Deutschland, Deutschland über alles und Vive la France!

Tempranillo, Mittwoch, 18.03.2020, 13:19 (vor 2156 Tagen) @ Tempranillo769 Views
bearbeitet von Tempranillo, Mittwoch, 18.03.2020, 13:48

Den Duft und die Schönheit Frankreichs, das Sensualistische, und daß dort die Zeit langsamer zu pulsieren scheint, weniger gedrängt als bei uns, ließe sich über Claude Debussys Prélude à l'après-midi d'un faune erschließen.

Dem raffinierten und feinnervigen Debussy, der, vergleichbar einem Marcel Proust, den Augenblick auskostet, ohne Abstriche gerecht zu werden, wie dem rauschhaften, süffigen und opulenten Bajuwaren Strauss ist Orchesterkunst in höchster Vollendung.

Das Video vom 18. Juni 2016 Simon Rattle und grandiosen Bläsersoliten, Flöte, Oboe, KLarinette und Horn, sei allen wärmstens empfohlen, die etwas für das nicht angloamerikanisch und libertarianistisch durchseuchte Europa übrig haben.

Wie es sich anhört, anfühlt, wenn eine Epoche zu Grabe getragen wird, ein ganzer Kontinent unter den Schlägen der transatlantischen Barbarei in Trümmer fällt, hat Gustav Mahler in seiner 5. Sinfonie 1902 intuitiv vorweggenommen. Sich in der Digital Concert Hall anzumelden und das Konzert vom 7. April 2011 mit Simon Rattle laufen zu lassen, sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

Mahlers 5. und 6. sind auf ihre Weise Weltuntergangs- oder Epochenuntergangsstücke wie Wagners Götterdämmerung.

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*Die Demokratie bildet die spanische Wand, hinter der sie ihre Ausbeutungsmethode verbergen, und in ihr finden sie das beste Verteidigungsmittel gegen eine etwaige Empörung des Volkes*, (Francis Delaisi).


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