Ich hatte das Gold-Ratio ja schon angesprochen.
Persönlich werde ich erst wieder nennenswerte Summen in Aktien investieren, wenn die Preise im Verhältnis zu Gold drastisch gesunken sind. Erst danach sind wieder relativ risikolose Realgewinne aufgrund realem wirtschaftlichen Wachstums in breiten Schichten möglich. Diese Zeiten werden kommen, ganz sicher. Noch ist es aber nicht soweit, im Gegenteil, daher habe ich derzeit nur sehr geringe Beträge auf dem Spieltisch, dessen Totalverlust ich locker verschmerzen kann. Kommt etwas Gewinn dabei herum, freue ich mich, falls nicht, ist es auch nicht schlimm.
Gold ist in meinen Augen das einzig richtige Geld. Darauf zu spekulieren es zu Höchstpreisen zu verkaufen, die €ros dann temporär zu halten um sie schlussendlich in gefallene Aktien zu stecken, das traue ich mir nicht zu. Das hieße, die Assets nahezu genau in ihren Tops und Lows zu verkaufen bzw. zu kaufen. Das schaffen nur sehr Wenige. Es ist hochgradig gefährlich mit einem großen Teil des Vermögens dermaßen hin- und her zu jonglieren, denn in einem Crash-Szenario kann man nahezu unmöglich abschätzen wo die Kurse stoppen, da helfen auch Elliot-Wellen kaum mehr weiter und ich konzentriere mich deshalb mehr darauf was Politik und Wirtschaft so machen um zu sehen wo die Reise hingeht. Edelmetalle würde ich ohnehin nie komplett abgeben, sondern lediglich teilweise und ebenso nur in Tranchen. Die Spitzen nach unten und oben komplett mitzunehmen ist daher gar nicht möglich. Das ist etwas für Gierige und absolute Könner - ich zähle mich zu keinem der Beiden.
Die Masse wäre bereits froh gewesen allein nur den DAX zu schlagen. In der Realität hat das in Summe schon nicht geklappt, im Gegenteil, sie lag meist darunter. Wer nicht gerade zu den jeweiligen Höchstkursen immer Gold gekauft hat, hat diese Anleger bereits deutlich outperformed. Nur durch sukzessives zukaufen gängigen Bullions über mehrere Jahre und Jahrzehnte stehen sie nun besser da als der Rest. Keine Arbeit, wenig Risiko, keine Steuern, keine vergeudete Zeit zwecks "Beratungsgesprächen" mit Bankangestellten. Das ist bitter weil pure Ironie, aber zweifelsohne Fakt. Wer ab und an Metalle gegen Metalle tauschte, hatte sogar reale Zugewinne zu verzeichnen, wer es nicht tat, zumindest kaufkraftbereinigt keine Verluste, so er sie zwischenzeitlich nicht liquidieren musste.
Metalle sind mein letzter Notnagel ehe es an die Immobilien geht, sind daher eine (Rück)Versicherung bei Unbill, deswegen gebe ich sie sowohl bei niedrigen als auch hohen Kursen nur sehr ungern aus der Hand, am liebsten gar nicht. Derzeit erst recht nicht, weil mir die momentanen Zeiten zu unsicher erscheinen. Jetzt auch nur mit mehr als Kleingeld zu spekulieren, ruft ein Bild von Russisch Roulette in meinem Kopf hervor. Lieber den Spatz in der Hand....
Warte ab, die Kanonen werden donnern!
JETZT entgangene Gewinne der Vergangenheit mit einer Risiko-Strategie ausgleichen zu wollen, ist wohl der größte Anlegerfehler überhaupt. Da kannst du ebenso gut auch zum Banker rennen und dir Schiffsfonds aufschwatzen lassen. Mach das nicht, sonst hast du kaum mehr etwas übrig, wenn Preise auf breiter Front am Boden liegen.
Also Obacht!
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