Eine Frage ganz anderer Art: Die Psyche des Menschen (Corona - Ukraine)

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 03.08.2022, 10:04 vor 7 Tagen 3230 Views

Worum gehts:

Mir ist aufgefallen, dass das Klientel, das jeden Unsinn glaubt, der von der Regierung und den ihr hörigen Medien zum Thema Corona vorgebetet wird, zu 95% dasselbe Klientel ist, das die Aussagen der Regierung zur Ukraine glaubt. Es gibt nur wenige Ausnahmen, die die Regel bestätigen.

Nehme ich die Gesamtheit der "Gläubigen" in eine graphische Darstellung über Vektoren, dann stelle ich fest, dass die Kurve im Koordinatensystem progressiv zum Alter ansteigt. Anders ausgedrückt: Je älter der Mensch, umso höher der Prozentsatz derjenigen, die alles unkritisch glauben.

Natürlich kann man das mit Bauchmeinungen bewerten, aber mich interessiert, obs dafür klare rationale Gründe gibt, oder ob man da in die Psychologie einsteigen muss (wovon ich keine Ahnung habe)

Meiner Meinung nach gibt es dafür zwei wesentliche Gründe

Radegast @, Balgurische Schwarzmeerküste, Mittwoch, 03.08.2022, 11:39 vor 7 Tagen @ helmut-1 3134 Views

bearbeitet von Radegast, Mittwoch, 03.08.2022, 12:26

Für die von dir beobachtete Altersstruktur von Gläubigen gibt es meiner Meinung nach zwei wesentliche Gründe:

1) Der Zugang zu Informationen
Dies ist in erster Linie die Frage, ob und wie jemand das Internet (Hauptinformationsquelle schlechthin) nutzt. Die Jüngeren sind technik-affiner, Hemmschwellen werden relativ einfach umschifft. Bei Älteren sieht das anders aus. Viele beziehen ihre "Informationen" noch aus der Zeitung oder dem Fensehen.

2) Die Interpretation aufgenommener Informationen
Die Fähigkeit (weiter-)zuentwickeln, kritisch zu denken und zu hinterfragen, ist bei Jüngeren größer als bei Älteren. Jüngere sind noch nicht so konditioniert und ihr Entwicklungsprozess ist leichter formbar. Das ist in erster Linie eine Frage der Zeit. Werde ich seit Jahrzehnten gebrainwashed, fällt es mir schwerer, da einen Weg herauszufinden, als wenn ich jünger bin.

Warum gibt es diese auffällige Überschneidung beim Glauben verschiedener Lügen? Diese Überschneidung ist das direkte Ergebnis eines erfolgreichen Brainwashing. Wenn Brainwashing bei jemandem funktioniert, dann funktioniert es. Es macht keinen Unterschied, was man dem so manipulierten auftischt. Er ist ein Opfer einer langandauernden Manipulation und kann es selbst nicht mehr erkennen. Kognitive Dissonanzen werden durch Verweigerung der Auseinandersetzung und zunehmende Aggression gelöst.

Ein gutes Video zu dem Thema behandelt Dietrich Bonhoeffer's "Theorie der Dummheit". Kernaussage: Dummheit beim Menschen ist nicht etwa ein intellektuelles Problem, sondern immer ein soziales. Dummheit ist nichts gegebenes, sondern entsteht als Folge einer ganz spezifischen Sozialisation.

Dietrich Bonhoeffer ist auch der Meinung, daß dumme Menschen gefährlicher sind als böse. Denn während wir gegen böse Menschen protestieren oder sie bekämpfen können, sind wir gegen dumme Menschen wehrlos - Argumente stoßen auf taube Ohren.

https://www.youtube.com/watch?v=wnhL1W9dj1w

Eine tiefergehende psychologische Betrachtung findet sich hier:
https://apolut.net/gedankenbrecher-von-ruediger-lenz/

Daraus:
...der Gehorsam gegen sich selbst, was Regierungsgehorsam im Grunde immer ist, ist aus dem deutschen Geist nach 1945 nicht herausgeholt und verbannt worden. Ganz im Gegenteil. Man spannte Schuldige für das dritte Reich der Nazis auf und vergaß dabei, gut 75 Jahre lang zu erwähnen, dass auch die Masse freiwillig mitgemacht hatte. Wie in der Plandemie, dem das Event 201 voranging, hat die Masse der Deutschen auch Hitlers Nazimachenschaften mitunterstützt und seinem Reißwolf zugejubelt, als er seine SS und die Wehrmacht zum Weltenbrand aufforderte. Am Ende der Rechnung waren sich die Deutschen darin einig, von nichts auch nur einen Hauch mitbekommen oder gewusst zu haben...

...Das wird auch nach der Plandemie so sein. Ihr, die Impflinge und die heutigen freiwilligen Maskenträger, ihr seid die Burg, auf der die Impftoten und Impfgeschädigten gebaut sind und noch gebaut werden. Ihr seid die Mitschuldigen des Ganzen, das wissen wir heute besser als noch 1945. Denn ohne euch wäre das Plandemiedesaster schon viel früher beendet worden. Ihr werdet euch nicht hinter eurem Unbewussten verstecken können, hinter Täuschung und Unschuld. Dietrich Bonhoeffers Theorie der Dummheit trifft auf euch alle zu, damals und auch heute.

Exzellent aufgearbeitet und beantwortet, danke dafür!

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 03.08.2022, 13:19 vor 7 Tagen @ Radegast 1532 Views

bearbeitet von helmut-1, Mittwoch, 03.08.2022, 13:28

Gibt nun einen Nachdenkbedarf für mich, aber Dein Kommentar ist in allen Punkten für mich schlüssig. Leider oftmals zu schlüssig, oder mehr als schlüssig.

Stellt sich die Frage, wie man dem entgegenwirken kann. Weil genau diese Frage habe ich nicht gestellt. Ja, ich kritisiere gerne, wo es etwas mit Recht zu kritisieren gibt. Aber Kritik ohne Alternative ist für mich nur die halbe Miete.

Ich denke, ich hab das schon einige Male hier erwähnt, was meine Schulzeit in Wien beinhaltet hat. Da gabs zum einen einen anderen Geschichtsunterricht (1) und auch meine Zeit in einem Konvikt (= Internat), dessen Direktor ein "Kämpfer für die Aufklärung" war (2).

1) Wir haben nicht einfach irgendwelche geschichtsträchtigen Zahlen auswendig lernen müssen, sondern die gravierenden Vorgänge in der Geschichte wurden analysiert. Dabei wurde generell zwischen Grund und Anlass eines Konfliktes oder Krieges unterschieden. Wir lernten also, dass man einander nicht deshalb jahrzehntelang bekämpft hatte, weil man da irgendjemanden aus dem Fenster in Prag geworfen hatte.

Das aber wurde auf alle Ereignisse umgelegt und so gehandhabt. Deshalb wurden wir als Österreicher auch dessen kundig, was der Vertrag von St. Germain in weiterer Folge für unser Land angerichtet hat und dass die vielen "Heil-Rufe" im März 1938 an der Ringstraße in Wien nicht von ungefähr kamen.

Insofern bin ich (vielleicht auch dadurch) in der Lage, die Entwicklung in der Ukraine beurteilen zu wollen und letztlich zu können.

2)Ich glaube, ich war damals 13 Jahre alt. Der Direktor hat uns in unserer Freizeit am Nachmitttag angeboten, an drei Zyklen von Filmvorführungen über das 3. Reich teilzunehmen. Manche sind dann zum Fussballspielen, ich habe mir das angesehen.

Es waren drei Zyklen mit insgesamt 6 Filmen zu jeweils dem selben Thema. England-Krieg, Frankreich-Krieg, Nordafrika, Spanien, Russland und noch eines, weiß gar nicht mehr, was. Das Ganze sah man einmal aus der Sicht der Nazi-Propaganda, einmal aus der Sicht der Propaganda der Alliierten, und einmal aus der Sicht der wenigen unabhängigen Kriegsberichterstatter, wie z.B. Rotes Kreuz usw.

Ich erinnere mich heute noch daran, wie mich das beeindruckt hat, wie man durch Propaganda ein und denselben Vorgang völlig konträr darstellen kann. Möglich war das eines der fundamentalen Erlebnisse, die mich dazu bringen, alles zu hinterfragen.

Mein Fazit:

Liegt es an der Schulbildung, bereits in jungen Jahren, dass man die "Befehlsempfänger" der Zukunft bereits vormanipuliert und auf diese Weise hörig macht? Schließlich wissen wir doch alle, wie man das Bildungssystem seit den 60er Jahren systematisch heruntergefahren und nachteilig verändert hat.

Oder kommen da noch andere Dinge dazu?

Was ebnet den Weg zum "gläubigen Staatsbürger"?

Aus „Mein Fazit:“ von Helmut-1:

sprit @, Mittwoch, 03.08.2022, 17:46 vor 7 Tagen @ helmut-1 1134 Views

Aus „Mein Fazit:“ von Helmut-1:
"Schließlich wissen wir doch alle, wie man das Bildungssystem seit den 60er Jahren systematisch heruntergefahren und nachteilig verändert hat."

Dies entspricht meinem Kommentar zu @Radegast:
„Die Fähigkeit (weiter-)zu entwickeln, kritisch zu denken und zu hinterfragen, ist bei Jüngeren größer als bei Älteren.“
Die ist NICHT vorhanden! Die Jüngeren sind nur noch "Digividiums", also in der digitalen Informations- / Propagandawelt unterwegs!

Heutzutage, seit mehr als 20 Jahren, gibt es nur noch die Staatserziehung! (bereits ab Kita).
Die elterliche Erziehung ist mit / unter dem aktiven Einfluss des Feminismus = Frau in der Wirtschaft = Quotenfrau „ausgelagert“!

--
Keine Abmahnung ohne vorherigen Kontakt!

die Blume

mh-ing @, Mittwoch, 03.08.2022, 15:22 vor 7 Tagen @ helmut-1 1487 Views

Ich verwende gerne dieses Beispiel um zu zeigen, wie wir denken:
Wir finden ein Blume im Garten, klar ein tolles Werk der Evolution und gehen weiter.
Wir finden eine versteinerte Blume in der Antarktis, klar, da war es auch mal wärmer.
Wir finden eine Blume auf dem Mars. Damit ist die Evolution bewiesen, d.h. das Leben hat sich zufällig überall und in günstiger Situation entwickeln können.

Wir finden einen Steinkeil im Garten. Klar, hier waren mal jene Jäger und haben was verloren.
Wir finden einen Steinkeil in dem Steinkohleflöz. So ein Zufall auch, wie die Natur ganz zufällig Steine formt.
Wir finden einen Steinkeil auf dem Mars, den keiner je so bezeichnen würde, da das absulut nichts mit Menschenhand zu tun hat.

Wir finden im Garten eine rostige Schraube M14. Wohl was beim Rasentraktor kaputt.
Man findet so eine Schraube auf dem Mars. Da hat wohl eine Sonde ein Teil verloren.

In bester Selbstverständlichkeit wird die Mehrheit der Menschen/Forscher genau so die Dinge sehen. Das Narrativ Evolution, d.h. das Leben ist von Selbst entstanden, durchdringt alles im Denken.
Jedoch wissen wir wie Steinkeile entstehen, wie M14 Schrauben in Maschinen gemacht werden. Für diese uns bekannten Produktionsprozesse würden wir keinen Zufall unterstellen. Dass die Natur Jahrmillionen an einer Schraube bastelt, bis all das fertig ist, das glaubt keiner, zumal ja der Rost alles vorher zerfrisst.

Aber zu glauben, dass in einer Ursuppe all das gemischt wird, Blitze einschlagen und dann dann eine sich selbst reproduzierende, sich selbst vermehrende, aus Umgebungsstoffen sich ernährende, widerstandsflähige und evolutionierbare Urzelle entsteht, das ist doch so glaubhaft, dass da keinem ein Zweifel kommt.

Unsere Narrative bestimmen unser Denkschema

mh-ing @, Mittwoch, 03.08.2022, 15:33 vor 7 Tagen @ mh-ing 1327 Views

Wir sind einbettet in Denkschemata. Wir haben gelernt, wie Dinge sind, wie sie entstanden, geformt und funktionieren. Diese kulturelle - soziologische - persönliche Einbettung formt die Denktäler, in denen der Hauptstrom unseres Denkens sich bewegt. Nur selten, z.B. durch Ereignisse wird so ein Tal verschüttet und man muss sich neue Wege suchen, kommt der Fluss ins Stocken. Solche Ereignisse zerstören das Narrativ und führen dazu, neue Wege zu gehen.

Es ist nun so, dass gerade diese Katastrophen diese Ereignisse sind, Krankheit, Notfälle sind da hilfreich. Nun kann man anfangen, neue Wege zu gehen, selbst diese sich suchen und dann seinen Weg neu finden.

Es ist aber die Manipulation unserer Zeit, dass die Regierung/Medien/das gesamte Umgebungssystem uns ständig ein Narrativ gibt, d.h. eine Plausibilierungserzählung, warum das so und so ist. Statt aus dem Einsturzereignis/dem Notfall dazu über zu gehen, eigene Fragen und Antworten zu suchen, wird das Narrativ übernommen.

Wie kann man das besser machen?
Indem man sich stark widersprechende Informationen nimmt, stark unterschiedliche Meinungen hört, dem, der seiner Meinung fern ist, zuhört und dessen Argumente sich offen anhört, hinterfragt und nachdenkt.
Der Weg, diese engen Narrative zu durchbrechen ist der Pluralismus, die Opposition, These-Antithese in allem.
Daher ist das Wesen einer diktatorischen Struktur nicht unbedingt das Machtgebilde, es ist die Einschränkung anderer Meinungen und Ansichten. Das ist in Sekten/Kirchen so, im Wissenschaftsbetrieb, in der Wirtschaft und ganz besonders in der Politik heute so.

Es ist aber auch erkennbar, dass heute in dieser Zeit des maximalen Zugriffs auf Daten und Informationen, genau dieser Zugriff nicht erfolgt. Die Masse ist lese- und informationsfauel. Es interessiert sie nicht, was da ist. Man glaubt lieber und folgt, ohne eigene Verantwortung zu übernehmen. Diese Haltung der Unterordnung im Denken, Leben, Handeln ist ein über längere Zeit in Schule, Beruf, Land strukturierte Eigenschaft.

Der müder Mensch

mannmithut, Mittwoch, 03.08.2022, 16:13 vor 7 Tagen @ helmut-1 1568 Views

So müde


Die Menschen hier sind müde (vor allem im deutschsprachigen Raum). Permanent müde. Das waren sie schon immer.

Durch den immerwährenden Imformationsdruck(!), selbsterzeugt oder unabsichtlich, verstärkt ich die Müdigkeit.

Und jetzt beginnt das Feine: wenn sich jemand bewusst ist, dass das Gegenüber permanent müde ist, so kann man das nur zu gut ausnutzen.

Man beschickt das Gegenüber mit noch mehr Information, so dass man das Gegenüber nach Belieben mal in die eine, mal in eine andere Richtung lenken kann. Wie eine Marionette oder ein seelenleerer Sack Mensch.
Das ist recht einfach (siehe ARD und Bildzeitung).


Wie kann nun ein müder Mensch dem entkommen?
A) Informationsfluss unterbrechen:
D.h. konsequentes ignorieren von Zeitung, Radio, TV und Internet-News.
Klappt super. Praktiziere ich selber.
Im Auto läuft nur Spoty* und im TV nur Serien und Filme von Net*x und Co.
Bücher lesen hilft auch. Wer Bücher liest, schaut keinen Schund auf ARD.
Streams, Twitter, Telegram ordentlich einschränken.

B) Sich der eigenen seelischen Kraft bewusst werden. (Manche nennen es Glauben, Religion, … etc.).

C) Das Wichtigste: sich mit anderen Menschen verbinden. Sei es Familie , Freunde oder Nachbarn. Damit meine ich nicht „ich habe doch die Nachbarschafts-Hilfe-App installiert“.
Sich verbinden heißt, Teil einer realen Gemeinschaft zu sein.

Gerade Letzteres soll ja mit einem Lockdown und Isolierung unterbunden werden.


Halte es einfach wie Deine Katze oder Dein Hund:
Schlafe häufig wenn es Dir beliebt, friss wenn es Dir beliebt. Lebe im hier und jetzt.
Und lass Dir nichts gefallen.


Der Wunsch eine jeden Unterdrückers ist eine Masse an selbstgerechten, egoistischen Einzelkämpfern. Die würden in freier Natur keine 4 Tage überleben. Sie sind somit in jeder Hinsicht von dem Unterdrücker abhängig.


Und wenn jemand was von Dir will, stell Dir selber immer diese eine Frage:
„WARUM SOLLTE ICH DAS MACHEN?“

Das regt die Synapsen an.

So - haue mich jetzt auf die Couch
mannmithut

--
Ein Jeder ist seines Glückes Schmied.

Den Korrelationskoeffizienten von Corona-gläubig und Ukraine-sympathisierend würde ich auch bei fast 0,95 veranschlagen, aber eine Korrelation mit dem Alter stelle ich nicht fest

BerndBorchert @, Mittwoch, 03.08.2022, 18:35 vor 7 Tagen @ helmut-1 1063 Views

bearbeitet von BerndBorchert, Mittwoch, 03.08.2022, 18:42

Bitte bedenke auch, dass beim Klimaschwindel und bei Pro-Massenimmigration junge Leute am anfälligsten sind für das Bejahen der von den Medien gepushten Meinung.

Bernd Borchert

Übrigens hätte Dein Beitrag auch bei Falkenauges reingepasst, denn das ist das gleiche Thema "Mediengläubigkeit".

Ja und nein

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 03.08.2022, 22:44 vor 7 Tagen @ BerndBorchert 680 Views

bearbeitet von helmut-1, Mittwoch, 03.08.2022, 22:50

Gleich zum letzten Punkt: Mediengläubigkeit.

Ja, da gibt es Parallelen zu Falkenauge, aber es geht nicht nur um die Medien, sondern auch um andere Dinge. Es gibt Leute, die sich ihre Meinung überhaupt nicht mehr aus den Medien bilden, die haben schon TV und Radio abgemeldet, und gehen nur mehr selten zu diesen Themen ins Net. Vieles bildet sich bei derartigen Leuten aus dem Gespräch mit Bekannten und Freunden.

Die andere Sache mit dem Alter:

Es gibt Leute, die stehen bis ins hohe Alter noch mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Realität. Beispiel Schmidt und Bahr, um da den Namen von Politikern zu nennen. Aber auch einfache Leute, deren Wissensdrang so ab dem 50. Lebensjahr stetig steigt, und das aus zwei Gründen.

1) Sie stellen durch die langjährige Ansammlung von Wissen immer öfter fest, was sie alles nicht wissen , aber eigentlich noch wissen möchten.

2) Sie saugen alles in sich hinein wie ein Schwamm, weil sie Angst haben, dass ihnen ihre Lebenszeit nicht mehr reicht, um ihren Wissensbedarf zu stillen.

Um ehrlich zu sein, - beide Punkte treffen auch in gewisser Weise für mich zu.

Nun gibt es aber auch die Schicht unter den Älteren, die irgendwann das selbständige Denken an der Garderobe abgegeben haben, - z.B. beim Eintritt ins Altersheim. Ich befürchte, Du machst einen Fehler bei der Einschätzung, dass der Anstieg der Kurve bei den Älteren sich nicht progressiv erhöht, wie ich behauptet habe. Wir beide dürfen nicht von Dir und von mir oder auch von so manchen Schreibern und Lesern hier ausgehen, wir sind vielleicht ein Sammeltopf von gleichartigen Sichtweisen, - aber wir sind eine verschwindend geringe Minderheit im Vergleich zu den anderen.

Es wäre mal interessant, hier eine statistische Umfrage zu starten, wobei das Alter und das Geschlecht jeweils festgehalten wird. Ich befürchte, dass ich recht habe. Nur ein (vielleicht saublödes) Beispiel:Schau Dir mal an, was ich so im Laufe der Zeit zusammenschreibe. Dann geh mal 10 oder 20 Häuser weiter in Deiner Straße, nach oben und nach unten, und frag mal in jedem Haus. Dann schau mal, wer für sowas überhaupt Lust, Kenntnis und Ambition hat. Bereits dann wirst Du Deine Meinung vermutlich revidieren.

Zum Thema Klimawandel:

Da wirst Du recht haben, dass dafür in erster Linie die Jüngeren empfänglich sind. Die FFF-Leute (friday for future) sind aber gemischt. Da sind sehr viele dabei, die nur deshalb mitmachen, weil das lustiger ist, als am Freitag im Klassenzimmer zu sitzen. Dabei komme ich aber wieder auf die Schulbildung, der die Jüngeren vom Alter her näher zuzuordnen sind.

Du bist auch keine 20 mehr, also erinnere Dich mal an Deine Schulzeit. Paläontologie, Klimageschiche sowie Klimaveränderungen im Laufe der Eiszeiten, usw., - das haben wir alles irgendwann einmal gelernt. Deshalb kapier ich auch, dass wir uns zwar in einer Phase der Entwicklung in Richtung Eiszeit befinden, die aber immer wieder - auch in vergangenen Zeiten - durch kurze Wärmephasen unterbrochen wird. Was in der Erdgeschichte "kurz" ist, das wissen wir alle.

Dass man mit den mmer wieder propagierten Methoden (CO²-Reduzierung, etc. etc.) diese Klimaentwicklung nicht aufhalten kann, das sagt einem (wenn man in der Schule nicht geschlafen hat) der Hausverstand. Wobei eine Reduzierung der Schadstoffausstöße nicht falsch ist, das will ich damit nicht sagen. Aber unsereiner, der eben noch eine andere Art der Schulbildung genossen hat, hat da mehrere Parameter, mit Hilfe derer er eben anders urteilt wie ein 20-Jähriger, der meint, die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben. Die Kerle heutzutage leben in einem echten Dilemma, - denn sie wissen ja gar nicht, was sie alles nicht wissen.

Massenimigration:

Was die Teddybärenwerfer betrifft, da haben sich schon so manche selbst ihre Meinung revidiert. Dass man Leuten, die aus einer echten Gefahr geflüchtet sind, helfen muss, das ist nicht nur eine soziale Verpflichtung, das sehe ich auch als Christenpflicht. Aber zunehmend stellen auch jüngere fest, dass es dabei nicht so sehr um Hilfe zu einem sicheren Leben ohne Gefahr geht, sondern einfach nur um Kohle. Der Begriff "Wirtschaftsflüchtling" nimmt auch bei den Jüngeren immer mehr Gestalt an.

Ich merke das auch in Rumänien. Da sind ja viele aus der Ukraine gekommen. Meist mit Autos, überwiegend Frauen und Kinder. Aber auch Männer. Nachdem "Otto Normalo" in Rumänien nicht unbedingt einen SUV fährt, wie die meisten der hier ankommenden Ukrainer, haben sich da Fragen aufgeworfen. Mittlerweile sind viele der Meinung, dass hier was nicht in Ordnung ist, - das merke ich aus den Kommentaren in den sozialen Medien wie z.B. facebook.

Da regen sich viele darüber auf, dass hier unsinnige Gelder an Leute bezahlt wird, die das gar nicht nötig haben, - weil die meisten sind gut gestopft mit Geld. Dann aber regt man sich darüber auf, dass es Unfälle mit ukrainischen Fahrzeugen gibt, die von diesen verschuldet wurden, und, weil sie nicht versichert sind, bekommt man als geschädigter Rumäne für sein zerbombtes Fahrzeug gar nichts. Die Ukrainer reden sich damit heraus, dass sie keine Möglichkeit haben, ihre ukrainische Haftpflichtversicherung zu bezahlen.

Dazu kommen auch andere Beschwerden, - da hat einer z.B. in einer Stadt die ukrainischen Fahrzeuge (wie gesagt, meistens teure Schlitten) fotografiert, die überhaupt kein Interesse daran haben, die für jeden Rumänen obligatorischen Parkgebühren zu bezahlen. Langsam entwickelt sich eine Aversion gegen dieses Volk, weil sie demonstrativ nur auf ihre Vorteile aus sind.

Natürlich sehe ich das aus der rumänischen Sichtweise. Mag sein, dass sich das in Deutschland anders darstellt. Aber auch in Deutschland habe ich so manchen die Larve vom Gesicht gerissen. Meistens schriftlich. Da gibts so manche NGOs, auch die Grünen, usw., die mir da immer vorbeten wollen, wie man sich bei der Integration der armen Bevölkerung zu verhalten hat. Da habe ich so manches Mal denen den Vorschlag gemacht, einer Familie zu helfen.

Ich habe denen gesagt, ich habe hier eine Roma-Familie mit 7 Kindern, und ich würde denen gerne die Ausreise nach Deutschland finanzieren (ohne Rückfahrkarte). Nun aber suche ich jemanden, der diesen Leuten in der Nähe seines persönlichen Wohnortes eine Unterkunft besorgt, die vom Staat bezahlt wird, und dann diesen Leute zumindest das erste Jahr Hilfestellung bietet. Sozialhilfeanträge, Einschulung für die Kinder, usw. usw.

Nun kommts: Niemand von den Sozialaposteln hat mir jemals drauf geantortet, meine Mails wurden alle ignoriert. Klar, dass ich diesen Sozialaposteln darauf zurückgeschrieben habe, welche Scharlatane sie sind, weil sie nur mit Mundpropaganda etwas von anderen fordern, was sie selber niemals bereit sind, zu geben.

Werbung