Zur Einordnung im geschichtlichen Ramen: Nun denn Deutschland. Text von Karl Richter.

Mitmacher @, Mittwoch, 22.06.2022, 18:49 vor 14 Tagen 2658 Views

Zum 22. Juni: Besser mit als gegen Rußland

Heute jährt sich zum 81. Mal der Angriff auf die Sowjetunion. Ich habe in der Vergangenheit nie um die Vorgeschichte und Gründe, die zu „Unternehmen Barbarossa“ geführt haben, herumgeredet und habe auch heute keinen Grund dazu. Es werden schon genügend Lügen über unsere Vergangenheit verbreitet.

Nein, die Sowjetunion war kein ein friedliebendes Arbeiter- und Bauernparadies. Nach allem, was man heute wissen kann, war „Barbarossa“ der unausweichlich gewordene Präventivschlag gegen ein zahlenmäßig weit überlegenes sowjetisches Millionenheer, das früher oder später von Stalin gegen Westen in Marsch gesetzt worden wäre. Die Wehrmacht stieß in tiefgestaffelte Bereitstellungen der Roten Armee vor, die keinerlei Vorkehrungen für den deutschen Angriff getroffen hatte und deshalb mit voller Wucht von ihm getroffen wurde. Die sowjetischen Kommandeure verfügten nicht einmal über Kartenmaterial der westlichen russischen Militärbezirke, in denen sie von der Wehrmacht zum Kampf gestellt wurden – dagegen wurden waggonweise Karten von polnischen Einsatzräumen gefunden. Es gibt ungezählte solcher Details. Jeder kann sie wissen. Man kann von jedem verlangen, sie zur Kenntnis zu nehmen.

An alledem gibt es wenig herumzudeuteln. Die historische Wahrheit ist manchmal unbequem, aber so ist das nun einmal. Ich will damit sagen: als Deutscher habe ich keinen Grund, mich für „Barbarossa“ zu schämen – für andere Dinge, die in den vier Jahren danach passiert sind, leider sehr wohl.

Es besteht heute weniger denn je Veranlassung, die Wunden der Vergangenheit aufzureißen und sich in die Schlachten von vorgestern zu verbeißen. Die Welt ist nicht mehr die von 1941, und Putins Rußland ist nicht mehr die kommunistische Weltbedrohung von ehedem. Ich habe aber jedes Verständnis dafür – und jeder normal denkende Mensch wird das nachvollziehen können –, wenn sich Rußland nach dem verheerenden Jahrhundertkrieg heute erneut vom Westen bedroht sieht und Vorkehrungen für den schlimmsten Fall trifft. Daß die restlos ferngesteuerten Deutschen auf dem besten Wege sind, sich zum dritten Mal innerhalb eines Jahrhunderts in der Konfrontation mit Rußland zu finden, ist dabei ein besonders schauerlicher Treppenwitz der Weltgeschichte. Wenn der Irrsinn nicht schnellstens gestoppt und das Mafia-Protektorat Ukraine seinem eigenen Schicksal überlassen wird, brauchen wir uns über apokalyptische Folgen nicht zu wundern. Wir haben ja noch nicht einmal einen Friedensvertrag, was man in Moskau natürlich ebenso weiß wie in Washington.

Mehr denn je wäre eine starke europäisch-russische Achse und der längst überfällige Hinauswurf der US-Verbrecher aus Europa das Gebot der Stunde. Mit oder ohne unser Zutun entsteht vor unseren Augen eine neue Weltordnung, in der sich die USA und ihre Vasallen am Ende nur selbst erfolgreich isoliert haben werden, während Eurasien unter Einschluß Chinas und Indiens die neue Herzkammer der Welt sein wird. Für die verwesende EU bleibt die Rolle der Kloake. Der Wahnsinn der westlichen Sanktionen und das hilflose Anbellen gegen Rußland ist der verzweifelte Versuch, diese Entwicklung aufzuhalten. Das wird nicht gelingen. Es wäre klüger, Rußland die Hand zu reichen.

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Karl Richter

JJB @, Dresden, Mittwoch, 22.06.2022, 20:47 vor 14 Tagen @ Mitmacher 1505 Views

ich habe mit dem karl einige Male telefoniert, mir ist es egal, ob jemand in der NPD oder der DKP ist (auch wenn ich beide Parteien nie wählen werde)- wenn er gute Gedanken hat, folge ich denen gerne.
Dem text ist absolut nichts hinzuzufügen, ich unterschreibe jedes einzelne Wort.

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"das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde!" (Shakespeare, King Lear)

Das ist -keine- historische Wahrheit, bestenfalls eine Meinung ....

NST ⌂ @, Südthailand, Donnerstag, 23.06.2022, 09:12 vor 13 Tagen @ Mitmacher 702 Views

bearbeitet von NST, Donnerstag, 23.06.2022, 09:17

An alledem gibt es wenig herumzudeuteln. Die historische Wahrheit ist manchmal unbequem, aber so ist das nun einmal. Ich will damit sagen: als Deutscher habe ich keinen Grund, mich für „Barbarossa“ zu schämen – für andere Dinge, die in den vier Jahren danach passiert sind, leider sehr wohl.

.... der westlichen Propaganda .... die Gegendarstellung findest du hier.

[image]

Wer hat Hitler gezwungen STALIN zu ueberfallen - das Buch zum selber lesen, mit umfangreichen Quellen, besonders aus dem Westen :-P

Ein Hinweis gebe ich dir - die Täter (Kriegstreiber) waren jene, die Hitler am meisten verehrte .... und heute sind es Deutschlands beste Freunde, vielleicht frieren sie mit uns für Freiheit und Frieden, einfach mal nachfragen.

Wann gedenkt ihr den Jahrestag des Angriffs Russlands auf die Ukraine zu feiern?
Gruss

--
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Das Buch ist ein ziemliches Geschwafel

Rainer ⌂ @, El Verger - Spanien, Donnerstag, 23.06.2022, 23:04 vor 13 Tagen @ NST 469 Views

.... der westlichen Propaganda .... die Gegendarstellung findest du hier.

Wer hat Hitler gezwungen STALIN zu ueberfallen - das Buch zum selber lesen, mit umfangreichen Quellen, besonders aus dem Westen :-P

Ich habe das Lesen nach 60 Seiten abgebrochen. Es kommt keine Information. Nur ständiges Wiederholen, was alles nicht stimmt.

Rainer

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Du solltest BBouvier fragen, wie das damals war an der Ostfront...

Mephistopheles @, Datschiburg, Donnerstag, 23.06.2022, 23:48 vor 13 Tagen @ Rainer 496 Views

.... der westlichen Propaganda .... die Gegendarstellung findest du hier.

Wer hat Hitler gezwungen STALIN zu ueberfallen - das Buch zum selber lesen, mit umfangreichen Quellen, besonders aus dem Westen :-P


Ich habe das Lesen nach 60 Seiten abgebrochen. Es kommt keine Information. Nur ständiges Wiederholen, was alles nicht stimmt.

...als die sowjetischen Kommandanten keine Karten von dem Gebiet hatten, wo sie sich gerade befanden, sich also nicht orientieren konnten; dafür Karten von Polen Lemberg ein paar 100km weiter westlich.

Gruß Mephistopheles

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Na endlich einer der offenbar Bescheid weiss ......

NST ⌂ @, Südthailand, Freitag, 24.06.2022, 05:09 vor 13 Tagen @ Rainer 500 Views

bearbeitet von NST, Freitag, 24.06.2022, 05:20

Ich habe das Lesen nach 60 Seiten abgebrochen. Es kommt keine Information. Nur ständiges Wiederholen, was alles nicht stimmt.


.... ich habe mal schnell die ersten 60 Seiten überflogen ..... aus meiner Sicht sind sie vom Informationsgehalt her in Ordnung.

Dass das kein Werk eines Romanschriftstellers ist, das dürfte klar sein. Von dem dort vermittelten Informationsgehalt, wird sicher einiges wiederholt - weil auch andere Querverweise dazu kommen.
Dass die Sichtweise einseitig ist, aus russischer Sicht beleuchtet - das ist auch kein Geheimnis.

Aber gut, ich nehme deine Aussagen beim Wort. Jetzt kannst du mir sicher alternative Literatur nennen, wo es zur gleichen Sache und Thema ohne Wiederholungen mit wichtigen Informationen aus russischer Sicht zur Sache geht -- diesmal ganz ohne Geschwafel.

Du bist darn ..... ich lerne gerne noch was dazu.

Meiner Meinung nach, sind dort Infos zu finden, die einzigartig in der Sache sind, lasse mich aber gerne von dir überraschen.

Keiner von uns war dabei - alles kommt aus schriftlichen Quellen ..... die Wahrheit lässt sich daraus niemals ableiten. Der Kern des Buches von Starikov ist es - die westliche Propaganda in der Geschichtsschreibung erkennbar zu machen - das muss ergo Gegenpropaganda sein. Schwimmen ohne nass zu werden - das geht nicht .... es sei denn man glaubt an die unbefleckte Empfängnis.
Gruss

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