USA ist aus Europäischer Sicht anders

Chris11, Montag, 16.03.2020, 09:18 (vor 2157 Tagen) @ FOX-NEWS772 Views
bearbeitet von Chris11, Montag, 16.03.2020, 09:23

Die Geschichte in den USA verlief so, daß man sich die meiste Zeit nicht so sehr auf die Polizei verlassen konnte. Da sind die alten Cowboyfilme nicht so weit von der Realität. Polizei kommt meist erst, um den Leichen einen Namenszellel an den großen Zeh zu hängen. Kriminalität und Prozentsatz des gerade im Knast sitzenden Bevölkerungsanteils (ca. 1% zu jedem Zeitpunkt) ist um ein Mehrfaches höher wie in Europa. Auch die Strafen sind für Europäische Verhältnisse extrem hart. z.B. 12 Jahre nur für den Besitz eines Handys im Gefängnis.
https://www.nbcnews.com/news/us-news/mississippi-man-got-12-years-prison-possessing-cel...
Man vergleiche das mal mit dem Umgang unserer Justiz mit Clankriminalität.

Das Gesundheitsystem ist mit privatwirtschaftlich orientierten Versicherungen organisiert und im Verhältnis zu Deutschland sehr teuer mit ca. 20% des Bruttosozialproduktes, aber nicht unbedingt besser. Viele Menschen machen daher erst in der Notaufnahme Kontakt zum Gesundheitssystem. Da Corona Tests typisch selbst bezahlt werden müssen und teuer sind (hab was von 300 Dollar gehört) ist das Land stark untertestet und die echte Durchseuchung weit höher, wie die offiziellen Zahlen zeigen.
Unter Studenten geht der Kalauer: Wenn Du wissen willst, ob Du mit Corona infiziert bist, huste einen Reichen an, und warte auf dessen Ergebnis.

Viele Regionen kennen den Zusammenbruch des staatlichen Machtmonopols und der Versorgung mit Lebensmitteln und Benzin von Hurrikan, Tornados, Erdbeben etc. Das erste, wonach ein Amerikaner dann schaut sind seine Munitionsvorräte, als zweites erst nach Wasservorrat, Benzin und Lebensmitteln. Die nutzen einem dann nicht viel, wenn man sie nicht verteidigen kann. Das „stay your ground“ wird in vielen Staaten noch sehr ernst genommen und es ist für einen Einbrecher ein sehr realistisches Risiko, das sein Arbeitstag mit einem Loch zwischen den Augen endet.

In Kirkland (Washington State nähe Seattle) hat Corona ein ganzes Altersheim ausgeräumt, mit Ich meine 15 Toten an einem Tag. Die Presse ist nicht viel besser wie hier und du erfährst vieles auch nicht.

Die Schlangen an der Immigration im Flughafen sehen fast immer so aus wenn mehrere Großraumjets in kurzer Zeitabfolge landen.
Aber der Flugverkehr insgesamt bricht gerade zusammen, daher sich solche Bilder bald Geschichte.

Mit freundlichen Grüßen
Christian


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