Kurzarbeit letzte Wasserstandsmeldungen & Kurzarbeitergeld auf 80/87% - Dauer max. 24 Monate nach Verordnung

Centao @, Donnerstag, 23.04.2020, 11:37 vor 2107 Tagen 3058 Views

Hallo,

die Kurzarbeit hat derzeit mindestens 470.000 Betrieben erfasst(Quelle: ARD).

Weitere Quellen sprechen von ca. 2.3 - 4.000.000 betroffnenen Beschäftigten, dies ist schon eine erhebliche volkswirtschaftliche Dimension.

Aktuelle Lage:Neues Deutschland (einzig brauchbare dt. Quelle dazu)

Statista (31. März 2020):

Durch die Corona-Krise werden in diesem Jahr voraussichtlich 2,35 Millionen Menschen in Kurzarbeit geschickt – so viele wie noch nie. Das gab die Bundesregierung gestern bekannt. Die Kosten dafür werden auf rund zehn Milliarden Euro geschätzt.

Das Kurzarbeitsgeld kann bis längstens 24 Monate verlängert werden. Die o.g Schätzung bei statista.de geht bei durchschnittlichen Hilfen von ca. 4255 € pro Beschäftigten aus. Bei 2 Monaten Dauer ca. 2.130 € pro Mitarbeiter.

Nach Berechnungen der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung (o.g. Quelle ND) sind durch die Coronakrise mittlerweile rund vier Millionen Beschäftigte in Deutschland von Kurzarbeit betroffen. Dies wären nach der selben Rechnung über 2 Monate schon 17 Milliarden €, bei derzeit ca. 60/67% Bezügen.

Die Regierung will nun aufstocken auf 80/87%.

Die Entwicklung bleibt abzuwarten, aber es wird insgesamt wohl sehr teuer. Bei 80/87% KUG für den Arbeitnehmer allerdings, sehe ich für viele keine Motivation mehr zu arbeiten, es bleibt ein schwieriges Thema.

Bitte hier weitere volkswirtschaftliche Zahlen ergänzen, wer will. Der nationale Ölverbrauch wäre so ein Thema..<img src=" />

Gruß,
CenTao

praktische Frage zur Umsetzung

valuereiter @, Donnerstag, 23.04.2020, 11:41 vor 2107 Tagen @ Centao 2478 Views

Die Regierung will nun aufstocken auf 80/87%.

... Bei 80/87% KUG für den Arbeitnehmer ...

hmmm ...

und wie bringe ich MEINEN Chef dazu, MICH in Kurzarbeit zu schicken?

Große Unternehmen und Krankenhäuser stocken das Kurzarbeitergeld auch auf 100% auf

Plancius @, Donnerstag, 23.04.2020, 12:50 vor 2107 Tagen @ Centao 2301 Views

Die Folgen des Lockdowns sind von vielen Betroffenen nicht zu spüren, weil in großen Unternehmen und auch von Krankenhausbetreibern das Kurzarbeitergeld aus eigenen Mitteln auf 100% des letzten Gehalts aufgestockt wird.

Der durchschnittliche Kurzarbeiter denkt, dass Staat und Unternehmen auf einem großen Berg voller Geld sitzen und er überblickt die katastrophalen wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns nicht. Betroffene Selbstständige und Mitarbeiter in Gastronomie, Hotellerie und kleineren Unternehmen haben jedoch heftige finanzielle Einbußen zu erleiden oder sind bereits ruiniert.

Mal sehen, wie sich die Sache in den nächsten Monaten so entwickelt.

Gruß Plancius

--
"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER

teilweise richtig

valuereiter @, Donnerstag, 23.04.2020, 13:08 vor 2107 Tagen @ Plancius 2174 Views

Der durchschnittliche Kurzarbeiter denkt, dass Staat und Unternehmen auf einem großen Berg voller Geld sitzen

was für den Staat - solange bzw. sobald dieser unlimitiert Corona-Kredit bei der EZB hat - sogar stimmt!

(bei 90 % der Unternehmen schaut es schlechter aus)

Ifo -Institut: Stellenabbau bei ca. 20% der Unternehmen.. Gewinneinbruch Adidas als Bsp. Handel

Centao @, Montag, 27.04.2020, 13:11 vor 2103 Tagen @ Centao 1329 Views

Börse online:

Fast ein Fünftel der deutschen Unternehmen planen dem ifo-Institut zufolge im Zuge der Virus-Krise einen Stellenabbau. 18 Prozent der Firmen wollten Mitarbeiter entlassen oder befristete Verträge nicht verlängern, teilte das Institut am Donnerstag unter Berufung auf seine April-Umfrage mit.

Fast 50 Prozent der Firmen würden Kurzarbeit fahren. "Für viele Unternehmen ist Kurzarbeit ein Mittel der Wahl, um kurzfristige Umsatzausfälle abzufedern und ihre Belegschaft zu halten", erklärte der Leiter der ifo-Befragungen, Klaus Wohlrabe.

Einen Stellenabbau planten in der Industrie und bei den Dienstleistern jeweils 20 Prozent, im Handel 15 Prozent und nur zwei Prozent auf dem Bau, hieß es.

Im Handel befänden sich Mitarbeiter derzeit bei 55 Prozent der Unternehmen in Kurzarbeit, in der Industrie bei 53 Prozent, bei Dienstleistern 48 und auf dem Bau 37 Prozent. Für einen Antrag auf Kurzarbeit müssten zunächst Überstunden und Zeitguthaben abgebaut werden. Diese Maßnahmen hätten 69 Prozent der Firmen veranlasst.

->hier gehts weiter zur Meldung!


Adidas heute: 95% Gewinneinbrauch im Quartal I/2020. Davon abgesehen, das dieses Geschäftsmodell faktisch nur "geprüfte" Asienware in die Welt sendet & 100% online gehen könnte.., zeigt folgende Nachricht:

"Der Sportartikelhersteller Adidas hat im ersten Quartal wegen der Corona-Pandemie einen Umsatz- und Gewinneinbruch erlitten. Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen sank um 97 Prozent auf 20 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag in Herzogenaurach mitteilte. Der Umsatz ging um 19 Prozent auf 4,75 Milliarden Euro zurück. Für das zweite Quartal kündigte Adidas einen nochmals stärkeren Rückgang bei Umsatz und Ergebnis an. Weiterhin seien weltweit mehr als 70 Prozent der Läden geschlossen, hieß es. Einen Ausblick für 2020 gab Adidas weiter nicht ab. Die ursprüngliche Prognose hatte der Konzern zuletzt wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zurückgezogen./nas/stk"

Geschäftsmodelle stehen zur Revision, an die keiner so schnell dachte. Die Fix- und Personalkosten sind auch bei Adidas brutal hoch.

Gruß,
CenTao

DPA bzw. Arbeitsagentur Nürnberg meldet heute 10,1 Millionen Kurzarbeitsanträge und 5,8% Arbeitslose in D zum 30.04.2020 mL

Centao @, Donnerstag, 30.04.2020, 11:29 vor 2100 Tagen @ Centao 1268 Views

Kurzarbeit Deutschland - Stand 30.04.2020

Deutschlands Unternehmen haben in der Corona-Krise bis zum 26. April für 10,1 Millionen Menschen Kurzarbeit angemeldet. Diesen Rekordwert gab die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg bekannt. Damit wurden alle Prognosen von Volkswirten bei Weitem übertroffen. Die Schätzungen der Experten hatten zwischen drei und sieben Millionen Menschen gelegen. Der bisherige Rekordwert der Bundesagentur für Arbeit für dieses arbeitsmarktpolitische Instrument stammt aus dem Mai 2009. Damals waren 1,44 Millionen Menschen in Kurzarbeit. Im gesamten Krisenjahr 2009 waren 3,3 Millionen Anzeigen für Kurzarbeit bei der Bundesagentur eingegangen.

Die Kurzarbeit dient dazu, Arbeitnehmer mit staatlicher Hilfe im Job zu belassen und Entlassungen zu vermeiden. Trotz der extrem hohen Zahl von Anzeigen für Kurzarbeit stieg auch die Zahl der Arbeitslosen im April saisonuntypisch an. Im April waren 308 000 Menschen mehr arbeitslos als noch im März und 415 000 mehr als im April 2019, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit. Die Gesamtzahl stieg damit auf 2,644 Millionen. Dies entspricht einer Quote von 5,8 Prozent. Sie stieg im Vergleich zum März um 0,7 Punkte und im Vergleich zum April des Vorjahres um 0,9 Punkte.

Quelle: DPA/Heise/AAG Nürnberg

Gruß,
CenTao

Prognosen ...

valuereiter @, Donnerstag, 30.04.2020, 12:10 vor 2100 Tagen @ Centao 1269 Views

Kurzarbeit Deutschland - Stand 30.04.2020

Deutschlands Unternehmen haben in der Corona-Krise bis zum 26. April für 10,1 Millionen Menschen Kurzarbeit angemeldet. ... Damit wurden alle Prognosen von Volkswirten bei Weitem übertroffen. Die Schätzungen der Experten hatten zwischen drei und sieben Millionen Menschen gelegen. ...

Dann waren die Prognosen Bullshit!

siehe Mainstream-Presse vor 3 Wochen
DER SPIEGEL 09.04.2020
650.000 Betriebe haben Kurzarbeit angemeldet

"zwischen drei und sieben Millionen" wären IM DURCHSCHNITT zwischen 4,6 und 10,8 je Unternehmen


in diesen Durchschnitt gehen ein:
Die Lufthansa schickt 87.000 Beschäftigte in Kurzarbeit
FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung-01.04.2020

dazu Daimler, Volkswagen, usw.

Kassierung des Gutachtens der Wirtschaftsweisen fällig?

Centao @, Donnerstag, 30.04.2020, 13:11 vor 2100 Tagen @ valuereiter 1253 Views

Hallo valuereiter,

dies sind ja an direkten Staatskosten dann schon bald ca. 21 Mrd € pro Monat KAG, korrigiert um den Kurzarbeitsfaktor, schätze mal 0,75.

Dazu dann noch neue echte Arbeitslose ALG I.

Umsatzausfälle der Unternehmen pro Monat ca. 2-3 fache der Lohngröße. 75 Mrd war mal für den Sektor KMU auf ca. 6 Wochen-Lockdown-Phase veröffentlicht, sagen wir mal großzügig 50 Mrd. pro Monat. Dann wäre der Faktor Umsatz zu Mitarbeiter ca. 2,5 zu 1.

Rechnung: Steueraufkommen Lohn&Einkommensteuer in 2019 mtl. 23,5 Mrd!

Das wird wenn dies übers Jahr anhält ganz bitter und die Rechnung der Wirtschaftsweisen mit ca. 5% weniger Gesamtleistung wackelt gewaltig.

Gruß,
CenTao

nochmal Bullshit: Gutachten der Wirtschaftsweisen

valuereiter @, Donnerstag, 30.04.2020, 13:21 vor 2100 Tagen @ Centao 1272 Views

Das wird wenn dies übers Jahr anhält ganz bitter und die Rechnung der Wirtschaftsweisen mit ca. 5% weniger Gesamtleistung wackelt gewaltig.

da würde ich als Wirtschaftslaie auch eher 15 % bis 25 % Rückgang des BIP prognostizieren

BA-Chef Scheele rechnet mit Kosten über 30 Mrd € für Kurzarbeit.. mL

Centao @, Montag, 25.05.2020, 14:47 vor 2075 Tagen @ Centao 1186 Views

Lagen wir doch garnicht so falsch..: WiWo - Link

Gruß,
CenTao

Deutsches BIP sinkt 2020 um 9 Prozent - Guidants.com

Centao @, Montag, 25.05.2020, 14:50 vor 2075 Tagen @ Centao 1200 Views

25.05.20, 12:25 | Von Dow Jones News
IW: Deutsches BIP sinkt 2020 um 9 Prozent

Von Andreas Kißler

KÖLN/BERLIN (Dow Jones) - Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) rechnet infolge der Corona-Krise mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 9 Prozent in diesem Jahr. Das erklärten die Konjunkturforscher des arbeitgebernahen Instituts in ihrer neuen Prognose. Für nächstes Jahr sagten sie darin dann eine Steigerung des BIP um 8 Prozent voraus. Mitte Dezember 2019 hatten sie für 2020 noch ein BIP-Plus von 0,9 Prozent erwartet.

Die Corona-Pandemie sorge aber für einen "katastrophalen Einbruch" der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr, konstatierte das IW. Die Pandemie habe die Weltwirtschaft seit vielen Wochen fest im Griff und sorge für einen historischen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Erst im dritten Quartal 2021 werde in Deutschland das Niveau des vergangenen Jahres wieder erreicht - vorausgesetzt, dass es keinen erneuten globalen Schock gebe.

Das IW rechnet nach eigenen Angaben für das laufende Jahr mit einem Rückgang der weltweiten Wirtschaftsleistung von über 4 Prozent und damit dem stärksten Einbruch in der Nachkriegszeit. "Gerade für den ehemaligen Exportweltmeister Deutschland hat das besonders negative Folgen, denn mit der Wirtschaftsleistung sinkt auch der globale Handel", hoben die Ökonomen hervor.

Arbeitslosenquote steigt auf 6,5 Prozent

Neben der Schwere sei auch die Art und Weise der Krise einzigartig: Sowohl die Nachfrage als auch das Angebot seien von den Lockdown-Maßnahmen betroffen, was sich besonders deutlich am Arbeitsmarkt bemerkbar mache. Die Arbeitslosenquote werde im Jahresdurchschnitt 2020 auf rund 6,5 Prozent von 5 Prozent im Vorjahr steigen. 2021 sei dann wieder mit einer leicht niedrigeren Arbeitslosenquote von unter 6 Prozent zu rechnen. Das Niveau von 2019 werde im kommenden Jahr aber nicht erreicht.

Insgesamt sei im laufenden Jahr "nur begrenzt mit Erholung zu rechnen". Aufgrund der zahlreichen Beschränkungen komme der Konsum nur schwer in Gang, und Nachholeffekte seien kaum möglich. "Die globale Verunsicherung hat auch zur Folge, dass Investitionen ausbleiben", sagte IW-Konjunkturexperte Michael Grömling. All das mache nur eine langsame Erholung möglich, sodass das BIP erst ab dem dritten Quartal 2021 das Vorkrisenniveau erreiche.

Voraussetzung für das 2021 erwartete Wachstum sei allerdings, dass es nicht zu einem zweiten Lockdown komme. "Aus volkswirtschaftlicher Sicht wäre das der Super-Gau", warnte IW-Direktor Michael Hüther. "Die Regierung muss nun mit einer klaren Strategie weitermachen und sowohl die Angebots- als auch die Nachfrageseite gezielt unterstützen", verlangte er.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/apo

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc. / Quelle: Guidants News https://news.guidants.com

Kurze grobe Rechnung, BIP Rückgang für 2020 von über 10%

InflationDeflation, Montag, 25.05.2020, 15:11 vor 2075 Tagen @ Centao 1212 Views

bearbeitet von InflationDeflation, Montag, 25.05.2020, 15:36

BIP aufs Jahr gerechnet: 100%
Monatsanteil: 100% / 12 = 8,3% Anteil Pro Monat am BIP
Rückgang für April und Mai um je 50%: (8,3%+8,3%)*0,5 = 8,3% Rückgang des BIP

Ich gehe von einem Rückgang von >10% für 2020 aus, da auch die anderen noch verbliebenden Monate nicht an das Vorjahr rankommen werden.

Nur meine schnellen Gedanken dazu...

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