Wohnmobil

Chrischtl @, Donnerstag, 05.03.2020, 21:04 vor 2170 Tagen 2353 Views

Suche ein wintertaugliches, autarkes (mind. 4-5 Tage), allradangetriebenes Wohnmobil für bis zu 4 Personen (3,5 Tonnen?).
Auf was ist zu achten: Aufbau, Antrieb, PS, Heizung, Doppelboden, Wasserversorung, Batterie, Solar, Gewicht, Länge, Alter, Alkoven oder teilintegriert oder Bimobil,...?
Preis max. TEUR 50.
Hat jemand Erfahrung?

Danke für Eure Einschätzung

Chrischdl

Habe Erfahrung - habe mir mal ein Allrad-Womo selbst gebaut, allerdings 7,5to.

Dieter, Donnerstag, 05.03.2020, 22:05 vor 2170 Tagen @ Chrischtl 1857 Views

- weil ich nichts passendes fertig kaufen konnte, oder einfach viel zu teuer.

Aber Deine Andeutungen sollten die spätere Nutzung klar benennen, erst danach macht es Sinn für Tips.

Gruß Dieter

Eierlegende Wollmilchsau

Chrischtl @, Freitag, 06.03.2020, 06:08 vor 2170 Tagen @ Dieter 1605 Views

bearbeitet von Chrischtl, Freitag, 06.03.2020, 06:54

Vorläufig soll die Nutzung auf normale Urlaubsfahrten in Europa abzielen. Wir haben kein Haus in Deutschland und reisen gerne.
Hausersatz ist vielleicht zu viel des Guten, weil ich dann ein Riesenteil brauche und nicht mehr durch enge Gassen komme und auch keinen Parkplatz finde.
Aber natürlich soll es im Ernstfall auch dazu dienen können, auf und davon zu fahren. Daher sollte es wintertauglich, allradangetrieben und autark sein.
Viel Erfahrung habe ich nicht. Aber vor einigen Jahren waren wir 6 Wochen mit einem gemieteten Vollintegrierten in Frankreich und Spanien unterwegs. Das hat Mordsspass gemacht.
7,5 Tonnen ist für den normalen Gebrauch zu massig und kommt auch teuer.
Ein Bastler bin ich nicht.
Daher muss es etwas von der Stange sein. Was passt am besten?

Danke

Geh mal auf mobile.de (mT)

bürgermeister @, Freitag, 06.03.2020, 12:01 vor 2170 Tagen @ Chrischtl 1187 Views

Hallo Chrischtl,

einen Allrad für 4 Personen bis 3,5 to bis 50T€[[top]]

Kannst du vergessen. Gib diese Kriterien mal bei Mobile.de ein.
Hier habe ich mal Allrad, 50T€ voreingestellt.

Bei mehr als 3,5to gilt LKW Maut bzw. Überholverbot für LKW auf Autobahnteilstrecken.

Wenn du auf den Allrad verzichtest gibts deutlich mehr Auswahl.

Gruß bm

--
Die besten Q drops sind noch nicht gelutscht.

Autark, Allrad, 4 Personen, 3,5to ?

Dieter, Montag, 09.03.2020, 14:58 vor 2166 Tagen @ Chrischtl 744 Views

Hallo,

Wie ich merkte, bekomme ich keine Mail-Nachrichten mehr, auf einen Forumsbeitrag. Deshalb habe ich Deine Beantwortung erst heute gesehen:

Das wird schwierig. Fangen wir beim "autark" an:
Das bedeutet, daß man die Versorgung des Mobils entweder auf Diesel- oder Gasbasis betreibt, also unabhängig von irgend welchen Stromnetzen ist.
Damals habe ich mich für die Dieselvariante entschieden. Das bedeutet, daß ich kein Gas anbord habe, dafür einen recht üppigen Dieseltank (Maschine mag aber auch anderes). Dazu einen Inverter und intellig. Strommanagment, der mir max. 4KW Dauerstrom liefert und somit Kühlschrank, Boiler, Induktionsherd und Heizung betreibt, neben Licht und anderen Kleinverbrauchern, aber auch 12+24 Volt Gleichstrom passend liefert (War beim Eigenbau übrigens die teuerste Komponente). Ursprünglich hatte ich sogar noch eine elektr. Klimaanlage mir eingebaut, später aber wieder ausgebaut, weil ich sie nie benötigte, auch bei knapp 40 Grad Außentemperatur nicht, da die Isolierung und ein Platz im Schatten ausreichend waren im Zusammenhang mit guten Lüftungs/Durchzug-möglichkeiten nachts. Ein einfacher (Decken)Ventilator tagsüber ist auch gut.

Wenn man wissen möchte, was benötigt wird, dann muß man rechnen alle Verbraucher x Zeit.
Das nächste Thema: Wasser Ein ausreichend großer Wasservorrat ist schon erstrebenswert, ansonsten muß man alle 2-3 Tage Frischwasser besorgen. Auch wichtig, die Art der Toilette, des Abwassers. Am besten getrennte Behälter für normales Abwasser/Spülwasser und Fäkalien. Bei den Fäkalien am besten ein System was ohne Chemikalien auskommt. Das bedeutet, daß der Fäkalientank, der ja eine Lüftungsöffnung hat, nicht im Wohnteil liegt (sonst stinkts), am besten ein Schnitzelwerk bei der Toilette, damit man zur Entsorgung des Tanks mit einem dünnen Schlauch die Fäkaliensuppe in die Natur entlassen kann (wie gesagt, ohne Chemie)

und, und, und.
Also: um es vorweg zu nehmen: Autark mit 4 Personen in einem 3,5to ? Meiner Ansicht nach geht das nicht.

Zum Allrad: Oftmals ist Bodenfreiheit und niedriger Schwerpunkt in Kombination mit grobstolligen Reifen wichtiger als Allrad mit versch. Sperren. Ein Allrad mit normalen Straßenreifen ist im Matsch oder nassen Wiesen manchmal auch überfordert. Dann helfen zur Not natürlich Schneeketten, um sich im schmierigem Boden bewegen zu können.
Da grobes Profil laut sind, den Verbrauch nach oben treiben, ggf. normalReifen + Schneeketten andenken für matschiges Gelände. Das hilft natürlich nicht für Schotterstrecken, auf denen vielleicht auch mal 1-2 Räder keinen Bodenkontakt haben. Dafür braucht man natürlich Allrad, aber mit Sperren, diagonal, vorne, hinten und natürlich Untersetzung, vor allem wenn die Motorisierung nicht so üppig ist.

Ich könnte mir vorstellen, daß man mit Deinen Anforderungen ggf. zurecht kommt mit einem Mercedes Vario Allrad (815DA oder höher) in der Kastenwagen-Variante mit Hochdach der schon von Vornutzern passend umgebaut wurde als Fernreisemobil oder als "Expeditions"mobil. Das Teil sieht dann noch irgendwie nach Lieferwagen aus, hat natürlich mehr als 3,5 to, aber das weiß ja nicht jeder.
Iveco dürfte auch passendes haben.

Für weitere Fragen stehe ich noch 1-2 Wochen zur Verfügung. (Danach in den Wäldern Portugals)

Gruß Dieter

So einfach die Frage klingt, - so schwierig ist sie auch zu beantworten

helmut-1 @, Siebenbürgen, Freitag, 06.03.2020, 20:13 vor 2169 Tagen @ Chrischtl 1021 Views

Du versuchst, da irgendwas von der Stange zu bekommen. Genau da liegt bereits der falsche Ansatz. Derjenige, der gerne reist, mit der Vorgabe "von der Stange", der klinkt sich bei TUI oder ähnlichem ein, und reist im voll organisiertem Ambiente.

Jeder, der auf Individualität Wert legt, und sich autark mit seinem Vehikel, - egal ob Wohnmobil oder Wohnwagen, - zwecks Erkundigung anderer Länder oder Gegenden, - bewegen möchte, - hat unterschiedliche Ansprüche. Die lassen sich nicht über einen Kamm scheren. Klar kann man sich was von der Stange kaufen, aber vor Auslieferung noch diese oder jene Besonderheit einbauen lassen. Dieter hats Dir schon aufgrund der Kosten erklärt, die Kosten gehen dann ins Unermessliche.

Auch @bürgermeister hats angesprochen, - alleine die Frage nach Allrad geht bereits ins Spezielle. Alles, was speziell ist, geht in Richtung vermindeter Angebote und vor allem ins Geld.

Um Dir ein Beispiel dafür zu geben, wie unterschiedlich (man kann auch "verrückt" sagen) die Vorstellungen der "Individualreisenden" sein können, - ich skizziere mal meine Wenigkeit:

Ich hab einen uralten VW-Bus LT 28, den hab ich mir hochlasten lassen auf 3 to GesGew, aber auch mit der Anhängezulassung auf 3 to. Wie ich das geschafft habe, - meine Sache. Aber es ist eingetragen. Dazu einen Wohnwagenanhänger, Knaus, mit Tandemachse, der ursprünglich nur für 2,5 to zugelassen war, aber auch vom TÜV auf 3 to hochgelastet wurde.

Das ist bereits die erste Info,- weil wenn Du neu bist in diesem Metier, dann wirst Du schnell draufkommen, dass sich Dich Deine Unabhängigkeit in kg der Zulassung ausdrückt. Und genau darauf sind bestimmte Organe der Verkehrsüberwachung in Deutschland scharf, - die Kontrollen in der Urlaubszeit sind enorm. Im Osten resp. Südosten ist das nicht mehr so relevant.

Mein Gespann aus Wohnmobil und Wohnwagenanhänger beträgt komplett 18 m. Klar ist das - aus der Sicht des Otto Normalo - übertrieben. Nur: Ich hab da alles drin, was ich benötige. Hängt natürlich in erster Linie damit zusammen, dass ich kein Campingplatzbesucher bin. Mein "way of live" im Urlaub, de sowieso einen Seltenheitswert für mich hat, beinhaltet viele Dinge, die sich nicht in die Ordnung eines Campingplatzes einfügen. Und wenn ich eben Lust darauf habe, um Mitternacht eine Flasche Wein zu köpfen und das im Beisein meiner Gitarre oder des Akkordeons, - dann kommt der Verwalter des Campingplatzes und macht mich zur Sau.

Deshalb lege ich Wert auf eigene Stromversorgung durch Generator, Dusche, WC, usw. neben den üblichen Einrichtungen wie Küche, usw. aber auch Klimaanlage, wenns zu warm wird. Küche bedingt bei den mitgenommenen Lebensmitteln eine Vorhaltung eines bestimmten Vorrates. Ich werde mir in Norwegen in erster Linie Fischspezialitäten (frisch) kaufen, aber mit Sicherheit kein Schweinefleisch. Deshalb gibts da kein "Kühlschränkchen", sondern einen großen Kühlschrank und auch einen Gefrierschrank. Das aber braucht alles Platz und benötigt auch Gewicht. Abgesehen von Mikro, Backherd, usw. usw. Dazu will man auch von Zeit zu Zeit mal sehen, was man so im heimischen TV erzählt, und deshalb braucht man auch die Schüssel, dazu den Receiver, usw.

Anhand dieses Beispieles (eines Verrückten) siehst Du bereits, was Individualismus sein kann. Du willst von den Leuten, die das schon lange machen, einen Rat. Den will ich Dir gerne geben.

Wenn Du in diesem Metier neu bist, dann musst Du wenigstens zwei oder drei Urlaube, nach Möglichkeit in verschieden Gegenden, mit einem gemieteten Wohnmobil durchziehen. Dabei musst Du Dir genau aufschreiben, um welches Modell es sich handelt, und Dir jedesmal genau vermerken, was Du als Defizit empfindest. Mach das bei drei verschiedenen Modellen eines Wohnmobils und bei verschiedenen Ländern des Urlaubs. Dann hast Du ungefähr eine Vorstellung darüber, was Du persönlich für Deine Wünsche benötigst.

Was nicht bedeutet, dass Du danach ein optimales Wohnmobil hast, - es kommt immer noch eine neue Erkenntnis dazu. Hast Du das alles aufgelistet, dann suchst Du Dir den Typ Wohnwagen heraus, bei dem die meisten Deiner Wünsche von der Stange her erfüllt sind. Dann kommen Deine persönlichen Kriterien mit ins Spiel, und dann musst Du fragen, was das Ding denn dann komplett kostet, - Garantie, usw. Dem gegenüber stellst Du die Kosten, wenn das in einem gekauften Wohnmobil ein "Bekannter" macht. Dann musst Du Dich entscheiden.

Jetzt schon zu sagen, . kauf Dir den Typ xy vom Fabrikat z, das geht nicht. Du musst ja erst einmal selber wissen, was Du willst und worauf Du Wert legst.

Ob Dir mein Rat was hilft, - weiß ich nicht, - aber ich hoffe doch.

Ein LT28 bärenstark - Willkommen im Club!

bürgermeister @, Freitag, 06.03.2020, 21:17 vor 2169 Tagen @ helmut-1 1036 Views

Hallo helmut,

ich habe einen LT28 Florida (also Westfalia Ausbau) für mich das beste Womo der Welt, er sollte beim Gas geben halt nicht nur lauter, sondern auch ein wenig schneller werden. Aber wer hats im Urlaub schon eilig?[[top]]

Gruß bm

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Die besten Q drops sind noch nicht gelutscht.

Für den LT 28 gibt es eine Redensart

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 07.03.2020, 07:21 vor 2169 Tagen @ bürgermeister 954 Views

Er ist kein Mustang, aber dafür ein Ochse.

Nirgends hatte ich Probleme, zusammen mit dem 3 to Wohnwagen hinten dran die Anhöhen zu überwinden. Die Pyrenäen überquerte ich über die Serpentinen von Andorra. Denke, das sagt alles.
Was ich noch suche, ist, irgendwo auf dem Schrottplatz eine Servo zu finden. Er hat keine eingebaut, die Halterung dafür ist aber vorgesehen. Spätestens beim rückwärts Rangieren mit dem Wohnwagen hinten dran wäre das ein Vorteil. Sonst brauche ich es eigentlich nicht.

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