Das Grundgesetz falsch verstanden
Die aktuellen Einschränkungen unserer nominellen Grundrechte zeigen ganz deutlich, was unsere sogenannte "Demokratie" in Wirklichkeit wert ist, nämlich noch nicht einmal das Papier, auf das sie gedruckt ist. "Grundrechte" sollten eigentlich das bedeuten, wonach man ihnen ihren Namen gegeben hat: Es sollte sich um grundsätzliche Rechte handeln, die jeder Bürger besitzt und die ihm in keinem Fall eingeschränkt oder gar ganz genommen werden können.
Unser Grundgesetz handelt zwar von vielen "Grundrechten", schränkt diese aber intrinsisch ein, indem z.B. in Artikel 8 Abs. 1 GG die Versammlungsfreiheit postuliert wird, diese aber in Abs. 2 schon wieder eingeschränkt wird, indem andere Gesetze, die diese Freiheit beschneiden, angeführt werden.
Gleiches gilt auch für Artikel 2 Abs. 2 GG, der eigentlich jedem Bürger das eigentlich selbstverständliche Recht auf körperliche Unversehrtheit garantiert, dieses aber im Nachsatz gleich wieder kassiert.
Unser Grundgesetz und die darin enthaltenen vermeintlichen "Grundrechte" können also in vielen Bereichen durch andere Gesetze außer Kraft gesetzt werden, so, wie wir es augenblicklich erleben.
Die wenigen Demonstranten, die bei den wenigen "Demos" ihr "Grundgesetz" vor sich her tragen, sind deshalb ziemlich traurige Gestalten, denn sie haben ihre "Grundrechte" offensichtlich völlig falsch verstanden.