Vermögensabgabe, Lastenausgleich, Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer: Lösung Auslandskonten?

Schissbux @, Montag, 13.04.2020, 16:02 vor 2121 Tagen 4430 Views

Die billionenschweren Corona-Rettungsaktionen von Bund und EU wollen finanziert werden. Und vielleicht kommt noch das BGE dazu. Dabei werden Personen mit wenig Vermögen (kleine/mittlere Angestellte) und die wirklich Vermögenden (> 100 Mio. EUR) wohl keinen relevanten Beitrag leisten. Also wird man versuchen, die Rechnung durch "die Reichen“, die Top 20 % bis 30 % begleichen zu lassen. Mögliche Instrumente: Vermögensabgabe, Lastenausgleich, Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, Bail-ins etc, halt die üblichen Werkzeuge der finanziellen Repression. Mich treibt die Frage um, was man hiergegen präventiv machen kann?

- Wie kann man seinen Cash-Bestand schützen?
- Wie sein Aktien-Depot schützen?
- Wie kann man sein fremdgenutztes Immobilien-Vermögen schützen?

Welche Abwehrpläne gegen gierigen Staat, welche guten „Vorsorgepläne", hat die Forumsgemeine?

Insbesondere hinsichtlich Cash und Aktien treibt mich die Fragen um:
Ist das Auslandskonto eine Möglichkeit der ersten Runde der finanziellen Repression zu entgegen?
Falls ja, welches Land, welche Währung, welche Bank?
Gibts juristische Probleme, was ist zu beachten?

Schon im voraus vielen Dank

LOL

Heraklit @, Montag, 13.04.2020, 16:16 vor 2121 Tagen @ Schissbux 3854 Views

Naivling, glaubst du, du könntest dem Staat entkommen. Die Staaten sind bestens vernetzt und wissen, wie man an dein Vermögen ran kommt. Am besten wäre es, die Arbeit schrittweise herunterzufahren und Steuerabgaben nach Möglichkeit zu vermeiden. Die Reichen haben schon längst ausländische Staatsbürgerschaften und ihre Kohle in Sachwerten im Ausland deponiert. Diese Idioten zahlen auch weniger als 1% Steuern, während dir jedes Monat fast die Hälfte abgezwackt wird, so sieht es aus!

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Quidquid agis, prudenter agas et respice finem

Naja, vielleicht bin ich nicht gaaaanz so naiv wie Du denkst

Schissbux @, Montag, 13.04.2020, 16:27 vor 2121 Tagen @ Heraklit 3780 Views

Steuern zahle ich im Bereich < 10 % (eigentlich müßte ich > 40 % zahlen). Sachwerte im Ausland hab ich auch schon.

Mir gehts darum, zu erfahren, wie die "Gutberatenden" vorgehen und davon möchte ich lernen. Bei mir gibts ein bißchen was zu holen, das möchte ich schützen - und damit bin ich hier sicher nicht der einzige.

Bestimmt gibts hier auch konstruktive kluge Vorschläge statt Resignation. Auch die freue ich mich.

Hallo Schissbux (mT)

DT @, Montag, 13.04.2020, 16:34 vor 2121 Tagen @ Schissbux 3837 Views

Der einfache Tip aus dem Forum: verkaufe alles und kauf Gold dafür,
das ist nach 1 Jahr steuerfrei und zum anderen mobil, niemand weiß, wo Du es hast, fertig.

Wenn Du professionelle Hilfe brauchst und die Beträge in einer Höhe sind, wo sie relevant sind (also mehr als die 500-1000 kEUR, die der fleißige Durchschnittsdeutsche, der nicht grade in der staatlichen Hängematte liegt, erarbeitet und angespart hat und in Immos und sonstigem Vermögen hat), dann lohnt es sich ja wohl, einen entsprechenden Steuerberater oder Fachanwalt aufzusuchen und ihm seinen Preis zu zahlen, um die Millionen, die es dann schon sein sollten, in Sicherheit zu bringen.

Peter Graf, der Vater von "unser aller Steffi", war so knausrig, daß er die Millionen von seiner Steffi mit Hilfe eines Steuerfachgehilfen transferieren wollte. Seine Knausrigkeit hat er dann mit ein paar Jahren Knast bezahlt.

https://www.welt.de/print-welt/article656016/Grafs-Steuerberater-kommt-jetzt-ohne-Kette...

Wenn Du professionelle Hilfe brauchst, brauchst Du auch eine professionelle Kanzlei, die dann entsprechende Konstrukte für Dich macht.

Alles andere, wenn Du nicht die einfache Goldlösung willst, ist dilettantisch.

Beispiel Homm

Heraklit @, Montag, 13.04.2020, 16:35 vor 2121 Tagen @ Schissbux 3895 Views

bearbeitet von Heraklit, Montag, 13.04.2020, 16:56

Du kannst dir ja mal Homms Video reinziehen, um zu sehen, welche Schweinereien die "Elite" so treibt. Da lässt sich keiner so über den Tisch ziehen wie der kleine arbeitende Bürger. Eigentlich müsste man auswandern, wären da nicht die Bekannten oder die Vorgängergenerationen, die Immobilien im Land angehäuft haben. In diesem Land gibt es keine Hoffnung mehr. Gold und Krypto gehört dazu, aber auch hier gibt es keine Sicherheit wegen Gold- oder Kryptoverbot. Eine Möglichkeit wäre es staatenlos wie die Elite zu werden, siehe Link, aber ich denke da kommt man schnell in eine Grauzone rein und ohne Berater und vertieftes Know-How wird man scheitern.

=> Ich frage mich ernsthaft, warum bei einem so wichtigen Thema nicht die geballte Kompetenz des gelben Forums zusammengeworfen wird, auch im jeweils eigenen Interesse, und ein (finanzielles) Überlebenskonzept entwickelt wird [[sauer]] . Ein Austausch findet im Forum nicht statt, da die Wissenden schön den Mund halten und dem Rest nur Gold und Bitcoin einfällt.

Ich suche verzweifelt schon seit Jahren nach Auswegen, aber einen Königsweg scheint es nicht zu geben. Die Crash-Propheten bringen leider auch nicht viel Erhellendes! Neulich gab es von einem Foristen eine Diskussion zum Thema Inflation; das Feedback im gelben Forum war sehr dürftig. Viele gehen mittlerweile von einer Währungskrise aus, daher parke ich mein Kapital in Aktien und Edelmetallen, eben Sachwerten. Wenn du im Land bleibst, musst du dein Geld in Sachwerten parken, danach muss man weitersehen. Immobilien sind gefährlich, da der Staat leicht Zugriff darauf hat (siehe Lastenausgleichsgesetz), man faktisch per Mietdeckel (Berlin) bereits enteignet wird und man sich ein Klumpenrisiko ans Bein in einer Zeit bindet, in der man höchst flexibel sein muss!

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Steuersatz unter 10%?

Heraklit @, Montag, 13.04.2020, 16:38 vor 2121 Tagen @ Schissbux 3420 Views

Wie kommst du auf unter 10%, arbeitest du fast nichts mehr und zahlst den persönlichen Steuersatz?

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Gold

Heraklit @, Montag, 13.04.2020, 16:53 vor 2121 Tagen @ DT 3785 Views

Alles auf die Karte Gold zu setzen ist nicht unbedingt empfehlenswert (Stichwort Goldverbot). Selbst Herr Krall empfiehlt nur 20% in Gold zu parken. Auch Martin Armstrong ist bzgl. Gold skeptisch: Die jüngere Generation entscheidet sich eher für Schokolade als für Silber! Wer weiß, welcher Wert Gold in Zukunft haben wird!

Ich muss gestehen, dass mich der Aktienmarkt überrascht hat; ich glaube nicht, dass es sich hier um eine Bärenmarktrally handelt. Es kann durchaus sein, dass wir das Tief schon hinter uns haben (Meinung von Max Otte). Der Grund ist einfach: Der Anleihenmarkt ist tot, für Vermögensverwalter bleiben nur Aktien übrig. Die können nicht für Millionen oder gar Milliarden Gold kaufen (vergiss die Zertifikate). Martin Armstring ruft immer noch den größten Bullenmarkt der Geschichte aus mit Kursziel 50-60k im DJIA. Ein türkischer Kundenmitarbeiter hat mir vor ein paar Jahren geflüstert, dass er sein Geld in Aktien und Gold anlegt.

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Ich kann dem guten Max da nicht so recht folgen

FOX-NEWS @, fair and balanced, Montag, 13.04.2020, 17:10 vor 2121 Tagen @ Heraklit 3354 Views

Durchaus sportlich, jetzt schon zu 100% wieder drin zu sein. [[top]]

Er mag ja durchaus recht haben, daß die Kurse weiter steigen, aber das taten die während der Hyperinflation 1923 auch. [[zwinker]]

Ich weiss noch, wie sich Anfang Februar nach dem China-Lockdown alle "eingeschissen" haben wegen zusammenbrechender Lieferketten und dem Weltuntergang. Heute ist fast die ganze Welt stillgelegt, und alles sieht wieder rosig aus? Ottes angekündigte De-Globalisierung/Regionalisierung heisst, daß komparative Vorteile aufgegeben werden und die Kosten steigen.

Es fühlt sich alles eher so an, wie die Ruhe vor dem ganz großen Sturm. Irgendwie sureal.

Grüße

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Afuera!

Fundamentaldaten

Heraklit @, Montag, 13.04.2020, 17:21 vor 2121 Tagen @ FOX-NEWS 3200 Views

Vergiss die Fundamentaldaten, das KGV des S&Ps war während der letzten Finanzkrise astronomisch hoch. Wichtig ist, wo das Big Money hinfließt und hier bleibt fast nur der Aktienmarkt übrig!

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Gold: heute historischer Höchstpreis in EUR

HansMuc, Montag, 13.04.2020, 17:42 vor 2121 Tagen @ Schissbux 3783 Views

Heute hat Gold (wieder mal) einen neuen historischen Höchstpreis in EUR erreicht.
Könnte es sein, dass wir in Zukunft ein solches Ereignis häufiger sehen werden??

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PS: Wem Gegenpartei Risiken egal sind, der kauft Papiergold. Wem klar ist, dass ein
bürokratischer Federstrich genügt..., der kauft "The Real Thing"©.

Grüße
HansMuc

In Sachen Steuern haben sich schon ganz andere um Kopf und Kragen geredet.

Julius Corrino @, Sur l'escalier des aveugles, Montag, 13.04.2020, 17:52 vor 2121 Tagen @ Heraklit 3227 Views

Ich frage mich ernsthaft, warum bei einem so wichtigen Thema nicht die geballte Kompetenz des gelben Forums zusammengeworfen wird, auch im jeweils eigenen Interesse, und ein (finanzielles) Überlebenskonzept entwickelt wird [[sauer]] . Ein Austausch findet im Forum nicht statt, da die Wissenden schön den Mund halten und dem Rest nur Gold und Bitcoin einfällt.

Ich jedenfalls würde mich ganz bestimmt noch nicht einmal dann in einem öffentlichen Forum über Vermögenstransferoptionen nach sonstwohin und andere diesbezügliche Gestaltungsmöglichkeiten auslassen, wenn ich von der Materie Ahnung hätte.

Sollte @Schissbuxx vermögenstechnisch wirklich in einer Liga spielen, wo er sich schon im Inland Freiräume in Richtung der 10%-Marke schaffen kann, wäre er wirklich schlecht beraten, hier nachzufragen. Dafür gibt es Profis, die in dem Stoff so tief drinstecken und die entsprechenden Credentials qua Studium/Ausbildung + Praxiserfahrung erworben haben, daß sie damit tagtäglich ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Alles andere riecht für mich nach Hasardeurstum. Auch und gerade mit in diversen Ecken des WWW populären Autistenkonstrukten (Stichwort "Perpetual Traveler") fallen viele Schlaumeier regelmäßig auf die Nase.

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Ainsi continue la nuit dans ma tête multiple... elle est complètement dechirée... ma tête.
- Luc Ferrari

Hab noch nie gearbeitet, aber für die Dinge, die ich gerne tue, geben mir Leute Geld, versteh das auch nicht so recht ;))

Schissbux @, Montag, 13.04.2020, 18:26 vor 2121 Tagen @ Heraklit 3124 Views

Mit professioneller Steuergestaltung sind geringe Steuersätze kein Problem und 100 % legal: wenn Du aus verschiedenen Quellen positives und negatives Einkommen hast, Einkommen, das geparkt wird, das pauschal oder später versteuert wird oder gar nicht (Beispiel Goldverkauf nach einem Jahr) usw. Nachdem Du ein paar Jahre Übung hast, entscheidest Du selbst, wieviel Steuern Du in welchem Jahr zahlst. Und wenn das immer so um die 10 % sind (mal mehr mal weniger), ist das FA zufrieden und läßt dich in Ruhe. (Die quälen lieber Kleingewerbetreibende wie das griechische Restaurant.)

Entsprechende Beratungsleistungen gibts meines Wissens nach nicht bei „Steuerberatungen“ (auch nicht bei großen Büros). Hier musst Du Leidenschaft und Ehrgeiz für Steuergestaltung haben (kenne keinen außer mir der das hat) selbst Know-How aufbauen, das Steuersystem in der Tiefe verstanden haben, Kreativität einsetzen und dies mit ein wenig Mut und Dreistigkeit durchziehen, geht alles legal! (Seminare von Alex Fischer sind besser als ihr Ruf). Möglicherweise können das aber Dienstleister wie Deloitte, obwohl die eher gut daran sind, dich rauszuhauen, wenn Du bei der Steuergestaltung doch mal einen Fehler gemacht hast.

Na dann kauf halt Platin und Silber wenn Du vor einem Goldverbot Angst hast. (mT)

DT @, Montag, 13.04.2020, 18:34 vor 2121 Tagen @ Heraklit 3107 Views

Meinetwegen auch Palladium oder Rhodium, aber das ist schon sehr teuer. Auf der anderen Seite ist 1 kg Rhodium bis zu 300.000 EUR wert, der Durchschnittsdeutsche kommt also auf 1-3 kg Rhodium, die kann er sich in die Tasche stecken, wenn er mit Gretel zusammen auf einer Jolle nach Panama fährt. Von einem Platinverbot hab ich noch nie gehört, und zudem sind Ag und Pt momentan meiner Meinung nach unterbewertet.

Außerdem dachte ich, es ginge Dir drum, wie Du das Geld außer Landes bringst. Wenn Du es nicht einfach so machen willst:

a) in die USA fahren
b) Konto eröffnen
c) zurück fahren
d) Dein gesamtes Geld dorthin überweisen
e) auswandern

dann kannst Du es ja via EMs machen.

Ob die dann steigen oder fallen kann Dir ja egal sein, ich dachte, es geht darum, die großen Vermögenswerte außer Landes zu bringen und vor dem Zugriff der deutschen Politik zu schützen. Das hat nun mal seinen Preis.

Wie man dauerhaft in Deutschland wohnen kann (nicht "Wohnsitz in Monaco") und ein legales Geschäftsmodell haben kann, der (mT)

DT @, Montag, 13.04.2020, 18:43 vor 2121 Tagen @ Schissbux 3196 Views

bearbeitet von DT, Montag, 13.04.2020, 18:48

einem 100 kEUR p.a. oder mehr einbringt und trotzdem in Summe und endgültig nur 10% Steuern in Deutschland bedingt, möchte ich sehen.

Man kann Gold kaufen und liegen lassen, dann gabs in den letzten 20 Jahren mittel bis langfristig Wertzuwachs, der ist steuerfrei.

Wenn einem die Leute "Geld geben" und man das bei der EStErklärung nicht angibt, ist das Steuerhinterziehung und nicht "100% legal".

Es gibt Leute, die leben von vermieteten Wohnungen und investieren ihre Mieteinnahmen in weitere Wohnungen, und nach 10 Jahren ist der Wertzuwachs auch steuerfrei.

Auch hier gilt: wenn man dem Staat am Zugriff hindern will: verkaufen und ins Ausland überweisen und dann dorthin ziehen.

So hat das der Liebherr gemacht, so hat das der Müller von der Müllermilch gemacht, der Kühne von der Spedition (alle in die Schweiz), und die Russen sind dann nach London gegangen.

Die Frage ist weiterhin, ob wir hier über 5- oder 6-stellige Beträge reden, also letzten Endes Peanuts, dann ist man mit dem EM-Transfer gut aufgehoben, oder ob es um 7-stellige oder höhere Beträge geht, dann muß man bescheuert sein, wenn man die paar 10k nicht aufwendet, um Experten zu bemühen.

Diese ganzen "Frugalisten" kümmern sich die ganze Zeit um die letzten paar EUR und sparen sich die paar 10 EUR für gesparte Klamotten oder Schuhe vom Munde ab, anstatt mal ein paar Stunden in einem gescheiten Business oder Job zu arbeiten und dann das Geld zu haben, so daß man sich über solche Peanuts keine Gedanken mehr machen muß.

https://frugalisten.de/jahresbericht-2018-teilzeitwoche-medienboom-sechsstelliges-vermo...

Hallo?, Freunde? Ich hatte nach stinknormalen Auslandskonten gefragt. 100 % legal.

Schissbux @, Montag, 13.04.2020, 18:50 vor 2121 Tagen @ Julius Corrino 2927 Views

Es geht nicht darum Schwarzgeld zu verschieben (hab ich nicht), nicht darum Steuern zu hinterziehen (viel zu gefährlich), nicht darum im Ausland Erträge zu erwirtschaften (keine Ahnung wie das in meinen Fall gehen sollte). Einfach nur ein paar legale Auslandskonten außerhalb des Euro- oder EU-Raums, die bei der ersten! Runde "finanzieller Repression" nicht mitrasiert werden. Klar in der zweiten Runde, spätestens in dritten Runde werde ich auch rasiert, aber eben bitte nicht in der ersten Runde, wenn es all denen an "die Kohle geht", die blauäugig gar nix gemacht haben und eiskalt erwischt werden.

Deswegen helfen mir auch keine Hinweise auf Gold oder ähnliches weiter. Es geht in erster Linie um ganz normale Cash-Konten: Seriös, legal, sicher, einfach zu händeln. Vielleicht hat das ja doch gerade jemand gemacht und kann einen Tip geben, gerne auch per PN.

@Julius Corrino: >> Dafür gibt es Profis, die in dem Stoff so tief drinstecken und die entsprechenden Credentials qua Studium/Ausbildung + Praxiserfahrung erworben haben, daß sie damit tagtäglich ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Hört sich gut an, gute Beratung gut zu bezahlen, damit habe ich kein Problem. Jedoch habe ich für meinen beschrieben Sachverhalt noch keinen Berater gefunden, noch nicht einmal jemand, der zunächst das Problem versteht. Vielleicht kannst Du mir einen Tip geben, bei wem ich fragen kann. Nach meiner Erfahrung sind solche Dienstleister nicht einfach zu finden (in den "Gelben Seiten" steht keiner).

Alles andere riecht für mich nach Hasardeurstum. Auch und gerade mit in diversen Ecken des WWW populären Autistenkonstrukten (Stichwort "Perpetual Traveler") fallen viele Schlaumeier regelmäßig auf die Nase.

Genau deswegen, hatte ich den Gedanken, hier mal zu fragen. Nur ein Versuch.

Ich denke, Du wirst tausende Unternehmer in Deutschland finden, die Dir das erklären können.

Schissbux @, Montag, 13.04.2020, 19:03 vor 2121 Tagen @ DT 2896 Views

Man kann Gold kaufen und liegen lassen, dann gabs in den letzten 20 Jahren mittel bis langfristig Wertzuwachs, der ist steuerfrei. Es gibt Leute, die leben von vermieteten Wohnungen und investieren ihre Mieteinnahmen in weitere Wohnungen, und nach 10 Jahren ist der Wertzuwachs auch steuerfrei.

Schau mal, das sind Dir schon selbst zwei Wege eingefallen.

Wenn einem die Leute "Geld geben" und man das bei der EStErklärung nicht angibt, ist das Steuerhinterziehung und nicht "100% legal".

Bei mir wird eine Rechnung erstellt, Mehrwertsteuer berechnet und abgeführt, und die Rechnung wird bezahlt. So wie der ehrliche Kaufmann das macht. Nie hätte ich den Mut Steuern zu hinterziehen, dafür gehste in den Knast, das findet meine Familie (und auch ich) doof. Wenn es unklar ist, ob das FA eine Konstruktion für legal hält oder nicht, kannste da einfach vorher! dort nachfragen, nennt sich "verbindliche Vorantrage", ist ein cooles Ding (kostet eine kleine Gebühr).

Auslandskonten

Heraklit @, Montag, 13.04.2020, 19:32 vor 2121 Tagen @ Schissbux 3020 Views

Bei Auslandskonten fallen wohl hohe Devisenwechselgebühren an und die Fremdwährungsgewinne müssen auch versteuert werden. Natürlich ist das Geld weg, wenn die ausländische Bank pleite macht. Wenn einmal eine große EU-Bank kippt, hat das weltweit Auswirkungen! Bei Interactive Brokers kann man mit Devisen handeln, wobei das Konto in GB liegen könnte. Moderner ist es auch in Stablecoins zu investieren, z.B. Tether oder USDC.

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Na dann bring doch Dein Vermögen ins Ausland wie viele Unternehmer das machen. (mT)

DT @, Montag, 13.04.2020, 19:58 vor 2121 Tagen @ Schissbux 2703 Views

Wozu fragst Du dann hier?

Schau Dir Müller an, Liebherr, Kühne etc.
Dann kannst Du das ja auch so machen.

Du hast gefragt, wie Du Dein Cash schützen kannst. Ganz einfach: Du bewahrst es zuhause auf. Da kommen keine Saskia Esken und kein Riexinger dran.

PS: Ich kenne nicht viele Unternehmer, Mittelständler vor allem, die es schaffen, ihren Firmensteuersatz auf 10% zu drücken. Entweder versteuert man die Geschäftsführergehälter mit seinem persönlichen Steuersatz, und der beginnt falls man über 8000 EUR oder dem doppelten (bei Ehepaaren) ist bei 17%, oder man schüttet aus und dann werden Kapitalertragsteuern von 25% fällig, oder man zahlt Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer und liegt dann im Bereich von 30%.

Mein Steuerberater sagt jedenfalls: in Deutschland müssen Sie immer EINEN Tod sterben.

Vielleicht bin ich zu blöd, weil ich im produzierenden Gewerbe (Industrie) tätig bin und nicht einfach nur Immoblienvermieter. Vielleicht geht das dort. Über Aufklärung würde ich mich freuen. Es wurde ja im Forum nach Aufklärung gefragt, vielleicht kannst Du uns hier dann auch mal an Deinem Wissen teilhaben lassen.

Hab ich doch beantwortet. (mT)

DT @, Montag, 13.04.2020, 20:03 vor 2121 Tagen @ Schissbux 2863 Views

bearbeitet von DT, Montag, 13.04.2020, 20:09

In die USA fahren, Konto aufmachen, Betrag dorthin überweisen, gut ist.
Wo liegt das Problem?

Wenn einem die USA nicht passen, dann dito mit den Bermudas, Hongkong, etc.

Und wieso helfen die Hinweise aufs Gold bzw. Pt/Ag nicht? Das wird doch auch in der ersten Runde nicht mitrasiert. Noch gibt es kein Goldverbot, und von einem Pt/Ag Verbot hab ich noch nie gehört. Es geht doch um WERTerhalt, und daß Gold seinen Wert erhält steht ja außer Frage, auch wenn Bubi Scholz das verbietet.

Wenn Du mit einer Gretel-Jolle nach Dubai fährst und Deinen Russenriegel (12.5 kg, a la Dottore selig) dabei hast, kannst Du dort ein gutes neues Leben anfangen. Möchtest Du wirklich in einem Land leben, das von einer Saskia und einer Luisa und einer Annalena unter finanzieller Repression regiert wird und diesen Drecksfxxxx Deine hart verdiente Kohle in den Hintern blasen, damit sie die Goldstücke damit zuschütten?

Beim Überweisen ins Ausland (mT)

DT @, Montag, 13.04.2020, 20:05 vor 2121 Tagen @ Heraklit 2912 Views

fallen keine hohen "Devisenwechselgebühren" an.

Man kann bei vielen Banken wie DiBa, Consors, etc. auch Fremdwährungskonten zB in USD haben,
beim Transfer von EUR nach USD fallen nur ganz geringe Gebühren an, man bekommt praktisch den Kassakurs der Devisen, und dann hindert einen keiner dran, diesen Betrag auf ein Konto ins Ausland zu überweisen.

Die Gebühren eines Transfers in die OECD Länder sind überschaubar, das kenne ich von meinen Export- bzw. Importgeschäften. Weniger als 1% der Summe.

Mit Immobilien geht es, so wie von Dir selbst beschrieben.

Dieter, Montag, 13.04.2020, 20:12 vor 2121 Tagen @ DT 2851 Views

Hallo DT,

wenn Du in Eigenleistung und mit Hilfe von Hilfskräften oder poln. oder portug. Unternehmern Immobilien erstellst, diese vermietest und nach 10 Jahren verkaufst, ggf. auch Altbausubstanz erwirbst, diese renovierst, vermietest und nach 10 Jahren verkaufst, kannst Du ohne Probleme mit 0 Einkommensteuer durchs Leben gehen.

Einzige Voraussetzung:
Man sollte zuvor schon ein paar Jahre gespart haben (in einem Beruf oder als Unternehmer, oder, oder), um Eigenkapital angesammelt zu haben, also vom Munde abgespart. Es soll auch Menschen geben, die das einfach erben. Aber die meine ich nicht.

Einzige Voraussetzung für all das: Organisationsvermögen, techn. Verständnis, Fitness, Bauleiter-Eignung, kaufm. Denken und das Wichtigste dazu: Kreativität in multiplen Bereichen.

Gruß Dieter

Hallo Dieter (mT)

DT @, Montag, 13.04.2020, 20:15 vor 2121 Tagen @ Dieter 2762 Views

Folgende Frage:
Den Mieteinnahmen steht ja max die Abschreibung von 2% p.a. und die Renovierungs/Reparaturkosten entgegen.
Wenn man nicht grade nur Peanuts einnimmt, so daß man unter der 8000 EUR bzw. 16000 EUR Schwelle ist, hat man trotz der Abzüge ja schon 17% EStSatz.
Wie soll man dann auf 10% kommen?
Die reine Neuinvestition läßt sich ja nicht abschreiben.
Danke, DT

Gab es da nicht die von der SPD eingeführte Wegzugsbesteuerung?

Heraklit @, Montag, 13.04.2020, 20:15 vor 2121 Tagen @ DT 2627 Views

.

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Wegzugsbesteuerung (mL)

DT @, Montag, 13.04.2020, 20:17 vor 2121 Tagen @ Heraklit 2753 Views

https://de.wikipedia.org/wiki/Wegzugsbesteuerung

Deutschland
Die deutsche Wegzugsbesteuerung ist in § 6 des Außensteuergesetzes geregelt. Sofern eine natürliche Person, die insgesamt mindestens zehn Jahre in Deutschland der unbeschränkten Steuerpflicht unterlegen hat, ihren Wohnsitz ins Ausland verlegt, werden die stillen Reserven in sämtlichen Anteilen (bis einschließlich des Veranlagungszeitraums 2006 inländische Anteile) an Kapitalgesellschaften, an denen der Steuerpflichtige in den vergangenen fünf Jahren zu mindestens 1 % beteiligt war bzw. ist (s. § 17 EStG) besteuert, soweit er im Zeitpunkt des Wegzuges noch Anteile hält. Da kein Verkauf stattgefunden hat, gilt als Veräußerungspreis der gemeine Wert der Anteile zum Zeitpunkt des Wohnsitzwechsels. Die Steuer kann auf Antrag unter bestimmten Voraussetzungen in fünf Jahresraten bezahlt werden. Die Steuerpflicht entfällt, wenn der Wegzug nur vorübergehend war und der Steuerpflichtige innerhalb von fünf bzw. zehn Jahren, ohne Verkauf der Anteile wieder nach Deutschland zurückzieht. Voraussetzung ist, dass der Steuerpflichtige die vorübergehende Abwesenheit vor dem Wegzug bei seinem zuletzt zuständigen Finanzamt angezeigt hat. Zieht der Steuerpflichtige in ein EU- oder EWR-Land, wird die festgesetzte Steuer nach § 6 Abs. 5 AStG von Amts wegen gestundet. In diesen Fällen hat sich der Steuerpflichtige regelmäßig bei seinem zuletzt zuständigen Finanzamt zu melden (§ 6 Abs. 7 AStG).

Da sind wir auf einer Wellenlänge

Dieter, Montag, 13.04.2020, 20:23 vor 2121 Tagen @ Schissbux 2617 Views

Hallo Schissbux,

Du hast es vollkommen korrekt beschrieben!

Man muß das System verstehen und Kreativität und Intelligenz einsetzen. Steuerberater helfen da wirklich nicht, zumal sie eine zwiespältige Aufgabe haben.

Ich bin auch noch in Deutschland voll steuerpflichtig (also 6 Monate/Jahr in D). Das portug. Steuersystem ist mir zu unbekannt. Und ohne genaue Kenntnis nützt die größte Kreativität nichts, macht es höchstens gefährlich.

- und es sollte immer legal sein, damit man einen Prüfer auch mal ohne Hemmungen ausm Haus schmeißen kann, wenn er dreist kommen sollte.

Gruß Dieter

größere Reparaturen (anschaffungsnah oder nicht?)

Dieter, Montag, 13.04.2020, 20:50 vor 2121 Tagen @ DT 2643 Views

Hallo DT,

Beispiel: Du kaufst ein älteres Gebäude (200qm) hier in Ostwestfalen. Erzielte Miete nach Renovierung ca. 7 Euro/qm. davor ca. 5 Euro/qm.
Kaufpreis Gebäude renovierungsbedürftig ca. 1.200 Euro/qm = 240.000 Euro, davon anteiliger Grundstückspreis ca. 100.000 Euro, also Abschreibung/Jahr ca. 2.800 Euro. Dann erst billig vermieten ohne Renovierung für ca. 2-3 Jahre zu 5,-/qm = 12.000 Euro/Jahr = zu Anfang ca. 9.000 Überschuß.
Anschließend renovieren (mit Hilfskräften oder Polen/Portug.), 2-3 Wohnungen. Gesamtkosten ca. 30.000. Die würde ich auf 5 Jahre steuerlich verteilen, also pro Jahr 6.000 steuerlich geltend machen. für die renovierten Wohnungen dann mind. 7 Euro/qm kalt = 14.000 - 6.000 -2.800 = 5.200 Euro Überschuß.
Nach ein paar Jahren das nächste Haus kaufen, ggf. z.T. fremdfinanziert und das gleiche Spiel durchmachen.
Nach 10 Jahren das 1. Gebäude verkaufen für Marktpreis renoviert und vermietet ca. 2.000 Euro/qm = 400.000 Euro steuerfrei. (also ca. 130.000 in 10 Jahren Gewinn am Gebäude + Mieteinnahmen = 36.000 + 117.000 - Mietausfall, Unvorhergesehenes) In Summe kann man innerhalb von 10 Jahren mit dem einen Gebäude ca. 250.000 Euro steuerfrei einnehmen, also 25.000/Jahr in meiner sehr vereinfachten Rechnung. Bei 2 Objekten ähnlicher Größenordnung würde es immer noch steuerfrei bleiben.
usw. usw.
Ein paar Risiken gibt es natürlich auch dabei. Marktwerte in der Region, techn. Verständnis ist Voraussetzung oder gute Berater.

Gruß Dieter

Steuerstrategie, Steuergestaltung: ein breites und tiefes Feld

Schissbux @, Montag, 13.04.2020, 21:05 vor 2121 Tagen @ DT 2542 Views

Mein Steuerberater sagt jedenfalls

Steuerberatern wurde es schon in der Ausbildung/Studium systematisch! ausgetrieben darüber nachzudenken. Das sind ausgebildete Experten in der Steuerveranlagung im Sinne des Finanzamtes. Für das Themenfeld Steuerstrategie, Steuergestaltung nicht im Ansatz zu gebrauchen.

Vielleicht bin ich zu blöd, weil ich im produzierenden Gewerbe (Industrie) tätig bin und nicht einfach nur Immoblienvermieter. Vielleicht geht das dort. Über Aufklärung würde ich mich freuen. Es wurde ja im Forum nach Aufklärung gefragt, vielleicht kannst Du uns hier dann auch mal an Deinem Wissen teilhaben lassen.

Du bist bestimmt nicht zu blöd. Falls Du Unternehmer bist, gibts mittlerweile gute Seminare zu verschiedenen Schwerpunkten (z.B. Alex Fischer für Immobilien) über deren Stil kann man streiten, sie bieten aber definitiv einen guten Einstieg.

Beispiel für Märchengeschichten vom Steuerberater

Schissbux @, Montag, 13.04.2020, 21:10 vor 2121 Tagen @ DT 2672 Views

Den Mieteinnahmen steht ja max die Abschreibung von 2% p.a.

Gutres Beispiel für den Unfug, den Steuerberater erzählen, bar jeder Ahnung von der Materie. Dein Steuerberater sollte in jedem Fall Jurist sein, nimm nicht die BWLer. Juristen können oft klar denken, BWLer weniger oft.

"Auf einer Wellenlänge"

Schissbux @, Montag, 13.04.2020, 21:15 vor 2121 Tagen @ Dieter 2538 Views

Da sind wir auf einer Wellenlänge.

Na klar, bin ja wie Du mehrere Monate im Jahr Wahlportugiese. Wegen der Wellenlänge bzw. -höhe in der Nähe von Nazare, also gar nicht soooo weit entfernt von Dir. (und eigentlich wäre ich gerade dort, Scheiß Corona).

...dann dito mit den Bermudas, Hongkong, etc.

Schissbux @, Montag, 13.04.2020, 21:18 vor 2121 Tagen @ DT 2613 Views

dann dito mit den Bermudas, Hongkong, etc.

möchte ich sehen, haste das hinbekommen? Glückwunsch, das ist schon Bundesliga.

Das Modell dürfte jetzt durch sein ...

Arbeiter @, Montag, 13.04.2020, 22:20 vor 2121 Tagen @ Dieter 2463 Views

Hallo Dieter,

von dem Modell hätte ich vor 30 Jahren wissen sollen.

Ich denke jetzt ist das wohl durch. Preisverfall, Enteignung durch Mietausfall und Sondersteuern.

Viel Spass

Arbeiter

Leidensgenosse

Dieter, Dienstag, 14.04.2020, 10:07 vor 2120 Tagen @ Schissbux 2231 Views

(und eigentlich wäre ich gerade dort, Scheiß Corona)

Gruß Dieter

Und Minen heute im Vollrausch

Linder, Dienstag, 14.04.2020, 19:23 vor 2120 Tagen @ HansMuc 2249 Views

Meine vor knapp einem Monat erwähnte Sabina hat heute im Tagesverlauf fluffige 25% zugelegt.
Von 0,60 auf 1,10€ in rund 25 Tagen.
Barrick auch immerhin 11% gesprungen.

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◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇

Mit so einer Frage bist du hier nur bedingt richtig

FOX-NEWS @, fair and balanced, Mittwoch, 15.04.2020, 08:07 vor 2120 Tagen @ Schissbux 2114 Views

Was die Regularien für Ausländerkonten sind, solltest du auf der Webseite eines in Frage kommenden Instituts finden, zur Not per eMail anfragen.

Beispiel Thailand: Früher könnte man selbst mit einem 30 Tage Aufenthalts-Stempel Konten eröffnen. Sogar Kreditkarten gab es. [[top]]

Heute: Mindestanforderung Visum "für alte Säcke", Business o.ä. Nix gilt für ewig, selbst diese Info könnte also schon überholt sein, speziell in diesen Zeiten.


Grüße

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Afuera!

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