Corona-Soforthilfe - einmal eine Bresche für die Behörden schlagen.
So viel Zeit muß sein.
Vermutlich bin ich nicht der Einzige, der seit Wochen auf diesen unerwarteten warmen Regen wartet.
Also, warum dauert das so lange?
Hier ein Einblick in die Thüringer Aufbaubank, die ähnliche Probleme haben dürfte, wie Banken in anderen Bundesländern.
Der MDR hat nachgefragt:
Bei der Thüringer Aufbaubank sind Tausende Anträge auf Corona-Soforthilfen eingegangen. Unternehmen und Selbstständige warten ungeduldig und fragen sich, was dauert da so lange?
..
Schon der Start des Hilfeprogramms war schwierig, denn an den ersten beiden Tagen sind auf einen Schlag mehr als 20.000 Anträge bei der Thüringer Aufbaubank eingegangen. Obwohl die Handwerkskammern und IKHs unterstützend mitarbeiten, konnten noch nicht alle Anträge im System der Aufbaubank erfasst werden.
Bislang ist das bei zwei Dritteln der mittlerweile mehr als 33.000 Anträge der Fall.
Die Hälfte der erfassten Anträge ist bereits abgearbeitet. Das heißt: Selbst die, die sozusagen "gleich am ersten Tag" ihren Antrag in die Post gegeben haben, stehen unter Umständen immer noch ohne Geld da, bei rechnerisch abgearbeiteten 16.500 Anträge sind das 3.500 vom allerersten großen Stapel der 20.000. Obwohl viele Mitarbeiter der Aufbaubank über die Osterfeiertage freiwillig gearbeitet haben, konnte diese erste Anfangsflut einfach noch nicht komplett abgebaut werden.
Quelle: https://www.mdr.de/mdr-thueringen/thueringen-redakteur-corona-soforthilfe-antrag100.html
Kleine Ergänzung von mir.
Wer den Antrag direkt postalisch an die Aufbaubank schickte, war offenbar klüger.
Meine IHK bestand allerdings auf Antragstellung bei ihr und das am besten digital.
Egal – das nur zur Erklärung.
Bis Anfang nächster Woche rechnet Maret Montavon von der Thüringer Aufbaubank damit, dass alle Anträge im System erfasst sind. Bis dahin bittet sie darum, von Nachfragen zu gestellten Anträgen abzusehen, auch wenn es schwer fällt.
Aaah, Licht im Tunnel! ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
Leider zeichnen die Anträge auch ein mitunter erschreckendes Bild vom Stand der Digitalisierung in den Thüringer Unternehmen. Viele kleine Betriebe und Soloselbstständige haben keine Drucker, keine Computer oder verwenden veraltete Software, weshalb sie zum Beispiel die Antrags-PDF nicht am Rechner bearbeiten können. In der Folge wurde die Hälfte der Anträge handschriftlich ausgefüllt und das nicht gerade in Schönschrift. Außerdem bekommt die Aufbaubank mitunter nicht einmal das eigentliche Formular selbst zugesandt, sondern etwas "Selbstgestaltetes".
Das dürfte keine faule Ausrede sein, das ist die blanke Realität. ![[[freude]]](images/smilies/freude.gif)
Hinzu kommt, dass die Unternehmensnamen oft unvollständig oder unpräzise sind oder dass die IBAN fehlerhaft ist, sodass eine Zuordnung nur durch Nachfragen oder zeitintensive Recherchen möglich ist. Viele Unternehmen haben ihre Anträge gleich mehrfach gestellt und das auch noch auf den unterschiedlichen angebotenen Wegen. Das bedeutet, dass die Mitarbeiter viele Anträge unnötig mehrfach ins System einpflegen, bis dann auffällt, dass von diesem Unternehmen bereits ein Antrag vorliegt und gegebenenfalls sogar schon ausgezahlt wurde.
Doppelt oder dreifach hält halt besser.
Das ist ähnlich wie beim Klopapier.
Sicherlich nicht hilfreich war der Wechsel der Antragsmodalitäten von den anfänglichen Thüringer Hilfen zu den jetzigen Bundeshilfen. Bis zum 2. April galt das Thüringer Formular, jetzt das vom Bund. Das Land hatte nämlich durchaus den Anspruch, "sofort" zu helfen, als dann das Bundesprogramm hinzukam, wurde das Antragsverfahren umgestellt. Auch das hat Ressourcen gekostet. Erschwerend kam hinzu, dass viele Unternehmen nun einen zweiten Antrag gestellt haben, diesmal eben auf die Bundeshilfen. Dass das nicht nötig ist, wurde von Anfang an so kommuniziert, auch auf den Antragsseiten und mit besonders dicken Buchstaben. Leider allzu oft vergebens.
Das hatte ich befürchtet.
Der Peter ist eben nicht der Schnellste – trotz seiner Mitteilung jetzt wieder mit Hanteln zu üben.
Wer am Anfang nur das Thüringer Antragsformular ausgefüllt hat, der bekommt - wenn er denn die Voraussetzungen erfüllt - die Bundeshilfen obendrauf.
Also für Kleinstunternehmen die 5.000 Euro vom Land und noch einmal die 4.000 Euro vom Bund.
Danke liebe Bundesregierung.
Ihr seid so großzügig.
Aber wir Bittsteller wissen auch warum.
Denn wenn Ihr uns alle krachen lasst, dann fehlt vermutlich demnächst die vier- bis achtfach höhere Steuersumme im Staatssäckel und dann geht bei Euch richtig die Post ab, gell?
![[[euklid]]](images/smilies/euklid.gif)
Ebenso gibt es immer einen Bescheid, auch im negativen Falle. Die Gründe für eine Ablehnung sind vielfältig. Häufig ist es eine fehlende Plausibilität. Also wer für das ganze Jahr 2019 nur 2.000 Euro Umsatz angegeben hat und jetzt im März einen Schaden von 15.000 Euro meldet, der wird es schwer haben, Hilfe zu bekommen.
Das kommentiere ich jetzt besser nicht.
mfG
nereus
![[[hae]]](images/smilies/hae.gif)
![[image]](https://assets.zerohedge.com/s3fs-public/styles/square/public/2025-02/Musksaw2.jpg?itok=xAJlmS5q)
![[[zigarre]]](images/smilies/zigarre.gif)