Wenn man dieses Medikament als helfend im Kampf gegen Corona bezeichnet, dann ist das auf viele Weise interpretierbar. Fest steht, die Kubaner haben keinen Impfstoff entwickelt, der entweder nach der Infektion das Virus bekämpft, oder vor der Infektion durch Schutzimpfung gegen diese Infektion schützt.
Die hier angesprochenen Medikamente sind seit Jahren bekannt, auch bei den Chinesen. Hätten die Chinesen da drauf was gegeben, dann hätten die das flächendeckend eingesetzt, gleich nach Ausbruch der Krankheit. Haben sie aber nicht, zumal ja auch (wie im Bericht angesprochen) Nebenwirkungen mitspielen.
Logisch ist, dass RT die Vorzüge des alten Verbündeten in den Himmel hebt, - aber Medikamente, die dazu dienen, die eigene Immunabwehr zu stärken, da gibt es weltweit mehrere. Deshalb kann dieses kubanische Medikament allenfalls als Vorsorge in Frage kommen, sollte es im Herbst zu einem 2. Schub kommen (bei der spanischen Grippe waren es drei Schübe, - Frühjahr 1918, Herbst 1918 und Frühjahr 1919).
Voraussetzung dafür ist aber, dass dieses Medikament noch ausreichend getestet wird, - was bislang ja nicht der Fall ist, wie auch im Bericht steht:
Gabriela Delgado, die Präsidentin der kolumbianischen Gesellschaft für Immunbehandlungen, sagte in einem Radiointerview, dass Interferon zwar einerseits die Abwehrkräfte des Immunsystems steigere, andererseits jedoch manchmal andere Antikörper schwächen könne.