Österreich ab morgen auf Sparflamme geschaltet

sensortimecom ⌂, Sonntag, 15.03.2020, 09:01 (vor 2156 Tagen)1615 Views
bearbeitet von sensortimecom, Sonntag, 15.03.2020, 09:51

Alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte und Unternehmen werden ab morgen für vorerst eine Woche zu sein. Auch Fachgeschäfte für Papierartikel, Elektronik oder Zubehör aller Art. Geht ein PC kaputt, hast du halt Pech gehabt. (Das gilt auch für jene Arbeitnehmer, denen HomeOffice als Alternative geboten wurde).

Restaurants, Bars etc. dürfen übrigens geöffnet bleiben, aber nur bis 15 Uhr.

Offen haben Lebensmittelläden und Supermärkte, Tankstellen, Apotheken, Drogerien, Postämter und Trafiken etc. Auch Installateur- und Autoreparaturbetriebe sowie andere wichtigste Dienstleister sollen erreichbar bleiben. Wie das alles in der Praxis funktioniert bleibt abzuwarten. Betrieben und Geschäften, die sich nicht an die Verordnungen halten, drohen Strafen bis zu 30 000 Euro.

Alle Schüler sind praktisch schon ab morgen zu Hause. In den Volks- und Mittelschulen gibt es für Kinder, deren Eltern beruflich unabkömmlich bleiben, eine Art Notdienst.

Da Tschechien und die Slowakei die Grenzen zu Österreich gesperrt haben, stehen zig Tausende Pflegebedürftige, die nicht in Altersheimen sondern zu Hause betreut werden, vor dem Nichts. Es gibt dank der jahrzehnelangen globalisierungs-affinen und auf schrankenlosen Hedonismus getrimmten Politik keinen heimischen Ersatz.

In Österreich gibt es übrigens auch das sog. "betreute Wohnen" für unzählige, meist alleinstehende Senioren. Diese Menschen werden von Einrichtungen wie etwa "Essen auf Rädern" oder "Mahlzeit" versorgt. Was passiert, wenn in solchen, meist von ausländischen Kräften betriebenen Einrichtungen Covid-19 grassiert und die Leute in die Quarantäne flüchten, weiss keiner. Diese Senioren kochen nicht, können es auch meist gar nicht mehr, und haben zu Hause Nichts. Nicht die Bohne.

Über das weitere Szenario hier in Österreich wage ich keine Prognose. Ich gehe ab morgen genau so, wie meine Nachbarn hier im Wohngebäude, in eine Art "Sabbatruhe" ein, und versuche meine Angehörigen und Bekannten zu beruhigen. Gleichzeitig aber psychisch auf noch Ärgeres vorzubereiten. Was äusserst schwierig ist.

Das ist erst der Beginn einer Höllenfahrt, die ich mir in meinem ohnehin von endlosem Horror geprägten Leben nie vorzustellen gewagt hätte.


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