Bald Helikopterwährung für alle?

Susanoo, Samstag, 14.03.2020, 19:26 vor 2157 Tagen 762 Views

Habe zu Folgendem im Forum noch nichts gelesen:

VIRUS: Linksfraktionschef für Konsumschecks in Corona-Krise

Bei der aktuelle Situation könnten für die meisten Menschen vor einer Woche noch unvorstellbare Sachen, schon nächste Wochen das Licht der Welt erblicken.

Die Kollektivisten fordern, natürlich für 'alle', zum 'Ankurbeln der Konjunktur' Konsumschecks im Wert von 1200,-€, so wie in Hong-Kong. Man möchte mal wieder das 'Geld' 'der anderen', an 'alle anderen' verteilen. Kann dabei letztendlich etwas Sinnvolles rauskommen?

  • werden es Lebensmittelmarken ?
  • oder Universalgutscheine ?
  • eine Finanzspritze direkt aufs Girokonto?
  • eine Erhöhung der 'Steuerfreibeträge'?

Fragen über Fragen?!?

Träum weiter.

SevenSamurai @, Samstag, 14.03.2020, 19:33 vor 2157 Tagen @ Susanoo 711 Views

Die Finanzspritzen werden zuallerest, am Montag, den gut informierten und vernetzten Millionären und Spekulanten helfen. Damit geht die Spekulation munter weiter, von der man gehofft hatt, dass sie jetzt endlich endet.

Mit etwas Glück bekommen KMUs die Unterstützung, damit sie ihre Mitarbeiter halten können. Die KMUs sind wichtig, denn viele, viele Menschen arbeiten dort und benötigen diese Arbeit, um sich und ihre Familien zu unterstützen.

Ich hege allerdings keine grossen Hoffnungen. Man wird dem kleinen Mann viel wegnehmen, um es dem 1% zu geben. Verbunden mit der Lüge, dass es zu unserem Heil notwendige ist und irgendwie schon unten ankommt.

Weder der EZB noch unseren Polit-Clowns traue ich zu, sich um das Allgemeinwohl zu kümmern.

--
"Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte:
weil sie damals (...)."
Henryk Broder

Ist mir schon klar ;-)

Susanoo, Samstag, 14.03.2020, 20:08 vor 2157 Tagen @ SevenSamurai 697 Views

Daher auch mit [[ironie]] geschrieben.

Mutti wird's schon richten [[top]], soweit ich gehört habe, will sie:

alles Notwendige tun

:-D

Die ZBs haben bald gar keine andere Wahl mehr

CalBaer @, Samstag, 14.03.2020, 20:36 vor 2157 Tagen @ SevenSamurai 723 Views

Die "Leitzinsen" der ZBs sind ja schon Null oder im Negativen, sie kaufen schon Staats- und Firmenanleihen sowie Aktien. Die Wirkung dieser Medikamente laesst nach, als naechstes bleibt nur noch Helikoptergeld, damit noch weiter produziert wird. Wenn nichts mehr produziert wird, kommt es schnell zu einer Hyperinflation und dann waere bald jeder Milliardaer.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

deflationäre Depression

Talleyrand ⌂ @, Samstag, 14.03.2020, 21:45 vor 2157 Tagen @ CalBaer 709 Views

Wenn nichts mehr produziert wird, kommt es schnell zu einer Hyperinflation und dann waere bald jeder Milliardaer.

Wenn nichts mehr produziert wird, kann von einer Hyperinflation gar keine Rede sein. Zunächst deflationäre Depression, dann erfolgt Reflationierung, mal langsam wie 1929 ff, wenn die Politik und Notenbanken es schlecht machen, mal schneller wie 2008 ff, wenn die (US)-Politik und (US)-Notenbank es gut macht.

Hyperinflation gibt es überhaupt nur, wenn die Währung gegenüber den Nachbarwährungen abstürzt. Das könnte allerdings dem Euro drohen.

Gruß
T

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https://talleyrandssudelbuch.art.blog

Sozialismus mal selbst erlebt?

CalBaer @, Samstag, 14.03.2020, 21:53 vor 2157 Tagen @ Talleyrand 712 Views

Wenn nichts mehr produziert wird, kann von einer Hyperinflation gar keine Rede sein.

Oh doch. Nachfrage geht ja weiter. Alles selbst erlebt.

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Deleveraging = deflationäre Depression

Talleyrand ⌂ @, Samstag, 14.03.2020, 22:02 vor 2157 Tagen @ CalBaer 713 Views

Wenn nichts mehr produziert wird, kann von einer Hyperinflation gar keine Rede sein.


Oh doch. Nachfrage geht ja weiter. Alles selbst erlebt.

Hab zu stark verkürzt.

Wir befinden uns noch nicht im Sozialismus.
Deshalb führt ja schon der erste Satz "wenn nichts mehr produziert wird... " in die falsche Richtung.

Wir befinden uns an einem Punkt, an dem wieder einmal die Kredite zurückgefahren werden oder ausfallen. Damit sinkt sowohl die Produktion als auch die Nachfrage. Inflationsgefahren gleich null. Im Gegenteil: es droht Absturz in deflationäre Depression.

Gruß
T

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Der Staat tritt verstaerkt als Nachschuldner auf

CalBaer @, Samstag, 14.03.2020, 22:37 vor 2157 Tagen @ Talleyrand 692 Views

, um den Rueckgang der privaten Verschuldung zu kompensieren. Ueber dem Umweg Primary Dealer, um den Anschein eines Nachschuldners zu wahren, wird es aus der Notenbank "finanziert". Passiert alles schon seit 2008. Ich sehe daher keine DeDe. Man muss nur immer weiter aufdrehen.

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Krise wird die Probleme des Euro-Raums verschärfen

Talleyrand ⌂ @, Samstag, 14.03.2020, 23:41 vor 2157 Tagen @ CalBaer 746 Views

, um den Rueckgang der privaten Verschuldung zu kompensieren. Ueber dem Umweg Primary Dealer, um den Anschein eines Nachschuldners zu wahren, wird es aus der Notenbank "finanziert". Passiert alles schon seit 2008. Ich sehe daher keine DeDe. Man muss nur immer weiter aufdrehen.

Sehe ich genauso, aber ich erwarte, daß die USA und UK das genausogut lösen werden wie 2008 ff.
Die Gefahr einer deflationären Depression ist real, wird aber geldpolitisch und fiskalpolitisch verhindert werden. Wie das z.B. geht, haben wir beim Auftritt des Finanzministers am Freitag gesehen. Sowohl Notenbank als Staaten wie Deutschland haben noch viele Möglichkeiten.

Zur großen Inflation führt das nur bei Zusatzproblemen.

Die könnten aber nun im Euro-Raum sich angesammelt haben. Z.B. die Gefahren, die Krall benannt hat.
Und daß der Euro zum Problem wird, die deutsche Politik sich aber in Nibelungentreue an den Euro binden wird...

Gruß
T

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Das liegt aber nur daran

Mephistopheles, Samstag, 14.03.2020, 21:10 vor 2157 Tagen @ SevenSamurai 706 Views

Weder der EZB noch unseren Polit-Clowns traue ich zu, sich um das Allgemeinwohl zu kümmern.

weil ihnen noch nie jemand erklärt hat, was das ist, das "Allgemeinwohl".

Gruß Mephistopheles

Warte nur balde

Talleyrand ⌂ @, Samstag, 14.03.2020, 21:29 vor 2157 Tagen @ SevenSamurai 742 Views

Die Finanzspritzen werden zuallerest, am Montag, den gut informierten und vernetzten Millionären und Spekulanten helfen. Damit geht die Spekulation munter weiter, von der man gehofft hatt, dass sie jetzt endlich endet.

Warte nur, Geduld, Geduld.
Das Helikoptergeld wird kommen. Ich tippe auf bedingungsloses Grundeinkommen.
Unter anderem.

Dann kann sich niemand mehr echauffieren, nur die Milliardäre würden profitieren.

Ihr habt keine Ahnung, was noch alles möglich sein wird.

Gruß
T

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Negativzinsen und anderes

Talleyrand ⌂ @, Samstag, 14.03.2020, 21:39 vor 2157 Tagen @ Susanoo 693 Views

  • werden es Lebensmittelmarken ?
  • oder Universalgutscheine ?
  • eine Finanzspritze direkt aufs Girokonto?
  • eine Erhöhung der 'Steuerfreibeträge'?


Servus Susanoo

Wie wärs mit Negativzinsen? Dann wird auch das Geld der Reichen wieder in den Konsum fließen. Denn nur was ein Person ausgibt, kann für andere Person für Einkommen sorgen.

Allerdings muß dafür etwas Altvertrautes verschwinden. Das Bargeld.

Wie wärs mit einem bedingungslosen Grundeinkommen von sagen wir, 500 Euro. Das fließt sofort in den Konsum, weil es vor allem die materiell weniger gut Ausgestatteten trifft?

Das alles verträgt sich auch prächtig mit der zunehmenden Linkstendenz und dem Kampf gegen Rechts. Die Beamten in den öffentlich-rechtlichen Unfuganstalten werden dafür trommeln.

Natürlich wird man auch jedes Unternehmen verstaatlichen, das pleite gehen könnte.

Gruß
T

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RE: Dann wird auch das Geld der Reichen wieder in den Konsum fließen.

Susanoo, Samstag, 14.03.2020, 22:20 vor 2157 Tagen @ Talleyrand 765 Views

Wie wärs mit Negativzinsen? Dann wird auch das Geld der Reichen wieder in den Konsum fließen. Denn nur was ein Person ausgibt, kann für andere Person für Einkommen sorgen.

Dies halte ich für ein gefährliches Gerücht, welches so nicht eintreten wird. 'Die Reichen', wen du auch immer darunter zählen magst und wer das auch immer sein mag, kennen die Bedeutung von Sachanlagen und anderen Anlageklassen jenseits der Währungen. Da es Negativzinsen auf Währungen geben wird, schlägt dies nur voll auf den normalen 'Durchschnittsmichel' durch.

'Die Anderen' halten nur einen Bruchteil des eigenen Vermögens 'in Währung', beim Michel ist es der überwiegende Teil. Im Negativzinsfall wird dann zusätzlich einen Großteil umgeschichtet.

Der Michel kennt dieses 'Umschichten' nicht, er weiß nicht einmal wie das geht und hat davon noch nie gehört. Es wird das gleiche Spiel gespielt werden, wie es aktuell mit Steuern und deren Vermeidung gespielt wird. Der Michel hat keinen Handlungsspielraum bei der Vermeidung von Abgaben in Form von Steuern an den Staat. Bei 'den Anderen' gibt es einen flexiblen Handlungsspielraum, der größer wird je größer das eigene Vermögen wird.

Gleiches Beispiel ist die Inflation, in meinen Augen eine der genialsten Arten den Michel zu 'besteuern' überhaupt. Hier wird vom Großteil der Bevölkerung nicht ein mal geahnt, was da überhaupt getrieben wird.

Wenn ich mich nicht irre, ist das aktuelle jährliche 'offizielle Inflationsziel' der EZB 2%, d.h. es sollen offiziell 2% Währungsvermögen jährlich 'verloren gehen'. Wieso erhöhen 'wir' dieses Ziel nicht um den Faktor 10 auf 20%. Das wäre doch mal was.
[[top]]

Und nennen es: Umlaufgesichertes Geld.

SevenSamurai @, Samstag, 14.03.2020, 23:30 vor 2157 Tagen @ Susanoo 698 Views

Wenn ich mich nicht irre, ist das aktuelle jährliche 'offizielle Inflationsziel' der EZB 2%, d.h. es sollen offiziell 2% Währungsvermögen jährlich 'verloren gehen'. Wieso erhöhen 'wir' dieses Ziel nicht um den Faktor 10 auf 20%. Das wäre doch mal was.

Und dann nennen wir es: Umlaufgesichertes Geld.

Der Traum der Linken.

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"Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte:
weil sie damals (...)."
Henryk Broder

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