ot: Mal wieder: Der Klimawandel ist schuld - hier Olivenöl

Dieter @, Donnerstag, 27.06.2024, 23:08 vor 21 Tagen 2611 Views

https://www.n-tv.de/wissen/Uberlebt-die-Olive-den-Klimawandel-article25048318.html

Die Spanier sprechen eher von Oliven-Apokalypse


Hallo,

im letzten Jahr waren die Wetter-Bedingungen für die Olivenproduktion im Mittelmeerraum sehr schlecht. Die hohen Ertragseinbußen vor allem in den trockenen Regionen Spaniens waren groß und führten zu einer extremen Preisexplosion beim Öl.

Ganz anders dagegen in Portugal. in 20/21 gab es dort eine Allzeit-Rekordernte. In 21/22 eine nur geringfügig kleinere Ernte und in 22/23, der letzten Ernte lag man immer noch ca. 20% über dem Mittel der letzten 5 Jahre.
(ich hatte übrigens in 21/22 die beste Ernte ever.)

Die Olivenbauern in Portugal müssen extreme Gewinne gemacht haben, da sich der Marktpreis der Oliven/des Öls um 50-70% erhöht hat und das bei sehr hohen Erntemengen.

Gruß Dieter

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Es wird Zeit, daß die NATO, eine aggressive Partei, verlieren lernt.

Für die Umwelt/das Klima ist es vmtl. gut, dass die Olivenernte in Spanien zusammenbricht. Durch die EU-Zuschüsse wurden große Teile Spaniens zu einer Monokultur gemacht.

Olivia @, Freitag, 28.06.2024, 09:49 vor 20 Tagen @ Dieter 1345 Views

Diese riesigen, nur profitorientierten Monokulturen sind ein Drama. Das schöne Land wurde von "Raubrittern und Seeräubern" mit viel Geld "überfallen" und mißbraucht. Seine Wasserreserven, seine Landschaften, seine Nahrungsmittelproduktion.

Wenn ein Land Umweltschutz braucht, dann ist das Spanien. Große Teile des Landes müssen renaturiert werden, weil der Mißbrauch so nicht weitergehen kann.

Mißbraucht wurden auch die nordafrikanischen Tagelöhner in den mit Pestizieden verseuchten Plastikplanen-Plantagen. Wurden sie krank, dann wurden sie zurück nach Afrika geschickt. Das "Essen" bekamen dann die Nordeuropäer auf den Tisch.

Das war Usus, als ich noch häufiger dort war und später dort lebte. Damals war bereits bekannt, dass das Land jedes Jahr Landflächen an die Wüste abgeben mußte. Geändert wurde nichts. "Billig-Lebensmittel" und der damit verbundene Riesenprofit waren wichtiger.

Die Menschen werden lernen müssen, mit der Natur zu leben und nicht gegen sie.

Die "Lebensmittelwegwerfkultur" wird ein Ende haben müssen. Derzeit ist niemand mehr dankbar für das tägliche Brot. DAS rächt sich.

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For entertainment purposes only.

Preissteigerung Olivenöl - Die "Bio"-Zertifizierung kann schuld sein

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Samstag, 29.06.2024, 10:46 vor 19 Tagen @ Dieter 835 Views

Hallo Dieter,

Du sprichst in Deinem Beitrag vom Mittelmeerraum.
Es mag sein, dass die Wetterbedingungen in Spanien ungünstig waren.

In Frankreich jedoch soll sich nach persönlicher Aussage einer Ölmühlenbetreiberin und Olivenölbäuerin mir gegenüber der unzureichende Schädlingsschutz der erlaubten Mittel im Rahmen einer biozertifizierten Erzeugung zu einer Zerstörung von Olivenölbäumen geführt haben.

Auch aus diesem Grund ist das Unternehmen der obigen Dame auch nicht biozertifiziert.

Die zerstörte Ölerzeugungskapazität benötigt Jahre zum Ersatz.

Gruß
paranoia

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Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Das mag alles stimmen, aber es betrifft mich nicht.

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 29.06.2024, 11:34 vor 19 Tagen @ Dieter 922 Views

bearbeitet von helmut-1, Samstag, 29.06.2024, 11:50

Warum:

Ich hab keine Ahnung, warum so viele Leute auf dieses Olivenöl schwören. Vielleicht, weil sich der Name so schön ausspricht, wie "Olivia"?

Ja, ich sorge auch auf meine Gesundheit, aber mindestens genauso wichtig ist mir meine Gourmet-Eigenschaft.

Und damit kommen wir zum Öl:

Wenn es Leute gibt, die heute noch mit gepresstem Öl (egal, was es auch ist) ihr Fleisch braten, dann bekommen sie es von mir schriftlich, dass sie in Chemie geschlafen haben. Wir haben das noch gelernt, dass z.B. beim Erhitzen von Sonnenblumenöl die Molekularketten bei ca. 170 - 180 ° platzen, was dann diese braunen Ränder am Rand in der Pfanne verursacht, die für alles Mögliche verantwortlich sind, - vom Dünndarm, bis zum Pankreas. Deshalb wissen wir, dass es bereits sinnvoller is, mit Schweineschmalz zu braten (hat eine Resistenz bs ca. 500°) aber wir bevorzugen das Pflanzenfett in der 1 Kg- Kartusche, das man für 3 Euro bekommen kann. Das ist bis 700 oder gar 800 ° resistent.

In Rumänien ist das ein Standard, mit dem billigen Sonnenblumenöl alles zu kochen und zu braten, deshalb sich sie auch Weltmeister in der Europäischen Liga der Diabetiker.

Ich hab mal neben einem ägyptischen Restaurant gewohnt, wo man die Vögel (ich weiß nicht, was das war, aber kleiner als Tauben, vielleicht Wachteln) prinzipiell in Olivenöl gebraten hat. Ich konnte nach einer Zeit diesen Gestank nicht mehr aushalten.

Nun zu meinen Anschauungen:

Ich verwende das Öl niemals zum Braten, sondern nur für ganz spezielle Speisen, wie z.B. Salate, Maionaisen, sowie gewisse Vorspeisen mit Meeresfrüchten. Dafür sind mir als Österreicher mehrere Öle bekannt, die ich auch unterschiedlich verwende.

Z. B. das Distelöl, dann auch das Kernöl (aus Kürbiskernen gemacht), oder auch mal Sonnenblumenöl, aber nur dann, wenn es mit Rapsöl vermischt ist, wie z.B. die Marke BONA in Österreich) . Natürlich auch kalt gepresstes Olivenöl, - aber eben selten. Sind halt teurer, diese Öle, aber man sauft sie ja nicht pur.

Es mag sicher gravierende Aspekte für die Hersteller von Olivenöl geben, die ich nicht beurteilen kann, aber für mich als Verbraucher hat es überhaupt keine Bedeutung. Aus dem einfachen Grund, weil ich nur das verwende, was mir schmeckt und mir nach meiner Beurteilung zusagt. Das, was mir andere mit irgendwelchen Propagandamethoden erzählen, so wie die Loblieder auf die Qualität des Olivenöls, hat für mich keinen Effekt. Eine Flasche kalt gepresstes Olivenöl, also in der höchsten Qualität, die hält bei uns fast ein ganzes Jahr. Deshalb kann der Preis ins Utopische steigen, wenn ich der Meinung bin, dass ich davon eine geringe Menge für irgendeine Spezialität aus meiner Küche benötige, dann kaufe ich das.

Noch einen verspäteten Zusatz: Für viele Salate verwende ich kalt gepresstes Knoblauchöl. Aber, nicht jeder ist Feinschmecker so wie ich.

Ob zu heiß oder zu kalt, zu trocken oder zu naß - immer ist es der Klimawandel. (kwT)

SevenSamurai @, Samstag, 29.06.2024, 20:01 vor 19 Tagen @ Dieter 495 Views

nichts

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"Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte:
weil sie damals (...)."
Henryk Broder

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