Unkraut Garten Problem

EM-Financial @, Deutschland, Sonntag, 22.03.2020, 07:50 vor 2149 Tagen 1741 Views

bearbeitet von EM-Financial, Sonntag, 22.03.2020, 07:56

Hallo,

sicher macht es Sinn dieses Jahr möglichst viel Frischgemüse anzupflanzen.

In einer gewissen Weitsicht, habe ich letztes Jahr ein Gartenhaus an der Ostsee erworben. Primär war der Grund ein Erholungsgrundstück zu haben, das aber weniger als eine Ferienwohnung kostet.

Dennoch möchte ich gerne, auch zur körperlichen Ertüchtigung, dieses Jahr etwas anbauen.

Letztes Jahr hatte ich einige Sachen gepflanzt, konnte aber am Ende nur die Radieschen und ein paar Kartoffeln ernten... Das Problem ist natürlich primär der schon sehr sandige Boden, nahe am Strand.

Sekundär breitete sich natürlich kurz nach Anpflanzung Unkraut aus. Wir haben praktisch täglich das Unkraut gezupft. Aber leider muss ich beruflich jede Woche für einige Tage weg.

Das Resultat ist, dass ich ungefähr alle 6-10 Tage für maximal eine Woche abwesend bin.

Ist in so einem Umfeld überhaupt möglich etwas anzupflanzen und wie sollte man sich vor dem Unkraut schützen?

Bitte entschuldigt meine Anfängerfrage, ich komme mir im Garten bisschen vor, wie vor 25 Jahren als ich meine ersten Aktien gekauft habe [[zwinker]].

Viele Grüße

Hochbeete bauen und möglichst dicht pflanzen

Linder, Sonntag, 22.03.2020, 08:28 vor 2149 Tagen @ EM-Financial 1689 Views

Hochbeete schützen vor übermäßigem Anflug von Samen der Unkräuter, zudem erleichtern sie die Arbeit, schlicht weil es rückenschonender zugeht.
Mit guter Erde befüllt, hast du das Problem des sandigen Bodens umgangen und gleichzeitig den Vorteil nicht so oft gießen zu müssen. Gut, wenn man weiter weg wohnt.

Möglichst dicht pflanzen ergibt zwar Ausschuss beim Saatgut, steigert jedoch den Ertrag und schützt vor Unkrautbewuchs. In die Ecken Schnittlauch, Petersilie, usw. säen, dann musst du dort nicht so oft jäten.

Hie und da am Boden auch etwas Großblättriges pflanzen, wie Rüben und Kürbisse, dann musst du nicht so oft mähen.

--
◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇

Hochbeete brauchen sehr viel Wasser

Plancius @, Sonntag, 22.03.2020, 09:44 vor 2149 Tagen @ Linder 1654 Views

Hochbeete sind in der angesprochenen Situation untauglich.
Sie müssen bei Abwesenheit von Regen praktisch jeden Tag gegossen werden.
Statt Unkraut zu jäten würde praktisch alles verdorren.

Gruß Plancius

--
"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER

Hochbeet Bewässerung

EM-Financial @, Deutschland, Sonntag, 22.03.2020, 09:50 vor 2149 Tagen @ Plancius 1689 Views

Hochbeete sind in der angesprochenen Situation untauglich.
Sie müssen bei Abwesenheit von Regen praktisch jeden Tag gegossen werden.
Statt Unkraut zu jäten würde praktisch alles verdorren.

Gruß Plancius

Besten Dank, die Idee mit dem Hochbeet finde ich sehr spannend. Aber ich dachte, dass das Volumen des Bodens dann zu klein wäre und die Pflanzen dann nicht genug Nährstoffe bekommen, ohne viel Dünger... Aber vielleicht kann man ja bisschen Dünger verwenden?

Eine Idee ist die Kompostierung von Grünzeug, Gemüse/Obst Resten, deren Flüssigkeit man dann auch auffangen kann, um einen Flüssigdünger daraus zu machen. Habe ich mal im Fernsehen gesehen. Wobei dafür Würmer zum Einsatz kommen...

Eine automatische Bewässerung ist natürlich möglich. Entsprechende Zeitschaltuhren und sogar Apps sowie Regensensoren, lohnen sich bestimmt.

Gruß

Hochbeete halten Wasser besser als sandiger Boden

Linder, Sonntag, 22.03.2020, 11:02 vor 2149 Tagen @ EM-Financial 1658 Views

Vorausgesetzt die Schichtung und Erde passt. Schichtaufbau kannst du googeln. Äste, Zweige, Stroh, Erde,...
Zum Bau des Beetes selbst eignen sich mit Noppenflolie (billiger als Teichfolie) ausgeschlagene, zusammengeschraubte Paletten. Es muss kein gekauftes aus dem Baumarkt oder Internet sein.

Automatische Bewässerung okay, aber das ist recht unwirtschaftlich.
Viel wichtiger ist der Standort. Halbschattig bis sonnig, ohne knallige Mittagssonne bis min. 15.00 Uhr. Perfekt ist es, den Schattenwurf eines großen Baumes zu nutzen, indem man das Hochbeet ziemlich genau in Nordsüd-Richtung (eine Linie) platziert.

Habt ihr einen Pferdeliebhaber in der Nähe? Falls ja, hole dort den Mist, das ist der beste Dünger zum untergraben. Frische Erde braucht die ersten Wochen zunächst erst mal gar keinen Dünger. Erst wenn die Pflanzen voll im Saft stehen, kann man ein paar Körner verstreuen.
Und natürlich sollte man nicht dermaßen dicht pflanzen, dass die Blätter schon schimmeln, das versteht sich von selbst, sondern Unkraut nicht mehr Fahrt aufnehmen kann als die Kulturpflanze selbst. Wie beim Durchforsten im Wald, entnimmt man im Laufe der Zeit ca. jede zweite Pflanze, um der nebenan genügen Luft und Licht zum wachsen zu lassen.

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◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇

Frisch ans Werk und auf die Ernte freuen

Hardy, der Student @, Sonntag, 22.03.2020, 08:55 vor 2149 Tagen @ EM-Financial 1660 Views

Moin EM-Financial,

eine Woche Abwesenheit ist wegen Unkraut kein Problem.
Zwar gilt die Regel, dass der Garten in der Wachstumszeit seinen Gärtner jeden Tag sehen will, aber ganz so kritisch ist es zum Glück nicht.
An den Anwesenheitstagen ist dann eben entsprechend mehr zu tun. :-)

Sehr große Hitze plus Trockenheit könnte problematisch werden.

Gibt's bei Dir Wühlmäuse?
Wenn nicht, kannst Du viele Pflanzen mulchen, das unterdrückt das Unkraut und hält feucht.

Zucchini, Tomaten, Paprika, ziemlich pflegeleicht und gute und leckere Ernte, Frost beachten, den können die nicht ab.
Da brauchst Du auch kein perfektes Beet, am Anfang reicht es völlig, wenn die Pflanzstelle sauber ist, im Laufe der Zeit kannnst Du dann immer mehr vom Unkraut befreien.

Mein Garten ist jetzt ein grüner Teppich, den ich dann ganz entspannt im Laufe der nächsten Wochen nach und nach entsprechend bearbeite, wenn mich die Vire nicht niederstreckt.

Vorgestern habe ich mein Lauchzwiebelbeet von der Vogelmiere befreit, die war völlig über das jetzt wachsende Lauch rübergewachsen. Ging recht schnell, und schwupps, schon ist die erste Ernte da.

Freundliche Grüße!

Ich glaube dir kein Wort!

Mephistopheles, Sonntag, 22.03.2020, 09:34 vor 2149 Tagen @ Hardy, der Student 1673 Views

Moin EM-Financial,

eine Woche Abwesenheit ist wegen Unkraut kein Problem.
Zwar gilt die Regel, dass der Garten in der Wachstumszeit seinen Gärtner jeden Tag sehen will, aber ganz so kritisch ist es zum Glück nicht.

Aber nicht wegen dem Unkraut, sondern wegen der Nacktschnecken. Und eigentlich müsste man 2mal hinsehen, am Morgen, bevor die Sonne aufgeht, um die Nacktschnecken einzusammeln und am Abend, wenn sie untergegangen ist.

An den Anwesenheitstagen ist dann eben entsprechend mehr zu tun. :-)

Weniger! Wenn du ein paar Tage nicht da bist, haben die Nacktschnecken sämtliches Gemüse gefressen, was in der Zwischenzeit gewachsen ist.

So ist das, zumindest so lange, bis einer mal einen Roboter erfunden hat, er die Nacktschnecken einsammelt.

Gruß Mephistopheles

Haengt vom Wetter ab

Oblomow, Sonntag, 22.03.2020, 09:48 vor 2149 Tagen @ Mephistopheles 1646 Views

Vergangenes Jahr gab es so gut wie keene Schnecken.

Gruesse
Oblomow

Nacktschnecken habe ich im Bettchen, nicht im Garten

Hardy, der Student @, Sonntag, 22.03.2020, 09:54 vor 2149 Tagen @ Mephistopheles 1654 Views

Moin Mephisto,

mein derzeitiger Wahlspruch:

Lieber Corina im Bett als Corona in der Lunge! [[freude]]

Freilich, die Biester können erheblichen Schaden anrichten, mich haben sie bisher weitgehend verschont.
Dafür ärgern mich halt immer mal wieder die niedlichen Wühlmäuse.

Krautfäule bei den Tomaten reduziert die Erntefreuden auch schon mal beträchtlich.
Ist halt so.

Die letzten 26 Jahre hatte ich aber durchweg mindestens zufriedenstellende Ernten. [[top]]

Brauchste aber nicht zu glauben...

Es reicht mir, wenn ich das weiß. [[freude]]

Schönen Sonntag und freundliche Grüße!

Das, was Linder sagt, ist generell richtig

helmut-1 @, Siebenbürgen, Sonntag, 22.03.2020, 09:03 vor 2149 Tagen @ EM-Financial 1713 Views

bearbeitet von helmut-1, Sonntag, 22.03.2020, 09:06

Hat aber den Nachteil, dass es beim Zusammenwachsen der Pflanzen dann zu wenig Durchlüftung gibt, was zur Pilzanfälligkeit führt.

Mein Rat: Normaler Abstand, Hochbeet ist rückenfreundlich, und abdecken des freien Bodens.
Womit:

- Rindenmulch,

- Auch selbstgehäckselter Gehölzrückschnitt vom letzten Herbst, wenn er über Winter abgelegen ist, damit sich durch den Regen einige Gerbsäuren verabschieden.

- Stroh (macht man sowieso z.B. bei Erdbeeren, damit die Früchte keinen Erdkontakt bekommen)

- Kompost, egal in welcher Form, auch Rasenrückschnitt. Dadurch erzeugt man ein ganz bestimmtes Kleinklima, die Bodenoberfläche trocknet bei weitem nicht so aus, dazu erhöht man den CO²-Austritt direkt an den Pflanzen, wo es auch gebraucht wird.

Was bewirkt das Ganze:

Das Unkraut erstickt, gleich nachdem es gekeimt ist. Betrifft allerdings nur Samenunkräuter. Wurzelunkräuter machen einen unglücklich, weil sie dann noch besser wachsen. Damit meine ich z.B. die Quecke oder die Ackerwinde. Da bleibt nichts anderes übrig, als vor dem Anpflanzen den Boden so tief umgraben und jede Scholle zu zerschlagen, damit man die gut sichtbaren weißen Wurzeln händisch auslesen kann.

Seit einigen Jahren gibt es noch die Plastikalternative, nämlich das Unkrautvlies. Ich bin da sehr skeptisch, inwieweit das im Gemüsebau praktisch ist und ob sich das überhaupt rechnet. Aber probieren kannst Du das ja mal:

https://unkrautvernichter-test.de/unkrautfolie-kaufen/#

Im allgemeinen, wenn der Boden abgedeckt ist, kann man das durchaus durchziehen, das mit den Intervallen, wie Du sie genannt hast. Wenn Du im Herbst alles abgeerntet hast, dann arbeite kräftig Stallmist in den Boden ein, das bringt jeden Sandboden auf Vordermann. Aber nur im Herbst, auf das bevorstehende Frühjahr ausgerichtet, weil frisch eingearbeiteter Mist im Frühjahr bei manchen Gemüsearten resp. deren Schädlingen nicht vorteilhaft ist.

Boden mal sieben

Oblomow, Sonntag, 22.03.2020, 09:15 vor 2149 Tagen @ EM-Financial 1694 Views

Das macht zwar eine Heidenarbeit, lohnt sich aber. Und man lernt mal seine besten Freunde, die Regenwuermer kennen.

Herzlich
Oblomow

Macht ja nur bei Wurzelunkräutern Sinn.

Dieter, Sonntag, 22.03.2020, 10:03 vor 2149 Tagen @ Oblomow 1661 Views

ABer da hätte ich eine bessere und bequemere Idee:

Bei Quecke oder Giersch, die ja beide schwierig sind, einfach für 2-3 Jahre Kartoffeln stecken. Die Kartoffel ist stärker.

Gruß Dieter

Giersch erfolgreichste Methode; habe ich aber schon öfter erwähnt.

Mephistopheles, Sonntag, 22.03.2020, 12:49 vor 2149 Tagen @ Dieter 1654 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Sonntag, 22.03.2020, 12:55

ABer da hätte ich eine bessere und bequemere Idee:

Bei Quecke oder Giersch, die ja beide schwierig sind, einfach für 2-3 Jahre Kartoffeln stecken. Die Kartoffel ist stärker.

Ich esse ihn einfach auf. passt zu sämtlichen Kartoffelgerichten, man kann ihn jung aber auch für den Salat verwenden. Oder Quark, Käse, Hüttenkäse usw. Ist sicher sehr gesund.

Giersch eignet sich aber auch als Kaninchenfutter.

Aber danke für den Tipp mit den Kartoffeln. Wusste ich noch nicht. Dann wird es aber im selben Jahr nichts mit den Tomaten.

Gruß Mephistopheles

Wenn Du großflächig Giersch hast, dann .....

Dieter, Sonntag, 22.03.2020, 14:07 vor 2149 Tagen @ Mephistopheles 1651 Views

reicht Dein Appetit und das der Kaninchen nicht.

Ich hatte mal große Grüne Leguane (ca. 1,50m lang in einem 4m hohem Terrarium), die mochten Giersch auch ganz gerne. Trotzdem reichte deren Appetit und der unserer Familie (für Salat) nicht aus, das Zeug in Grenzen zu halten.

Gruß Dieter

Mindestens ein gesundes Auge+Grabegabel

Oberbayer @, Sonntag, 22.03.2020, 14:24 vor 2149 Tagen @ Mephistopheles 1670 Views

helfen erfolgreich gegen Peden und Giersch.
Zu reinigende Fläche grabegabeltief umgraben und Wurzeln entfernen.
Fläche nicht bepflanzen und alle 14 Tage neu ausgetriebene,übersehene Restwurzeln entfernen.Nach 8 Wochen ist es clean.
2. Methode (geht schneller) die Stelle rigolen (holländern),kann dann gleich wieder für Gemüse genutzt werden.Nachteil:Lockt Wühlmäuse an.

mfG

Sieh der Realität ins Gesicht

Plancius @, Sonntag, 22.03.2020, 09:53 vor 2149 Tagen @ EM-Financial 1664 Views

Als erfahrener Gärtner, der bereits an verschiedenen Standorten in Deutschland einen Garten urbar und bewirtschaftet hat, kann ich Dir folgendes empfehlen.

Möchtest Du Gemüse ernten, braucht der Garten in den Monaten Mai - Juli fast tägliche Pflege und Beobachtung. Und selbst dann können Dir ein Hagelschlag, eine Woche Regen (alles voller Nacktschnecken oder Mehltau), Wühlmäuse, Tauben usw. Deine Bemühungen zunichte machen.

Meine Empfehlung an Dich ist: Pflanze zunächst mal mindestens ein Jahr nur Kartoffeln. Kartoffeln brauchen wenig Pflege und überstehen auch mal eine Woche Trockenheit. Weiterhin unterdrücken Sie den Unkrautbewuchs. Macht man einen Garten urbar, gilt immer die Regel: Kartoffeln machen das Land sauber. Deshalb die ersten 1 - 2 Jahre nur Kartoffeln pflanzen.
Danach kann man Beete anlegen und andere Kulturen einbringen.

Gruß Plancius

--
"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER

Gute Idee

EM-Financial @, Deutschland, Sonntag, 22.03.2020, 10:25 vor 2149 Tagen @ Plancius 1687 Views

Hallo Plancius,

Danke, dann mache ich jetzt das 2. Jahr überwiegend Erd-Früchte wie Kartoffeln und spare mir den Großteil der Arbeit...

Gemüse gibt's auf dem Wochenmarkt immer noch bezahlbar, kommt die Inflation habe ich mein Gold und wenn es zusammenbricht, müssen die Diebe erstmal die Kartoffeln ausgraben, was zu viel Zeit kostet... Zur reinen Kalorienversorgung wird es reichen.

Zwei Apfelbäume gibt es auch noch... Deren Äpfel waren letztes Jahr leider viel zu klein und ohne Ausnahme verwurmt... Mal schauen was man da machen kann.

Gruß

Apfelmus (oT)

Herzdame ⌂ @, Dunkeldeutschland, Sonntag, 22.03.2020, 14:29 vor 2149 Tagen @ EM-Financial 1664 Views

Wurzelunkräuter oder versamte ?

Dieter, Sonntag, 22.03.2020, 10:00 vor 2149 Tagen @ EM-Financial 1685 Views

Hallo EM-Financial,

die Vorgehensweise ist sehr unterschiedlich. Was für Unkräuter hast Du?

Den Ertrag bei sandigen und meist nährstoffarmen Böden könnte man steigern durch das Einbringen von Steinmehl und organischen humusbildenden Düngern (Hornspäne, abgelagerter Mist, etc.)

Beim Mulchen aufpassen: Mulch entzieht bei der Zersetzung dem Boden Stickstoff, was dem Gemüse fehlen könnte. Also vor dem Mulchen einen langanhaltenden Depot-Stickstoffdünger unter dem Mulch zuvor ausstreuen.

Und dann ist es noch eine Frage der Auswahl an Gemüse. Da bin ich aber kein Experte.

Gruß Dieter

Unkrautart Bestimmung

EM-Financial @, Deutschland, Sonntag, 22.03.2020, 10:32 vor 2149 Tagen @ Dieter 1642 Views

Hallo Dieter,

ich habe jetzt das Unkraut nicht direkt geprüft. Es ist eine Art Kraut, sieht aus wie Klee, das innerhalb von 24 Stunden flächendeckend alles besiedelt und dann schon nach 1-2 Tagen 2-3 cm Wurzeln schlägt. Dort wo das war wuchs kein Gemüse mehr, nur noch die Radieschen.

Ich hatte über der Gartenerde ein paar Säcke Blumenerde gelegt und dann so zu Versuchszwecken u.a. Möhren, Zwiebel usw. angepflanzt, also eigentlich nichts was besonders schwer sein sollte.

Gruß

Da gibts eine Kleeart

helmut-1 @, Siebenbürgen, Montag, 23.03.2020, 16:31 vor 2147 Tagen @ Dieter 1638 Views

die fühlt sich gerade auf Sandböden sehr wohl und verbreitet sich auch durch Ausläufer. Weiß nicht mehr, wie das Vieh botanisch heißt, - aber ich erinnere mich an einen Kampf bei einem Kunden.

Mulde und Mulchen und Sand gegen Schnecken

Herzdame ⌂ @, Dunkeldeutschland, Sonntag, 22.03.2020, 10:02 vor 2149 Tagen @ EM-Financial 1701 Views

Wir hatten im Süden Europas das Problem der totalen Trockenheit.
Kaum gegossen, leckte die Sonne alles weg.

Wir haben dann jeder kleinen Pflanze erstmal eine Mulde geformt von ca. 10cm Tiefe und in diese Mulde um die Pflanze drumherum kam dann alles, was sonst auf den Kompost kam, auch stückig.

Zum einen verdorrt das Zeug bei Trockenheit und wird immer kleiner, zum anderen gibt das gleich Nährstoffe und unten drunter bleibt es eine Weile feucht.

Gegen Schnecken habe ich in Deutschland gute Erfahrungen mit einem Ring aus Sand gemacht. Da glitscht keine gern drüber;)

Man kann als Überbrückung weniger Tage auch eine umgedrehte Plastikflasche 1,5L in den Boden stecken neben die Pflanze. Vorher den Boden abschneiden und dann befüllen.
Das klappt zumindest bei großen Kübeln gut, muss man nur abstützen oder tief genug eingraben, ohne zuviele Wurzeln zu zerstören.
Plant man das, was Du ja kannst, setzt man eine Pflanze in den Kübel und die Wasserflasche gleich mit dazu und befüllt dann mit Erde.

Die Panik hat mich erst gelähmt, aber das hat sich gelegt und nun bin ich auch am werkeln, die Tomaten keimen auf der Fensterbank.. Die kommen immer in einen Topf, damit man sie bewegen und vor Regen schützen kann, der sie aufplatzen lässt.

Viel Erfolg!

Herzdame

Gute Ideen: Wie macht man das kostensparend?

EM-Financial @, Deutschland, Sonntag, 22.03.2020, 10:41 vor 2149 Tagen @ Herzdame 1669 Views

Die Idee mit Kübelbepflanzung finde ich auch spannend. Kann man dafür vielleicht diese total günstigen schwarzen Kübel nehmen aus dem Baumarkt, wie sie für Bauarbeiter für Zement genommen werden verwenden? Diese Kübel und Wannen kosten so um 1 Euro und man kann sie vielleicht einen 30 cm tief eingraben oder sie als Hochbeet auf ein Holz-Podest stellen?

Gruß

ja klar:)

Herzdame ⌂ @, Dunkeldeutschland, Sonntag, 22.03.2020, 14:26 vor 2149 Tagen @ EM-Financial 1675 Views

Diese Eimer habe ich auch viel genutzt, Du musst unten Löcher reinbohren für den Wasserablauf, damit die Wurzeln nicht faulen.
So habe ich jede Menge Topinambur gepflanzt, die gibts bei ebay von Privat günstig und sie vermehren sich von alleine. (bei Bedarf gern melden für den Link)

Die Idee mit dem Brett ist genial - danke!

Ich stecke Topis dieses Jahr im Garten überall in die Erde, wo ich keinen Bock zum Sauberhalten habe und Sichtschutz will. Sehen aus wie kleine Sonnenblumen, (manche werden aber auch 2m hoch), und sind nach dem Abtrocknen im Herbst reif.
Grabe nicht alle aus und im nächsten Jahr hast Du wieder volle Ernte.[[applaus]]

LG Herzdame

Das wunderbare an "Töpfen"/"Containern" ist, dass man sie auch in Wohnungen nutzen kann. Auf der Fensterbank oder auf dem Balkon.

Olivia @, Sonntag, 22.03.2020, 11:33 vor 2149 Tagen @ Herzdame 1660 Views

So könnten sich alle Menschen zumindest gewisse Grünpflanzen halten und etwas an Mineralien etc. bekommen. Kressebehälter z.B. kann man überall hinstellen.

Der Umgang mit Pflanzen beruhigt sehr. Auch das dürfte in der kommenden Zeit wichtig werden für unsere Bevölkerung. Zumindest alle, die einen Balkon haben, könnten den sogar recht intensiv für den Anbau von Gemüsepflanzen nutzen. Bei Youtube gibt es viele Videos darüber.

Auch kann man in der jetzigen, "eingeschlossenen" Zeit den Umgang mit Saatgut erlernen und das auch den Kindern beibringen. Die meisten wissen ja gar nicht mehr, wie eine Pflanze wächst.

Auch Kartoffeln soll man sehr gut in Säckchen (die man an die Wand hängen kann) und in Containern anpflanzen. Ich selbst habe das leider nur nicht hingekriegt, aber ich werde es nochmals versuchen.

Hat jemand irgendwelche Erfahrungen mit dem Anfplanzen von Süßkartoffeln?

--
For entertainment purposes only.

Kartoffeln in Säcken

Herzdame ⌂ @, Dunkeldeutschland, Sonntag, 22.03.2020, 14:39 vor 2149 Tagen @ Olivia 1681 Views

hier ist ein guter Beitrag dazu. Bei mir hatte das auch nicht geklappt:/

LG Herzdame

Wunderbares Thema. Bin auch "Experimental-Anpflanzer"...

Olivia @, Sonntag, 22.03.2020, 10:08 vor 2149 Tagen @ EM-Financial 1654 Views

bearbeitet von Olivia, Sonntag, 22.03.2020, 10:14

und möchte das etwas ausbauen. In den letzten Jahren habe ich einige, wenige Dinge in großen Töpfen gezogen (Tomaten, Salat, Gewürze, Kräuter). Mit den Töpfen war ich vor den Nacktschnecken sicherer, weil ich die hochstellen konnte. Großartige Ernten (bis auf die Tomaten) habe ich aber nicht erzielt. Aber immerhin, ich hatte immer ein paar "frische Blätter" im Garten.

Vor zwei Jahren habe ich begonnen, ein Hochbeet anzulegen. Ein Metallbeet, dass ich zusammengebaut und dann gefüllt habe. Ich nutzte es bisher jedoch nur, um ungekochte Gemüseabfälle dort zu entsorgen. Jetzt habe ich mir 480 l Erde bestellt und will einen neuen Versuch starten.

Meine "Töpfe" habe ich bereits gefüllt. Außer den Salaten und Gewürzen habe ich erstmals Knoblauchstecklinge, Karotten und Blumenkohl gepflanzt. Ich bin gespannt ob die etwas werden. Auch Versuche, aus den Zwiebel-Endstücken und Porre-Entstücken neue Pflanzen zu ziehen mache ich nun zum ersten mal. Mein größter Wunsch wäre es, auch Ingwer zum Wachsen zu bringen. Mein Sellerie hat offenbar überwindert und kommt von selber wieder. Genauso das Schnittlauch und etliche Gewürzpflanzen.

Da bei uns gerade wieder Schnee liegt, habe ich die Töpfe in den Wintergarten gebracht... und ihnen ein bißchen die Heizung angemacht :-) Ich hoffe, sie kommen klar, denn draußen hatte es heute morgen sogar Eis.

Da bei uns die Gartenzenter und Baumärkte geschlossen haben, muss ich versuchen, ob ich über den Onlinehandel noch einige andere Pflanzen bekomme. Mit der Erde hat das ganz gut geklappt, hoffentlich kommt sie bald.

Bei youtube habe ich gesehen, dass Leute in den USA auch im Winter bei Schnee in abgedeckten Beeten weiterhin ernten können. Damit möchte ich mich beschäftigen. Dafür hatte ich eigentlich auch das Hochbeet angelegt.

Über jede Anregung und jede Erfahrung, die hier im Forum mitgeteilt wird, würde ich mich sehr freuen.

Meine Experimente mit Kartoffeln (im großen Container) sind nicht berauschend gewesen (nur Miniknöllchen) und die Anpflanzung von Topinambur und Ingwer ist mir auch nicht gelungen.

Oh.... ein paar noch kleine Weidenbäumchen habe ich mir zugelegt. Sehr preiswert, weil sie im Baumarkt fast am Sterben waren. Sie haben sich gut erholt. Ihre Rinde, aus der man Tee machen kann, wirkt wie ein natürliches Aspirin. Leider haben sie im vergangenen Jahr offenbar eine merkwürdige Krankheit bekommen. Die Blätter wurden ganz dünn. Ich habe alles abgeschnitten. Bin gespannt, ob die dieses Jahr wieder normal werden.

Weiß jemand zufällig, was das sein kann?
Meine restlichen Buchsbäumchen sind inzwischen auch "befallen". Meinen Größten habe ich bereits im vergangenen Jahr entsorgen müssen. Kann man gegen den Befall wirklich nichts machen?

--
For entertainment purposes only.

Fang schon mal an mit dem Hochbeet

Dan the Man, Sonntag, 22.03.2020, 10:25 vor 2149 Tagen @ Olivia 1692 Views

Was besseres gibt es nicht. Das Bauen und Befüllen dauert aber etwas.

Bis du damit fertig bist, habe ich auch Bilder, wie man das Nacktschnecken-Problem löst. Gerade gibt es jede Menge Interessenten, die auch sowas wollen ... komisch :-)

Zum Mulchen oder allgemein zum Kompostieren empfehle ich diese Methode:

Everything You Know About Composting is Wrong
https://www.youtube.com/watch?v=n9OhxKlrWwc

Danke, ich baue das schon seit 2 Jahren auf. Richtig klassisch - unten mit Ästen, Blättern, Gras, Pappe etc. etc.

Olivia @, Sonntag, 22.03.2020, 11:24 vor 2149 Tagen @ Dan the Man 1632 Views

Das fällt dann alles wieder ziemlich zusammen. Ich hatte das Beet im letzten Jahr zweigeteilt und wollte nur auf einem Teil etwas anpflanzen und auf den anderen Teil weiter Küchenabfälle werfen. Das Anpflanzen ist mir aber ziemlich vergangen, als ich eines Tages (ich wollte gerade wieder meine kleine Abfallschüssel entsorgen) ein Viech in dem Hochbeet sitzen sah. Grau, ich konnte es gar nicht schnell genug sehen, denn es war schneller weg, als ich denken konnte. Ich dachte nur noch: WIE ist das verdammte Viech durch meinen Kaninchendraht im Boden gekommen. Zuerst dachte ich, das sei eine Maus. Das wäre nicht weiter schlimm gewesen. Später jedoch fürchtete ich, dass es eine Ratte war, denn die war nicht sehr klein.... Das hat mich derartig angeeckelt, dass ich von da an nix mehr getan habe als meinen Küchenabfall obendrauf zu werfen. Etwas Kaminasche habe ich auch draufgeworfen, um dem Viech das Leben zu versauern, falls es nochmals kommen sollte.

Jetzt habe ich mir Erde bestellt und werde das Beet mit Erde auffüllen und es dann mit dem Anpflanzen versuchen. Ein bißchen mulmig ist mir schon. Kann es sein, das sich das "Ding" mitten in meinem Beet ein Nest gebaut hat? Ich habe alles so gut abgesichert von unten mit Kaninchendraht und Steinen. Keine Ahnung, wie das Biest da rein gekommen ist.

--
For entertainment purposes only.

Keine Küchenabfälle!

Dan the Man, Sonntag, 22.03.2020, 12:50 vor 2149 Tagen @ Olivia 1673 Views

(Mein Beitrag sollte eigentlich unter dem Beitrag von EM-Financial erscheinen)

Schlimmer noch als Küchenabfälle sind Küchenabfälle tierischen Ursprungs, Fleisch, Käse, Eier. Sowas zieht alles mögliche Ungeziefer an, egal ob im Hochbeet oder auf dem Komposthaufen.

Für solche Abfälle bietet sich ein geschlossener Kompostwurmbehälter an. Wer es gerne etwas ausgefeilter und aufwendiger mag, kann es auch an die Larven der schwarzen Soldatenfliege verfüttern.

In dem von mir zuvor verlinkten Kompost-Video wird das auch sehr gut erklärt, warum Küchenabfälle nicht auf den Kompost sollen.

Habe ich falsch ausgedrückt: Kommen nur Reste vom Gemüseputzen rein. Sonst nix.

Olivia @, Sonntag, 22.03.2020, 13:14 vor 2149 Tagen @ Dan the Man 1661 Views

Weder Brotreste noch Reste von gekochten Speisen oder Wurst, Fleisch, Eierschalen. Nur das, was man beim Gemüseputzen wegtut und nicht benutzt kommt in das Beet. Noch nicht einmal Bananenschalen oder Schalen von Zitrusfrüchten, wenn die nicht Bio sind.

Deshalb hat mich das Viech ja so sehr gewundert. Keine Ahnung, ob die Salatblätter fressen? Aber dann müßten die ja auch an meine Salatpflanzen in den Töpfen gehen.

--
For entertainment purposes only.

ot: Woanders brennen sie von den Resten Hochprozentiges!

Dieter, Sonntag, 22.03.2020, 14:11 vor 2149 Tagen @ Olivia 1697 Views

Also in Polen, Rußland oder Portugal ist das sicher so üblich. Gemüseabfälle werden neben Obstresten gebrannt und zu Coronazeiten vermutlich besoders gehaltvoll.

Gruß Dieter

ot: Spargel wird bestimmt teuer dieses Jahr.

Dieter, Sonntag, 22.03.2020, 10:16 vor 2149 Tagen @ EM-Financial 1633 Views

Hallo,
bald bricht die Spargel-Zeit an. Da aber vermutlich die Erntehelfer aus Osteuropa in größerer Anzahl fehlen dürften, gehe ich davon aus, daß sich die Ernte schwieriger und teurer gestalten wird.
Sollte die Nachfrage nicht einbrechen, dann gehe ich von stark steigenden Preisen bei fast allen Gemüse- und Obstarten aus, die von Hand geerntet werden müssen.

Gruß Dieter

Dafür wird er frei Haus geliefert

Linder, Sonntag, 22.03.2020, 11:39 vor 2149 Tagen @ Dieter 1647 Views

Von Frau Klöckner. Die Dame will ich nämlich als Erste auf dem Feld sehen.
[[freude]]

--
◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇

oder die Spargelbauern steigen um auf Selbsternter wie bei den Erdbeeren. oT.

Dieter, Sonntag, 22.03.2020, 14:08 vor 2149 Tagen @ Linder 1665 Views

- -

Das Problem wird doch sicher gelöst

helmut-1 @, Siebenbürgen, Sonntag, 22.03.2020, 19:00 vor 2148 Tagen @ Dieter 1635 Views

War doch die Rede davon, dass die Kräfte, die nun ohne Arbeit sind (z.B. aus der Gastronomie, - Köche, Kellner, Barmixer, Animierdamen, - etc.) in der Landwirtschaft einspringen. Mit Sicherheit wird das auf den Spargelfeldern eine unterhaltsame Sache:

https://ibb.co/mtMQkNw

Ich bin für die Umbenennung des Gelben Forums

nemo, Sonntag, 22.03.2020, 14:20 vor 2149 Tagen @ EM-Financial 1683 Views

Das richtige Thema. [[top]]

Als erstes könnte man das Logo ändern in:

Das Gelbe Forum
Selbstversorgung & Gartenbau

Bin selber Anfänger und freue mich auf
interessanten Austausch.

Gruß
nemo

Etwas mehr Mitgefühl bitte

Tempranillo @, Sonntag, 22.03.2020, 14:57 vor 2149 Tagen @ nemo 1691 Views

Das richtige Thema. [[top]]
Als erstes könnte man das Logo ändern in:
Das Gelbe Forum
Selbstversorgung & Gartenbau

Die Beschäftigung mit Themen wie Gartenbau, Coronaviren, Gesundheitstees, Ökologie, Homöopathie und japanischen Kernkrafthavarieen hat den Vorzug, daß man sich nicht mit Fragen befaßt, deren Beantwortung das demokratische und angloamerikanisch orientierte Weltbild zum Einsturz bringen könnten.

Ich freu' mich schon drauf, wenn irgendwann, nachdem es nicht mehr interessant ist, sich monatelang über Schnittlauchtöpfchen am Fensterbrett auszutauschen, natürliche Laxantien besprochen werden.

Diverse Formen der Obstipation scheinen in Deutschland ein größeres Problem zu sein, als man denken würde.

Mit vollempathischen Klistiergrüßen

Tempranillo

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*Die Demokratie bildet die spanische Wand, hinter der sie ihre Ausbeutungsmethode verbergen, und in ihr finden sie das beste Verteidigungsmittel gegen eine etwaige Empörung des Volkes*, (Francis Delaisi).

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