Man höre und staune: Was die meisten nicht über Nikita Chrustschow wissen

Reffke @, Narragonien, Sonntag, 01.03.2020, 12:04 vor 2174 Tagen 2769 Views

Hallo allerseits,

Der Historiker Jörg Baberowski hielt im Vortragsraum des Berliner Hayek-Clubs einen Vortrag über den leider fast vergessenen Nikita Chruschtschow. Was die Anwesenden von Baberowski zu hören bekamen, war selbst für Leute, die sich in der Geschichte der Sowjetunion sehr gut auskennen, neu und spannend.
https://www.achgut.com/artikel/was_dsie_meisten_nicht_ueber_nikita_chrustschow_wissen

Dort auch ein Link unter dem Artikel zum Podcast des Vortrags! [[top]]

MfG, Reffke

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Wer warnen will, den straft man mit Verachtung.
Die Dummheit wurde zur Epidemie.
So groß wie heute war die Zeit noch nie.
Ein Volk versinkt in geistiger Umnachtung.
Erich Kästner "Große Zeiten"

Wer das Lachen verbietet

Tempranillo @, Sonntag, 01.03.2020, 12:20 vor 2174 Tagen @ Reffke 1876 Views

Hallo Reffke,

Achgut:Auch als Chruschtschow am Ende doch noch gestürzt wurde, weil er eine Amtszeitbegrenzung für Funktionäre einführen wollte, wurde er nicht gedemütigt und verhaftet, sondern mit Ehrerbietung in den Ruhestand geschickt. Damit hatte der Mann, der seinen Landsleuten das Lachen wiedergegeben hatte, endgültig über Stalin gesiegt.

Von den liberalkapitalistischen Anglodemokraten wird uns das Lachen verboten. Wenn in Belgien und Spanien bei Faschingsumzügen die Unantastbaren ein wenig durch den Kakao gezogen werden, rasen Wellen der hysterischen Empörung durch Europa.

Dieudonné, der seit 20 Jahren die Hallen füllt und mit seinen kabarettistischen Soloprogrammen mehrere tausend Menschen zum Lachen bringt, muß inzwischen mit seinem Dieudobus durch die Lande tingeln, um seine Brötchen zu verdienen:

https://www.youtube.com/watch?v=foquGtHEYpM&feature=emb_logo

Daß unter Stalin das Lachen mehr oder weniger verboten gewesen ist, wäre ein weiteres Indiz, daß man ihn und sein Völkermordregime als Ausdruck der westlich-demokratischen Werteordnung verstehen muß.

Tempranillo

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*Die Demokratie bildet die spanische Wand, hinter der sie ihre Ausbeutungsmethode verbergen, und in ihr finden sie das beste Verteidigungsmittel gegen eine etwaige Empörung des Volkes*, (Francis Delaisi).

Lachen verboten, Kinder zu vergewaltigen erlaubt

Tempranillo @, Montag, 02.03.2020, 11:27 vor 2173 Tagen @ Tempranillo 852 Views

Daß unter Stalin das Lachen mehr oder weniger verboten gewesen ist, wäre ein weiteres Indiz, daß man ihn und sein Völkermordregime als Ausdruck der westlich-demokratischen Werteordnung verstehen muß.

Eine auf E&R veröffentlichte Karikatur könnte helfen, den Geist der westlich-demokratischen Werteordnung zu erkennen. Bitte runterscrollen bis *Polanski et les Césars*.

https://www.egaliteetreconciliation.fr/Les-dessins-de-la-semaine-58354.html

Der von schweren Vergewaltigungsvorwürfen belastete Roman Polanski wurde mit dem César, Frankreichs Oskar ausgezeichnet.

Unter der Zeichnung mit zwei Männern am Tresen lesen wir:

*Das Werk vom Künstler trennen ... Céline und Polanski beweisen, daß es weniger schlimm ist, ein Kind zu vergewaltigen, als ein Pamphlet zu schreiben, das die ...Piieeep...-en aufs Korn nimmt.*

Polanski bekam den Preis für seinen Film *Intrigue* der die Dreyfus-Affäre behandelt und dem antieuropäischen Schuldkult dient wie die Werke eines Steven Spielberg und Quentin Tarantino.

Ja, wenn das so ist, muß man tun, was ansonsten verboten ist, ein wenig relativieren und Polanskis mit Betäubungsmitteln verbundene anale Vergewaltigung einer Minderjährigen nachsichtig behandeln.

Tempranillo

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*Die Demokratie bildet die spanische Wand, hinter der sie ihre Ausbeutungsmethode verbergen, und in ihr finden sie das beste Verteidigungsmittel gegen eine etwaige Empörung des Volkes*, (Francis Delaisi).

der gute Mensch Chruschtschov

Talleyrand ⌂ @, Sonntag, 01.03.2020, 12:24 vor 2174 Tagen @ Reffke 1874 Views

Servus Reffke,

soll man also Chruschtschov gut finden, weil er zwar einer der Massenmörder unter Stalin war, aber nur auf Stalins Befehl hin gehandelt hat?
Und weil er nach dem Tod Stalins nicht weitergemacht hat wie Stalin?

Tut mir leid, aber den Unsinn mache ich nicht mit.


Gut fand ich, daß man Berija in einen Teppich gewickelt hat, um ihn aus dem Büro in die Lubjanka zu verbringen und zu exekutieren.
Der Sozialismus ist eben doch kreativ, zumindest bei der Beseitigung von Menschen.


Man beachte den Kommentar unter dem Bericht.
"Stimmt, diese Geschichte des Menschenfreundes Chruschtschow ist wirklich neu und war mir nicht bekannt. Ich hatte ihn immer für eine der schlimmsten Bestien gehalten, weil er mobile Erschiessungskommandos befehligte, Millionen Ukrainer verhungern oder ermorden, nach 1953 mehrer Revolten in den GULAG niederkartätschen und Kritiker in Idiotenanstalten einweisen liess. An exponierte Stelle in Stalins Mordmaschine ist er, wie ich nun weiss, rein zufällig und gegen seinen Willen geraten. Tag und Nacht kämpfte er für das Wohl der Sowjetbürger."

Besser könnte ich es auch nicht sagen.

Gruß Talleyrand

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https://talleyrandssudelbuch.art.blog

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