Wer erinnert sich noch an den Massenmörder Breivik aus Norwegen?

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 25.07.2026, 09:52 vor 15 Tagen 2915 Views

Ein interessanter Artikel von https://www.anonymousnews.org/international ist mir da aufgefallen. Verfasser: Ernst Fleischmann. Ich nehme da ein paar Passagen heraus:

Die Fakten vor 15 Jahren:

Am Nachmittag des 22. Juli 2011 detonierte eine von Breivik platzierte Autobombe im Regierungsviertel von Oslo. Acht Menschen kamen ums Leben, zahlreiche Gebäude wurden zerstört. Während Rettungskräfte noch nach Überlebenden suchten, setzte der Täter seinen Plan fort.

Als Polizist verkleidet gelangte er auf die Insel Utøya, wo das Sommerlager der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF stattfand. Mehr als eine Stunde lang schoss er gezielt auf fliehende Jugendliche. Erst das Eintreffen einer Spezialeinheit beendete das Massaker. Insgesamt wurden 77 Menschen getötet, 262 weitere verletzt – die schwerste Gewalttat in der modernen Geschichte Norwegens.

Die Realität nach 15 Jahren:

Während Norwegen am 22. Juli der insgesamt 77 Opfer der Anschläge von Oslo und Utøya gedenkt und im wiederaufgebauten Regierungsviertel ein neues nationales Mahnmal einweiht, lebt der Attentäter abgeschirmt von der Außenwelt in einem eigens für ihn eingerichteten Hafttrakt. Breivik, der sich im Laufe der Jahre mehrfach einen neuen Namen gegeben hat, zunächst Fjotolf Hansen, später Far Skaldigrimmr Rauskjoldr av Northriki und zuletzt Jan Johansen, bleibt der bekannteste Gefangene des Landes.

https://www.directupload.eu/file/d/9356/44ojthbt_jpg.htm

Am Ufer des Tyrifjords, nur wenige Kilometer von der Insel Utøya entfernt, liegt das Hochsicherheitsgefängnis Ringerike. Dort verbüsst Anders Behring Breivik seit 2022 seine Strafe. Die Haftanstalt befindet sich in unmittelbarer Nähe jener Insel, auf der er am 22. Juli 2011 69 Jugendliche und Betreuer ermordete.

Ein Jahr später erklärten Gutachter Breivik für voll schuldfähig. Das Gericht verurteilte ihn zur nach norwegischem Recht höchstmöglichen Strafe von 21 Jahren Freiheitsentzug mit anschließender Sicherungsverwahrung. Diese kann unbegrenzt verlängert werden, solange von ihm weiterhin eine erhebliche Gefahr ausgeht. Nach Einschätzung der Behörden ist eine Entlassung auf absehbare Zeit ausgeschlossen.

Breivik lebt heute nicht in einer gewöhnlichen Gefängniszelle, sondern in einem abgeschirmten Bereich, der ausschließlich für ihn bestimmt ist. Der zweistöckige Komplex umfasst Schlaf- und Arbeitsräume, einen Fitnessbereich, eine Küche, Aufenthaltsräume sowie einen kleinen Innenhof. Er kann Bücher aus der Bibliothek beziehen, mit Bediensteten kochen oder Karten spielen und erhält gelegentlich Besuch eines Pfarrers, Physiotherapeuten oder eines Rotkreuz-Helfers mit Therapiehund. Inzwischen hält die Gefängnisverwaltung sogar Meerschweinchen als Teil der Beschäftigungsmaßnahmen.

Einige Details zu diesem Fall:

Norwegens schlimmster Straftäter backt Lebkuchenhäuser, klagt über “unmenschliche Isolation” und beantragt erneut seine Freilassung. Der Fall stellt das Rechtssystem vor ein anhaltendes Dilemma zwischen Menschenwürde und gesellschaftlichem Schutz.

An seiner Ideologie hat Breivik nach Einschätzung der Behörden nichts geändert. Er versucht weiterhin, über Briefe Kontakte in die rechtsextreme Szene aufzubauen und arbeitet an politischen Schriften. Seine Unterbringung verursacht nach norwegischen Medienberichten Kosten von rund 1550 Euro pro Tag und damit ein Vielfaches dessen, was ein gewöhnlicher Gefangener kostet.

Damit komme ich auf den Punkt. Dieser Punkt unterteilt sich in zwei Unterpunkte:

Zum einen geht es um den Begriff „menschenwürdige Unterbringung in einer Haftanstalt“, humanitäre Gesichtspunkte, und Rechtsstaatlichkeit. Der Verfasser dieses Artikels stellt am Schluss eine interessante Frage:

Fünfzehn Jahre nach dem 22. Juli steht neben der Erinnerung an die Opfer weiterhin die Frage im Raum, gerechtfertigt die ultraliberalen Grundsätze eines Rechtsstaates sind, wenn ein Täter ebendiese Grundsätze und Rechte immer wieder nutzt, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und noch mehr Zugeständnisse zu erwirken.

Ich erweitere diese Frage um folgende Überlegung:

Hat ein Täter, der jegliche Menschenwürde bei einem Tötungsdelikt in extremer Form derart missachtet, einen Anspruch auf anschließende „menschenwürdige Behandlung“? Dabei beziehe ich mich auf die weitere Beibehaltung einer Weltanschauung, die durch dieses Tötungsdelikt an unschuldigen Jugendlichen den Höhepunkt gefunden hat.

Niemand kann mir da erzählen, und es mag ein noch so versierter Psychologe sein, dass hier irgendwelche Synapsen im Gehirn umgekippt sind, um auf diese Weise diese Morde zu relativieren. Genauso bin ich überzeugt davon, dass jeder Kinderschänder immer weiß, dass er etwas Verbotenes tut. Er stellt einfach darüber nur den Gedanken oder die Hoffnung, dass er nicht erwischt wird.

Ja, ich befürworte, dass man die Todesstrafe abgeschafft hat. Schon aus dem einfachen Grund, weil man dadurch keine Möglichkeit mehr hat, ein eventuelles Fehlurteil zu revidieren. Und Fehlurteile gibt es immer wieder. Dazu wäre es – für mich zumindest – nicht gerecht, dass auf eine rasche Weise, z.B. mit einer Spritze – zu sühnen. So ein Verbrecher soll dann lebenslang hinter Gittern bleiben, aber nicht mit Luxus - Konditionen, die er sich im normalen Leben selbst gar nicht leisten könnte.

Zum zweiten Unterpunkt:

Sicher erinnern sich noch viele an den Fall Bachmeier, wo die Mutter des ermordeten Mädchens den Täter im Gerichtssaal bei laufender Verhandlung erschossen hat.

https://de.wikipedia.org/wiki/Marianne_Bachmeier

Der Täter hätte sicher eine lebenslange Strafe im Gefängnis bekommen. Worauf will ich dabei hinaus:

In Hochsicherheitsbereichen oder bei extrem hohen Sicherheitsauflagen können die Kosten durch den massiven Personal- und Technikaufwand auch deutlich über dem Durchschnitt liegen und bis zu 300 € oder mehr pro Tag erreichen. Eine exakte bundesweite Summe wird von den Justizministerien nicht für jede JVA einzeln ausgewiesen, da die Ausgaben über die gesamten Landeshaushalte abgerechnet werden. (KI)

Das bedeutet einen jährlichen Aufwand von ca. 110.000 Euro pro Straftäter mit hohen Sicherheitsauflagen, was der Steuerzahler berappen muss. Bei Breivik in Norwegen ist es extrem mit 1.550 Euro pro Tag, was jährlich eine Summe von 565.750 Euro ergibt.

Ist es nun abartig, wenn ich mich frage, warum man Frau Bachmeier keinen Bonus vom Finanzamt überwiesen hat, weil sie dem Staat eine Menge Ausgaben erspart hat? Ist es abartig, zu fragen, warum man Leute, die zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt wurden und bei denen keine Anzeichen von Resozialisierung erkennbar sind, nicht zu „gemeinnützigen Spenden“ ermuntert?

Was wäre so eine gemeinnützige Spende:

Komplette Gesundheitsuntersuchung, daraufhin das in vollem Bewusstsein unterschriebene Einverständnis des Inhaftierten, dass er freiwillig aus dem Leben scheiden will, verbunden mit der Erklärung, dass alles Verwertbare aus seinem Körper für Organspenden zur Verfügung steht. Wenn das zu krass erscheint, dann sollte wenigstens die Bereitschaft vorhanden sein, an medizinischen Tests zur Erprobung von bisher unbekannten Arzneimitteln teilzunehmen.

Vielleicht provokativ, oder zumindest ungewöhnlich, meine Überlegung. Sicher auch diskussionsfähig. Aber jeder auch noch so zivilisierte Staat sollte in der Lage sein, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürdigkeit gegeneinander abzuwägen, natürlich auch unter der Berücksichtigung der Angehörigen der Opfer. Weil kaum jemand bedenkt dabei, dass ein lebenslang Verurteilter, der nach 20 Jahren wieder freikommt, das für sich abgehakt hat. Aber die Angehörigen der Opfer leiden ihr ganzes Leben lang darunter.

Den gesamten Artikel kann man hier nachlesen:
https://www.anonymousnews.org/international/exklusiv-so-lebt-massenmoerder-breivik-heut...

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Börse & Wirtschaft &

Hausmeister @, Samstag, 25.07.2026, 13:33 vor 15 Tagen @ helmut-1 2592 Views

Langeweile und "Dies & Das"?

Helmut, Du bewegst dich mehr oder weniger im falschen Forum.

Sommerloch und Toleranz hin oder her, deine Zweitverwertungsbemühungen, noch dazu oft von tatsächlich mehr (in diesem Fall) oder weniger dubiosen Quellen, brauchen ein anderes oder gar gänzlich eigenes Forum.

Schön, dass dir die Möglichkeiten des Internet beim Zeitvertreib gar nützlich scheinen -
aber dann bitte doch an geeigneter Stelle.

Schönes Wochenende wünscht

HM

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Alles, was man in dieser Zeit für seinen Charakter tun kann, ist, zu dokumentieren, daß man nicht zur Zeit gehört.
Johann Gottfried Seume

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Hier fliegen gleich die Löcher aus dem Käse

Dragonfly ⌂ @, Mittwoch, 29.07.2026, 06:12 vor 11 Tagen @ helmut-1 1262 Views

Denn nun geht sie los unsere Polonäse

So fuehle ich mich, wenn ich dei Mainstream Medien lese.


Ukraine beschießt iranische Schiffe. Werden Russland und die Ukraine in den Iran-Krieg hineingezogen? [Quelle, Englisch]

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Das Außenministerium der Islamischen Republik Iran verurteilt aufs Schärfste den Angriff des ukrainischen Regimes auf ein iranisches Handelsschiff im Kaspischen Meer am frühen Samstagmorgen, dem 3. Mordad. Bei dem Angriff explodierte das Schiff, ein Seemann kam ums Leben, ein weiterer wurde verletzt.

Diese Aktion stellt einen Verstoß gegen Artikel 2 Absatz 4 der Charta der Vereinten Nationen dar und ist ein Beispiel für einen Akt der Aggression, der die Kriegsgefahr weiter anheizen und ausweiten kann. Der Angriff des ukrainischen Regimes auf das iranische Handelsschiff im Kaspischen Meer, der vom Präsidenten des Regimes ausdrücklich bestätigt wurde, ist ein Zeichen für die Fortsetzung des irrationalen und feindseligen Kurses des ukrainischen Regimes gegenüber der Islamischen Republik Iran.

Die Islamische Republik Iran betont, dass sie sich nie in den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine eingemischt hat, und lenkt die Aufmerksamkeit des UN-Sicherheitsrats, der europäischen Länder und aller UN-Mitgliedstaaten auf folgende klare Tatsache: Das ukrainische Regime hat mit dem Angriff auf ein iranisches Handelsschiff nicht nur gegen internationales Recht verstoßen, sondern versucht auf gefährliche Weise, Krieg und Unsicherheit zu verschärfen.

Jede Partei, der Frieden und Sicherheit in Osteuropa und den angrenzenden Regionen am Herzen liegen, muss angesichts dieser gefährlichen Aktion des ukrainischen Regimes Verantwortung übernehmen und die ukrainischen Machthaber für diesen kriminellen und provokativen Akt zur Rechenschaft ziehen. Gemäß den Grundprinzipien und Regeln des Völkerrechts, insbesondere dem Prinzip der legitimen Selbstverteidigung, wird die Islamische Republik Iran nicht zögern, ihre nationalen Interessen und ihre Sicherheit zu verteidigen.

Es liegt auf der Hand, dass die Verantwortung für die Folgen des Abenteuers des ukrainischen Präsidenten bei diesem Regime und seinen Unterstützern und Anstiftern liegt.

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Wir ziehen los mit ganz großen Schritten
Und Erwin faßt der Heide von hinten an die Schulter
Das hebt die Stimmung, ja da kommt Freude auf
Ja und jetzt singt der ganze Saal


[image]

Ich hab das schon vor ein paar Tagen gelesen

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 29.07.2026, 14:34 vor 11 Tagen @ Dragonfly 764 Views

Aber ich kann es immer noch nicht so richtig glauben. Zum einen - was interessiert denn diesen Selensky die Straße von Hormut? Zum anderen, - er braucht doch jeden Soldaten an der Front gegen Russland!

Irgendwie passt das nach meinem Weltbild nicht zusammen. Schon gar nicht mit der Frage: "Cui bono?"

Doch, "Cui bono?" beantwortet das sehr gut!

neptun, Mittwoch, 29.07.2026, 21:12 vor 10 Tagen @ helmut-1 712 Views

Hallo Helmut,

ich zitiere einen Teilsatz aus dem Vorbeitrag:

Jede Partei, der Frieden und Sicherheit in Osteuropa und den angrenzenden Regionen am Herzen liegen, [ ... ]

a) Den Rothschilds z.B. liegt einzig und allein ihr Geldbeutel am Herzen!
b) Krieg ist eine der lukrativsten "Geschäfts"-möglichkeiten, wenn nicht gar die lukrativste.

Irgendwelche Schlußfolgerungen? [[zwinker]]

LG neptun

--
Immer daran denken: Die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung hat Mörderparteien gewählt!

"Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf
kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein." (Jiddu Krishnamurti)

Keine Schlussfolgerungen, dafür aber Nachforschung

helmut-1 @, Siebenbürgen, Donnerstag, 30.07.2026, 07:43 vor 10 Tagen @ neptun 593 Views

bearbeitet von helmut-1, Donnerstag, 30.07.2026, 07:49

Selensky und eine Verbindung zu Rothschild konnte ich nicht erkennen. Dafür aber Selensky und die Gespräche mit BlackRock.

Bei diesen Gesprächen, die schon bereits im Jahre 2022 begonnen haben, gings aber immer nur um die Finanzierung des Wiederaufbaus in der Ukraine.

BlackRock verdient natürlich in erster Linie am Krieg. Aber Krieg gibts im Osten der Ukraine, warum greift Selensky dann ein iranisches Schiff an? Zumal das Kaspische Meer - im Gegensatz zum Schwarzen Meer - keinen Zugang zu den internationalen Ozeanen hat. Dieses Kaspische Meer, das ja eher als großer See zu bezeichnen wäre, ist von mehreren Staaten umgrenzt, aber nicht von der Ukraine.

Ja, der Iran hat eine Küste am Kaspischen Meer von ca. 750 km. Stellt sich die Frage, für welches Land die Lieferung auf diesem Handelsschiff gedacht war. Nach dem Prinzip "cui bono" könnte das Russland sein, das ja genauso eine Küste am Kaspischen Meer und dazu einen großen Hafen (Machatschkala) hat.

Wenn diese Lieferung aber für Kasachstan gedacht war, was dann? Oder war da irgendein Geheimdienst wieder besonders fleißig, der dann genau wusste, dass es für die Russen war? Und was war die Ladung des Schiffes?

Eine wahrscheinliche Erklärung könnte sich aus der Betrachtung von Larry Johnson ergeben:

1. Russland geht mit voller Härte vor. Russland betrachtet den Konflikt nicht länger als „Militäroperation“, sondern als ausgewachsenen Krieg mit Europa. Nach Warnungen russischer Offizieller hat Russland die Angriffe auf Kiew, Odessa und andere Städte drastisch verstärkt. Russland agiert nun ohne Zurückhaltung und greift Infrastruktur und ausländische Schiffe an, die ukrainische Häfen anlaufen.

2. Odessa ist praktisch lahmgelegt. Der Hafen von Odessa ist für den Schiffsverkehr geschlossen; Russland zerstört jedes Schiff, das sich ihm nähert, unabhängig von seiner Flagge. Große Reedereien (z. B. Maersk) haben sich vollständig zurückgezogen. Die Ukraine verliert wichtige Import- und Exporteinnahmen, was ihre Wirtschaft schwer schädigt.

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