Hier nun einmal zum praktischen Teil unseres Themas:
In unseren Nachbarstaaten tragen nun mehr und mehr Menschen Atemschutzmasken, wenn sie nach deraußen gehen. Die scheinen alle recht gut damit klar zu kommen.
Nun zu meinen Erfahrungen:
Ich habe ein paar Masken aus dem Baumarkt FFP2/FFP3. Sind sind wohl ursprünglich für Handwerker gedacht. Die Dinger machen einen ganz vernünftigen, soliden Eindruck. Inzwischen weiß ich auch, wie ich sie desinfizieren kann, wenn ich sie mehrfach nutzen möchte. Nutzen möchte ich sie eh nur in Situationen, die mich "bedrängen". Damit meine ich, die laut hustende, prustende Dame an der Kasse des Baumarktes bzw. die niesenden und prustenden Damen/Herren an den Kassen von Aldi oder die "Kunden" in der Apotheke oder beim Arzt, wenn ich ein Rezept abholen muss. Selbstverständlich auch, wenn längere Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln angesagt wären oder längeres Warten in einer Klinik (in meinem Falle der Universitäts-Tierklinik).
Den ersten Test machte ich zu Beginn der Woche. Ich wollte die Maske im Aldi tragen, als gar zu viel Menschen dahin unterwegs waren. Habe im Auto das Ding auf die Nase gesetzt. eine Brille darüber (ich brauche keine Brille draußen, aber ich trage sie derzeit zum "Schutz"). Ergebnis: Die Brille war sofort beschlagen und ich konnte nichts mehr sehen. Jetzt stellte sich die Frage: Soll ich die Brille abnehmen oder die Maske.... beides zusammen scheint ja nicht zu gehen... Die Entscheidung erübrigte sich relativ schnell... es wurde so heiß/feucht unter der Maske, dass ich mir dachte.... jesses, ich installiere ja hier die besten "Brutbedingungen" für ein Virus, das sich vielleicht irgendwie durch die offenen Ecken in meine Maske verirrt..... Fazit: Das Tragen der Maske stellte sich als absolut kontraproduktiv heraus.... Na gut... vielleicht hätte ich weniger anziehen sollen und es war einfach zu warm
((
Nächster Versuch: Gestern - Ich ging zu meiner Hausärztin um mir ein Rezept für Vitamin D3 etc. zu holen. Aufgesetzt habe ich die Maske nicht. Ich hielt sie einfach mit der Hand vors Gesicht. Das klappte ganz gut... Meine Ärztin schaute mich fassungslos an, als sie die nächsten Patienten hereinbat.
Macht nix. Der Sprechstundenhilfe habe ich erklärt, dass ich gerade eine "Kiefernoperation" hinter mir habe und immer noch alles entzündet sei (war nicht gelogen). Sie war erleichtert und nickte verständnisvoll. Na ja... das ging ja ganz gut.
Nachstes Ziel: Apotheke um das Rezept einzulösen. (vorher hatte ich in einer Zeitung eine lebhafte Animation gesehen, wie viele "Viren" man sich beim Einkauf in einer Apotheke "holt" - war sehr überzeugend). Alle waren "leicht erstarrt" als ich mir die Maske vor die Nase hielt, aber sehr höflich. Sie sagten nichts und schauten zur Seite. Erstaunt waren sie, dass ich mit ganz normaler Stimme sprach.... Keine Ahnung was die vorher vermutet hatten.
Nächstes Ziel: Tierklinik der Uni. Ich hatte vorher angerufen und darum gebeten, mich in ein Zeitfenster zu verfrachten, wo nicht mehr "so viele hustende und niesende Menschen" gleichzeitig mit mir im Warteraum sitzen...... weil.... ich ja ALT bin ...
)).
Die waren auch sehr nett und gaben mir einen späteren Termin.
Vergessen hatte ich, dass meine Tochter mich morgens noch in die Mangel genommen hatte und mir quasi "befahl", dass ich eine Maske "zu tragen hätte". Um das Ganze etwas drastischer zu machen, hat sie mir per WhatsApp einen Link mit fürchterlichen, animierten Coronazahlen geschickt..... Na ja... das löste dann meine "Masken-Aktivitäten" aus.
In den Warteraum der Klinik bin ich also mit "angeschnallter" Maske gegangen. Die Damen an der Rezeption waren neutral... immerhin hatte ich sie ja bereits telefonisch mit meinen NEUEN "Altersbesonderheiten" vertraut gemacht. Die hereinkommende Ärztin war irritiert..... "Maskenneid".... ???
So weit so gut. Ich setzte mich und nach einiger Zeit wurde es mir wieder so heiß unter meiner Atemmaske, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass diese Maske mir irgend einen guten Dienst würde erweisen können. Ich setzte sie also ab, verstaute sie und konnte endlich wieder durchatmen. Die Hundedame war erleichtert. Sie hatte mich immer wieder verstört angeschaut und an mir herumgeschuppert... Den Ärzten und den Helferinnen erklärte ich dann, dass meine Tochter "Wert darauf lege, dass ich eine Maske trage", dass ich selber aber keine Luft darin bekomme. - Die Ärzte sagten daraufhin, dass ja eigentlich SIE die Masken brauchen. Ich erläuterte ihnen, dass die aus dem Baumarkt kommen und wir sprachen dann darüber, dass die wohl keine gute Qualität hätten und alles war wieder okay. Daraufhin steckten wir zu dritt (Abstand 0,10 m) die Köpfe zusammen um den Hund zu behandeln. Wir hielten sie zu zweit fest und legten uns dabei weit über den Behandlungstisch, damit die Ärztin die Behandlung durchführen konnte.
Also: War wohl nix mit der Maske.... nächste Woche bin ich wieder in der Klinik.... Wieder gleich ohne Maske, wie bisher...
WIE bitte schön, kommt ihr mit den Dingern klar?
Nachtrag:
Ähnliche "Erfahrungen" hatte ich übrigens mit den "Einmal-Latex-Handschuhen", als ich versuchte, die bei einem Aldi-Besuch zu verwenden. Ich musste sie bereits nach wenigen Metern entsorgen, weil sie ein so extremes "Mikroklima" erzeugten, dass sich jede Art von Virus mit Entzücken darauf gestürzt hätte. - Also lieber ohne Handschuhe und WASCHEN.... WASCHEN.... WASCHEN.... Die arme Haut....
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