Wie werden griechische Grenzer das Land schützen, wenn sie demnächst in Quarantäne sind?
Wenn wir ehrlich sind, war uns doch allen klar, dass in €uropa Ähnliches passieren würde, wie in China. Sind wir noch ehrlicher, gehen wir ferner davon aus, dass in den kommenden Tagen der Rest Italiens unter Quarantäne gestellt wird und dass diese Maßnahme höchstwahrscheinlich auch in anderen Ländern, wie zum Beispiel Griechenland, in Anwendung kommt. Spätestens dann stellt sich die Frage, wie griechische Grenzer das Land schützen sollen, wenn sie in Quarantäne sind. Oder können sie etwa wegen der Lage nicht in Quarantäne geschickt werden und fallen an der Grenze trotzdem nicht reihenweise um?
Dass auf der türkischen Seite eine nennenswerte Anzahl von Menschen in Quarantäne kommt, halte ich für weniger wahrscheinlich. Schließlich muss der Migrantenstrom aufrecht erhalten werden und dafür braucht die Türkei jede Menge Personal. Außerdem muss einerseits verhindert werden, dass die Goldstücke auf ihrem Weg von Anatolien zum Bosporus aus der Türkei Kleinholz machen und andererseits müssen die Bereicherer einigermaßen ernährt werden, um ihren Unmut nach dem Überschreiten der griechischen Grenze in entsprechender Art kund zu tun zu können.
Seine Absicht hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ein weiteres Mal geäußert, indem er Griechenland dazu ermunterte, Migranten an der gemeinsamen Grenze in Richtung anderer EU-Länder durchzulassen. "Hey Griechenland, diese Menschen kommen nicht zu dir, um zu bleiben; sie kommen, um in andere Länder Europas zu gehen. Warum störst du dich daran? Mach du doch auch die Tore auf!", sagte Erdogan auf einer Veranstaltung anlässlich des Weltfrauentags in Istanbul. Weltfrieden müsste in diesem Zusammenhang wohl groß geschrieben werden.
Macht Erdo mit seinen Ansagen Ernst und wird Südosteuropa unter Quarantäne gestellt, stellen sich ganz andere Fragen. So zum Beispiel wäre dann zu erörtern, wer den Transport der Goldstücke von einer Grenze zur nächsten übernimmt. Schließlich ist es denkbar, dass sich Busfahrer weigern, die Bereicherer unter den bekannten Umständen zu transportieren. Ferner wird sich je nach Größe des Flüchtlingszuges ein dementsprechend großes Nahrungsloch auftun, ist doch zu erwarten, dass die Menschen auf dem Balkan vor der Durchreise der Facharbeiter die Supermärkte schleifen.
Heftig werden die kommenden Wochen auf jeden Fall; egal, wie gefährlich Corona wirklich ist!
Gruß
Cascabel