Ein Musterbeispiel an Marktwirtschaft: 24-jähriger Heidelberger verdient Millionen mit Masken. (mT)

DT @, Dienstag, 03.03.2020, 10:21 vor 2171 Tagen 4864 Views

Der war genauso früh dran wie ich auch, nur daß er 20 Paletten mit Masken kaufte, anders als die Bundes-Rosette Jens Spahn, oder die Krankenhäuser, oder die Gesundheitsämter.

https://www.bento.de/politik/coronavirus-24-jaehriger-wird-mit-atemschutzmasken-reich-a...

Und keiner braucht Schnaps und Zigaretten, wie nach dem 2. Weltkrieg. Gestern abend im Edeka waren Zucker, Mehl, Barilla Nudeln ausverkauft. Die Spätzle und die Hochzeit-Nudeln waren noch voll bestückt.

Hätte die Bundesfxxxx aufgerufen, Wein zu bunkern, ich wäre mir sicher, das Weinregal wäre ausverkauft gewesen.


Gerechtigkeit
(was hat das mit "Gerechtigkeit" zu tun, Bento?? Das heißt "buy low, sell high", und "antizipiere Bedarf")

Wie ein 24-Jähriger mit Mundschutzmasken Millionen Umsatz machte

Als Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vergangenen Mittwoch verkündete, dass das Coronavirus SARS-CoV-2 Deutschland erreicht hat, hatte Timo Klingler den vermutlich erfolgreichsten Geschäftstag seines Lebens. Innerhalb von 24 Stunden habe sein Unternehmen eine sechsstellige Summe eingenommen.

Timo ist 24, von seinem Heimatort bei Heidelberg aus betrieb er bisher mit fünf Mitarbeitern einen Onlineshop mit Krimskrams wie Faschingsartikeln und Eiskratzern. Doch inzwischen ist er einer der wenigen, die vom Coronavirus so richtig profitieren.

Denn Timo hat auf die Panik spekuliert.
Die Preise haben sich vervielfacht

Schon im Januar, so erzählt er am Telefon, habe er die Preise von Mundschutzmasken in China steigen sehen. Und entschieden, zu investieren. Eine fünfstellige Summe habe er ausgegeben für Mundschutz und Atemschutzmasken verschiedener Güteklassen. Größtenteils habe er sie für weniger als 60 Cent das Stück gekauft. In den vergangenen Tagen verkaufte er sie für mehr als 20 Euro.

Denn Desinfektionsmittel, Handschuhe und Mundschutz-Masken sind in vielen Drogeriemärkten ausverkauft. Wer noch etwas bekommen möchte, muss ins Internet. 16 der 20 meistverkauften Artikel in der Amazon-Rubrik "Gewerbe, Industrie und Wissenschaft" waren in der vergangenen Woche zeitweise Mundschutzmasken – die anderen vier Desinfektionsgels und Handschuhe.

Ein nicht irrelevanter Teil dieser aktuell verkauften Atemschutzmasken kommt jetzt aus einer 14.000-Einwohner-Gemeinde bei Heidelberg. Denn Timo kaufte in China viele OP-Masken. Über eine Million, sagt er. Verteilt auf 20 Paletten. Dazu kamen zehntausende richtige Atemschutzmasken verschiedener Schutzklassen. Hier sind die Preise noch höher, ist die Nachfrage noch größer.
Millionen mit Masken

Timo belegt wichtige Zahlen mit Unterlagen, Screenshots und Fotos, die seine Angaben teils kommagenau bestätigen. Er klingt zufrieden, wenn er vom Geschäft mit dem Coronavirus spricht. Er habe "extrem viel Kapital schaffen können", sagt er schließlich. Ziemlich sicher sei er aktuell der erfolgreichste Verkäufer aus Deutschland in diesem Bereich.

Über eine Stunde lang erzählt er bento, wie schwer es sei, kurzfristig Angestellte zu finden, dass seine Nachbarn sich über die Lieferwagen in der Einfahrt beschweren, dass er sich zuletzt häufig nur noch von Brezeln und Pizza ernähre, weil die Zeit für richtiges Essen fehle, dass er sich über CNN informiere und dass er mit der Aktion Millionär werden könnte. Schon jetzt habe er mit dem Virus einen siebenstelligen Umsatz erreicht. So zeigen es auch die Unterlagen, die er vorlegt.

Die Chancen scheinen gut, dass sein Unternehmen mit der Angst vor dem Coronavirus einen Millionengewinn macht. "Das ist wie Drogenhandel. Ich weiß nicht, wie die Margen im Drogenhandel sind, aber so stell ich es mir vor", sagt Timo.


Ist es verboten, dass er stolz auf seinen Erfolg ist? Timo hat internationale Märkte beobachtet, eine Schlussfolgerung gezogen, hat Geld auf seine Interpretation der Fakten gesetzt – ein Vorgang, der in der Wirtschaft jeden Tag passiert. So sieht er es.

Doch kurz nach dem Gespräch klingelt erneut das Telefon. Man wolle keine Berichterstattung und habe Angst vor Anfeindungen. Und überhaupt: Wen ginge es etwas an, wie viel Geld man mit dem Coronavirus verdiene?

Es sind solche Befürchtungen, die zeigen, wo das Problem liegt, wenn Marktwirtschaft und Moralempfinden aufeinander treffen.

"Erfolgreiches Start-up"

Doch wer hinter dem Geschäft mit dem vermeintlichen Corona-Schutz steckt, ist ohnehin öffentlich bekannt – seit Jahren betreibt Timo Klingler intensive Selbstvermarktung. Seinen Onlineshop nennt er "TK-Gruppe". Damit man ganz sicher versteht, wer gemeint ist, schreibt er den Namen oft noch einmal dazu. "TK-Gruppe Timo Klingler". Auf der eigenen Internetseite heißt es über ihn: "Die Gabe, Neues zu entwickeln und voranzubringen gehört zu Timo Klingler einfach dazu" und: "ein neugieriger Erfindergeist steht hier am Anfang seiner erfolgreichen Start-ups". Bilder und Videos zeigen bisherige Höhepunkte seiner Karriere. Darüber thronen vier Löwen mit den Leitzielen des Unternehmens: "Leidenschaft, Herzblut, Einzigartigkeit, Willensstärke."

Selbst auf Amazon ist der Name des umtriebigen Unternehmers allgegenwärtig. Auch hier erzählt Timo Klingler seine Geschichte. Bei dutzenden Angeboten steht der Name des 24-Jährigen zusätzlich noch vor der Artikelbeschreibung. Das klingt, als habe er die Artikel nicht einfach aus China importiert, sondern gleich selbst erfunden. "TK Gruppe Timo Klingler Reflektorband" oder "TK Gruppe Timo Klingler Vampirgebiss" heißt es dann.

In den vergangenen Tagen war es jedoch vor allem der Artikel "TK Gruppe Timo Klingler Mundschutz", der für Interesse sorgte. Auch auf Ebay, im Onlineshop der Supermarktkette "real" und auf der eigenen Internetseite kann man die Masken erwerben. Die vorliegenden Zahlen zeigen, dass es zur Zeit überall läuft. Auf Ebay sind sie sogar öffentlich.

Berichte, die nicht zur Wirklichkeit passten

Noch vor wenigen Monaten sah es aus, als müsse er den Versandhandel möglicherweise abwickeln, sagt Timo. Die Zahlen, von denen er im Rückblick spricht, passen nicht ansatzweise zu den Erfolgsgeschichten, die über ihn in der Lokalpresse zu lesen waren: Mal bot er örtlichen Supermärkten einen neuartigen Mülleimergriff an. Ein anderes Mal versuchte er, Pullover für Bodybuilder zu vermarkten. Beides funktionierte, räumt Timo ein, nie wirklich.

Die Corona-Krise ist vermutlich das erste Geschäft, mit dem Timo Klingler wirklich Geld verdient. Er sagt, er habe alles auf eine Karte gesetzt. Bei den Gewinnmargen, um die es derzeit geht, dürfte es jedoch schwer fallen, nicht zu profitieren.
50 vermutlich nutzlose Masken für 150 Euro

Von den über eine Millionen einfachen OP-Masken seien die meisten bereits verkauft. Unternehmen hätten ihm Zehntausende auf einmal abgenommen, sagt Timo. Auch von den teureren Modellen. Für ihre Mitarbeiter oder um sie selbst weiterzuverkaufen. Auch Landräte und Bürgermeister hätten sich bereits gemeldet. Ein börsennotiertes Unternehmen habe ihm eine hohe fünfstellige Summe direkt überwiesen, ohne weitere Absicherungen. Andere hätten einfach auf Amazon bestellt. Allein das Fünfziger-Paket OP-Masken für knapp 150 Euro wurde laut vorliegenden Informationen tausendfach bestellt. Timo klingt ehrlich überrascht, wenn er davon erzählt.

Inzwischen seien die Masken mit dem niedrigen Schutzfaktor FFP1 die einzigen richtigen Atemschutzmasken, die er noch vorrätig habe. Etwa zwanzig Euro verlangte er in den vergangenen Tagen pro Stück. Teilweise mehr. Gekauft hat er auch sie für weniger als 60 Cent. Doch das Geschäft funktioniert noch immer.

Die Spekulation mit Gesundheitsartikeln ist inzwischen so groß, dass es viele Produkte kaum noch auf dem regulären Weg gibt. Das Pharma-Unternehmen, das das Desinfektionsmittel Sterilium anbietet, liefert nur noch an Krankenhäuser und bekannte Kunden. Selbst Großhändler können die Nachfrage nach Masken kaum noch bedienen. Dennoch, erzählt Timo, erwarte er in diesen Tagen noch einmal zehntausende neue Masken.

Betrüger verkaufen verschimmelte Masken

Darf man das? Mit der weltweiten Angst vor einer schweren Lungenkrankheit Geld verdienen? Moralisch gesehen sei es nicht einfach, versichert Timo. Und betont, dass die Behörden sich wochenlang nicht vorbereitet hätten. Dass jetzt die Preise stiegen, liege nicht an ihm. "Das ist das Problem der Marktwirtschaft."

Versicherungen, Pharma, Medien - Angst ist ein Billionen-Geschäft

Linder, Dienstag, 03.03.2020, 11:22 vor 2171 Tagen @ DT 2829 Views

https://youtu.be/gRwuEHjV8xo

Und es finden sich Milliarden Menschen die immer und immer wieder darauf hereinfallen.
Materialgewordener Ablasshandel nennt sich das, was der werte Herr mit den Schutzmasken betreibt.
Es sei ihm vergönnt.

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◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇

Genau hier könnte man, wenn man denn wollte das BGB§138 anwenden

mawa99, Dienstag, 03.03.2020, 11:43 vor 2171 Tagen @ DT 3153 Views

Enteignen und an Krankenhäuser verteilen.

Enteignen...

Talleyrand ⌂ @, Dienstag, 03.03.2020, 12:05 vor 2171 Tagen @ mawa99 3037 Views

Enteignen und an Krankenhäuser verteilen.

... und genau den Deutschen bestrafen und ruinieren, der das Versagen des Staates durch sein unternehmerisches Handeln wenigstens teilweise kompensiert hat. Wenigstens kann man bei ihm die Dinger kaufen, wenn auch teuer, weil die Nachfrage eben den Preis treibt.

Du schlägst also Enteignung vor.
Damit bekommen die Leute Zugriff auf die Mittel, die vorher versagt haben, diese rechtzeitig zu kaufen. Und genau diese Leute werden sie dann wieder- wie immer - so verteilen, daß sie selbst den größten Nutzen haben. Denn wie verteilt man knappe Güter, wenn nicht über den Preis? Natürlich über politische Beziehungen, Bestechungen, Wohlverhalten, Klüngel und Korruption.

Obwohl ihr nicht müde werdet, die verfaulende politische Kaste anzuklagen für ihre Fehler und Dummheit, ist das Erste, was euch einfällt, wenn ein Unternehmer in der Krise Erfolg hat, genau dieser politischen Kaste das Eigentum dieses Unternehmers zuzuschanzen, mit dem Ruf nach Enteignung.

Und deshalb sind die Deutschen nicht zu retten. Sie werden bei der nächsten Gelegenheit wieder den Sozialismus oder den nationalen Sozialismus bekommen. Sie wollen es so. Oder wie Danisch sagen würde: Geliefert wie bestellt.

Gruß
Talleyrand

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Rechtslage

Linder, Dienstag, 03.03.2020, 12:13 vor 2171 Tagen @ mawa99 2981 Views

Mit dieser Forderung wirst du in einer Demokratie nach heutigem Rechtsverständnis nicht durchkommen, auch wenn dir dein kommunistisches Gedankengut das als logisch erscheinen lässt.
Ohne Ausrufen des allgemeinen Notstands ist eine solche Enteignung nur bedingt möglich, außerdem müsste dennoch Schadenersatz geleistet werden, so ein Gericht es bestätigt. Der Herr bekäme somit sein ihm zustehendes Geld nicht unmittelbar von den jetzigen Käufern, sondern im Nachgang vom Staat.

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◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇

Hallo Talleyrand? (mT)

DT @, Dienstag, 03.03.2020, 12:25 vor 2171 Tagen @ Talleyrand 2876 Views

Mit keinem Wort hab ich ihn angeklagt oder beschuldigt, im Gegenteil, ich hab seine Story hier eingestellt.

Neulich hat BBouvier schon meinen Post über "wie kann man von Corona profitieren" kritisiert, nix anderes mache ich als der tüchtige Heidelberger. Schau mir an, ob Qiagen, Abbvie, Paul Hartmann PHH2, wer auch immer, DAS hat was man braucht.

Oder ich schau mir an und kaufe Puts auf das, was man nicht mehr braucht, wie zB United Airlines Flüge, Lufthansa, Kreuzfahrten (Carnival Cruises).

Nur daß ich kein physisches Risiko eingehen muß, wie 20 Paletten vor der Garage mit dem zermürbenden Warten, ob die Krise denn kommt, sondern mit einem Klick das Zeug kaufen und verkaufen kann. Man muß den Online-Bankern zugestehen, daß anders als 2001 und zT 2008 die Systeme diesmal flott funktioniert haben, auch wenn bei den OS und Zertis die Händler zum Teil wieder rummanipuliert haben.

Was mir noch wichtig wäre, ist, daß die versagenden Politiker zumindest direkt an der Front in einem Coronahospital arbeiten müßten. Kopf kürzer wie in China wenn einer versagt hat bei sowas wesentlichem wie dem Schutz des Volkes und bei permanentem Abschieben der Verantwortung ist bei uns ja nicht drin.

DT

Der Notstand ist da, wer ihn noch nicht sieht soll bitte weiter schlafen! ( oT )

mawa99, Dienstag, 03.03.2020, 12:35 vor 2171 Tagen @ Linder 2637 Views

Ohne Text

Schwachsinn

mawa99, Dienstag, 03.03.2020, 12:36 vor 2171 Tagen @ Talleyrand 2634 Views

Damit bekommen die Leute Zugriff die es brauchen ( Pfleger, Ärzte und Co ) , die haben die Lage nicht verschuldet!

Das kommt noch früh genug

Sylvia @, Dienstag, 03.03.2020, 12:36 vor 2171 Tagen @ mawa99 3018 Views

2021 bekommen wir R2G auf Bundesebene, dann gehts in Riesenschritten Richtung DDR2.0.

Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.

Da kommt dann die Zeit der leistungslosen Transferempfänger. Zumindest kurzfristig. Weil langfristig: "Das Problem des Sozialismus ist, dass dir irgendwann das Geld anderer Leute ausgeht." (Margaret Thatcher)

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"Der Computer ist die logische Weiterentwicklung des Menschen: Intelligenz ohne Moral." (John Osborne)
"Der Gutmensch ist die logische Rückentwicklung des Menschen: Moral ohne Intelligenz." (unbekannt)

Kollektivpsyche

Talleyrand ⌂ @, Dienstag, 03.03.2020, 12:37 vor 2171 Tagen @ DT 2716 Views

Servus DT

Meine Antwort und scharfe Kritik bezieht sich nicht auf Deinen Eintrag, sondern auf den Enteignungsvorschlag von Mawa99.
Für mich ist der Eintrag symptomatisch für die Kollektivpsyche der Deutschen. Man versteht den Nutzen des marktwirtschaftlichen Handelns nicht, sieht nur den Vorteil des Einzelnen (Neid!) und ruft nach Vater Staat, um zu enteignen. Derselbe Vater Staat, der alljährlich seine Bürger bereits mit 50% Staatsquote enteignet und der auch sonst alles tut, um den "länger hier Lebenden" das Leben schwer zu machen.
Wie kann man so eine Kollektivpsyche aus ihrem "ideologischen Schlummer" aufwecken? Wohl nur mit einer weiteren Roßkur.
Interessant ist, daß die Deutschen im Osten von diesen Vorwürfen auszunehmen sind. Also müßte man vorschlagen: Teilen wir doch das Land. Die, die Sozialismus wollen, gehen in den Westen. Die, die Marktwirtschaft wollen, gehen nach drüben...

Gruß
Talleyrand

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Fragen zum Schwachsinn

Talleyrand ⌂ @, Dienstag, 03.03.2020, 12:44 vor 2171 Tagen @ mawa99 2608 Views

Damit bekommen die Leute Zugriff die es brauchen ( Pfleger, Ärzte und Co ) , die haben die Lage nicht verschuldet!


Und wer garantiert dir, daß die verkommene Politikerkaste es schafft, die Güter dorthin zu verteilen, wo sie benötigt werden?
Und was machst Du, wenn nicht genügend Güter für alle Kranken da sind? Entscheiden dann Maas und Spahn, wer was bekommt und wer verreckt?

Was wäre denn das Problem, wenn der fette Staat seinen Fehler einsieht und dem erfolgreichen Unternehmer, der wenigstens (anders als der Staat) die Güter liefern kann, die Güter zum Marktpreis abkauft.
Die Lieferungen nach China hat Maas verschenkt. Den Deutschen, der dafür gesorgt hat, daß trotzdem diese Güter noch in D erhältlich sind, willst Du enteignen? Ich fasse es nicht. Und Du wagst es, meinen Einwurf als Schwachsinn zu bezeichnen?

Den Schwachsinn weise ich als Projektionsleistung zurück.

Gruß
Talleyrand

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Es geht darum

mawa99, Dienstag, 03.03.2020, 12:55 vor 2171 Tagen @ Talleyrand 2539 Views

das da wer ist der sich auf Grund einer Notlage bereichern will da geht es mir im Moment nicht darum wer vorher versagt hat das ist anders aufzuarbeiten. In diesem speziellen Fall enteignen und verteilen.

Schilddrüsenmedikament Novothyral nicht lieferbar

bürgermeister @, Dienstag, 03.03.2020, 13:02 vor 2171 Tagen @ DT 3131 Views

Hallo Zusammen,

ich habe heute den Vormittag damit verbracht eine Apotheke zu finden, die das Medikament noch vorrätig hat. Nach der 10. hatte ich Glück. Einige weitere Schilddrüsenmedikamente sind ebenfalls nicht lieferbar von mehreren Großhändlern.

Falls jemand dringend Medikamente benötigt rate ich sich umzusehen.

Gruß bm

--
Die besten Q drops sind noch nicht gelutscht.

...den Untertanen das selbständige Handeln aberziehen.

Talleyrand ⌂ @, Dienstag, 03.03.2020, 13:05 vor 2171 Tagen @ mawa99 2568 Views

bearbeitet von Talleyrand, Dienstag, 03.03.2020, 13:10

Dann laß Dich schon einmal vormerken. Wenn Dein Denken umgesetzt wird, wird Dich der Staat bei Renteneintritt enteignen, weil andere Deines Jahrgangs da sind, die sehr viel weniger haben als Du. Also Einheitsrente.
Wer vorsorgt, (z.B. auch durch den Bau oder Kauf von Wohnungen, Häuser, die er im Alter vermietet) hat sich auf Kosten der Allgemeinheit einen Vorteil verschafft und nutzt die Notlage derer aus, die nicht vorgesorgt haben und nun Miete zahlen müssen.
Also wird er enteignet. Wer aus der Menge herausragt, wird einen Kopf kürzer gemacht.

Wenn das Schule macht, wird sich jeder zweimal überlegen, ob er in Deutschland noch privat vorsorgen soll, Vermögensaufbau betreiben soll, oder unternehmerische Risiken eingehen soll.
Scheitert das unternehmerische Wagnis, ist man geschädigt. Hat man mit dem Unternehmen Erfolg, wird man vom Staat gegängelt oder gleich enteignet. Eine Loose-Loose-Situation. Die beste Methode, um den Untertanen das selbständige Handeln abzuerziehen.

Bestrafe Einen, erziehe hundert. (Mao)

Die Enteignung des Unternehmers, der die medizinischen Güter rechtzeitig gekauft hat, wäre ein "Geschichtszeichen" (um Norbert Bolz zu zitieren.)
Der Vorschein des Sozialismus.
Interessant ist, daß Leute wie Du sich vermutlich als moralisch gute Menschen sehen, die die "Bösen" enteignen.

Gruß
Talleyrand

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Die Problemlösung heisst: Modern Monetary Theory

SevenSamurai @, Dienstag, 03.03.2020, 13:26 vor 2171 Tagen @ Sylvia 2651 Views

Die Problemlösung heisst: Modern Monetary Theory.

Die Zentralbanken sind mit schlechtem Beispiel vorausgegangen, jetzt will die Bevölkerung (in den USA z.B.) auch daran partizipieren.

https://en.wikipedia.org/wiki/Modern_Monetary_Theory

--
"Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte:
weil sie damals (...)."
Henryk Broder

Demnächts werden hier Wohnungen enteignet.

SevenSamurai @, Dienstag, 03.03.2020, 13:30 vor 2171 Tagen @ mawa99 3077 Views

Oder sollen die Flüchtlinge auf der Strasse übernachten?

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"Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte:
weil sie damals (...)."
Henryk Broder

Er wird kommen, aber nicht wegen Corona sondern aufgrund Krieg. (oT)

Linder, Dienstag, 03.03.2020, 14:29 vor 2171 Tagen @ mawa99 2466 Views

o.T.

--
◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇

Schütte nicht gleich das Kind mit dem Bade aus, sollte der Obereigentümer Staat mal mit der Wimper zucken.

trosinette @, Dienstag, 03.03.2020, 15:51 vor 2171 Tagen @ Talleyrand 2361 Views

bearbeitet von trosinette, Dienstag, 03.03.2020, 16:01

Guten Tag,

Wer aus der Menge herausragt, wird einen Kopf kürzer gemacht.

Hat man mit dem Unternehmen Erfolg

Erfolgreiches Unternehmertum drängt sowieso zur Monopolbildung und damit zur totalen Gleichmacherei. Jede zweite Firma ist binnen 20 Jahren verschwunden.

Wenn die schöne Geldwirtschaft nicht vorher abkackt, kauft die ganze Welt irgendwann nur noch beim VEB Amazon und sucht beim volkseigenen Informationsdienst Google und hat auf dem freien Markt die Wahl zwischen Wartburg und Trabi. Wer unternehmirisch den Kopf rausstreckt wird früher oder später geschluckt oder macht den Laden wieder dicht.

Schau mal wie viele Automarken es einst gab. Jetzt gibt es nur noch VEB Einheitsbrei.

Wenn das Schule macht, wird sich jeder zweimal überlegen, ob er in Deutschland noch privat vorsorgen soll.

Nicht jeder wird zweimal überlegen. Viele müssen gar nicht überlegen, weil sie sowieso von der Hand in den Mund leben.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Macron beschlagnahmt alle Schutzmasken

mawa99, Dienstag, 03.03.2020, 15:52 vor 2171 Tagen @ Talleyrand 2500 Views

Macron will in Frankreich alle Schutzmasken beschlagnahmen.

Wir beschlagnahmen den gesamten Bestand und die Produktion von Schutzmasken. Wir werden sie an Fachleute des Gesundheitswesens und an die vom Coronavirus betroffenen Franzosen verteilen

Link to Twitter

N-TV Newticker: +++ 16:16 Vier Tote in Frankreich: Macron lässt alle Atemmasken beschlagnahmen +++

FOX-NEWS @, fair and balanced, Dienstag, 03.03.2020, 16:24 vor 2171 Tagen @ mawa99 2635 Views

Wegen der schnellen Ausbreitung des neuartigen Coronavirus beschlagnahmt der französische Staat alle Atemschutzmasken. "Wir beschlagnahmen alle Vorräte sowie die Produktion von Schutzmasken", verkündete Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf Twitter. Die Masken sollen nach seinen Angaben an das Gesundheitspersonal und mit dem Virus infizierte Franzosen verteilt werden.

Geht nicht gibts nicht.

Grüße

--
[image]

Afuera!

So schnell fallen die Masken

Talleyrand ⌂ @, Dienstag, 03.03.2020, 16:58 vor 2171 Tagen @ mawa99 2464 Views

Wir beschlagnahmen den gesamten Bestand und die Produktion von Schutzmasken. Wir werden sie an Fachleute des Gesundheitswesens und an die vom Coronavirus betroffenen Franzosen verteilen


Frankreich hat eine 500-jährige Tradition des Etatismus, die von der 1789-Revolution nur geringfügig geändert worden ist, hin zur Diktatur der Mehrheit.

Deshalb überrascht mich das nicht im geringsten.
Die Vorstellung, daß unter staatlicher Bewirtschaftung mehr Schutzmasken produziert werden und besser an die Stellen zu verteilen sind, wo sie benötigt werden, ist eine typisch planwirtschaftliche.

So schnell fallen die Masken.

Gruß
Talleyrand

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satt zu herrschen, müd zu dienen

Talleyrand ⌂ @, Dienstag, 03.03.2020, 17:24 vor 2171 Tagen @ trosinette 2297 Views

Erfolgreiches Unternehmertum drängt sowieso zur Monopolbildung und damit zur totalen Gleichmacherei. Jede zweite Firma ist binnen 20 Jahren verschwunden.

Nicht alle Firmen wollen sich die bürokratische Kärrnerarbeit aufhalsen, die die Politik als Mühlstein den Aktiengesellschaft umgebunden hat. Da bleibt man lieber Personengesellschaft oder anderes.

Daß Unternehmen vom Markt verschwinden, ist gut und richtig.
Wir haben seit der sozialistischen Nullzinspolitik der Notenbanken das Problem der Zombifizierung. Firmen, die eigentlich längst hätten vom Markt verschwinden müssen, existieren immer noch. Sie werden von der Politik subventioniert zulasten der besseren Unternehmen. Das Kapital, das in diese Zombies fließt, ist fehlgeleitet und führt zu Ressourcenverschwendung.

Wenn die schöne Geldwirtschaft nicht vorher abkackt, kauft die ganze Welt irgendwann nur noch beim VEB Amazon und sucht beim volkseigenen Informationsdienst Google und hat auf dem freien Markt die Wahl zwischen Wartburg und Trabi. Wer unternehmirisch den Kopf rausstreckt wird früher oder später geschluckt oder macht den Laden wieder dicht.

Google ist mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit ein Staatsbastard, ein Unternehmen, das von Anfang an von US-Geheimdiensten aufgebaut worden ist. Also schlechtes Beispiel.
Amazon ist dagegen ein Paradebeispiel dafür, daß der Markt funktioniert, so man ihn läßt. Ich kann mich noch erinnern, als Ende der 90er Amazon eine kleine Klitsche war, die online Bücher verkauft hat.
Da war Quelle mit seinen Katalogen (aus Papier, per Postversand) noch eine große Nummer in D. Willst Du jetzt Amazon dafür bestrafen, daß Bezos Visionär war und alles besser gemacht hat? Auch billiger für den Kunden, mit besserem Kundenservice?
Kein Unternehmen wird daran gehindert, es Amazon gleichzutun. Ich schaue ab und an bei Otto und Rakuten vorbei. Beide halten sich, aber kommen weder preislich noch vom Service her an Amazon ran. Ich bin aber sicher, irgendwann wird ein schlauer Inder oder Chinese eine Firma aufziehen, die mit Amazon mithalten kann.
Und ich bin mir ganz sicher, es wird kein Deutscher sein. Weil die Deutschen so denken wie Du.
Denn Du weißt ja, die Deutschen lieben die Ordnung und Sicherheit in einem fürsorglichen Staat. Das ist ihnen lieber als die Freiheit. Aber es gibt andere Völker, die anders denken. Und so wird die Geschichte über Deutschland (und Europa) hinweggehen.

Schau mal wie viele Automarken es einst gab. Jetzt gibt es nur noch VEB Einheitsbrei.

Mittlerweile sind in China, Korea, Indien schon wieder neue Automarken entstanden, während alte, müde Krieger wie Volvo, Chrysler und die Briten mit guten Gründen weg sind.
General Motors wurde wiederum vom Staat "gerettet", man sieht daran, daß die Staaten die größten Feinde der Marktwirtschaft und des Wohlstandes der Menschen sind.

Wenn das Schule macht, wird sich jeder zweimal überlegen, ob er in Deutschland noch privat vorsorgen soll.


Nicht jeder wird zweimal überlegen. Viele müssen gar nicht überlegen, weil sie sowieso von der Hand in den Mund leben.

Woran die Abgabenquote von 50% eine nennenswerte Mitschuld trägt.
Ich erinnere daran: im deutschen Reich von 1871-1918 betrug die Staatsquote 12 %
Das war die Zeit, als alle deutschen Weltfirmen gegründet wurden und die Deutschen den größten Wohlstandssprung nach vorn gemacht haben.

Gruß
Talleyrand

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Europäer brauchen keine Schutzmasken

Tempranillo @, Dienstag, 03.03.2020, 22:37 vor 2171 Tagen @ mawa99 2171 Views

Am 19. Februar hat Frankreich 17 Tonnen medizinisches Hilfsmaterial nach China geschickt, worunter sich auch Schutzmasken befunden haben, erfahren wir in einem Video des Allgemeinarzts Dr. Bernard Legrand. Verantwortlich für diese Aktion war die damalige Gesundheitsministerin Agnès Buzyn.

Offensichtlich sind unsere Regierenden der Ansicht, daß Europäer keine Schutzmasken brauchen, denn die sollen ohnehin verrecken und durch Mohammedaner und Neger ersetzt werden.

https://twitter.com/bdLegrand/status/1234789467929661442

Tempranillo

--
*Die Demokratie bildet die spanische Wand, hinter der sie ihre Ausbeutungsmethode verbergen, und in ihr finden sie das beste Verteidigungsmittel gegen eine etwaige Empörung des Volkes*, (Francis Delaisi).

Dein Denken ist Holzweg

trosinette @, Mittwoch, 04.03.2020, 07:43 vor 2170 Tagen @ Talleyrand 2042 Views

Guten Tag,

Weil die Deutschen so denken wie Du.
Denn Du weißt ja, die Deutschen lieben die Ordnung und Sicherheit
in einem fürsorglichen Staat.

Du bist mit Deinem Denken auf dem Holzweg. Was hat Liebe mit Denken zu tun?

Google ist mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit ein Staatsbastard

Das ganze Internet ist ein Staatsbastard. Sein Ursprung liegt im US-Verteidigungsministerium.

die Staaten die größten Feinde der Marktwirtschaft und des Wohlstandes der Menschen

Die ganze Marktwirtschaft ist ein Staatsbastard. Staat und Markt sind Siamesische Zwillinge. Nur weil die unauflösliche Beziehung scheiße läuft, solltest Du nicht denken, dass sich die Marktwirtschaft in Wolkenkukusheim gegründet hat und anschließend in feindseliger Absicht vom Staat gekapert wurde.

Denk darüber nach, wieso das, was wir Wohlstand nennen ausschließlich unter staatlicher Obhut entstanden ist und wieso die erste Sozialgesetzgebung parallel zu Industrialisierung erlassen wurde – siehe England, Speenhamland Gesetz und denk darüber nach, wieso das von Dir gelobte Deutsche Reich Geburtsstädte unseres heutigen Sozialstaates ist.

Woran die Abgabenquote von 50% eine nennenswerte Mitschuld trägt.
Ich erinnere daran: im deutschen Reich von 1871-1918 betrug die Staatsquote 12 %
Das war die Zeit, als alle deutschen Weltfirmen gegründet wurden
und die Deutschen den größten Wohlstandssprung nach vorn gemacht haben.

Danke für die Erinnerung. Wenn Industriearbeite während eine 72 Stunden Arbeitswoche im Schichtbetrieb ein Bett teilen, Großfamilien in einem Zimmer hausen und mit anderen Großfamilien auf der Etage im dritten Hinterhof auf ein Plumpsklo gehen, ist ein Wohlstandssprung keine bemerkenswerte Leistung. Erkläre mir lieber, wo Deiner Ansicht nach unser Wohlstand in Zukunft noch hinspringen soll.

Und erkläre mir, wieso die Abgabenquote ständig steigt, ohne dabei ausschließlich das Psychogramm der handelnden Akteure zu reflektieren.

An der Staatsquote mosern seit Jahren Legionen von Ökonomen, Lobbyisten, Unternehmern und Politikern rum. Bringt aber offenbar nichts.

Mit freundlichen Größen
Schneider

Quizfrage ....

NST @, Südthailand, Mittwoch, 04.03.2020, 08:20 vor 2170 Tagen @ Talleyrand 2015 Views

Kein Unternehmen wird daran gehindert, es Amazon gleichzutun. Ich schaue ab und an bei Otto und Rakuten vorbei. Beide halten sich, aber kommen weder preislich noch vom Service her an Amazon ran. Ich bin aber sicher, irgendwann wird ein schlauer Inder oder Chinese eine Firma aufziehen, die mit Amazon mithalten kann.

Amazone ist nicht der Beste ..... sogar weit abgeschlagen ....


[image]

Rechts da geht die Post ab. Das Linke ist nur der Abklatsch .... [[top]]
Gruss

--
[image]
Jeder arbeitet im Ausmass seines Verstehens für sich selbst und im Ausmass seines Nicht-Verstehens für jene, die mehr verstehen!

Sine ira et studio

Talleyrand ⌂ @, Donnerstag, 05.03.2020, 15:09 vor 2169 Tagen @ trosinette 1986 Views

bearbeitet von Talleyrand, Donnerstag, 05.03.2020, 15:13

Das ganze Internet ist ein Staatsbastard. Sein Ursprung liegt im US-Verteidigungsministerium.

Servus trosinette,

ich habe nichts gegen sinnvolle staatliche Investitionstätigkeit. Hast Du etwas dagegen, und wenn ja, warum?

Die ganze Marktwirtschaft ist ein Staatsbastard. Staat und Markt sind Siamesische Zwillinge. Nur weil die unauflösliche Beziehung scheiße läuft, solltest Du nicht denken, dass sich die Marktwirtschaft in Wolkenkukusheim gegründet hat und anschließend in feindseliger Absicht vom Staat gekapert wurde.

Das halte ich in dieser grandiosen Zuspitzung für falsch.
Wenn der Markt als siamesischer Zwilling am Staate festgewachsen wäre, dann gäbe es und hätte niemals in der Geschichte einen Staat ohne Marktwirtschaft gegeben. Historisch gab es aber jede Menge Staaten (mit Monopolgeld und Steuereintreibung) OHNE Marktwirtschaft.

Anscheinend kann also der Staat sehr wohl auch ohne den Markt existieren. (Vielleicht kann auch der Markt ohne den Staat existieren...)

Denk darüber nach, wieso das, was wir Wohlstand nennen ausschließlich unter staatlicher Obhut entstanden ist

... weil alles, was wir kennen, auch Verelendung, Massenmorde, Hungersnöte und Kriege unter staatlicher Obhut entstanden sind.

Die Frage muß anders gestellt werden, um neue Erkenntnisse zu gewinnen:
Denk darüber nach, wieso das, was wir (breite Bevölkerungsschichten erreichender) Wohlstand nennen, ausschließlich in kapitalistischen Staaten entstanden ist.

und wieso die erste Sozialgesetzgebung parallel zu Industrialisierung erlassen wurde – siehe England, Speenhamland Gesetz und denk darüber nach, wieso das von Dir gelobte Deutsche Reich Geburtsstädte unseres heutigen Sozialstaates ist.

Denk darüber nach, wieso es nur im Kapitalismus überhaupt die Überschüsse und den Produktivitätszuwachs gegeben hat, der solche Sozialverträge möglich gemacht hat.

Danke für die Erinnerung. Wenn Industriearbeite während eine 72 Stunden Arbeitswoche im Schichtbetrieb ein Bett teilen, Großfamilien in einem Zimmer hausen und mit anderen Großfamilien auf der Etage im dritten Hinterhof auf ein Plumpsklo gehen, ist ein Wohlstandssprung keine bemerkenswerte Leistung. Erkläre mir lieber, wo Deiner Ansicht nach unser Wohlstand in Zukunft noch hinspringen soll.

Es gibt noch genug Weltgegenden, in denen die Mehrheit exakt auf dem materiellen Niveau des deutschen Industriearbeiters von 1890 leben.

Du behauptest hier, es gebe in punkto Wohlstand keine Steigerungsmöglichkeit. Weiter oben hast Du irgendwo geschrieben, in Deutschland gehe es vielen Menschen so schlecht, daß sie nicht einmal irgendeine Daseinsvorsorge betreiben können.

Für mich hört sich das logisch widersprüchlich an, aber wahrscheinlich verstehe ich die debitistische Logik in Deinen Ausführungen nur nicht. Deshalb bitte ich Dich, mich aufzuklären.

Und erkläre mir, wieso die Abgabenquote ständig steigt, ohne dabei ausschließlich das Psychogramm der handelnden Akteure zu reflektieren.

Weil die Demokratie zu einer Politik der ständigen Wählerbestechung führt. Mittels Umverteilung werden Bürger teilenteignet, um dafür andere zu belohnen. Dieses Prinzip der Wählerbestechung muß jeder Politiker befolgen, seine Nicht-Befolgung hat die Abwahl zur Folge. Siehe Schröder nach Hartz 4.

An der Staatsquote mosern seit Jahren Legionen von Ökonomen, Lobbyisten, Unternehmern und Politikern rum. Bringt aber offenbar nichts.

Weil es in niemandes Partikularinteresse ist, die Staatsquote herunterzufahren, vor allem nicht dem von Mehrheiten.
Zur Reduzierung der Staatsquote bedürfte es einer einmalig gewählten (nicht wiederwählbaren) Regierung von Nicht-Politikern (z.B. zufällig ausgewählte Bürger), die sine ira et studio tun, was nötig ist.

Gruß
Talleyrand

--
https://talleyrandssudelbuch.art.blog

Was war zuerst da, der Pflug oder das Schwert?

trosinette @, Freitag, 06.03.2020, 13:22 vor 2168 Tagen @ Talleyrand 1926 Views

bearbeitet von trosinette, Freitag, 06.03.2020, 13:29

Guten Tag,

ich habe nichts gegen sinnvolle staatliche Investitionstätigkeit. Hast Du etwas dagegen, und wenn ja, warum?

Das Internet hat seinen Ursprung im US-Verteidigungsministerium und hat damit einen militärischen Hintergrund. Genauso wie die Konservendose, die Napoleon „erfinden“ ließ, um die Versorgungslage seiner Truppen zu verbessern. Und der Kruppkonzern hat sich sicherlich nicht an der Herstellung von Bratpfannen fett gefressen.
Bei der ganzen Metallverarbeitung kann man sich frage, was war zuerst da? Der Pflug oder das Schwert.

Ich habe den Verdacht, dass der Staat im Machtwettlauf der Staaten primär in seinen Machterhalt und seine Machterweiterung investiert. Dabei muss der Staat natürlich auch darauf achtgeben, dass ihm das Staatsvolk nicht davonläuft oder auf’s Dach steigt. Deshalb spielen Sozialabgaben auch eine erhebliche Rolle, vor allem, wenn die Ansprüche des Staatsvolkes steigen (Menschenwürde, Freiheit, Gerechtigkeit, Teilhabe usw. usf.).

Das halte ich in dieser grandiosen Zuspitzung für falsch.
Historisch gab es aber jede Menge Staaten (mit Monopolgeld und
Steuereintreibung) OHNE Marktwirtschaft.

Von mir aus gibt es Staaten OHNE Marktwirtschaft, was aber nicht das Thema ist. Du willst ja Markt ohne Staat bzw. mit Minimalstaat. Und Marktwirtschaft ohne Staat ist nach meinem Wissen in der Geschichte noch nicht vorgekommen.

Denk darüber nach, wieso das, was wir (breite
Bevölkerungsschichten erreichender) Wohlstand nennen,
ausschließlich in kapitalistischen Staaten entstanden ist.

Weil uns die Geldwirtschaft dazu verdonnert. Ein paar hunderttausend Jahre war es dem Mensch Wohlstand genug zu Fuß unterwegs zu sein und in den Wald zu scheißen und plötzlich braucht er Gästeklos mit Fußbodenheizung und Klobrillen mit Absenkautomatik.

Denk darüber nach, wieso es nur im Kapitalismus überhaupt die
Überschüsse und den Produktivitätszuwachs gegeben hat, der solche
Sozialverträge möglich gemacht hat.

Umverteilung ist in der Geschichte der Menschheit vollkommen natürlich und hat immer ohne Kapitalismus und Produktivitätszuwachs funktioniert.

Sozialverträge sind nicht die primäre Motivation für Überschüsse und den Produktivitätszuwachs. Nach debitistischer Lesart funktioniert Geldwirtschaft und Kapitalismus ohne Überschüsse und Produktivitätszuwachs schlicht nicht. Vom Debitismus abgesehen konnte mir bisher noch niemand halbwegs erklären, wieso die kapitalistisch Welt kurz vor dem Abgrund steht, wenn bei Nullwachstum mal ein paar Jahre genau so viel produziert, wird, wie im Vorjahr. Das wird doch sicherlich nicht ausschließlich an den Sozialverträgen liegen.

Für mich hört sich das logisch widersprüchlich an, aber
wahrscheinlich verstehe ich die debitistische Logik in Deinen
Ausführungen nur nicht. Deshalb bitte ich Dich, mich aufzuklären.

Ich betreibe keine debitistische Logik. Ich glaube nur, dass die Zuspitzung, die wir erleben primär den debitistischen Notwendigkeiten geschuldet ist, die die Geldwirtschaft impliziert.

Alles spitzt sich immer weiter zu, der Druck auf dem Kessel steigt, das Hamsterrad muss sich zunehmend schneller drehen, Wohlstandsprünge wollen in der fortgeschrittenen Wohlstandsgesellschaft nicht mehr gelingen, die Schere geht auseinander usw. usf.

Die Geldwirtschaft lässt sich nach meinem Glauben nicht zum ewigen Gemeinwohl hin nachjustieren, in dem man an ein paar Schrauben wie Staatsquote, Marktwirtschaft, Rothschild oder scheixx Besatzer und EUdssr schraubt. Geldwirtschaft ist wider die Natur und das hat seinen Preis.

Weil die Demokratie zu einer Politik der ständigen Wählerbestechung führt.

Als ich mich mit den Problemen der Demokratie halbwegs vertraut gemacht habe, wurde ich Monarchist. Bringt aber auch nichts. Jetzt bin ich unpolitisch und versuche nur noch Mensch zu sein und harre der Dinge die da kommen.

Zur Reduzierung der Staatsquote bedürfte es einer einmalig
gewählten (nicht wiederwählbaren) Regierung von Nicht-Politikern
(z.B. zufällig ausgewählte Bürger), die sine ira et studio tun, was nötig ist.

Von mir aus…

Es würde mich aber wundern, wenn die zufällig ausgewählten Bürger zufälligerweise einhellig auf einen Nenner kommen, das für nötig halten, was Du auch für nötig hältst, mit ihrer plötzlichen Machtfülle nicht überfordert sind, ihnen die Machtfülle nicht zu Kopf steigt und sie die Machbarkeit und Seiteneffekte aller Maßnahmen auf dem Schirm haben.

Wenn ich zu den Auserwählten gehören würde, würde ich für mich und die anderen Komiteemitglieder plus ein paar Kumpels erstmal eine persönliche Leibrente von 500.000 Euro p.a. für nötig halten.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

verdonnert zum Wohlstand?

Talleyrand ⌂ @, Freitag, 06.03.2020, 15:06 vor 2168 Tagen @ trosinette 1925 Views

Guten Tag,

ich habe nichts gegen sinnvolle staatliche Investitionstätigkeit. Hast Du etwas dagegen, und wenn ja, warum?

Ich habe den Verdacht, dass der Staat im Machtwettlauf der Staaten primär in seinen Machterhalt und seine Machterweiterung investiert. Dabei muss der Staat natürlich auch darauf achtgeben, dass ihm das Staatsvolk nicht davonläuft oder auf’s Dach steigt. Deshalb spielen Sozialabgaben auch eine erhebliche Rolle, vor allem, wenn die Ansprüche des Staatsvolkes steigen (Menschenwürde, Freiheit, Gerechtigkeit, Teilhabe usw. usf.).


Das spielt sicher eine Rolle. Deshalb sollte jede Gesellschaft auch den staatlichen Wasserkopf so klein wie möglich halten.

Von mir aus gibt es Staaten OHNE Marktwirtschaft, was aber nicht das Thema ist.

Du mogelst Dich dann aber um das Phänomen herum, daß die Diktaturen und sozialistische Staaten, die nicht kapitalistisch wirtschaften, katastrophale Ergebnisse erzielen. Beispiel Nord- und Südkorea, beide 1953 annähernd gleich gestartet. Heute ist Südkorea ökonomisch auf Augenhöhe mit USA, während Nordkorea den Status Quo von 1953 zu halten versucht. Das ist aber nur der ökonomische Teil. Nordkorea ist natürlich auch ein Sklavenhaltersystem, während man von den Südkoreanern vielleicht sagen kann, sie arbeiten wie Sklaven. Aber sie tun es freiwillig, und machen Urlaub wie Könige. Und jeder kann "aussteigen", so er nicht mehr mitmachen will.

Du willst ja Markt ohne Staat bzw. mit Minimalstaat. Und Marktwirtschaft ohne Staat ist nach meinem Wissen in der Geschichte noch nicht vorgekommen.

Ich weiß nicht, ob die Fernhandelsbeziehungen früherer Zeiten den Staat irgendwie als Geburtshelfer oder Ordnungshüter benötigt haben. Müßte man näher untersuchen. Die Regensburger Kaufleute, die im 11. Jahrhundert nach Kiew gezogen sind, haben jedenfalls nicht auf Befehl der Politik (weder der Stadt noch der Fürsten) gehandelt, sie haben auch nicht mit staatlichem Geld bezahlt, sondern mit Gold oder Wechseln (nachdem die Handelsbeziehungen etabliert waren.) Natürlich kamen sie aus einem Staatswesen mit Geldwirtschaft und trafen in einem anderen Staatswesen ein, um dort zu handeln. Das ist mir klar.

Für die Zukunft denke ich, daß es ganz sicher Oasen geben wird, wo sich Menschen ansiedeln, die einen Ordnungsdienst bezahlen und ihre Belange ansonsten untereinander und mit bezahlten Schiedsgerichten lösen. Gibt schon einige Beispiele dafür. Es wird dort kapitalistisch gewirtschaftet, aber mit konkurrierenden Währungen statt einer Zwangswährung.

Wohlstand

ausschließlich in kapitalistischen Staaten entstanden ist.


Weil uns die Geldwirtschaft dazu verdonnert.

Die Geldwirtschaft "verdonnert uns also" zum Wohlstand? Die meisten Menschen sind sicherlich froh darüber bzw. wären es in den Weltregionen ohne Wohlstand.

Umverteilung ist in der Geschichte der Menschheit vollkommen natürlich und hat immer ohne Kapitalismus und Produktivitätszuwachs funktioniert.

Du redest aber, wenn ich es recht verstehe, von der freiwilligen Umverteilung in Familie, Sippe, Clan. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob ich meinen Kindern eine gute Ausbildung finanziere, oder ob der Staat mir 50 % Steuern abknöpft, um damit Dinge zu tun, die meinen Interessen oft entgegengesetzt sind.

Sozialverträge sind nicht die primäre Motivation für Überschüsse und den Produktivitätszuwachs. Nach debitistischer Lesart funktioniert Geldwirtschaft und Kapitalismus ohne Überschüsse und Produktivitätszuwachs schlicht nicht. Vom Debitismus abgesehen konnte mir bisher noch niemand halbwegs erklären, wieso die kapitalistisch Welt kurz vor dem Abgrund steht, wenn bei Nullwachstum mal ein paar Jahre genau so viel produziert, wird, wie im Vorjahr. Das wird doch sicherlich nicht ausschließlich an den Sozialverträgen liegen.


Gehe ich völlig d'accord mit.

Ich glaube nur, dass die Zuspitzung, die wir erleben primär den debitistischen Notwendigkeiten geschuldet ist, die die Geldwirtschaft impliziert.

Hier ist der Dissens. Ich glaube, daß die "debitistischen Notwendigkeiten" für unseren Wohlstand gesorgt haben, sogar für die technischen Erfindungen bzw deren Einsatz und Weiterentwicklung.
Die Zuspitzung wäre rein debitistisch (noch) nicht vorhanden. Es gibt noch unberührte Felder, wo neue Berufe und Arbeitsplätze geschaffen werden würden, wenn nicht die erstickende Präsenz des Staates dieses verhindern würde.
Und es gibt Milliarden von Menschen, die auf Waschmaschinen und medizinische Versorgung warten.
Hans Rosling und der Zauber der Waschmaschine
https://www.youtube.com/watch?v=BZoKfap4g4w

Alles spitzt sich immer weiter zu, der Druck auf dem Kessel steigt, das Hamsterrad muss sich zunehmend schneller drehen, Wohlstandsprünge wollen in der fortgeschrittenen Wohlstandsgesellschaft nicht mehr gelingen, die Schere geht auseinander usw. usf.

Die Zuspitzung in Europa und USA führe ich auf Politikversagen zurück, angefangen mit der Einführung des Euro, den politisch erzwungenen Billigkrediten in USA für Hauskäufer (auch so eine quasi-sozialistische "Wohltat") bis hin zur gegenwärtigen Notenbankpolitik, die z.B. auch die Hauspreise und Mieten treibt, also in vielfacher Hinsicht die Reichen bevorzugt und die Armen benachteiligt (obwohl man es gutgemeint hat...)

In den Dörfern Perus, Indiens oder der Philippinen spitzt sich übrigens gar nichts zu.
Falls jemand die Zuspitzung und den Wohlstand nicht mehr sehen kann, besorge ich gerne Quartiere. Wie wärs mit einer 6-monatigen Kur unter dem Motto: Wegkommen vom kapitalistischen Wirtschaften, raus aus dem Hamsterrad, rein ins Reisfeld, hinter dem Pflug.

Die Geldwirtschaft lässt sich nach meinem Glauben nicht zum ewigen Gemeinwohl hin nachjustieren, in dem man an ein paar Schrauben wie Staatsquote, Marktwirtschaft, Rothschild oder scheixx Besatzer und EUdssr schraubt.

Die Geldwirtschaft sorgt für Ungleichheit, aber ein stetig steigendes Wohlstandsniveau ALLER. Wenn die Politik nicht dazwischenfunkt. Es gibt auch jetzt noch Beispiele dafür (China, Vietnam, Thailand, Korea, Chile, Kanada). Einfach zu behaupten, die Politik funkt immer dazwischen - Stichwort Staatsbastard, ist defätistisch.

Geldwirtschaft ist wider die Natur und das hat seinen Preis.

Wider die Natur sind dann auch Brillen, medizinische Geräte und selbst Faustkeile.

Natur ist das, was am Leben bleibt. (es in die nächste Generation schafft.) Nach dieser Definition ist Geldwirtschaft Natur, weil sie sehr erfolgreich ist.

Weil die Demokratie zu einer Politik der ständigen Wählerbestechung führt.


Als ich mich mit den Problemen der Demokratie halbwegs vertraut gemacht habe, wurde ich Monarchist. Bringt aber auch nichts.

"In den Monarchien gab es wenigstens noch Glücksfälle." (Ernst Jünger)
Hans-Hermann Hoppe würde übrigens auch eine liberale Monarchie bevorzugen, gegenüber dem jetzigen Staatsmodell.

Es würde mich aber wundern, wenn die zufällig ausgewählten Bürger zufälligerweise einhellig auf einen Nenner kommen, das für nötig halten, was Du auch für nötig hältst, mit ihrer plötzlichen Machtfülle nicht überfordert sind, ihnen die Machtfülle nicht zu Kopf steigt und sie die Machbarkeit und Seiteneffekte aller Maßnahmen auf dem Schirm haben.


anderer Vorschlag:
- (wie Krall fordert) sehr hohe "Diäten" (z.B. 1 Mio im Jahr) um auch die beruflich Erfolgreichen für Parlament und Regierung zu gewinnen
- Begrenzung auf einmalige Mitwirkung im Parlament (4 Jahre) und einmalige Möglichkeit des Ministeramtes (wieder 4 Jahre). Damit würde man bereits den Parteiensumpf austrocknen. Und auch die Möglichkeiten "befreundeter Staaten" minimieren, den politischen Nachwuchs in ihrem Sinn zu formen. Die Leute würden aus den Berufen für 4 jahre ins Parlament wechseln.
- keinerlei Pensionsansprüche
- (wie Krall fordert) Wahlrecht (aktiv und passiv) nur für Bürger, die keine Subventionen und staatliche Alimentierung erhalten. Natürlich auch kein Wahlrecht für Beamte.

Der Schweizer Liberale Nef schlägt vor, daß wie in der Schweiz die Regionen in einen Wettbewerb der Besteuerung treten. Nicht nur bei Gewerbesteuer, bei Einkommenssteuer u.a. genauso. Und die Bürger entscheiden per direkter Demokratie über die Steuerhöhe in ihrer Region. Wem die Mehrheitsentscheidung nicht paßt, der kann in die Nachbarregion wechseln. Nach einiger Zeit wird man sehen, welche Region es besser macht als die andere.

Die Gefahren der direkten Demokratie. Robert Nef im KRAZ-Gespräch.
https://www.youtube.com/watch?v=81TYUjXsnLI

Gruß
Talleyrand

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Geldwirtschaft ist Krieg

trosinette @, Samstag, 07.03.2020, 08:03 vor 2167 Tagen @ Talleyrand 1998 Views

Guten Tag,

Und jeder kann "aussteigen", so er nicht mehr mitmachen will.

Diese Freiwilligkeit wird vollkommen Überschätzt. Viele bezweifeln, dass es einen freien Willen überhaupt gibt. Sollte es einen freien Willen geben und man wähnt sich auf einem Holzweg, so ist dieser freie Wille nur sehr schwer auf den gewollten Weg zu zwingen, da sich das meiste gar nicht in unserem Bewusstsein sondern in unserem Unterbewusstsein abspielt.

Aufgrund meiner Geburt, Sozialisation und Erziehung ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, dass ich bei der Geldwirtschaft mitmache. Frage ich aber nach dem Wesen der Geldwirtschaft, entpuppt sie sich als eine Melange aus Zwang, Macht und Gewalt. Wenn ich genau hinhöre, bestätigt sich das in jeder poligen Strategiebesprechung, die ich in dem Unternehmen, in dem ich angestellt bin, miterlebe. Wirtschaft ist (Klein)Krieg.

Die Regensburger Kaufleute, die im 11. Jahrhundert nach Kiew gezogen sind, haben jedenfalls nicht auf Befehl der
Politik (weder der Stadt noch der Fürsten) gehandelt,

Etwas überspitzt: Auch im KZ haben die Leute versucht, das Beste aus den Gegebenheiten herauszuholen. Das gelingt einigen sehr gut, anderen weniger gut und vielen nur schlecht.

Ganz interessant zu lesen: Regensburg im Fernhandel des Mittelalters

Die Geldwirtschaft "verdonnert uns also" zum Wohlstand? Die meisten Menschen sind sicherlich froh darüber bzw. wären es in den Weltregionen ohne Wohlstand.

Ja, da wo die Geldwirtschaft schon überall eingedrungen ist und sein Unwesen getrieben hat müssen die Menschen das wollen. Die letzten verblieben Urwaldindianer hätten null Ahnung, an was es ihnen fehlen sollte.

Du redest aber, wenn ich es recht verstehe, von der freiwilligen Umverteilung in Familie, Sippe, Clan. Es ist ein
gewaltiger Unterschied, ob ich meinen Kindern eine gute Ausbildung finanziere, oder ob der Staat mir 50 % Steuern
abknöpft, um damit Dinge zu tun, die meinen Interessen oft entgegengesetzt sind.

Richtig. In Familie, Sippe und Clan gibt es nicht in dem Maße unterschiedliche Interessen wie in der kapitalistischen Massengesellschaft. Und wenn es um die Einheit von Familie, Sippe und Clan geht, stellte man in der Regel seine persönlichen Interessen in den Hintergrund. Das führt mich zu der Frage, was in der kapitalistischen Massengesellschaft für die notwendige Einheit in der Vielheit sorgen soll. Früher war es die Religion, heute, in der modernen kapitalistischen Massengesellschaft, ist es der Staat. Und eine Marktwirtschaft sorgt nicht für Einheit, sondern für das Gegenteil.

Und es gibt Milliarden von Menschen, die auf Waschmaschinen und medizinische Versorgung warten.

Wir, aus der ersten Welt haben im schnitt 10.000 Dinge und ich habe meine Zweifel, dass wir dem ausgelutschten Planeten noch Milliarden von Waschmaschinen abringen können. Wir müssen es natürlich versuchen. Andernfalls bricht nach meinem jetzigen Kenntnisstand früher oder später die kapitalistische Weltwirtschaft zusammen.

Natur ist das, was am Leben bleibt. (es in die nächste Generation schafft.) Nach dieser Definition ist Geldwirtschaft Natur, weil sie sehr erfolgreich ist.

Nach dieser Definition ist also alles in bester Ordnung und es gibt keinen Grund zu meckern.

Leider muss die Geldwirtschaft offenbar immer mehr Anstrengungen vollbringen, um es ungeschoren in die nächste Generation zu schaffen. Im Gegensatz zu den Krokodilen, die seit 200 Mio. Jahren dröge in der Gegend rumliegen.

die beruflich Erfolgreichen für Parlament und Regierung zu gewinnen

Friedrich Merz steht schon in den Startlöchern.
Wenn es die etablierten Parteien nicht schaffen, so schaffen es die beruflich erfolgreichen ganzes bestimmt, mein Leben restlos zu einer Wirtschaftsunternehmung verkommen zu lasen.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Schattenintegration: das Polaritätsgesetz

Ostfriese @, Samstag, 07.03.2020, 13:00 vor 2167 Tagen @ trosinette 1912 Views

Hallo Schneider,

Wenn ich genau hinhöre, bestätigt sich das in jeder poligen Strategiebesprechung, die ich in dem Unternehmen, in dem ich angestellt bin, miterlebe. Wirtschaft ist (Klein)Krieg.


so ist es. Die Strategiebesprechung unterliegt mit ihren rationalen Entscheidungen dem 'großen Ganzen', das bekanntlich mehr ist als die Summe seiner Teile - es bahnt sich unaufhaltsam seinen Weg. Die Leser des Forums werden in diesem Jahrzehnt die Machttheorie und den Debitismus als das schönste Beispiel kennenlernen, das alle Gesetze der Philosophie des Hermes widerspiegelt.

Und eine Marktwirtschaft sorgt nicht für Einheit, sondern für das Gegenteil.

Genau

"Der Mensch kann „Einheit“ mit seinem polaren Bewusstsein nicht erfassen, er befindet sich ständig in einem Spannungsfeld, welches ihn dazu veranlasst, sich für einen Pol zu entscheiden."

Wir müssen uns zu jedem Zeitpunkt im Hier & Jetzt ent-scheiden. Findet das BL-Spiel Borussia gegen Borussia heute statt? Jede Ent-scheidung scheidet uns von den anderen Polen ab und spaltet uns vom Ganzen.

@Ashitaka: "So wird der Mensch schuldig, fühlt er sich schuldig. Den die Ursache erst simulierenden Zeitpunkt, welchen er setzen will, ihn gibt es gar nicht. Sich dessen bewusst zu werden, öffnet einem wirklich das Herz."

Gruß - Ostfriese

Quelle: http://www.schattenintegration.de/

Der Krieg als Metapher

Talleyrand ⌂ @, Samstag, 07.03.2020, 16:13 vor 2167 Tagen @ trosinette 1904 Views

bearbeitet von Talleyrand, Samstag, 07.03.2020, 16:27

Frage ich aber nach dem Wesen der Geldwirtschaft, entpuppt sie sich als eine Melange aus Zwang, Macht und Gewalt. Wenn ich genau hinhöre, bestätigt sich das in jeder poligen Strategiebesprechung, die ich in dem Unternehmen, in dem ich angestellt bin, miterlebe. Wirtschaft ist (Klein)Krieg.

Zweifellos richtig. Unternehmen befinden sich in einem Kriegszustand mit ihren Konkurrenten. Das nennen wir Wettbewerb, und die Kunden und Arbeitnehmer profitieren davon. Es ist also ein gezähmter und auf ein bestimmtes Spielterrain begrenzter Krieg. Das Wort Krieg wird hier als Metapher benützt. Denn mit einem realen Krieg wird es niemand, der seinen Verstand beisammen hat, vergleichen wollen.

Ich bezweifle, daß das Leben in der Stammesgesellschaft oder gar in den nicht-kapitalistischen Großreichen friedlicher war. Vor allem in letzteren hat auch der Krieg nach innen gewütet, mit richtiger Sklaverei und echtem Völkermord, siehe auch Sozialismus und Nationalsozialismus.

Historisch ist es ja so, daß der etwa im 19. Hahrhundert dominante liberalkapitalistische Freihandel (bis zum Beginn des Imperialismus) mehr Frieden brachte. Handel und Wirtschaftsbeziehungen sind aufgrund der wechselseitigen Vorteile und Abhängigkeiten ein starkes Argument gegen den militärischen Krieg.

Leider muss die Geldwirtschaft offenbar immer mehr Anstrengungen vollbringen, um es ungeschoren in die nächste Generation zu schaffen. Im Gegensatz zu den Krokodilen, die seit 200 Mio. Jahren dröge in der Gegend rumliegen.

Die Krokodile als Friedensfürsten? Origineller Einfall!

Zu Krokodilen fällt mir eine der größten literarischen Leistungen ein: De Quincey: Bekenntnisse eine Opiumessers
Gibts auf Kindle Amazon umsonst.
https://www.amazon.de/Bekenntnisse-englischen-Opiumessers-Thomas-Quincey-ebook/dp/B004W...

Der arme de Quincey mußte in seinen Opiumträumen jahrhundertelang unter Krokodilen leben, lebendig begraben in einer Gruft unter den Pyramiden.

die beruflich Erfolgreichen für Parlament und Regierung zu gewinnen


Friedrich Merz steht schon in den Startlöchern.
Wenn es die etablierten Parteien nicht schaffen, so schaffen es die beruflich erfolgreichen ganzes bestimmt, mein Leben restlos zu einer Wirtschaftsunternehmung verkommen zu lasen.

Ach, wir Armen!

Gruß Talleyrand

--
https://talleyrandssudelbuch.art.blog

Belassen wir es dabei.

trosinette @, Montag, 09.03.2020, 07:30 vor 2165 Tagen @ Talleyrand 1808 Views

Guten Tag,

für Dich ist die Menschheit offenbar auf einem guten Weg und man muss nur die Kurventechnik etwas optimieren und hier und da am Laufstilen schrauben. Für mich ist die Menschheit komplett auf dem Holzweg ins Nirwana.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

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