Neuer Artikel von Gail Tverberg
Ich möchte hier auf den neuen Artikel von Gail Tverberg hinweisen:
https://ourfiniteworld.com/2020/04/21/covid-19-and-oil-at-1-is-there-a-way-forward/
Sie geht davon aus, dass die Zeit der Globalisierung und auch der multinationalen Organisationen wie der UNO und der EU sich ihrem Ende nähert.
Die Welt werde in von einander ziemlich unabhängige Wirtschaftsräume zerfallen, deren Bevölkerungsdichte aber gegenüber heute wesentlich geringer sein werde.
Europa ist ihrer Ansicht nach am Ende. Es habe keine eigenen fossilen Energieträger, während die Länder die noch selber fossile Energieträger haben diese zunehmend nur noch für ihren Eigenbedarf verwenden würden.
Zitat:
(d) Europe, especially, looks ripe for a big step back. Its fossil fuel resources tend to be depleted. There may be parts that can continue with the use of animal labor, if such animal labor can be found. Big protests and failing debt are likely by this summer in some areas, including Italy.
Das wäre dann was die Energie betrifft ungefähr die Situation, die Michael Dittmar in seinem Modell für die Zeit ab etwas 2030 prognostiziert hatte. Seinen Artikel hatte ich in https://www.freizahn.de/2018/02/der-aufziehende-sturm-am-oelhimmel/ zusammengefasst.
Um zu verstehen was politisch-gesellschaftlich auf Europa zu kommt möchte ich hier auch auf https://www.freizahn.de/2016/03/die-grundlagen-der-westlichen-werte/ und auf das Essay "Earth Hunger" von William G. Sumner hinweisen, das ich zu einem großen Teil in https://www.freizahn.de/2016/04/landhunger/ übersetzt habe. Wichtige Grundlagen der Westlichen Werte lösen sich auf und die Menge des verfügbaren Landes im Sinne von Sumners Essay wird in den nächsten Jahren in Deutschland und in den meisten anderen EU-Staaten erheblich schrumpfen.
Die Staaten die nach Gail Tverberg noch einige Ressourcen und damit auch noch eine Zukunft haben seien
die USA, Kanada, Russland, China und Iran.
Für Deutschland und andere EU-Staaten sehe ich nicht einmal mehr, wie die in Zukunft ihre Bevölkerung ernähren und dann auch noch im Winter heizen und wenigstens ein Minimum an Industrie mit Energie versorgen könnten.
Dass was man z.B. in der Landwirtschaft tun könnte um das Land wenigstens einigermaßen fit für eine Zukunft ohne billige fossile Energieträger machen und um die Ernährung wenigstens einigermaßen zu sichern, wird von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen nicht getan (was man gerade auch in der Landwirtschaft tun könnte habe ich in verschiedenen Artikel auf freizahn.de gezeigt).