So einfach ist es leider nicht
Nun ist es ja nicht so, als ob gerade die Lebensmittelerzeugung nach rein
marktwirtschaftlichen Gesetzen funktionieren würde. Schon heute ist dieser
Bereich durch staatliche Subventionen z.T. bis ins Groteske verzerrt. Aber
anstatt Erzeugungs- und Haltungsrichtlinien gesetzlich anzupassen und auf
diese Weise für gesünderes Obst, Gemüse und Fleisch sowie bessere
Haltungsbedingungen zu sorgen, will man den Verkäufern die Preise
diktieren.
Du kannst im Freihandel nicht "Erzeugungs- und Haltungsrichtlinien" nennenswert verschärfen, weil dann einfach aufs Ausland ausgewichen wird und die Bauern hier abnippeln. Das Höfesterben und der Konzentrationsprozess gehen ja schon einige Jahrzehnte und waren vermutlich politisch wohl auch so gewollt, wurden zumindest nicht verhindert.
Will man einen marktwirtschaftlichen Ansatz fahren und trotzdem hier Landwirtschaft betreiben und Kulturflächen verantwortlich bewirtschaften, dann braucht man Einfuhrkontrollen. Das würde in vielen libertären Kreisen aber als fast noch schlimmere Sünde gesehen, als Subventionen.