Freihandelsabkommen EU/JAPAN JEFTA - Wahnsinn

so_gesehen @, Dienstag, 17.07.2018, 14:06 vor 2726 Tagen 4070 Views

Das Freihandelsabkommen JEFTA ist unterzeichnet und es bleiben offene Fragen.

Was sich mir gar nicht erschließt :

Die Zölle bei der Einfuhr nach Japan auf Milch-/Käseprodukte entfällt und im Gegenzug (nach siebenjähriger Übergangsfrist) entfallen die 10% Zoll auf japanische PKWs.

Hmmmm... Lasst mich mal überlegen .. Dauert es also noch sieben Jahre bis wir es zusammen geschafft haben die PKW Produktion in Europa
voll gegen die Wand zu fahren ?

Und der Absatz von Milch-/Käse-Produkte nach Japan ist wirklich ein Markt, der nicht ausgenutzt von von unserer Agrar-Industrie ?

So weit ich weiß, haben 99,9% der Asiaten eine Laktoseunverträglichkeit weil Ihnen genetisch bedingt ein Enyzm fehlt.

Warum sollen dann wegfallende Zölle für einen erhöhten Absatz dieser Produkte nach Japan sorgen ?

Und warum "tauscht" man das dann gegen den Zoll auf japanische PKWs ?

Natürlich geht es in dem Abkommen auch noch um viele andere Dinge und ich habe es stark verkürzt dargestellt.

Was sehe ich dabei falsch oder sind die EU-Kraten tatsächlich so blind und blöd, daß sie der europäsichen Auto-Industrie - die es eh schon schwer genug hat
unter den auch von der EU aufgebauten Schwierigkeiten - auch noch einen verschärften Wettbewerb bescheren ?

Viele Milchprodukte enthalten keine Laktose

Martin @, Dienstag, 17.07.2018, 16:54 vor 2726 Tagen @ so_gesehen 2764 Views

Reifer Käse, Joghurt, Butter,..

Außerdem gibt es fast alles laktosefrei,

Milchprodukte benötigt der Mensch nur dann, wenn Jahreszeitlich Mangel an frischem Gemüse herrscht

Mephistopheles, Dienstag, 17.07.2018, 18:29 vor 2726 Tagen @ Martin 2689 Views

Reifer Käse, Joghurt, Butter,..

Außerdem gibt es fast alles laktosefrei,

Wer im Zuge der Globalisierung das ganze Jahr über frisches v.a. grünes Gemüse zur Verfügung hat, benötigt keine Milchprodukte.

Milch ist nichts anderes als konzentriertes haltbar gemachtes Grünzeugs. Wer in Breitengraden mit einem harten Winter und längerer vegetationsloser Zeit über Milch verfügen konnte, hatte bei Verträglichkeit einen unmittelbaren Überlebensvorteil gegenüber denjenigen, die das nicht konnten. Heutzutage aber überflüssig.

Gruß Mephistopheles

Die Kultur der Milch

Manuel H. @, Dienstag, 17.07.2018, 19:07 vor 2726 Tagen @ Mephistopheles 2887 Views

Was sagte Egon Krenz als er als Staatsgast Frankreichs in eine Fromagerie geführt wurde?
"Das schafft der Sozialismus nie!"
Überflüssig ist so vieles, man braucht nicht mal Kultur zum Überleben, aber die Vielfalt an Käse und Milchprodukten, wunderbar.
Die Asiaten, die damit keine Erfahrung haben, müssen alles halt importieren. Dafür haben die eine hohe Kultur der Kultivierung des naturgiftigen Sojas und der (für uns unverträglichen) Algenprodukte.
Doppelt gebratener naturfermentierter Tofu, der ähnlich des Roggen-Natursauerteigs die Toxine beseitigte, ist schon ein Genuß und die Verträglichkeit von Algenprodukten mit ihren hohen Toxingehalten können wir üben (oder halt maßhalten)
In Rohmilchkäse kann ich mich reinsetzen. Milch kann ich literweise trinken.

Reifer Käse, Joghurt, Butter,..

Außerdem gibt es fast alles laktosefrei,


Wer im Zuge der Globalisierung das ganze Jahr über frisches v.a. grünes
Gemüse zur Verfügung hat, benötigt keine Milchprodukte.

Milch ist nichts anderes als konzentriertes haltbar gemachtes Grünzeugs.
Wer in Breitengraden mit einem harten Winter und längerer vegetationsloser
Zeit über Milch verfügen konnte, hatte bei Verträglichkeit einen
unmittelbaren Überlebensvorteil gegenüber denjenigen, die das nicht
konnten. Heutzutage aber überflüssig.

Gruß Mephistopheles

--
Deutschland das neue Troja?
http://www.trojaeinst.wordpress.com

Egon, ach Egon!

Tempranillo @, Dienstag, 17.07.2018, 19:25 vor 2726 Tagen @ Manuel H. 2805 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 17.07.2018, 19:57

Was sagte Egon Krenz als er als Staatsgast Frankreichs in eine Fromagerie
geführt wurde?
"Das schafft der Sozialismus nie!"

Der Kapitalismus, vor allem angloamerikanischer Prägung, auch nicht! Dessen eigentliches Wesen besteht darin, alles zu zerstören, was er anfaßt.

König Midas wurde alles zu Gold, dem Anglokapitalismus wird alles zu Brutalität, vertiertem Stumpfsinn und Tod.

Um Leistungen der Hochkultur zu vollbringen, die auf dem Eßtisch und im Glas beginnen, braucht es etwas anderes.

Gerade gefunden, diese eindrückliche Darstellung des transatlantischen Kapitalismus:

[image]

Vincent Reynouard hat es auf seine Twitter-Seiten gestellt und einen Beitrag vorher begeistert er sich für das unsterbliche Werk und die seelische Größe eines Deutschen, Beethovens.

Tempranillo

--
*Die Demokratie bildet die spanische Wand, hinter der sie ihre Ausbeutungsmethode verbergen, und in ihr finden sie das beste Verteidigungsmittel gegen eine etwaige Empörung des Volkes*, (Francis Delaisi).

A propos fromage (mT)

DT @, Dienstag, 17.07.2018, 23:52 vor 2725 Tagen @ Manuel H. 2342 Views

Gestern abend sitz ich so schön in einem Restaurant eine Straße weiter von Notre Dame, als plötzlich Düsenjäger im Tiefflug über mich hinwegsausen. Na klar, die Weltmeister kommen heim! Hatte ich total nicht mit gerechnet, sonst wäre ich schon vorher auf die Champs Elysee gegangen. Aber dort war es ziemlich eng und an meinem Tisch am Straßenrand eigentlich auch ganz schön.

Hier bei Minute 73:00 sieht mans:
http://www.berlinertageszeitung.de/component/yendifvideoshare/video/1682-wm2018-parade-...

Diesmal hat die Patrouille de France die Trikolore richtig hinbekommen. Zwei Tage vorher am Nationalfeiertag waren die Farben falsch abgefüllt:

http://www.jeanmarcmorandini.com/article-383255-14-juillet-la-patrouille-de-france-a-co...

[image]

PS: Paris ist eigentlich wieder ganz locker drauf. Viel weniger Polizei als noch vor einem Jahr, auch an den Bahnhöfen kann man wieder in den TGV steigen ohne durch diese Extragatter zu müssen. Auch war am Morgen nach dem WM Finale alles auf den Straßen und in der Metro wieder sehr sauber. Tres bien!

Beim Losfahren bin ich natürlich durch den üblichen Montagsmorgendreck gelaufen, ein Schxxxhaufen in der SBahnunterführung, Glassplitter, die auch schon samstags dort lagen, die SBahn total verbappt und verdreckt, so sieht das bei uns aus, wo Grube und Lutz auf Pofallas Geheiß weiterhin die Reinigung einsparen und nur reparieren, wenn schon was kaputt ist (und das dann nach Monaten). Die Ausplünderung läuft ungebremst weiter. Gut, daß man dann einmal ein paar Tage die freundliche Macronstadt genießen darf, wo die Metro weniger verdreckt ist als die dt. SBahn. Das war vor vielen Jahren umgekehrt, als die Metro stank wie eine Kloake.

Mal ein Handelsabkommen, das den Namen auch verdient

CalBaer @, Donnerstag, 19.07.2018, 20:14 vor 2724 Tagen @ so_gesehen 1469 Views

Hmmmm... Lasst mich mal überlegen .. Dauert es also noch sieben Jahre bis
wir es zusammen geschafft haben die PKW Produktion in Europa
voll gegen die Wand zu fahren ?

Im Gegenzug werden die Japaner wegen wegfallender Handelshuerden mehr deutsche Autos importieren. Die gelten dort als Statussymbol. Also eher positiv fuer die deutsche Autoindustrie und man kann ein Teil des durch Zoelle reduzierten US-Geschaefts kompensieren.

TTIP und CETA sind ja zu Recht wegen der Absenkung der Standards und wegen den privaten Schiedsgerichten kritisiert worden. Letztere sind beim JEFTA ausgeklammert und die Standards in Japan sind bis auf Ausnahmen auch relativ hoch.

Allerdings glaube ich kaum, dass die Japaner die Preise in Deutschland massiv senken werden, sie koennten mit den Einsparungen eher die Zoelle fuer ihre US-Exporte finanzieren.

--
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