Globale Depression sicher

Chris11 @, Samstag, 21.03.2020, 15:20 vor 2152 Tagen 2252 Views

Gerade werden in den meisten westlichen Ländern flächendeckende shut downs mit Ausgangsperren verhängt. Die kleinem Firmen (KMU) gehen recht zügig bankrott. Die größeren Firmen folgen mit Verzögerung. Nachschuldner müssen zumindest eine kleine Chance haben, Zinns zu erwirtschaften. Das ist in der Umgebung nicht möglich. Was jetzt kommt, ist eine weltweite Zombiwirtschaft.

Da wir ein Börsenforum sind die Frage, wie wird der Reset aussehen?
Was passiert in den nächsten zwei bis fünf Jahren?
Ist der Spuk dann vorbei?

Oder ist es eine Wiederholung von Spanischer Grippe 1918-1920 dann 1923 in Deutschland Hyperinflation 1929 Depression weltweit. Die weitere Geschichte 1933, 1939 1945 ist bekannt.

Diesmal kann man das hoffentlich mal nicht den Deutschen in die Schuhe schieben. Aber wie geht die Nummer nun weiter?
Hat jemand Ideen?

Mit freundlichen Grüßen
Christian

Sie werden es uns in die Schuhe schieben

Tempranillo @, Samstag, 21.03.2020, 15:25 vor 2152 Tagen @ Chris11 2230 Views

Oder ist es eine Wiederholung von Spanischer Grippe 1918-1920 dann 1923 in Deutschland Hyperinflation 1929 Depression weltweit. Die weitere Geschichte 1933, 1939 1945 ist bekannt.
Diesmal kann man das hoffentlich mal nicht den Deutschen in die Schuhe schieben.

Oh doch, man kann. Wer zwei Weltkriege und den Holocaust verbrochen hat, ist auch imstande, die Welt ein drittes mal in den Abgrund zu stürzen.

Aber wie geht die Nummer nun weiter?
Hat jemand Ideen?

Wir werden zahlen, bis wir an den Belastungen krepieren.

Tempranillo

--
*Die Demokratie bildet die spanische Wand, hinter der sie ihre Ausbeutungsmethode verbergen, und in ihr finden sie das beste Verteidigungsmittel gegen eine etwaige Empörung des Volkes*, (Francis Delaisi).

Das sind sehr valide Fragen. (mT)

DT @, Samstag, 21.03.2020, 15:25 vor 2152 Tagen @ Chris11 2217 Views

Ich denke, daß die Reaktion momentan gedrucktes Geld ohne Ende ist. Das wird eine Hyperinflation auslösen. Die Mieten und Löhne werden ersetzt, aber das Geld findet seinen Weg in die Realwirtschaft und macht die Assets (Gold, Edelmetalle, Wohnungen, Grundstücke) noch teurer, vermutlich auch die Aktien. Der normale Arbeiter bekommt aber wenn er Glück hat seinen normalen Lohn oder 80% weiter, die Gehälter werden auch nicht erhöht, vielleicht gibt es eine Lebensmittelpreiskontrolle, aber da Euro und USD gegenüber den Asiaten die schlau waren und eingedämmt haben abwerten, werden die Importe teurer.

Der normale Mann denkt "ich bekomm ja weiter meinen Lohn und kann die Miete weiter zahlen", aber die Assetinflation wird brutal weiter gehen, nochmal wie nach 2008 aber auf Steroiden.

Fazit: nach einer temporären deflationären Kontraktion to da moon.

My 50 cents.

Mach`s gut! Selbsthilfe von unten:

el_mar, Samstag, 21.03.2020, 15:39 vor 2152 Tagen @ Chris11 2237 Views

Mach´s gut: 10 Anregungen für ein besseres Leben

1. Seid freundlich und ausgeglichen, glaubt nicht jeden Mist.
2. Seid friedlich, selbstkritisch aber lasst euch nicht alles gefallen.
3. "Kommt runter", denkt "klein", für eine artgerechte Menschenhaltung.
4. Kauft regional, unterstützt lokale Erzeuger, Hersteller und Handwerker.
5. Ernährt euch mit gesunden, frischen, unbearbeiteten Lebensmitteln
6. Legt euch einen Nutzgarten an. Fangt klein an.
7. Erlernt irgendetwas handwerklich-handfestes.
8. Kooperiert und tauscht mit Gleichgesinnten.
9. Hört auf eure innere Stimme - nicht auf Ideologen und Rattenfänger von rechts und links.
10. Vermeidet Massenkonsum und Massenmedien.

Saludos
el mar

Kommt dann der 'starke' Mann? Wie 1933?.....

ottoasta @, Samstag, 21.03.2020, 16:13 vor 2152 Tagen @ DT 2244 Views

...war ja anfänglich ein Segen, was dann später war...grauslich!

Sollte sowas wiederkommen, hoffenlich hat 'der' dann von 33-45 gelernt!

Aus D kommt vermutlich niemand, hier sind ja überwiegend Weicheier, aber hat denn keiner von euch Russland auf dem Schirm?
Ein Mann wie Putin, wäre das nicht ein Segen für D bzw. EU?

So wie bisher kann es nicht weitergehen, ich bin überzeugt, dass im Hintergrund schon etliches vorbereitet wird. Meine Lebenserfahrung (bin ja schon lange auf der Welt!) sagt es mir schon.

Otto

--
Solange es Schlachthäuser gibt, wird es Schlachtfelder geben.
Tolstoi

Die Krise als Chance - aber nicht für uns

Talleyrand ⌂ @, Samstag, 21.03.2020, 16:19 vor 2152 Tagen @ Chris11 2190 Views

Servus Chris11

Da wir ein Börsenforum sind die Frage, wie wird der Reset aussehen?
Was passiert in den nächsten zwei bis fünf Jahren?
Ist der Spuk dann vorbei?

Oder ist es eine Wiederholung von Spanischer Grippe 1918-1920 dann 1923 in Deutschland Hyperinflation 1929 Depression weltweit. Die weitere Geschichte 1933, 1939 1945 ist bekannt.


Zu Jahresende ist der Spuk vorbei. Die ostasiatischen Ökonomien laufen dann wieder. USA ähnlich. Auch UK (mit dem fähigsten Regierungschef von allen).
Ich sehe die EU dann immer noch in einer Krise, die den Euro sprengen kann.

These: Es wird Währungsräume geben, die sich sehr viel schneller erholen, als andere. Erstere werden sich dann neue Absatzmärkte auf Kosten der anderen erschließen.

D wäre wegen der niedrigen Verschuldung in einer guten Lage, könnte seine Volkswirtschaft relativ glimpflich durch die Krise bringen, und dann von der Krise der anderen profitieren, wie nach 2008. Aber diesmal hängt der Mühlstein der Euro-Krise und der eigenen Bankenkrise am Hals.
Und ich vermute, die deutsche Politik wird beim Euro "All in" gehen, d.h. es gibt kein Ende mit Schrecken, sondern wir werden jahrzehntelang dahinsiechen. Vermutlich Verstaatlichungen, Stamokap, schließlich offener Sozialismus.

Gruß
T

--
https://talleyrandssudelbuch.art.blog

Schweizer Modell

Realist, Samstag, 21.03.2020, 16:24 vor 2152 Tagen @ Chris11 2219 Views

Die kleinem Firmen (KMU) gehen recht zügig bankrott. Die größeren Firmen folgen mit Verzögerung. Nachschuldner müssen zumindest eine kleine Chance haben, Zinns zu erwirtschaften. Das ist in der Umgebung nicht möglich. Was jetzt kommt, ist eine weltweite Zombiwirtschaft.

Guten Tag

Gestern hat unsere Regierung (Bundesrat) beschlossen, dass ein 42 Milliarden-Paket geschnürt wird, um die Wirtschaft auf dem Stand vor Corona zu erhalten.

Ein wesentlicher Punkt ist, dass jedes einzelne Unternehmen, egal wie klein oder gross, ab nächstem Donnerstag zu seiner Hausbank gehen kann, und einen Maximalkredit von 500'000 Schweizer Franken beziehen darf. Die Bürgschaft übernimmt der Bund. Bei grösseren Unternehmen ist der Kreditrahmen um ein Vielfaches höher, wobei der Bund nicht die volle Bügrschaft übernimmt.

In der Schweiz kann man somit sagen: Kleine und mittlere Unternehmen sind einstweilen gerettet. Zusammen mit der Kurzarbeit sowie anderen Massnahmen sollte es zu wenigen Entlasssungen und zu keinen Betriebsaufgaben kommen.

So geht Krisenmanagement.

Und nicht vergessen: Die Corona-Krise wird sich auf die eine oder andere Art von selbst auflösen. Entweder mittels Impfung oder mittels Herdenimmunität (mit vielen Toten).

Grüsse aus einem völlig überlasteten Onlinebetrieb
Realist

Na und da sind sie auch schon: die Euro-Bonds. Jetzt genannt "Corona Bonds". (mTuL)

DT @, Samstag, 21.03.2020, 16:26 vor 2152 Tagen @ ottoasta 2254 Views

bearbeitet von DT, Samstag, 21.03.2020, 16:33

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/europaeer-sollen-zusammen-eine-billion-euro-...

Europäer sollen sich zusammen eine Billion Euro leihen

"Die Star­ken müs­sen den Schwa­chen hel­fen", fordern deutsche Ökonomen in einem Appell. Um die Lasten der Coronakrise zu schultern, sollen sich die Euroländer endlich über eine gemeinsame Anleihe verschulden - ähnlich wie einst in der Ölkrise.

ie fordern, dass die Län­der der Eu­ro­zone "be­grenzt auf diese Krise Ge­mein­schafts­an­lei­hen in Höhe von 1000 Mil­li­ar­den Euro emit­tie­ren", was rund acht Pro­zent der gemeinsamen Wirtschaftsleistung entspreche.

Jaja, begrenzt auf DIESE Krise. Wenn der Geist erstmal aus der Flasche ist...

Deutsche Sparer, jetzt rettet Ihr doch noch die Unicredit & Co...

Hüther, Bofinger & Co.

https://zeitung.faz.net/faz/wirtschaft/2020-03-21/139231512034f9e1cd1211ce1871a646/?GEP...

Und weiter unten ist die Katze dann aus dem Sack: es geht darum, die BANKEN zu stabilisieren, Bailout II, die Milliardenboni der korrupten Banker werden wieder mal auf den europäischen Steuerzahler abgeschoben:

"Schließlich werden größere Ressourcen erforderlich sein, um ein Sicherheitsnetz für die Banken der Eurozone aufzuspannen. Hier kann auf existierende Institutionen wie den ESM und deren Expertise zurückgegriffen werden. Dabei geht es darum, dass ausreichend Mittel für die Rekapitalisierung von Banken vorhanden sind. Die hierfür verfügbaren Mittel des ESM sollten von 60 Milliarden auf 200 Milliarden Euro aufgestockt werden, was in etwa 50 Prozent der Marktkapitalisierung der Banken der Eurozone entspricht. Dies würde dazu beitragen, dass keine Zweifel an der Solidität der Banken aufkommen. "

Deutsche Bank, CoBa, etc. STRONG BUY! Ich sage Deutsche Bank 10 voraus! Noch könnt Ihr bei unter 6 einsteigen, das wären 66% Gewinne...

Na und die "EU-Kommission" unter Flinten-Uschi wills ja jetzt auch schon:

https://zeitung.faz.net/faz/wirtschaft/2020-03-21/eu-kommission-will-corona-eurobonds/4...

Da haben wir die letzten 5 Jahre unter dem Rollcommander aber umsonst die schwarze Null geschoben und unsere Bürger umsonst einer immer weiteren zerfallenden Infrastruktur und neue Sparmaßnahmen und Reparationen ausgesetzt. Party wäre angesagt gewesen, denn jetzt retten alle Alle! Chapeau an Dottore (ich hoffe, er ist noch einigermaßen fit)! Und es war Party, und der Deutsche Steuerzahler darf für das Besäufnis der Südländer zahlen. Wen juckt jetzt noch Target II... Aber die Südländer haben wenigstens schöne neue Hochgeschwindigkeitsbahnen, neue SBahnen, neue Unis und Schulen, und den Bürgern gehören ihre Häuser. Wir die zahlen dürfen, stehen vor dem Scherbenhaufen der Rautenfxxxx und des Rollcommanders, der schwarzen Null.

Zuschüsse und staatl. Beteiligung

Talleyrand ⌂ @, Samstag, 21.03.2020, 16:31 vor 2152 Tagen @ Realist 2198 Views

Servus Realist

Gestern hat unsere Regierung (Bundesrat) beschlossen, dass ein 42 Milliarden-Paket geschnürt wird, um die Wirtschaft auf dem Stand vor Corona zu erhalten.

Ein wesentlicher Punkt ist, dass jedes einzelne Unternehmen, egal wie klein oder gross, ab nächstem Donnerstag zu seiner Hausbank gehen kann, und einen Maximalkredit von 500'000 Schweizer Franken beziehen darf. Die Bürgschaft übernimmt der Bund. Bei grösseren Unternehmen ist der Kreditrahmen um ein Vielfaches höher, wobei der Bund nicht die volle Bügrschaft übernimmt.

Sowas ähnliches hat ja der deutsche Finanzminister, vor allem aber Söder am Freitag angekündigt. Es geht eben auch in den Bereich Zuschüsse, Staatsbeteiligungen hinein.

Söder hat sich zusätzlich profiliert, indem er das Thema feindliche Übernahmen angesprochen hat. Daß also geschwächte, vielleicht illiquide Unternehmen jetzt von ausländischen Konzernen aufgekauft werden können.
Söder hat angekündigt, daß bayrische Staat das verhindern wird, notfalls indem der Staat zeitweilig als Miteigentümer einsteigt.

Es gibt also auch hier Leute, die das Richtige machen.
Das Problem Deutschlands ist das zusammenkrachende Euro-Land. Das wird D mit in den Abgrund reißen, weil die Politik sich nicht vom Euro lösen wird.

Gruß
T

--
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Nachfrage zu den (unbegrenzten) Krediten

Athen @, Samstag, 21.03.2020, 16:32 vor 2152 Tagen @ Realist 2231 Views

Hallo Realist,

Ein wesentlicher Punkt ist, dass jedes einzelne Unternehmen, egal wie klein oder gross, ab nächstem Donnerstag zu seiner Hausbank gehen kann, und einen Maximalkredit von 500'000 Schweizer Franken beziehen darf. Die Bürgschaft übernimmt der Bund. Bei grösseren Unternehmen ist der Kreditrahmen um ein Vielfaches höher, wobei der Bund nicht die volle Bügrschaft übernimmt.

In der Schweiz kann man somit sagen: Kleine und mittlere Unternehmen sind einstweilen gerettet. Zusammen mit der Kurzarbeit sowie anderen Massnahmen sollte es zu wenigen Entlasssungen und zu keinen Betriebsaufgaben kommen.

So geht Krisenmanagement.

Was ich noch nicht verstanden habe: Wie sollen denn die Unternehmen die Kredite je zurückzahlen? Wenn viele Unternehmen heute schon geringe Margen haben und die "Zombieunternehmen" den Markt nicht verlassen müssen, wo sollen dann die Erträge für die zusätzlichen Kredite herkommen? Da, wo es lediglich Liquiditätsengpässe gibt, werden diese Kredite bestimmt helfen, aber das trifft ja sicher nicht auf quasi alle Unternehmen zu. Am Beispiel Airlines dürfte das sofort schlüssig sein.

Beste Grüße
Athen

PS: Die Alternative, alle Unternehmen insolvent gehen zu lassen, ist natürlich auch nicht erstrebenswert. Die Banken werden wohl wieder nicht den Selektionsprozess leiten können, wenn sie wieder mal den Interbankenhandel trocken legen (ist das schon der Fall?). Wie könnte eine pragmatische Lösung aussehen?

Tolle Liste der Lebensklugheit. Vielen Dank. Das drucke ich mir aus

Oblomow, Samstag, 21.03.2020, 16:39 vor 2152 Tagen @ el_mar 2171 Views

10b. Lest mal wieder ein gutes Buch der Weltliteratur. Oder ein gedicht von Hölderin, der heute seinen 250sten Geburtstag hat.

https://www.textlog.de/17865.html


Das fröhliche Leben

Wenn ich auf die Wiese komme,

Wenn ich auf dem Felde jetzt,

Bin ich noch der Zahme, Fromme,

Wie von Dornen unverletzt.

Mein Gewand in Winden wehet,

Wie der Geist mir lustig fragt,

Worin Inneres bestehet,

Bis Auflösung diesem tagt.

O vor diesem sanften Bilde,

Wo die grünen Bäume stehn,

Wie vor einer Schenke Schilde

Kann ich kaum vorübergehn.

Denn die Ruh an stillen Tagen

Dünkt entschieden trefflich mir,

Dieses mußt du gar nicht fragen,

Wenn ich soll antworten dir.

Aber zu dem schönen Bache

Such' ich einen Lustweg wohl,

Der, als wie in dem Gemache,

Schleicht durchs Ufer wild und hohl,

Wo der Steg darüber gehet,

Geht's den schönen Wald hinauf,

Wo der Wind den Steg umwehet,

Sieht das Auge fröhlich auf.

Droben auf des Hügels Gipfel

Sitz' ich manchen Nachmittag,

Wenn der Wind umsaust die Wipfel,

Bei des Turmes Glockenschlag,

Und Betrachtung gibt dem Herzen

Frieden, wie das Bild auch ist,

Und Beruhigung den Schmerzen,

Welche reimt Verstand und List.

Holde Landschaft! wo die Straße

Mitten durch sehr eben geht,

Wo der Mond aufsteigt, der blasse,

Wenn der Abendwind entsteht,

Wo die Natur sehr einfältig,

Wo die Berg' erhaben stehn,

Geh ich heim zuletzt, haushältig,

Dort nach goldnem Wein zu sehn.


Herzlich
Oblomow

Wer sind die Hintermänner?

SevenSamurai @, Samstag, 21.03.2020, 16:43 vor 2152 Tagen @ Chris11 2190 Views

Hier scheint ja Konsens zu herrschen, dass der jetzige Zustand/Ausnahmezustand zu einem mehr an Zentralisierung und zu einem mehr an Global Governance führen soll. Als Ziel die Eine-Welt-ReGIERung und der erneute Bail-out für die Verschwender in den Vorständen der Grosskonzerne.

Der Corona-Virus ist da nur ein Vorwand.

Das würde auch erklären, warum zuerst abgewiegelt wurde und jetzt auf die Tube gedrückt wird: Um die Panik noch weiter zu verstärken.

Die Frage ist:

Wer sind die Hintermänner?

Denn ganz offensichtlich sind ALLE Staaten jetzt auf diesen Kurs eingeschwenkt, also die EU, Kanada, USA, UK, aber auch ein Staat wie die Schweiz, die doch sonst immer so auf Unabhängigkeit bedacht ist.

Klar ist jetzt auch, dass die AfD nur dazu gedient hat, den Frust über die Flüchtlinge zu kanalisieren. Jetzt spielt sie keine Rolle mehr, wie auch die Kommunalwahl in Bayern gezeigt hat. Die Schuldzuweisung wegen Hanau haben ihr den Rest gegeben.

Also: Wer sind die Hintermänner?

Wie schafft man es, ALLE Politiker, auch Trump, dazu zu bekommen, jetzt auf diesen Kurs einzuschwenken?

Ist die Bill and Melinda Gates Foundation alleine schon so mächtig?

--
"Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte:
weil sie damals (...)."
Henryk Broder

Aus dem antiken Griechenland kommen immer noch die besten Fragen. ;-)

nereus @, Samstag, 21.03.2020, 17:25 vor 2152 Tagen @ Athen 2232 Views

Danke für diesen ausgesprochenen Realitätsbezug. [[top]]

Hallo Athen!

Du fragst: Was ich noch nicht verstanden habe: Wie sollen denn die Unternehmen die Kredite je zurückzahlen?

Das ist 1 Millionen Dollar-Frage?
Solche Fragen dürfen aber im aktuellen Krisenmanagement nicht gestellt werden.
Jetzt werden erst einmal die Milliarden und die Billionen „verteilt“.

Wenn viele Unternehmen heute schon geringe Margen haben und die "Zombieunternehmen" den Markt nicht verlassen müssen, wo sollen dann die Erträge für die zusätzlichen Kredite herkommen?

Wie kannst Du es wagen solche unverschämten Fragen zu stellen?
Wir können Krise – koste es, was es wolle. [[zwinker]]

PS: Die Alternative, alle Unternehmen insolvent gehen zu lassen, ist natürlich auch nicht erstrebenswert.

Da ist natürlich etwas dran.

Wie könnte eine pragmatische Lösung aussehen?

Zuerst ist das Trennbanken-Gesetz wieder umzusetzen.
Spekulanten dürfen gerne spekulieren, aber komplett auf eigene Rechnung.
Wer sich verzockt, muß untergehen .. oder darf sich auch gerne für eine vorübergehende Zeit in Schuldknechtschaft begeben. [[zigarre]]

Das weltweite Finanz-Casino hat das Schuldenturm-Problem deutlich verschärft und hier muß endlich die Machete in den Dschungel mit den giftigen Vipern sausen.

Dann würde ich das Aktienkapital in entscheidender Höhe auf die Firmenbeschäftigten umlegen, z.T. als kleiner Lohnanteil und als Altersvorsorge. Es muß zwischen Aktionären und Firmen wieder natürliche Verbindungen her, so daß langfristige Interessenausgleiche möglich sind.
Das dürfte auch die elende Zockerei erheblich mäßigen.

Dann muß Steuergerechtigkeit her.
Es kann nicht sein, dass Kapitaleinkünfte niedriger besteuert werden als Arbeitseinkünfte.

Ebenso wäre eine Einkommensbegrenzung nötig, also z.B. daß die Geschäftsleitung nicht mehr als das 10- oder 15-fache des Durchschnittsverdienst aller Firmenangestellten beziehen darf – quasi als Ethik-Regel des Managements.
Wenn in einer Firma 3.150 € (jetzt nur als Beispiel) dem Durchschnittsverdienst entsprechen, dann können den Chefs maximal 31.500 bis 47.250 € je Monat gezahlt werden
Dann werden diese weder verhungern noch vor den Eingangstüren der Konsumtempel um milde Gaben betteln müssen.
Steigt das Durchschnittseinkommen, steigt auch der Spitzenverdienst, sinkt das Einkommen bekommen auch die „Potzöbersten“ weniger.

Und – gaaanz wichtig – Politniks und CEOs müssen endlich für ihre Entscheidung haften!

Eine Korruptionsbehörde fände ich auch nicht übel, aber

Das soll vorerst genügen. [[freude]]

mfG
nereus

Was kostet der €?

el_mar, Samstag, 21.03.2020, 17:35 vor 2152 Tagen @ DT 2186 Views

originelle Ideen

Talleyrand ⌂ @, Samstag, 21.03.2020, 17:49 vor 2152 Tagen @ nereus 2202 Views

Danke für diesen ausgesprochenen Realitätsbezug. [[top]]

Hallo Athen!

Du fragst: Was ich noch nicht verstanden habe: Wie sollen denn die Unternehmen die Kredite je zurückzahlen?

Das ist 1 Millionen Dollar-Frage?
Solche Fragen dürfen aber im aktuellen Krisenmanagement nicht gestellt werden.
Jetzt werden erst einmal die Milliarden und die Billionen „verteilt“.

Möglicherweise ist eine Rückzahlung kein Problem, wenn durch Inflationierung die reale Schuldenlast gering ist.


Das weltweite Finanz-Casino hat das Schuldenturm-Problem deutlich verschärft und hier muß endlich die Machete in den Dschungel mit den giftigen Vipern sausen.

Dann würde ich das Aktienkapital in entscheidender Höhe auf die Firmenbeschäftigten umlegen, z.T. als kleiner Lohnanteil und als Altersvorsorge. Es muß zwischen Aktionären und Firmen wieder natürliche Verbindungen her, so daß langfristige Interessenausgleiche möglich sind.
Das dürfte auch die elende Zockerei erheblich mäßigen.

Soso, die elende Zockerei. Und was machst Du, wenn ein Unternehmen bankrott geht? Dann verlieren die Beschäftigten nicht nur ihren Arbeitsplatz, sondern auch noch ihr Aktienvermögen.
Nein, so geht das nicht.
Viel wichtiger ist, daß das Management nicht im Angestelltenverhältnis steht. Also entweder sehr lang laufende Verträge, am besten aber Miteigentümerschaft des Managements. Dann werden die keinen Unsinn mit dem Unternehmen anstellen, schließlich trifft es dann ihr eigenes Vermögen.

Dann muß Steuergerechtigkeit her.
Es kann nicht sein, dass Kapitaleinkünfte niedriger besteuert werden als Arbeitseinkünfte.

aber meine Kapitaleinkünfte sind ja bereits mehrfach versteuert. Erst arbeite ich dafür und zahle Steuern. Dannn kaufe ich mir Aktien. Mache ich Gewinne, will der Staat seinen Anteil. Mache ich Verluste, hält der Staat sich raus. Warum?

Ebenso wäre eine Einkommensbegrenzung nötig, also z.B. daß die Geschäftsleitung nicht mehr als das 10- oder 15-fache des Durchschnittsverdienst aller Firmenangestellten beziehen darf – quasi als Ethik-Regel des Managements.

Man sollte die Geschäftsleitung mit Aktien bezahlen, dann ist ihnen am langfristigen Erfolg gelegen.

Wenn in einer Firma 3.150 € (jetzt nur als Beispiel) dem Durchschnittsverdienst entsprechen, dann können den Chefs maximal 31.500 bis 47.250 € je Monat gezahlt werden

Dann bekommen diese Unternehmen wahrscheinlich die Minderleister und Ladenhüter unter den Managern. Ein Rezept fürs Desaster.
Das ist wie wenn du deinem Lieblings-Fußballclub vorschreibst, seine Spieler und Funktionäre dürfen nur noch das x-fache der Vereinsmitglieder verdienen. Dann landest Du halt in der C-Klasse, oder vor dem Insolvenzverwalter.


Und – gaaanz wichtig – Politniks und CEOs müssen endlich für ihre Entscheidung haften!

Aber wie?

--
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Putin liebt die Einwohner Russlands und versucht Gefahren von ihnen abzuwenden

Oberbayer @, Samstag, 21.03.2020, 18:08 vor 2152 Tagen @ ottoasta 2186 Views

Darunter leidet natürlich der Lebensstandard in Russland,er macht sich so auch Feinde im Inneren.
Sein Vertrauen zu Nabiullina scheint grenzenlos,obwohl sie ein Neocon ist.Schau dir nur das aktuelle Verhältnis des Rubels zum USD an.Russland ist unermesslich reich an Rohstoffen.Der Rubel würde so ziemlich die härteste Währung der Welt sein,wenn man ihn mit einem Rohstoffkorb zementieren würde.
Es hat gefühlt ewig gedauert,bis Putin den völlig unfähigen Medwedew entmachtet hat.
Auch in der Frage der Korruption russischer Funktionäre und der Verschiebung der Dollar-Vermögen russischer Oligarchen ins westliche Ausland sieht er recht blass aus.
Ein Mann,der den Lebensstandard aller Russen verbessern will-ist er also nur bedingt.

Der letzte Schwarze Schwan

Dionysos @, Samstag, 21.03.2020, 18:28 vor 2152 Tagen @ Chris11 2220 Views

Was passiert in den nächsten zwei bis fünf Jahren?
Ist der Spuk dann vorbei?

Hallo Chris11,

einen Schwarzen Schwan, den außer Dauerunker W.E. kaum jemand auf dem Radar hat, sind Merkels Schläfer. Ich fürchte, wenn dieser Corona-Zirkus vorüber ist, kommen die auf den Plan. Das werden auch keine Amateure wie bisher sein. Wenn schon Murphys Gesetz zuschlagen wird, dann richtig. Prävention ist das Gebot der Stunde. Es ist so einfach, Kursziele auf einem Chart auszusprechen, aber die Story dahinter kann sehr hässlich sein.

Der 16.03.2020 wird vermutlich der letzte Tag gewesen sein, an welchen man zu günstigen Konditionen bedrucktes Papier per Tafelgeschäft tauschen konnte.

Gruß
Dionysos

--
Armut schafft Demut, Demut schafft Fleiß, Fleiß schafft Reichtum,
Reichtum schafft Übermut, Übermut schafft Krieg, Krieg schafft Armut.

Das war sowieso ueberfaellig, Corona nur der Ausloeser, aber nicht die Ursache

CalBaer @, Samstag, 21.03.2020, 18:44 vor 2152 Tagen @ Chris11 2168 Views

A record number of 219 CEOs stepped down in January
https://www.cnbc.com/2020/02/12/rapid-ceo-turnover-continues-with-a-record-number-of-to...

Die CEOs hatten den Startschuss nur rechtzeitig gehoert.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Versailler Vertrag NT

Chris11 @, Samstag, 21.03.2020, 18:57 vor 2152 Tagen @ DT 2228 Views

Na dann hat der neuer Versailler Vertrag NT (Neue Technologie) auch schon einen Namen. Eurobonds, der starke bürgt und zahlt für alle.
Natürlich nur einmalig und kurzfristig ähnlich wie der Soli.

Mit freundlichen Grüßen
Christian

Ich sage Deutsche Bank 10 voraus! 

Linder, Samstag, 21.03.2020, 19:19 vor 2152 Tagen @ DT 2210 Views

Ich sage: Wer jetzt noch eine DB-Aktie kauft und glaubt sie werde auf 10€ (nach heutigem Wert) steigen, der hat Lack gesoffen.

Mit dieser Einschätzung wirst du genauso daneben liegen, wie mit den Phantasiezahlen bezüglich Corona-Toten. Die DB ist heute bereits ein Zombie und der aktuelle Kurs massiv überbewertet. Sie wird verstaatlicht und die Anteilseigner komplett enteignet.

--
◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇

Alles andere als Konsens

Linder, Samstag, 21.03.2020, 19:28 vor 2152 Tagen @ SevenSamurai 2208 Views

Hier scheint ja Konsens zu herrschen, dass der jetzige Zustand/Ausnahmezustand zu einem mehr an Zentralisierung und zu einem mehr an Global Governance führen soll. Als Ziel die Eine-Welt-ReGIERung und der erneute Bail-out für die Verschwender in den Vorständen der Grosskonzerne.

Der Corona-Virus ist da nur ein Vorwand.

Corona als Vorwand, ja, aber beim Rest bin ich konträrer Meinung.
Was hast du die letzte Woche noch aus Brüssel gehört?
Ich nix!
Haben die Länder, als sie die Grenzen dicht machten, das mit der EU abgesprochen?
Schweigen im Walde diesbezüglich in den Medien.

Die EU ist im Grunde schon tot, das hat vor lauter Corona-Hysterie und Klopapier-Panikkauf nur kaum einer mitbekommen.

--
◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇

Honi soit qui mal y pense

Heraklit @, Samstag, 21.03.2020, 19:36 vor 2152 Tagen @ Chris11 2190 Views

Im Herbst stiegen die Zinsen am US-Repomarkt auf 10%, worauf die FED die Geldschleusen öffnete. Dieses medial aufgebauschte Virus ist nun ein willkommener Anlass, noch mehr Geld in die Märkte (insbesondere den Markt für Staatsanleihen) zu pumpen, um sich selbst den Hintern zu retten und die Zinsen am Boden zu halten. Zusätzlich wird die Bevölkerung mit allerhand Maßnahmen schikaniert: So werden Ausgangssperren verhängt, Edelmetallhändler dicht gemacht und Bargeld schlecht geredet, da es einen Transmitter für Viren darstellen soll.

--
Quidquid agis, prudenter agas et respice finem

Nächste Schritte ...

Heraklit @, Samstag, 21.03.2020, 19:39 vor 2152 Tagen @ Heraklit 2231 Views

Die Methoden der Zentralbanken wirken nicht mehr, die Geldflut wird zu steigenden Zinsen und zur Inflation führen. Wir stehen vor dem Platzen der staatlichen Anleihenblase und einer weltweiten Währungskrise.

--
Quidquid agis, prudenter agas et respice finem

1,95583DM

Mephistopheles, Samstag, 21.03.2020, 20:04 vor 2152 Tagen @ el_mar 2169 Views

Markus Wolf: Derivateblase ist geplatzt. Weltweiter orchestrierter Systemcrash (mV)

bürgermeister @, Samstag, 21.03.2020, 20:57 vor 2152 Tagen @ Chris11 2301 Views

Hallo Zusammen,

hier ein Link zum Interview von Ernst Wolf mit einer Einschätzung des Aktuellen, die ich genau so vermute.

Derivate Blase geplatzt
Folge totaler Banken- und Systemcrash
Rolle der WHO
Rolle der Stiftungen
Corona als Trigger
Orchestrierter weltweister Systemzusammenbruch
Koordinierte Insider Leerverkäufe bei VW (Dienstags Ankündigung von Werksstillegungen)
Amazon Masseinstellungen
Folge von Helikoptergeld: Hyperinflation, Massenenteignungen, Währungsreform.


Gruß bm

--
Die besten Q drops sind noch nicht gelutscht.

Offener Sozialismus

Linder, Samstag, 21.03.2020, 21:14 vor 2152 Tagen @ Talleyrand 2200 Views

Aber diesmal hängt der Mühlstein der Euro-Krise und der eigenen Bankenkrise am Hals.
Und ich vermute, die deutsche Politik wird beim Euro "All in" gehen, d.h. es gibt kein Ende mit Schrecken, sondern wir werden jahrzehntelang dahinsiechen. Vermutlich Verstaatlichungen, Stamokap, schließlich offener Sozialismus.

Hätte ich bis vor Kurzem evtl. noch unterschrieben, jetzt jedoch nicht mehr, dafür ist die letzten Wochen zu viel passiert.

Demnächst heißt es wieder "Sofort, unverzüglich." und kaum einer checkt was wirklich Sache ist. Nur, dass dieses mal keine Mauer fällt, sondern Zäune aufgebaut werden.
Die Südländer werden vermutlich den Anfang machen, denn die haben die Nase gestrichen voll von der Diktatur Merkel.
In 2 Jahren gibt es keinen € mehr.

--
◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇

Huch, die Stasi mischt auch mit?

Zweistein, Samstag, 21.03.2020, 22:14 vor 2152 Tagen @ bürgermeister 2340 Views

Markus Wolf, da war doch was? Jaja, freudsche Versprecher entlarven manchmal.

Wer hat denn Interesse an einer DEDE?

Jacques, Samstag, 21.03.2020, 22:40 vor 2152 Tagen @ Chris11 2181 Views

bearbeitet von Jacques, Samstag, 21.03.2020, 22:53

Niemand. Können die ZB‘s eine solche Situation verhindern? Ja, das wurde mehrfach bewiesen.
Selbst wenn China alle Unterhosen der Amis verkauft, die FED und zugewandte kaufen alles auf.
Die Bilanz kann Mal um Mal verlängert werden, es stört keine Sau mehr.

Corona - 3 Monate Chaos und die Uhren weltweit neu justiert und weiter geht die Junk Partie.
Die Süchtigen stellen ihr Heroin in Wachphasen jeweils in Superdosen für die nächsten Schüsse selbst her.

Entzug? Ein Junkie mit eigener Chemieküche? Never ever.

Was den Irrsinn stoppt? Krieg? Am ehesten. Will das jemand? Nein.

Habe gute Erfahrung mit Deinen Leitlinien gemacht.

Dieter, Samstag, 21.03.2020, 23:14 vor 2152 Tagen @ el_mar 2207 Views

Hallo el_mar,

alle 10 Punkte lebt man in Gesellschaften, die "rückständiger" sind als wir es in der BRD oder aus den "Hauptstädten" der Welt kennen.

Aus eigener Beobachtung, wenn wir jährlich für einige Monate in Portugal verweilen auf unserem Acker ohne Internet, ohne Telefon, ohne Fernseher, aber mit portug. Nachbarn, einem Cafe zum Gedankenaustausch in der Nähe, regionale landw. Produkte von fantastischer Qualität und ein freundliches herzliches Miteinander.

Das sind die Bestandteile, die Körper und Seele gesunden lassen.

Und ich bin sicher, ähnliches kann man überall, in jedem Land finden, wenn man danach sucht und dazu beiträgt. Nur in den Städten ist es schwierig, auf dem Land viel einfacher.

Gruß Dieter

Uuups... Danke! Ernst Wolf natürlich(oT)

bürgermeister @, Samstag, 21.03.2020, 23:45 vor 2152 Tagen @ Zweistein 2186 Views

..

--
Die besten Q drops sind noch nicht gelutscht.

Hallo Linder, da kannst Du recht haben. (mT)

DT @, Sonntag, 22.03.2020, 00:28 vor 2152 Tagen @ Linder 2197 Views

Bei der Coba lief es ja ähnlich.

In den neuen Meldungen über den 600 Mrd Rettungsfonds ist von Teilverstaatlichungen die Rede, sicher bei der Lufthansa:
https://www.welt.de/politik/deutschland/article206708717/600-Milliarden-Paket-soll-Gros...

Dort steht aber, daß Banken explizit ausgenommen sind.
"Finanzkonzerne allerdings fallen nicht unter diesen Rettungsschirm."

Wer's glaubt!

Wer sind denn die, die am ehesten darunter fallen?

Sicher die Lufthansa,
was ist mit dem Daimler, bestimmt auch.
Wer hängt im Dax am schlimmsten drin?

Ziemlich sicher Continental, denen stand ja schon vorher das Wasser bis zum Hals.

Versicherungen (Allianz, Münchener Rück) wohl erstmal nicht, sind auch Finanzkonzerne,
Versorger sind ja grade erst alimentiert worden mit dem Kohleausstieg (RWE, Eon),
die Basf und Bayer sollten erstmal noch ok sein.

BMW und VW? VW ist ja schon halb staatlich mit dem Niedersachsenanteil.

Linde?

SAP wohl nicht.

Vielleicht eher große Zulieferer aus dem MDAX.

Dann gibts aber auch noch große Familienunternehmen wie Dürr, Schäffler, Trumpf, etc.
Vielleicht sind die dafür vorgesehen.

DT

Assetinflation?

tar ⌂ @, Gehinnom, Sonntag, 22.03.2020, 00:28 vor 2152 Tagen @ DT 2209 Views

Sorry, aber die sehe ich erstmal nicht.

Selbst wenn man Geld herumstreut, kann man nichts dafür kaufen. Ausgangssperre, Läden geschlossen oder leere Regale, Lieferengpässe, Teilzeit oder Produktionsstopp - und das hat hier gerade erst angefangen.

Was soll da also steigen?

Es wird weiter abwärts gehen und jene Assets hart treffen, die irgendwann verkauft werden müssen, weil die Einnahmenseite wegfällt und damit das restliche Vermögen aufzehren. Die Sache mit den Mietausfällen ist besonders gravierend, da können sich die Hypothekengläubiger der Vemieter - also Banken! - warm anziehen, wenn die ihre einst mit 80-110 % überbesicherten Kreditvergaben platzen sehen und reihenweise jahrelange Zwangsversteigerungsverfahren lostreten dürfen, die die Immobilienbewertungen dann noch weiter runterziehen, was im Grunde auch notwendig ist, da die Preise tlw. völlig abgehoben sind.

Aktuell ist Cash King.

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Gruß!™

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Ein Furz im Wind

tar ⌂ @, Gehinnom, Sonntag, 22.03.2020, 00:36 vor 2152 Tagen @ Jacques 2189 Views

Niemand. Können die ZB‘s eine solche Situation verhindern? Ja, das wurde mehrfach bewiesen.
Selbst wenn China alle Unterhosen der Amis verkauft, die FED und zugewandte kaufen alles auf.
Die Bilanz kann Mal um Mal verlängert werden, es stört keine Sau mehr.

Es stört nicht nur keine Sau mehr, es hat überhaupt keine Wirkung mehr. Die Maßnahmen der FED verpuffen:

"On March 3, the Fed cut interest rates by a half percentage point in an emergency announcement. The U.S. stock market managed to rally only for roughly 15 minutes before falling sharply once again and finishing the day down nearly 3 percent."

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Gruß!™

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Spannende Antworten - Frage noch etwas offen

Athen @, Sonntag, 22.03.2020, 00:44 vor 2152 Tagen @ nereus 2234 Views

Hallo nereus!

Ebenfalls vielen Dank für die Beantwortung!

Ich bin bei den meisten Punkten bei dir. Allerdings ist das für mich wenn die Gelegenheit, die Versäumnisse 2008/09 nachzuholen, als die Wall Street bettelnd an der Tür des Weißen Hauses stand und kurz Bush / dann Obama (fast) alles hätte fordern können und doch nahezu nichts umgesetzt hat (mein Eindruck kann trügen - paranoia ist da sicher der Experte!).

Allerdings lösen diese Vorschläge das Problem nicht, dass viele Unternehmen, selbst die profitablen und überwiegend gesunden, die Krise überstehen können, wenn sie denn länger anhält. DIe Meinungen zur Länge und zum richtigen Umgang gehen hier ja weit auseinander.

Wenn die Banken und andere "Investoren" den Selektionsprozess, der ja sehr viele Unternehmen auf einmal treffen würde, durchführen, wäre das wohl akzeptabel. Zumindest gäbe es dort eine gewisse Expertise. Aber wenn der Staat wahllos Kreditlinien einräumt...
Also, wie könnte dieser Selektionsprozess sinnvoll umgesetzt werden mit Blick auf wenig Zeit und viele Anfragen? Ich sage das, weil die Banken in der Finanzkrise 2007/08 immer weniger Kredite ausgereicht haben. Die Lösung damals wie heute sieht die Politik in der Rekapitalisierung der Banken.

Zum Umbau des Finanzsystems:

Zuerst ist das Trennbanken-Gesetz wieder umzusetzen.

Meines Wissens galt das Trennbankensystem in den USA von 1933-1999 (oder auch etwas länger) und soll weitestgehend bis zur Umwandlung der Investmentbanken Ende 2008 in Geschäftsbanken (um Kredite aus Geschäftsbanken vorbehaltenen Töpfen zu erhalten) durchgehalten worden sein.
Sinn meint ja sogar, dass das Trennbankensystem das Risiko für Geschäftsbanken erhöht habe, weil sie die Kredite auslagern (Zweckgesellschaften, SPVs) "mussten", anstatt selbst zu verbriefen.
Mir scheint, solange die Bankkunden als Geiseln gegen die Politik ausgespielt werden können, müssen Banken evtl. "langweilig" gemacht werden.

Spekulanten dürfen gerne spekulieren, aber komplett auf eigene Rechnung.

Spekulation ist ja nicht nur schlecht, viele Erfindungen und Errungenschaften beruhen darauf. Willst du Fremdkapital für Spekulation verbieten?

Wer sich verzockt, muß untergehen .. oder darf sich auch gerne für eine vorübergehende Zeit in Schuldknechtschaft begeben. [[zigarre]]

Das ist für mich ein zentrales Problem. Wie gelingt eine Haftungseinbindung? Wenn Gewinne privatisiert werden und Verluste auf den Steuerzahler umgelegt, ist das untragbar. Wenn aber Private ein höheres Risiko eingehen möchten und einen Geschäftsmann finden, der das umsetzt, warum nicht? Hier müsste also vor allem das Systemrisiko berücksichtigt werden, damit keine Steuerzahler-Rettungsaktionen kommen.

Dann würde ich das Aktienkapital in entscheidender Höhe auf die Firmenbeschäftigten umlegen, z.T. als kleiner Lohnanteil und als Altersvorsorge. Es muß zwischen Aktionären und Firmen wieder natürliche Verbindungen her, so daß langfristige Interessenausgleiche möglich sind.
Das dürfte auch die elende Zockerei erheblich mäßigen.

Die SPD hat die Deutschland-AG zerschlagen. War vermutlich viel Korruption dabei, die Deutschland-AG dürfte aber wohl alles in allem eher nützlich für Deutschland gewesen sein. Die Deutschen wollen ja keine Aktionäre sein. Nach den Erfahrungen der letzten Wochen dürfte das wieder so schlimm wie zu Telekom-Zeiten werden.

Dann muß Steuergerechtigkeit her.
Es kann nicht sein, dass Kapitaleinkünfte niedriger besteuert werden als Arbeitseinkünfte.

Sehr spannend. Habe ich grundsätzlich auch ein Problem mit. Mit der richtigen Gestaltung kann man die 25%+Soli+Kirchensteuer aber nochmal gut unterbieten. Nötiges Kleingeld vorausgesetzt.

Ebenso wäre eine Einkommensbegrenzung nötig, also z.B. daß die Geschäftsleitung nicht mehr als das 10- oder 15-fache des Durchschnittsverdienst aller Firmenangestellten beziehen darf – quasi als Ethik-Regel des Managements.

Managementvergütung ist nochmal sehr interessant. Hier gab es sicher einige Fehlanreize. Vergütungen mit langfristigen Vergütungsbestandteilen, gegen die man nicht hedgen darf, finde ich eine interessante Lösung. Ist die Vermutung unrealistisch, dass ein Manager bei hohem Risiko in fünf Jahren seinen Lebensabend verdienen kann/konnte? Oder kommt man mit so riskantem Verhalten gar nicht erst in die Positionen, in denen solche Gehälter gezahlt werden?

Und – gaaanz wichtig – Politniks und CEOs müssen endlich für ihre Entscheidung haften!

Wie gestaltet man das aus? Beim Strafrecht wird's am Vorsatz und Beweis fehlen.

Eine Korruptionsbehörde fände ich auch nicht übel, aber

Ich war nie ein Freund von Korruption, aber ein gewisses Maß an Nepotismus kann ich schon nachvollziehen. Ich würde auch jemanden bevorzugen, den ich kenne. Und vergleichbar sind Lebensläufe doch nie. Solange aber Berufspolitiker quasi direkt in Groß-Konzerne wechseln...

mfG
nereus

Beste Grüße Athen

Die 1 Mio. € Frage

Linder, Sonntag, 22.03.2020, 06:36 vor 2151 Tagen @ nereus 2254 Views

Darauf gibt es nur zwei plausible Antworten:
Schuldner- oder Gläubigermord.

Wenn es stimmt was gemunkelt wird, begehen diverse Mächtige dieser Welt gerade Gläubigermord. Absolut nicht nachprüfbar, es könnte daher auch ein riesiger Hoax sein um doch noch Weltstaat und Weltregierung samt Vollversklavung einzuführen, vielleicht stimmt es aber und Corona ist das Werkzeug dazu.

Die hohe Totenzahl in Italien spricht jedenfalls eher dafür als dagegen. Zudem wird derzeit versucht möglichst viel Kollateralschaden zu vermeiden und die EU zu sprengen.

--
◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇

Hast du da Belege?

Mephistopheles, Sonntag, 22.03.2020, 08:37 vor 2151 Tagen @ Linder 2192 Views

Die hohe Totenzahl in Italien spricht jedenfalls eher dafür als dagegen. Zudem wird derzeit versucht möglichst viel Kollateralschaden zu vermeiden und die EU zu sprengen.

über die Erhöhung der Sterblichkeit in Italien?

Die liegt m.W. nach wie vor bei 100%.

Gruß Mephistopheles

Er hat unrecht

stokk, Sonntag, 22.03.2020, 11:08 vor 2151 Tagen @ DT 2213 Views

Scheichs sammeln DB ein...

Noch....

Linder, Sonntag, 22.03.2020, 11:51 vor 2151 Tagen @ stokk 2193 Views

...ist nicht aller Tage Abend.

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◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇

Euro-Ende ist Entscheidung der Nehmerländer

Talleyrand ⌂ @, Sonntag, 22.03.2020, 13:15 vor 2151 Tagen @ Linder 2221 Views

Servus Linder

Die Südländer werden vermutlich den Anfang machen, denn die haben die Nase gestrichen voll von der Diktatur Merkel.
In 2 Jahren gibt es keinen € mehr.

Das ist wirklich ein gutes Argument. Ich bin davon ausgegangen, daß der "Zahlmeister" als Erster den Drang verspüren muß, die Euro-Party zu verlassen.
Und der Zahlmeister D wird eben diese Party niemals verlassen.

Es kann aber natürlich sein, daß die Krise dazu führt, daß auch die Zahlungsempfänger ihren Vorteil nicht mehr im Drinbleiben sehen (wie noch 2009 die Griechen etwa), sondern die Vorteile eines Austritts überwiegen.

Vielleicht wird das auch durch Wahlen entschieden...

Gruß
T

--
https://talleyrandssudelbuch.art.blog

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