Strategie Schweiz: Aufforderung zu Schreiben weiter unten.

Zürichsee, Montag, 23.03.2020, 23:27 vor 2147 Tagen 856 Views

Nur aus dem Kopf, was mir dazu einfällt:

Der Ursprung vieler guter Lösungen ist eigentlich schon vor 50 Jahren gelegt worden. Im 2. Weltkrieg hat die Schweiz erkennen müssen, dass wir ein Land ohne Rohstoffe sind und nicht genügend Lebensmittel produzieren können. Damals wurde mit der „Anbauschlacht“ von Bundesrat Wahlen jede Garten- und Wiesenfläche zur Lebensmittelproduktion (meistens Kartoffeln) genutzt. Dies hat in der Bevölkerung eine tiefe Ernüchterung hinterlassen. Was macht man dagegen, dass dies nicht nochmals passiert? Die grossen Lebensmittelverkäufer (Migros, Coop, Aldi, Lidl) müssen Pflichtlager anlegen, die für mindestens 3 Monate die Versorgung der Menschen ermöglicht. Die sichtbare Folge ist, dass kurzzeitig, durch Hamsterkäufe, die Regale leer waren. Aber innert Stunden war alles wieder aufgefüllt. Der Flaschenhals war meist der Lastwagen mit den Anlieferungen.

Wie wohl alle wissen, haben wir in der Schweiz ein Milizsystem, d.h. jeder Schweizer macht mit 20 Jahren eine Rekrutenschule und danach jährlich einen Wiederholungskurs. Auch das Militär hat Pflichtlager, da bin ich überfragt, wie lange diese reichen. Viel wichtiger ist aber, dass wir jetzt in dieser Corona-Krise auf 8000 Sanitätssoldaten zurückgreifen können. Diese wurden am letzten Freitag per SMS aufgeboten und innerhalb von 2 Stunden haben sich bereits 80% zurück gemeldet. Dies sind die Spezialisten, die jetzt sehr gefragt sind.

Aber auch die normalen Soldaten werden nun laufend dazu kommen. In einer ersten Phase wurden die WK Soldaten zur Unterstützung Logistik, Aufbau Lazaretten, Bewachung, Ordnungsdienst und auch Grenzkontrollen herangezogen. Ein Aufbieten von weiteren Soldaten ist ziemlich rasch möglich.

Aus meiner Erfahrung kann ich den eingeübten Ablauf erzählen:
Am Donnerstag rücken die Offiziere, der Feldweibel und der Fourier ein.
Am Freitag rücken die Unteroffiziere ein und werden bis Montagmorgen geschult
Am Montag, ab 9.00 Uhr treffen die Soldaten bei der Kompaniesammelstelle ein
Diese Sammelstelle ist normaler weise ein unscheinbares Gebäude, irgendwo im Feld. Die Meisten werden es für einen Stall halten. In diesem ist aber das ganze Kompanie und Zugsmaterial gelagert. Jeder eintreffende Zivilist wird zeitnah zum Soldaten umgerüstet. Sobald eine Gruppe (ca. 8 Soldaten) ausgerüstet ist, übernimmt ein Unteroffizier diese und macht Ausbildung. Nach spätestens 3 Tagen haben die Soldaten wieder einen akzeptablen Stand und können eingesetzt werden. In diese Corona-Krise ist das Schwergewicht der Ausbildung sicher nicht bei der Waffenhandhabung, sondern beim Schutz und bei der Sanitätsausbildung.

Eigentlich ist diese Situation paradox. In einem Krieg helfen die Sanitäter den Soldaten. Hier ist die Situation genau umgekehrt, die Soldaten helfen den Sanitätern.

Der Bundesrat hat es zum obersten Ziel ernannt: Der Schutz der Bevölkerung und da insbesondere die betroffenen Senioren.

Es ist egal, was es kostet, wir machen es. Aus diesem Grund wurden für einen Zeithorizont von 1 Monat 41 Milliarden gesprochen. Das wird unseren Verschuldungsgrad von 30% erhöhen, aber was soll’s. So wie ich gelesen habe, kann dieser Betrag je nach Lage bis zu 130 Milliarden aufgestockt werden. Dies braucht dann aber die Zustimmung des Parlaments.

Und jetzt kommt unser Bundesrat Maurer (der Fuchs) zu Zuge:
1. Die Arbeitslosengelder fliessen sofort
2. Die Kurzarbeit wird sehr speditiv abgehandelt
3. Die Betriebe können bei der Hausbank einen Betrag bis zu 500‘000 beantragen, der Bund haftet für den ganzen Betrag. Bei Beträgen über 500‘000 haftet auch die Bank mit 15% und der Bund mit den restlichen 85%

Diese Bundes-Kredite (nichts Anderes sind das) sollen mit einem sehr tiefen Zinssatz belegt werden (wird am Mittwoch durch den Bundesrat festgelegt) und die Laufzeit für die Rückzahlung soll sehr unternehmensfreundlich gestaltet werden.

Mit all diesen Massnahmen ist unser Fuchs einem Bankenrun zuvor gekommen, hat gleichzeitig den Banken einen weiteren Kreditnehmer ermöglicht und haftet für die (allfälligen) Ausfälle bei den Banken.

LG Zürichsee

Nachtrag zu den ZIVIS

Zürichsee, Dienstag, 24.03.2020, 00:25 vor 2147 Tagen @ Zürichsee 837 Views

bearbeitet von Zürichsee, Dienstag, 24.03.2020, 00:41

All jene, die sich mit vielen Argumenten vom Militärdienst befreien liessen
und dafür lieber im Zivilschutz waren, holt jetzt der Alltag ein.

Sie wollten damals keine Waffe tragen, dafür lieber einen Schoggi-Job
im warmen Altersheim. Diese werden nun auch langsam zum Handkuss kommen.
Die Aufbietung erfolgt vor Ort durch die Gemeinden.

Viele haben eine Ausbildung in der Pflege bekommen und dürfen jetzt
bei den Corona-Infizierten zeigen, was sie können.

LG Zürichsee

Nachtrag zu Nachtrag: Gerade noch einen Artikel entdeckt, der die Finanzierung
der Unternehmen detailliert beschreibt.
Bereitstellung der Gelder erfolgt am Donnerstag

Link: Finanzierung der Unternehmen

Hallo Zürichsee, als ich dies in D gefordert hab, hatte es böse (mT)

DT @, Dienstag, 24.03.2020, 01:38 vor 2147 Tagen @ Zürichsee 791 Views

Emails gehagelt. Aber meiner Meinung nach müssen tatsächlich beide, Reservisten und Ex-Zivis, ran wenns gilt. Die AKK soll schon mal vorpreschen.

Bewundernswert wie das in der Schweiz abläuft. Daß der Trojaner Guttenberg den Dienst abgeschafft hat war bescheuert. Alle müßten ran, auch die Mädels, wie in Israel. Dann wäre auch der Pflegenotstand nicht so ein Problem. Pflege, Krankenhaus, meinetwegen Bund und Zivilschutz, etc. Hauptsache ein Jahr für unser Land abgeleistet. Und genau, sämtliche Bereicherer müßten natürlich auch ran.

Allerdings muß ich aus eigener Erfahrung sagen, daß das "warme Altersheim" nicht der bevorzugte Job war. Erstens waren das 20 anstatt 15 bzw. 24 vs. 18 Monate, und zweitens - hast Du mal dort gearbeitet und Pflege betrieben? Über die Details möchte ich hier nicht sprechen.

Als ehemaliger BW Soldat habe ich höchsten Respekt vor Zivis im Krkhs und in Altersheimen oder auch in Behinderteneinrichtungen.

Diejenigen Zivis, die Hausmeistertätigkeiten in der Schule hatten und die Abiturientinnen vernascht hatten, die hatten die wahrhaft gute Karte gezogen.

Die meisten Bürosoldaten sind doch zur Zeit nach Hause entsendet

Echo @, Dienstag, 24.03.2020, 08:14 vor 2147 Tagen @ DT 780 Views

Die haben den Betrieb deutlich runtergefahren. Von Reservisten ganz zu schweigen

Damit das nicht untergeht: Strategie Israels (& UK): take care of grandma and grandpa, isolate them (mV)

DT @, Dienstag, 24.03.2020, 02:20 vor 2147 Tagen @ Zürichsee 832 Views

Der Verteidigungsminister Israels. Klare Ansage. Macht unsere Fxxxx und unsere Rosette natürlich nicht. Wollen das Rentensystem entlasten, damit die Besatzer noch mehr Reparationen bekommen.

https://www.youtube.com/watch?v=TjkMhV17coI&feature=youtu.be

Großeltern isolieren. Nicht rausschicken.

Das ist die einzig gute Seite an dieser Horror-Show: Nachher gibt es nix mehr zu verteilen.

FOX-NEWS @, fair and balanced, Dienstag, 24.03.2020, 08:55 vor 2147 Tagen @ DT 832 Views

Die 740 Mia Neuverschuldung sind nur der Anfang. Am Schluss kommen wir beim doppelten oder dreifachen an. Hallo Italien, hallo Griechenland?!?

Auch "Pull-Faktoren" werden inflationsbedingt schwächer werden, und mittelfristig ganz verschwinden.

Die Klimawende wird abgeblasen, weil wir uns solche Flausen nicht mehr leisten können. Kohle und Atom long.

Grüße

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Afuera!

... und das zu Tiefstkursen

stokk, Dienstag, 24.03.2020, 09:50 vor 2147 Tagen @ FOX-NEWS 797 Views

Das kauf ich Dir ab...

"long" war in übertragenen Sinne gemeint

FOX-NEWS @, fair and balanced, Dienstag, 24.03.2020, 13:16 vor 2146 Tagen @ stokk 798 Views

Bei uns werden wieder AKWs gebaut werden, und der Kohleausstieg ist Geschichte. Noch hören wir nur Prolen von Solidarität und Gemeinschaft. Das wird sich ändern. Dann heisst es plötzlich, daß jeder beitragen muss, daß wir uns bestimmte Dinge nicht mehr leisten können, kurz - der Gürtel muss enger geschnallt werden. EEG getriebene Phantasiepreise für Strom sind da nicht mehr drin ... oder man muss den verarmten Massen das Licht abdrehen, was aber auch nicht gut ist, weil die dann nicht mehr medial sediert werden können.

Grüße

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Afuera!

Auch in der Schweiz kocht man mit Wasser.

Weiner, Dienstag, 24.03.2020, 11:07 vor 2146 Tagen @ Zürichsee 909 Views

Vielen Dank, werter Zürichsee,

für Deine ausführliche Antwort! Jetzt verstehe ich, was Du gemeint hast. In allen Staaten, in denen die Lage kritisch wurde, hat man bislang das Militär eingesetzt. Aber Du hast insofern Recht, als in CH dafür effizientere und in der Bürgerschaft traditionell verankerte Strukturen vorhanden sind.

Außer den von Dir genannten Soldaten und Zivis wird man in CH auch auf Gesundheits- und Pflegefachkräfte zurückgreifen, die noch in der Ausbildung oder schon im Ruhestand sind:

https://www.nau.ch/news/schweiz/coronavirus-diese-trumpfe-haben-unsere-spitaler-im-arme...

Dagegen gab es anfangs wohl berechtigte Kritik, weil bei der Fallstatistik nicht alles optimal lief (fehlende Digitalisierung!!??). Das hat man aber mit schweizerischer Tatkraft kompensiert:

https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/hat-das-bag-bei-den-corona-virus-faellen-die-ueb...

Die Schweiz hat sich auch mit dem Thema TRIAGE bereits angemessen beschäftigt und Richtlinien erlassen. In Deutschland ist das noch eine rechtliche Grauzone.

https://www.srf.ch/news/schweiz/neue-richtlinien-wegen-corona-was-tun-wenn-die-spitaele...

https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/corona-triage-tod-strafrecht-sterben-krankenha...

Insgesamt ist die Lage in der Schweiz nach meinem Kenntnisstand noch relativ entspannt, man hat sogar Fälle aus dem Elsass aufgenommen.

Das Einzige, was mich interessieren würde: warum die Schweiz, ganz wie Italien und Spanien, so hart getroffen wurde. Das liegt ganz sicher nicht an einer inkompetenten Reaktion des Gesundheitssystems. Es handelt sich sehr wahrscheinlich um ein anderes Virus (also Variante) als in Wuhan (Indizien dafür bei Romanoff auf Globalresearch). Ferner mag es Umstände in der Umwelt geben, die wir noch nicht verstanden haben (in Norditalien etwa die Luftbelastung?). Und schließlich gibt es regional gehäuft vorkommende spezifische Prädispositionen bei den Erkrankten.

In der menschlichen Medizin, im Gegensatz zum Tierreich in der Wildbahn, ist alles möglich. Und das Meiste ist immer multifaktoriell. Hinterher werden wir dereinst dann klüger sein ...

Beste Grüsse und Wünsche von dem Weiner

Tessin näher an Italien - Kurzarbeit in Deutschschweizer Spitälern

pigbonds @, Dienstag, 24.03.2020, 11:33 vor 2146 Tagen @ Weiner 818 Views

Das Einzige, was mich interessieren würde: warum die Schweiz, ganz wie Italien und Spanien, so hart getroffen wurde. Das liegt ganz sicher nicht an einer inkompetenten Reaktion des Gesundheitssystems. Es handelt sich sehr wahrscheinlich um ein anderes Virus (also Variante) als in Wuhan (Indizien dafür bei Romanoff auf Globalresearch). Ferner mag es Umstände in der Umwelt geben, die wir noch nicht verstanden haben (in Norditalien etwa die Luftbelastung?). Und schließlich gibt es regional gehäuft vorkommende spezifische Prädispositionen bei den Erkrankten.

Das Tessin - an Italien angrenzend und südlich der Alpen gelegen, ist derzeit noch viel stärker betroffen als andere Kantone.

In der Deutschschweiz wartet man auf "die kommende Welle", bekanntlich wurden Operationen verschoben. Die Auswirkungen waren, zumindest letzte Woche, dass Spitäler unterbeschäftigt waren und Kurzarbeit ein Thema war/ist(?):
https://www.srf.ch/news/regional/basel-baselland/trotz-corona-spital-prueft-ernsthaft-k...


Punkto Intensivbetten sei die Schweiz mit Italien vergleichbar - da ist Deutschland deutlich besser gerüstet. Aber die Schweizer Strategie ist nicht, wenn ich das richtig interpretiere, die "aussichtslosen" Fälle in Intensivbehandlung zu nehmen - hier beschrieben:
https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=518054

Es wird auch darauf hingewirkt (so interpretiere ich Aussage von BAG Koch), dass Patientenverfügungen vorliegen, die Beatmungsmaschinen bei älteren oder chronisch Kranken ausschliessen.

Die Schweiz hat möglicherweise den Vorteil, dass man hier gesellschaftlich rationaler mit Themen wie Sterbebegleitung umgeht. Damit meine ich, dass eine Triage gesellschaftlich akzeptiert werden kann.

In der Schweiz ist 5 G ausgebaut.

Arbeiter @, Dienstag, 24.03.2020, 11:35 vor 2146 Tagen @ Weiner 814 Views

Hallo Weiner,

Ich kenne jemand, dem sie in Basel so eine 5G Antenne vor die Nase gebaut haben.
Der jammert seit Tagen und überlegt jetzt Massnahmen.

Viel Spaß im Irrenhaus

Arbeiter

Warum trifft es die Schweiz

Chris11 @, Dienstag, 24.03.2020, 12:11 vor 2146 Tagen @ Weiner 796 Views

Meine Vermutung, weil der Infektionszeitraum mit dem Skizirkus zusammen fällt. Viele Menschen aus aller Herren Länder in dicht gedrängten Lokalen bei Apres-Ski, ein Fest für ein 100nm. großes hochinfektiöses Virus. Die meisten noch relativ jung, also viele „stille“ (Super)Verbreiter ohne oder mit wenig Symptomen.
Die Zahl der Toten, oder besser wann fing die deutliche Steigerung der Todeszahlen an, hängt daran, wie schnell das Virus von den „jüngeren“ Skifahrern auf die alte Bevölkerung übertragen wird. Hier liegt Italien vorne mit häufig im Haushalt lebenden alten Menschen, gefolgt von Spanien.

Wir sehen weltweit, wenn erstmal Alters- und Pflegeheime betroffen sind, geht das dort sehr schnell.

Mit freundlichen Grüßen
Christian

Viele Saisonarbeiter aus Italien und Frankreich!

sprit @, Dienstag, 24.03.2020, 15:18 vor 2146 Tagen @ Weiner 810 Views

Immerhin war ja auch Hochsaison.

--
Keine Abmahnung ohne vorherigen Kontakt!

Zahlen lt. Prof. Zimmermann: Mind. 50 Mio Infizierte, davon 2,5 Mio rund 10 Tage auf künstl. Beatmung angewiesen.

Olivia @, Dienstag, 24.03.2020, 15:33 vor 2146 Tagen @ Weiner 790 Views

Die Hochrechnungen der Bundesregierung scheinen Wissenschaftlern bekannt zu sein und vorzuliegen.

...."Die Ressourcen sind begrenzt: Deutschland verfügt aktuell über 28.000 Intensivbetten. Die Personaldecke in den Krankenhäusern ist dünn. Bis zum Ende der Corona-Pandemie prognostiziert die Bundesregierung wenigsten 50 Millionen Infizierte, von denen 2,5 Millionen zum Überleben auf eine rund zehntägige künstliche Beatmung angewiesen sein werden....."

https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/corona-triage-tod-strafrecht-sterben-krankenha...

--
For entertainment purposes only.

Überlebensrate bei Beatmung

Chris11 @, Dienstag, 24.03.2020, 18:09 vor 2146 Tagen @ Olivia 825 Views

Hier geht man von einer 90% Überlebensrate bei intensivmedizinischer Betreuung mit Beatmung aus (0,5 zu 5%) Todesrate.
Gibt es dazu belastbare Zahlen? Die ersten Paper mit 191 Fällen in Wuhan hatten eine viel geringere Überlensrate bei Beatmung mit 1 von 32 intubierten und 2 von 26 mit Sauerstoffmaske die überlebt haben.

Mit freundlichen Grüßen
Christian

Die Ventilation hat auch ohne Infektion hohe Risiken

FOX-NEWS @, fair and balanced, Mittwoch, 25.03.2020, 07:47 vor 2146 Tagen @ Chris11 809 Views

Es besteht die Gefahr, daß die Lunge überdehnt wird mit zusätzlichen Schäden. In den jetzigen Stresslagen ist sicher keine präzise Dauerbeobachtung möglich, was die Mortalität zusätzlich erhöhen dürfte!

Grüße

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Afuera!

Die Schweiz hat zwei grundsätzliche Vorteile

helmut-1 @, Siebenbürgen, Dienstag, 24.03.2020, 11:22 vor 2146 Tagen @ Zürichsee 779 Views

Die Schweiz ist ein kleines Land und nicht EU-verseucht.

Offensichtlich ist da der Verstand noch erhalten geblieben. Ist nicht nur logisch, wie man dort die Sache anpackt, sondern nötigt mir auch Respekt ab.

Die Schweizer und die "Annehmlichkeiten" des Globalismus

Wildheuer @, Schurkenstaat im Herzen Europas, Dienstag, 24.03.2020, 11:56 vor 2146 Tagen @ helmut-1 799 Views

Grüss dich du Siebenbürgener!

Ich muss leider anmerken, auch wenn es fast eine angeborene Ablehnung des EU-Gebildes beim Schweizer durchaus gibt, dass doch grosse Teile der Bevölkerung von den "Annehmlichkeiten" des Globalismus und von den Weltkonzernen befeuerten Konsumismus derart gehirngewaschen und fremdgesteuert sind, dass sie z. B. blind übernehmen, was UNO-Werkzeuge wie gerade in dieser Situation es die vergötterte WHO darstellt, dass wir Schweizer in der Masse noch lange nicht über den Berg der Manipulation sind und der Weg zur Wiederherstellung und Wieder-Errettung der Kultur dieses Alpenvolkes sehr schmerzhaft und steinig wird.

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Gibt es denn keinen Boden auf dieser absurden Welt? Ich dachte wir wären längst aufgeschlagen. --nereus

Saatgutverkaufsverbot: Neuestes Verbrechen in der neueren Schweizer Geschichte

Wildheuer @, Schurkenstaat im Herzen Europas, Dienstag, 24.03.2020, 12:10 vor 2146 Tagen @ Zürichsee 839 Views

bearbeitet von Wildheuer, Dienstag, 24.03.2020, 12:14

Mein werter Zürichsee,

danke für diesen helvetischen Werbespot, wenn ich ihn so bezeichnen darf.

Durchaus gute und besonnene Massnahmen mit Pragmatik und Augenmass.

Das Milizsystem ist ein System und ein Begriff, eine Charakteristik des Funktionierens, nicht bloss auf das Militär bezogen, sondern es erstreckt sich auf viele Bereiche der Gesellschaft, wie z. B. die Besetzung der politischen Ämter in den Einwohnergemeinden, Kirchgemeinden, usw. mit den sog. "Ehrenämtern", wo es, wenn, nur einen symbolischen Stunden- oder Sitzungslohn (Entschädigung) gibt.


Nun, aber zur Anbauschlacht in Zeiten des 2. Weltkriegs, diese Schlacht, die ja gerade in diesem verdeckten (oder im letzten Moment abgesagten) 3. Weltkrieg im Gegensatz zum 2. WK sozusagen mutwillig mit allen Mitteln verhindert wird...: Unglaublich, aber wahr, und selbst erlebt:

In der Landi (einer der grossen, landesweiten Läden für Landwirtschaft- und Gartenbedarf) wurden die Regale mit dem Saatgut und Saatkartoffeln abgesperrt. Es ist der Landi bei Busse bis Fr. 5'000.- verboten, das Saatgut ("und weitere, nicht unmittelbar lebensnotwendige Artikel") zu verkaufen (online, wenn man es weiss, noch bestell- und abholbar).

(Liköre, Schnäpse, Weine, Biere, u. dgl. sind vom Verkaufsverbot interessanterweise nicht belegt.)

Eine solches Saatgutverkaufsverbot, und gegen jeden gesunden Menschenverstand verstossende Regelung, ist ein absolutes Novum in der neueren Schweizer Geschichte. Denn, es wäre kein Problem und keine Ansteckungsgefahr, einkaufende Kunden einzeln an die Regale und einzeln an der Kasse zahlen zu lassen.


Die ausschlagenden Setzkartoffeln verrotten nun womöglich in den abgesperrten Regalen in den Landi-Läden landesweit. Eine "von oben" verordnete Dummheit und ein Verbrechen an der Selbstversorgung der Menschen sondergleichen!

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Gibt es denn keinen Boden auf dieser absurden Welt? Ich dachte wir wären längst aufgeschlagen. --nereus

Tessin = Norditalien

Zürichsee, Dienstag, 24.03.2020, 15:44 vor 2146 Tagen @ Zürichsee 792 Views

bearbeitet von Zürichsee, Dienstag, 24.03.2020, 15:48

Noch ein Wort zu den wirklich prekären Verhältnissen im Tessin:

Im Tessin arbeiten 68'000 Grenzgänger aus Italien. Diese Grenzgänger
haben eine wichtige Funktion, denn ohne diese würde im Tessin das
gesamte Gesundheitswesen still stehen. Unter Berücksichtigung dieser
Rahmenbedingung hat man (zu) lange abgewartet und die Grenze nicht
geschlossen. Heute macht so eine Schliessung auch keinen Sinn mehr,
da der Tessin total durchseucht ist. Ich habe keine genauen Zahlen,
aber ich kann mir schon an den Fingern abzählen, dass der Tessin
mit Abstand die meisten Corona-Infizierten hat, von den Verstorbenen
ganz zu schweigen.

Ich reisse mich mal zu der Aussage hin, dass die Deutschschweiz etwa
die gleichen Verhältnisse hat, wie Österreich.

Schon vor 10 Tagen habe ich mich gefragt, ob eine Schliessung des
Gotthards zielführend wäre. Der Zugverkehr zwischen dem Tessin und
Zürich ist sehr rege und damit lässt man das Einfallstor einfach offen.

Momentan hat der Kanton Tessin ein Arbeitsverbot für nicht im
Gesundheitswesen beschäftigte ausgesprochen. Dies ist eigentlich im
Gegensatz zum Erlass des Bundesrates und wirft rechtliche Fragen auf.
Da könnte sich der Bund aus der Verantwortung stehlen und die gesamten
entstehenden Kosten dem Tessin anlasten. Momentan werden rege Diskussionen
über ein "Krisenfenster" geführt. Das wäre ein Instrument, das vorübergehend
einzelnen Kantonen gewissen Spielraum geben kann, eigene geeignete Lösungen
zu installieren. So wäre es möglich, dem Tessin dieses Arbeitsverbot durch
den Bundesrat zu bewilligen. Für mich wäre dieses "Krisenfenster" eine
wirklich geeignete Massnahme, um so eine Krisensituation pragmatisch und
ohne grossen Aufwand zu bewältigen.

Insgesamt muss ich den Bundesrat, die Behörden und die Menschen in der Schweiz
loben. Das läuft hier alles so ab, wie die Zahnräder in einer Schweizer Uhr.

Vorbildlich. Sowas könnte das RKI doch auch übernehmen. (mT)

DT @, Dienstag, 24.03.2020, 19:21 vor 2146 Tagen @ Zürichsee 801 Views

Bestimmt wurde die Grafik und die schöne Anzeige auch von Freiwilligen programmiert (da steht was von Glückskette).

Wieso kriegt das bei uns niemand hin? Alle sitzen nur im Home office und warten, bis die Politik was macht.

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