht anders zerstört worden als damals in dem heutigen Entwicklungsland Argentinien, das bis zur Weltwirtschaftskrise (1929 - 1930) zu den zehn reichsten Ländern der Welt gehört und damals vor Schweden, Frankreich, Japan oder Italien rangiert." (Seite 189)

"Es ist nicht der Mißbrauch des Finanzministers, der zur Entwertung des Australs geführt hat, sondern die Unfähigkeit der Notenbank ihre Geschäfte wie eine Bank zu führen. Dies wiederum resultiert daraus, daß die argentinischen Banken nicht fähig sind, der Notenbank erstklassige Sicherheiten anzubieten. Der IWF räumt das lediglich indirekt dadurch ein, daß er 1991 unter der Regierung Menem einen currency board unterstützt, in dem die neue Währung, die wieder Peso heißt, im Verhältnis 1:1 an den Dollar gebunden wird. Damit läßt sich zwar Gelddrucken und Inflation stoppen, nicht jedoch die notwendige Schaffung eines tiefen Kapitalmarktes herbeiführen, der eine interne Verschuldungsfähigkeit ermöglicht hätte. Dazu ist die Verankerung einer zuverlässigen Eigentumsstruktur notwendig, die in Argentinien ungeachtet der Privatisierungen unter Menem in den 1990er Jahren gerade nicht gelingt." (Seite 143)

Gruß - Ostfriese

Re: ... & Nachschuldner

valuereiter @, Montag, 27.04.2020, 18:31 vor 2102 Tagen @ DarkStar 2162 Views

ist nicht vielleicht das relevantere Problem (der USA), ein oder zwei neue "Nachgläubiger" zu finden:

die Saudis horten nicht länger mehr und mehr Petrodollars - sondern haben seit ein paar Jahren selber Haushaltsdefizite = müssen ihre "treasuries" verkaufen

und die Chinesen sparen auch nicht weiter an, sondern investieren in "Neue Seidenstrasse" und Firmen (z.B. Kuka) - verabschieden sich also auch so langsam als "Export(vize)weltmeister"

und D macht via Target ja eher den ultimativen Gläubiger der Eurozone und nicht für die USA (um DEREN Dauerdefizite zu finanzieren)

Bitte nicht alles durcheinander werfen.

DarkStar @, Montag, 27.04.2020, 20:08 vor 2102 Tagen @ valuereiter 2074 Views

Ich habe mit meinem Post lediglich auf die hilflosen Fragen von unserem ahnungslosen Kollegen @Mephistopheles geantwortet. Es ging ja nicht um die Probleme der USA.

Da fragt sich der @meph:

Wo sollen denn die zahlungskräftigen Nachschuldner herkommen? Sie werden in 1-2 Jahren nicht erscheinen und auch nicht in >5...10 Jahren, sie werden im Rahmen unseres 1.000jährigen Kulturzyklus nie wieder erscheinen. Nie wieder!

Eben. Kein Cash-Flow bei laufenden Kosten: Da hilft nur ein Kredit. Da ist der Nachschuldner.

Ein Schuldenschnitt erschafft keine Nachschuldner! Das ist der große Illtum!

Natürlich nicht. So wie der Regen keine Pflanzen wachsen lässt. Aber er ist eben die Vorraussetzung für Pflanzenwachstum. So wie freie / unbelastete Vermögenswerte eben die Vorraussetzung für Schulden sind.

Nachschuldner entstehen nur, entweder durch Expansion (Modell Ashitaka; er hat nur leider übersehen, dass D zuvor Europa erobern müsste. Nachschuldner bedürfen einer Militärmacht!) Oder durch technische Innovationen. Welche denn bitteschön?

Ja, dazu muss man nun wissen, dass der @meph jede Innovation der letzten 30 Jahre genau vorhergesagt hat -- er kannt also auch schon jede vorher. Das heisst natürlich im Umkehrschluss, wenn er jetzt keine Innovation kommen sieht, dann gibt es auch keine mehr, gelle!?

--
DS
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"Things usually work --- until they dont."

Welche Innovationen?

Mephistopheles, Montag, 27.04.2020, 20:45 vor 2102 Tagen @ DarkStar 2098 Views

Ich habe mit meinem Post lediglich auf die hilflosen Fragen von unserem ahnungslosen Kollegen @Mephistopheles geantwortet. Es ging ja nicht um die Probleme der USA.

Da fragt sich der @meph:

Wo sollen denn die zahlungskräftigen Nachschuldner herkommen? Sie werden in 1-2 Jahren nicht erscheinen und auch nicht in >5...10 Jahren, sie werden im Rahmen unseres 1.000jährigen Kulturzyklus nie wieder erscheinen. Nie wieder!


Eben. Kein Cash-Flow bei laufenden Kosten: Da hilft nur ein Kredit. Da ist der Nachschuldner.

Ein Schuldenschnitt erschafft keine Nachschuldner! Das ist der große Illtum!


Natürlich nicht. So wie der Regen keine Pflanzen wachsen lässt. Aber er ist eben die Vorraussetzung für Pflanzenwachstum. So wie freie / unbelastete Vermögenswerte eben die Vorraussetzung für Schulden sind.

So wie in Afrika vor 100 Jahren. Ein ganzer riesiger Kontinent, praktisch schuldenfrei! Und niemand kam auf die Idee, den Afrikanern Billionen $$ aus dem nichts geschöpfter Kredite zur Verfügung zu stellen! [[lach]]
Oder, noch besseres Beispiel: Russland vor 30 Jahren. Nicht nur ein unendlich großes Land, unendlich viele Rohstoffe, dazu noch eine gut ausgebildete, arbeitsfähige Bevölkerung praktisch schuldenfrei und die mussten Staatsbankrott machen mit 1/100 der Summe Schulden, die die BRD heute hat! Und wieder hat keiner den Russen die Billionen Kredite gegeben wie den Amis. So was aber auch, wenn doch alle Voraussetzungen da sind?

Nachschuldner entstehen nur, entweder durch Expansion (Modell Ashitaka; er hat nur leider übersehen, dass D zuvor Europa erobern müsste. Nachschuldner bedürfen einer Militärmacht!) Oder durch technische Innovationen. Welche denn bitteschön?


Ja, dazu muss man nun wissen, dass der @meph jede Innovation der letzten 30 Jahre genau vorhergesagt hat -- er kannt also auch schon jede vorher. Das heisst natürlich im Umkehrschluss, wenn er jetzt keine Innovation kommen sieht, dann gibt es auch keine mehr, gelle!?

Welche Innovationen der letzten 30 Jahre? Ich kenne keine.

Gruß Mephistopheles

Der Dual-Fluid-Reaktor ... sogar eine deutsche Erfindung.

FOX-NEWS @, fair and balanced, Dienstag, 28.04.2020, 09:06 vor 2102 Tagen @ Mephistopheles 1873 Views

Baut komplett auf bekannte und beherrschte Techniken auf, und kommt zudem ohne hohe Drücke oder exotische Temperaturen (Fusion) aus.

Grüße

PS: Ich glaube, der Russe ist eher verschuldungsunwillig als -fähig. Und zwingen lässt er sich schon mal gar nicht. [[freude]]

--
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Afuera!

Re: PS: der Russe

valuereiter @, Dienstag, 28.04.2020, 09:53 vor 2102 Tagen @ FOX-NEWS 1954 Views

PS: Ich glaube, der Russe ist eher verschuldungsunwillig als -fähig. Und zwingen lässt er sich schon mal gar nicht. [[freude]]

und außerdem bezweifle ich

Mephistopheles
... noch besseres Beispiel: Russland vor 30 Jahren. ..., dazu noch eine gut ausgebildete, arbeitsfähige Bevölkerung

die ArbeitsFÄHIGKEIT weiter Teile der russischen Bevölkerung (zumindest der Männer) hängt stark von der Dosierung des Vodkakonsums ab ;)

ist also nicht immer gegeben!

Weniger Alkohol - da kann Deutschland von Russland lernen

Ostfriese @, Dienstag, 28.04.2020, 13:29 vor 2102 Tagen @ valuereiter 1827 Views

Hallo valuereiter,

die ArbeitsFÄHIGKEIT weiter Teile der russischen Bevölkerung (zumindest der Männer) hängt stark von der Dosierung des Vodkakonsums ab ;)

trotzdem sollten wir unsere Vorurteile im Hinblick auf den russischen Alkoholkonsum nicht weiter pflegen!

"Wir zerstören hier ein Klischee von Russland", sagte die WHO-Expertin Carina Ferreira-Borges der Deutschen Presse-Agentur. Demnach tranken Russen 2016 nur noch 11,7 Liter Alkohol pro Kopf und Jahr. Zum Vergleich: In Deutschland waren es den WHO-Daten zufolge 13,4 Liter. Gemeint ist jeweils reiner Alkohol. Ein halber Liter Bier enthält etwa 20 Gramm Alkohol. Die Russen trinken meist lieber härtere Sachen wie Wodka.

Quelle: https://www.welt.de/gesundheit/article201353234/Russland-Alkoholkonsum-sinkt-Lebenserwa...

Gruß - Ostfriese

Hochprozentiges macht eher matschig

Oblomow, Dienstag, 28.04.2020, 14:43 vor 2102 Tagen @ Ostfriese 1813 Views

Soweit ich weiß, sind viele Brauereien auch deswegen in fürstlicher und natürlich klösterlicher Hand, weil den Kluglingen klar war, dass man wohl noch halbwegs arbeiten kann, wenn man Bier um Bier süffelt, während man vom Gerüst fällt, wenn man zuviel Korn bzw. Wodka schickert. Deswegen auch das Verbot, selbst zu brennen. Den Arbeitern beim Pyramidenbau wurde auch immer ein leckres Bierchen kredenzt. In Italien und Frankreich trinkt man mittags ein Schlückchen Wein, macht aber dann ooch länger Pause. Die Muslims sollten ja eigentlich hochproduktiv sein, trinken die ja nichts, außer in den Hotels in Tel Aviv, hab' ich mir sagen lassen. Die Typen, die da saufen, arbeiten aber auch nicht, sondern lassen arbeiten und haben ein eher kreatives Verhältnis zu Geboten. Omar Khayam andererseits war ein juuter Weintrinker. Zum Wohl!

Herzlich
Oblomow

hast Du den Schwarzgebrannten mit bedacht?

valuereiter @, Dienstag, 28.04.2020, 22:36 vor 2101 Tagen @ Ostfriese 1733 Views

trotzdem sollten wir unsere Vorurteile im Hinblick auf den russischen Alkoholkonsum nicht weiter pflegen!

"Wir zerstören hier ein Klischee von Russland", sagte die WHO-Expertin Carina Ferreira-Borges der Deutschen Presse-Agentur. Demnach tranken Russen 2016 nur noch 11,7 Liter Alkohol pro Kopf und Jahr. Zum Vergleich: In Deutschland waren es den WHO-Daten zufolge 13,4 Liter. Gemeint ist jeweils reiner Alkohol. ...

ähmmm ...

und WIE ermittelt die WHO, wieviel in Russland getrunken wird?

bitte INCLUSIVE des nicht versteuerten = nicht in den staatlichen Statistiken erfassten Schwarzgebrannten!

DER SPIEGEL 28.01.2015
In Russland wird immer weniger Wodka produziert. Doch es wird mitnichten weniger getrunken - die Konsumenten greifen stattdessen immer öfter auf schwarzgebrannten Alkohol zurück. Ein großes Gesundheitsrisiko.

FAZ 31.12.2016
Mehr als 32 Millionen Liter schwarz gebrannter Alkohol sind allein in den vergangenen zwölf Monaten in Russland beschlagnahmt worden.

--> und wie viele 100 Millionen Liter schwarz gebrannter Alkohol werden jedes Jahr NICHT beschlagnahmt?


außerdem habe ich explizit von der Arbeitsfähigkeit russischer Männer geschrieben ;)

gemäß der "offiziellen" WHO-Zahlen
trinken Männer in Russland im Schnitt deutlich mehr Alkohol als Frauen. Im Jahr 2016 waren es 18,7 Liter reiner Alkohol bei den Männern und 5,8 Liter bei den Frauen.

--> das Klischee ist wohl noch gültig ...

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