Nach gesendetem Interview auf MDR schießt Sender "Faktencheck" nach

stocksorcerer @, Donnerstag, 25.11.2021, 12:27 vor 9 Tagen 3966 Views

https://odysee.com/@BehindTheMatrix:7/Dr.-Steffen-Rabe---Corona-Impfpflicht-in-Deutschl...

https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/faktencheck/audio-corona-impfung-fremdschutz-ans...


Für mich persönlich ist in Sachen Fremdschutz gerade interessant, dass man darauf nicht bauen kann! "Zeitweise etwas weniger ansteckend" ist für mich einfach nicht genug, um daraus eine Verbindung herzuleiten, die für eine Impfpflicht sprechen würde. Ein Vergleich beispielsweise mit Masern- oder Pockenimpfungen, die eine Infektion und ein Ansteckungsrisiko völlig ausschließen und praktisch keine Nebenwirkungen haben, ist für mich völlig unzulässig. Und das mal angelegt an die Aussage des designierten neuen Justizministers (FDP), er sehe keinen Hinderungsgrund für eine Impfpflicht für die notfallzugelassenen Corona-Impfstoffe, muss den gesunden Menschenverstand doch beleidigen!

Gruß
stocksorcerer

P.S.: Am Ende heißt es vermutlich: was kümmern mich die Gesetze und Maßstäbe von gestern, wir machen das jetzt einfach so. Und dann ist sie halt da.

Selbst Kanzleramtsminister Helge Braun sieht den Vergleich mit der Pockenimpfpflicht kritisch

Ortelius @, Donnerstag, 25.11.2021, 12:40 vor 9 Tagen @ stocksorcerer 2185 Views

bearbeitet von Ortelius, Donnerstag, 25.11.2021, 12:49

Braun ist übrigens Mediziner.

Zitat swr.de vom 22.11.2021:

"Ich bin dafür, dass wir jetzt in Einrichtungen, wo besonders vulnerable Gruppen sind, zum Beispiel in Pflegereinrichtungen so etwas erwägen und gesetzlich auf den Weg bringen aber eine allgemeine Impfpflicht, das haben wir bisher nur dann gemacht, wenn die WHO die Ausrottung einer infektiösen Krankheit ausgerufen hat", sagte Braun im SWR Tagesgespräch. Das werde aber bei Corona nicht gelingen, weil das Virus sowohl beim Menschen als auch bei Tieren vorkomme und deshalb dauerhaft bleiben werde.

https://www.swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/kanzleramtsminister-helge-braun-eine-all...

Wow, so viel Vernunft hätte ich ihm spontan nicht zugetraut. (oT)

Naclador @, Göttingen, Donnerstag, 25.11.2021, 12:43 vor 9 Tagen @ Ortelius 1169 Views

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"Nur die Lüge benötigt die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht."
Thomas Jefferson

Wenn diese Fleischtanne zu medizinischen Themen referiert, könnte ich nur kotzen!

FOX-NEWS @, fair and balanced, Donnerstag, 25.11.2021, 13:00 vor 9 Tagen @ Ortelius 1608 Views

[[kotz]]

Der Typ ist doch das Paradebeispiel für den Corona-Intensivpatienten, der am Beatmungsgerät endet. [[motz]]

Grüße

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[image]
** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

Wäre dir die Zahnfee lieber? (nB)

Ortelius @, Donnerstag, 25.11.2021, 13:48 vor 9 Tagen @ FOX-NEWS 1269 Views

bearbeitet von Ortelius, Donnerstag, 25.11.2021, 13:53

Der Faktencheck greift mal wieder viel zu kurz.

Naclador @, Göttingen, Donnerstag, 25.11.2021, 12:42 vor 9 Tagen @ stocksorcerer 1833 Views

Moin Aktienzauberer,

es wird dabei völlig übersehen, dass Geimpfte nach einer Infektion viel schwächere Symptome haben und damit viel eher Gefahr laufen, sich trotz der Infektion in der Gesellschaft zu bewegen. Ungeimpfte bekommen früher und stärkere Symptome und werden eher zuhause bleiben. Darüber hinaus werden sie, im Gegensatz zu Geimpften, dauernd getestet.

Hinzu kommt der Unsinn der 2G-Regel, wo man geimpften Infizierten erlaubt, nach Herzenslust andere Geimpfte zu infizieren.

In einem Maßnahmenregime, wie wir es derzeit haben, ist der Fremdschutz durch die Impfung definitiv vernachlässigbar. Aber selbst in einem 1G-Regime, wo man für alles einen tagesaktuellen Test benötigt, wäre der Fremdschutz sicher nicht ausreichend um eine Impfpflicht zu rechtfertigen.

Gruß,
Naclador

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"Nur die Lüge benötigt die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht."
Thomas Jefferson

Also sind die Schutzmaßnahmen für Ungeimpfte doch nur richtig

FOX-NEWS @, fair and balanced, Donnerstag, 25.11.2021, 12:56 vor 9 Tagen @ Naclador 1811 Views

Die überwiegende Mehrheit der Geimpften ist nicht in Gefahr, die Ungeimpften schon. Dabei stellt diese Minderheit der Ungeimpften die überwiegende Anzahl der Intensivpatienten.

Das alles ist doch Käse. Risikogruppen sollen sich schützen, der Rest soll tun und lassen, was er will. In Schweden funktioniert's. [[top]]

Grüße

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** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

So wäre es mit auch am liebsten. (oT)

Naclador @, Göttingen, Donnerstag, 25.11.2021, 13:09 vor 9 Tagen @ FOX-NEWS 1006 Views

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"Nur die Lüge benötigt die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht."
Thomas Jefferson

Quatsch! 3 G wirft die getesteten Ungeimpften den UNGETESTEN Geimpften regelrecht als Fraß vor. Motto: Kommt liebe Kinder und laßt euch anstecken.

Olivia @, Donnerstag, 25.11.2021, 20:15 vor 9 Tagen @ FOX-NEWS 768 Views

DAS ist eine Vernachlässigung der Sorgfaltspflicht!

DIE "DRECKSKERLE" wissen, dass Gimpfte hochansteckend sein können und schicken die ungeimpften, getesteten armen Lämmer zu denen in die Bude rein.

DAFÜR müßten die Verantwortlichen VOR GERICHT!

WARUM sollen sich die Ungeimpften testen lassen?????

Haben die "Dreckskerle" Angst davor, dass die Ungeimpften ihre "Impf-Zombies" anstecken?
Umgekehrt wird ein Schuh daraus.
Sie müssen die getesteten Ungeimpften vor den ungetesteten und damit potentiell ansteckenden Geimpften SCHÜTZEN!

Wer sich diesen korrupten Schwachsinn ausgedacht hat, das möchte ich wirkich wissen.

Ungeimpfte sollten sich weigern, mit ungetesteten Geimpften zusammenzuarbeiten, denn diese sind die Träger der Infektion, ohne dass sie es wissen.

--
For entertainment purposes only.

So sieht es aus... Beispiel "Pflegeheim":

HW71 @, Donnerstag, 25.11.2021, 21:40 vor 9 Tagen @ Olivia 904 Views

Schwiegervater seit ein paar Monaten in einem Pflegeheim wegen Demenz. Meine Frau (geimpft) darf dort seit doppelter Impfung ein- und ausgehen nach Belieben - Ungeimpfte hingegen nur mit tagesaktuellem Test. Dieser ganze 2G und 3G-Kram ist - nach dem, was man mittlerweile weiß - unverantwortlich! Aber klar, bei jedem Ausbruch in kritischen Einrichtungen findest sich (vermutlich) irgendwo eine ungeimpfte Person, der man das ganze in die Schuhe schieben kann!

Als Bouffier vor ein paar Tagen ein Interview mit den Worten anfing: "Wenn man einen Fehler macht, sollte man auch die Größe haben, das zuzugeben." dachte ich schon "Nee, oder? Sollte es tatschlich sein, dass ein Politiker zugibt, dass man mit der Impfung aufs falsche Pferd gesetzt hat?".

Natürlich nicht - kurz danach war dann klar, auf was er rauswollte: Das "Es wird keine Impfpflicht geben"-Versprecchen war der Fehler, den er meinte. Dabei wäre es an der Zeit, die Sonderbehandlungen von Geimpften und Genesenen über Board zu werfen, denn die alten Aussagen, dass diese Gruppen nichts mehr zum Infektionsgeschehen beitragen würden, darf man ja nun als widerlegt ansehen.

1G (alle getestet) in allen "kritischen" Einrichtungen wäre das einzig sinnvolle, WENN es denn wirklich um den Schutz Anderer gehen WÜRDE.

LG, H.W.

Daran merkt man, daß es niemals um Gesundheit ging.

Griba @, Dunkeldeutschland, Freitag, 26.11.2021, 15:51 vor 8 Tagen @ HW71 338 Views

Es geht um Unterwerfung - nichts anderes.

--
Beste Grüße

GRIBA

DAS ist seit dem Sommer 2021 bekannt. WARUM also der ganze Zauber mit 3 G und dem hinüberschieben der Schuld auf Ungeimpfte???

Olivia @, Donnerstag, 25.11.2021, 20:19 vor 9 Tagen @ stocksorcerer 750 Views

Das ist entweder ganz bewußt von den politischen Parteien "eingestielt" worden (möglicherweise wegen der Wahl) oder aber die sind alle so dämlich und uninformiert, dass man es kaum glauben kann.

Und jetzt, wenn sie es begreifen, brauchen sie natürlich einen Sündenbock.

--
For entertainment purposes only.

Hier nochmal der Beitrag von Dr. Steffen Rabe als Text

Rainer ⌂ @, El Verger - Spanien, Donnerstag, 25.11.2021, 13:09 vor 9 Tagen @ stocksorcerer 1901 Views

Ich habe das zwar schon unten eingestellt. Trotzdem nochmal hier, weil ein Text besser als ein Audiobeitrag ist, wie ich finde.

https://www.mdr.de/mdr-aktuell-nachrichtenradio/audio/audio-1891596.html?fbclid=IwAR383...

Dr. Steffen Rabe: Nein die Argumentation für eine Impfpflicht ist für mich gerade bei den COVID Impfstoffen überhaupt nicht nachvollziehbar. Und wenn ich Herrn Dabrock gehört habe und er argumentiert mit dem mittelbaren Fremdschutz, dann ist das natürlich der entscheidende Knackpunkt. Nur ein solches Argument kann überhaupt die Überlegung einer Impfpflicht begründen und genau diesen Aspekten die COVID Impfstoffe eben nicht ab. Die COVID Impfstoffe gewähren, denen die sich schützen wollen einen zeitlich begrenzten gar nicht schlechten Schutz vor schweren Verläufen. Wir haben aber überhaupt keinen relevanten Fremdschutz. Damit ist jedwedes Argument für eine Impfverpflichtung vom Tisch. Und wenn er darauf von einem geringen und einem minimalen Risiko mit der Impfung spricht, dann ist das einfach falsch. Als Kinder und Jugendarzt bin ich damit konfrontiert jungen 16, 19 jährigen jungen Männern gegenüber zu sitzen, denen ich sagen muss, wenn Sie sich jetzt mit BionTech impfen lassen, dem einzigen im Moment für Sie empfohlen und zugelassenen Impfstoff, dann ist ihr Risiko eine Herzmuskelentzündung davon zu tragen als unmittelbare Folge dieser Impfung mindestens in der Größenordnung von 1 zu 5000. Herr Deisinger, wir kennen kein anderes Medikament, ich kenne seit 30 Jahren keinen anderen Impfstoff, bei dem wir eine so schwere Erkrankung, wie eine Herzmuskelentzündung, mit einem zahlenmäßig so dramatischen Risiko verbinden, Diese Impfpflicht ist weder juristisch, noch moralisch, noch medizinischen irgendeiner Art und Weise intelligent, sondern sie ist wie Herr Hans-Jürgen Patiar ja sagt, ja völlig zurecht, ein Ausdruck von Hilflosigkeit und Kopflosigkeit.

Deisinger: Ja nehmen wir mal Hilflosigkeit. Wenn wir die Situation auf den Intensivstation, oder in den Krankenhäusern generell anschauen, das wird ja als weiteres Argument, dass man da einen Notfall hat und aus dem Notfall möglicherweise gar nicht anders herauskommt, als mit einer Impfpflicht, geführt.

Dr. Steffen Rabe: Aber Herr Deisinger, eine Impfpflicht ist doch keine Sofortmaßnahme. Die juristische Vorbereitung, die politische Umsetzung und medizinische Wirksamkeit, wir lügen uns doch in die Tasche, wenn wir uns einreden, dass sie innerhalb von zwei bis drei Wochen irgendeinen Effekt auf den Intensivstationen sehen. Wir müssen aufhören endlich die Intensivstation auszudünnen, Intensivbetten abzubauen, wir müssen den Krankenschwestern und Krankenpflegern dort, statt sie mit einer Impfpflicht aus dem Beruf zu drängen endlich die Wertschätzung entgegenbringen, die brauchen damit sie bei ihrem Beruf bleiben und da hat die Politik zwei Jahre lang komplett versagt. Diese Katastrophe ist doch eine Katastrophe mit Ansage Herr Deisinger. Wir wussten, dass dieser Herbst noch mal eine Herausforderung werden würde, auch für die Krankenhäuser und auch für die Intensivstation und haben sehenden Auges tausende von Intensivbetten abgebaut und das soll jetzt als Argument gelten für einen Eingriff in eines der zentralen Grundrechte. Und hier widerspreche ich Herrn Dabrock vehement. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit, gerade in einem Land wie Deutschland, das diese unselige Vergangenheit, auch im medizinischen Bereich mit diesen Eingriffen hat, da sollten wir sehr, sehr achtsam und sehr, sehr vorsichtig sein mit diesem Ding.

Rainer

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Ami go home!
RundeKante
WikiMANNia
WGvdL Forum

Eine Stimmer der Vernunft. Von welchem Planeten kommt der Mann? (owT)

der_Chris @, Nördl. Ruhrgebiet, Donnerstag, 25.11.2021, 13:37 vor 9 Tagen @ Rainer 1066 Views

:-)

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Gruß
Der_Chris
Corona ist ein Intelligenztest - Wer durchfällt, wird geimpft!

Vermutlich 2019, ein Ewigvorgestriger. (oT)

Julius Corrino @, Sur l'escalier des aveugles, Donnerstag, 25.11.2021, 14:29 vor 9 Tagen @ der_Chris 832 Views

-

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Ainsi continue la nuit dans ma tête multiple... elle est complètement dechirée... ma tête.
- Luc Ferrari

Unterschied klassische Impfungen (Pocken, Masern,...) zu Grippe-Impfungen (inkl. Covid): die ersteren funktionieren und halten 10-100 Jahre, die letzteren funkt. vielleicht und halten kein Jahr. owT

BerndBorchert @, Donnerstag, 25.11.2021, 14:19 vor 9 Tagen @ stocksorcerer 1053 Views

Es ist sogar noch schlechter um die Grippeimpfung bestellt.

Julius Corrino @, Sur l'escalier des aveugles, Donnerstag, 25.11.2021, 14:48 vor 9 Tagen @ BerndBorchert 1778 Views

Auch die alljährliche Influenzaimpfung hat in mittlerweile fünf Jahrzehnten nachweislich nie einen Einfluß auf die Sterberaten bei Viruspneumoniepatienten gehabt. Eine Impfung gegen egal welches respiratorisches Virus hat noch nie funktioniert und kann auch aus verschiedenen Gründen unmöglich funktionieren.

Die Pockenerreger variola minor/maior konnten durch Impfung ausgerottet werden, weil diese keine Rückzugsmöglichkeiten zu anderen Säugetierspezies hatten, so wie das eben bei vielen der gängigen respiratorischen Viren (auch der Familie der Betacoronaviren) der Fall ist. Selbst im (höchst hypothetischen!) Fall einer temporären Ausrottung im Wirt homo sapiens durch eine Wunderimpfung würden letztere von dort aus also in kürzester Zeit wieder zu uns zurückkehren, etwa durch Insektenvektoren.

Zu dieser exklusiven Spezialisierung von variola auf den Menschen kam noch die Tatsache, daß keine schnelle Anpassung an den Impfdruck durch "Fortmutieren" (wie bei den verschiedenen Influenzastämmen et al.) möglich war: Variola waren DNS-Viren, deren Erbgut als doppelsträngige Helix vorlag. Wenn hier auf einem Strang eine Aminosäuresequenz mutiert, wird diese Veränderung durch den ursprünglichen, "intakten" Gegenpart auf dem komplementären Strang überdeckt, was die genetische Drift im Vergleich zu den einsträngigen RNS-Viren, die bei uns die grippalen Infekte auslösen, stark verlangsamt.

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- Luc Ferrari

Danke für die Info. Ich frag mich, wie man dann überhaupt auf die Idee kommen konnte, dass der Grippe-Virus Covid19 durch Impfung bekämpfbar sein könnte. owT

BerndBorchert @, Donnerstag, 25.11.2021, 14:55 vor 9 Tagen @ Julius Corrino 987 Views

Interessante Frage.

Julius Corrino @, Sur l'escalier des aveugles, Donnerstag, 25.11.2021, 15:21 vor 9 Tagen @ BerndBorchert 1343 Views

Vor Februar 2020 hätte so einen Unsinn ja auch in der medizinischen Fachwelt niemand geglaubt. Ich vermute, daß das Expertentum damals angesichts des sich aufbauenden übermächtigen Handlungsdrucks zunächst taktisch nachgab und darauf spekulierte, daß Medien und Politik nach kurzer Zeit die Lust an "Lockdowns" und anderen Regentanzritualen verlieren würden, sobald sich herausstellen würde, daß das nichts bringt und außerdem auch keine aufsehenerregenden pandemischen Katastrophenereignisse einträten.

Das war eine Fehlspekulation. Ein gigantischer Maßnahmenverwaltungsapparat wurde aus dem Boden gestampft, die ganze Sache bekam eine unaufhaltbare Eigendynamik. Knapp zwei Jahre später, und die Verantwortlichen haben sich in eine Zimmerecke gemalt, wie der Angelsachse so schön sagt. Durch unaufhörliches Den-starken-Maxen-markieren-Wollen, die Lust an der Selbstinszenierung als "harter Hund", der die Massen sicher durch die Krise lotst und die begleitende Dauerpanik in den Medien stehen diese Leute heute in einer selbstgebauten Sackgasse. An mehreren sehr offensichtlichen Ausfahrten, bei denen man die "Pandemie" glaubwürdig für beendet hätte erklären können, wurde mit Bleifuß vorbeigerast. Die übliche institutionelle Trägheit und die von keinem der Akteure mehr kontrollierbaren neuen Anreizstrukturen sorgen dafür, daß die Sache ein Selbstläufer bleibt.

Daß die Politiker zumindest in Mittel- und Westeuropa aus dem Dauerapokalypsemodus gar nicht mehr herauszuwollen scheinen, führe ich auf einen (bei diesem spezifischen Menschenschlag sehr wesenhaften) kindischen Trotz angesichts der mittlerweile offensichtlichen Wirkungslosigkeit des eigenen Aktionismus wie auch ein sich in deren Psyche immer stärker Geltung verschaffendes Selbstschutzbedürfnis zurück: Wer könnte im Angesicht der sich immer weiter himmelhoch auftürmenden Flurschäden zum jetzigen Zeitpunkt noch ruhigen Gewissens sagen: April, April, da haben wir uns aber mächtig verzockt, geht alle heim, es gibt hier nix mehr zu sehen?

Nein, die Blasenbewohner in Berlin und den diversen Landeshauptstädten (sowie den großen Sendehäusern) sind nicht klug oder kompetent, und sie haben auch keinen Plan. Sie wissen selbst nicht, wohin sie mit dem Rest der Volksmassen aktuell unterwegs sind, aber dahin dafür mit Pedal am Anschlag und Lachgaseinspritzung.

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- Luc Ferrari

Was ist mit Ärzten+Pharmazeuten? Die wussten doch auch, dass die Grippe-Impfung nur ein bisschen wirkt und das auch nur für einen Winter. Und dann soll auf einmal eine Grippe-Impfung funktionieren? oT

BerndBorchert @, Donnerstag, 25.11.2021, 15:50 vor 9 Tagen @ Julius Corrino 806 Views

Bei vielen Ärzten und Pharmazeuten ist solides Grundlagenwissen in dieser Frage leider schon immer Mangelware gewesen.

Julius Corrino @, Sur l'escalier des aveugles, Donnerstag, 25.11.2021, 15:55 vor 9 Tagen @ BerndBorchert 1041 Views

bearbeitet von Julius Corrino, Donnerstag, 25.11.2021, 16:07

Quelle: Eigene, langjährige Beobachtungen.

EDIT:
Das bezieht sich jetzt auf den fehlgeleiteten Glauben an die Schutzwirkung der Grippeimpfung, nicht auf den weiter oben angesprochenen Irrsinn, eines der gängigen respiratorischen Viren ausrotten zu wollen ("ZeroCovid"-Kreuzzüglersekte).

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Das wäre das "harmloseste" Scenario.

WACO @, Donnerstag, 25.11.2021, 16:06 vor 9 Tagen @ Julius Corrino 1178 Views

Hallo,

auch wenn es sich jetzt blöd anhören sollte, aber das von dir beschriebene Scenario
wäre, meiner Meinung nach, noch das harmloseste.
Wenn ich mir aber das vor Jahren geschriebene von Schwab, Gates und Konsorten so ansehe,
kann ich nicht glauben, dass es keinen Plan geben soll. Da passt einfach zu viel zusammen.
Plan natürlich nicht bei den Kasperln in Berlin, bei deren Einflüsterern aber schon.
Oder sollte das alles eher zufällig passieren und "die da oben" nur die Gunst der Stunde
nutzen um ihre kranken Hirnfürze doch noch irgendwie in die Realität umsetzen zu können,
um selber dem Untergang zu entgehen?
Taurc wars, glaube ich, der recht ausführlich beschieb, dass das ganze Gehampel eher
Ausdruck der Hilflosigkeit der Politik auf zwangsweise ablaufende Entwicklungen ist, ganz
ohne Plan.
Keine Ahnung was stimmt, wie gesagt, die Planlosigkeit wäre mir lieber, denn dann gibt sich
das recht bald wieder. Natürlich nicht ohne Knall.

Grüße

Tatsächlich sind Planlosigkeit und autonom-emergente Dynamik schon der GAU.

Julius Corrino @, Sur l'escalier des aveugles, Donnerstag, 25.11.2021, 16:25 vor 9 Tagen @ WACO 1104 Views

Klaus Schwab und Konsorten genießen es, sich selbst in der Öffentlichkeit als die Realwelt-Inkarnationen Ernst Stavro Blofelds zu inszenieren: "Wir wußten die ganze Zeit, daß es so kommt" – "Alles verläuft nach Plan" – "Genau das geschieht, weil es unsere Agenda ist" etc.

In der Realität sind diese horizontmäßig eher so mittelgut ausgestatteten Zeitgenossen nur dabei, den Tiger mitzureiten. Gutinformierten Kreisen zufolge ist etwa Bill Gates' Aufmerksamkeitsspanne recht beschränkt, wovon mehrere akademische Subdisziplinen, die aus mehr oder minder spontanen Launen heraus mit Fördergeldern aus seiner Stiftung überrollt wurden, nachdem er irgendwann einmal ein populärwissenschaftliches Buch zum Thema halb fertiggelesen hatte, ein Lied singen können.

Impulsivität, Bauchgefühl, halbgares Sendungsbewußtsein, Selbstüberschätzung und eine krude Auffassung davon, was denn das Größte, Wichtigste in der "globalen Welt" von heute sei sowie (teilweise) großer Reichtum vermischen sich zu einer unappetitlichen Pampe, die man dann hier und da auskippt. Aber kohärente, große Pläne oder langfristige Projekte sind das alles nicht. Jedesmal, wenn man eines der zahllosen gescheiterten Vorhaben dieser Leute unter der Lupe anschaut, findet man immer wieder nur Inkompetenz, Unwissen, Kurzsichtigkeit, amateurhaftes Sich-Durchwursteln und letztenendes Gleichgültigkeit, sobald man die Sache aufgibt, um sich den nächsten Acker vorzuknöpfen.

Wären Gates & Co. mächtige Strippenzieher, die Welten über Jahrzehnte straff durchplanen und lenken könnten, wäre die Lösung ja vergleichsweise einfach. Eine aus sich selbst hervorwachsende, spontan selbstorganisierende und selbststabilisierende (Un)Ordnung hingegen kann kein einzelner so ohne Weiteres vom Kurs abbringen. Und das ist das wahrhaft Gefährliche an unserer aktuellen Misere.

--
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- Luc Ferrari

Planlos geht der Plan los (owT)

der_Chris @, Nördl. Ruhrgebiet, Donnerstag, 25.11.2021, 16:34 vor 9 Tagen @ Julius Corrino 700 Views

[[top]]

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Gruß
Der_Chris
Corona ist ein Intelligenztest - Wer durchfällt, wird geimpft!

Ich stimme dir zu ....

NST ⌂ @, Südthailand, Freitag, 26.11.2021, 03:27 vor 8 Tagen @ Julius Corrino 491 Views

bearbeitet von NST, Freitag, 26.11.2021, 03:43

Gutinformierten Kreisen zufolge ist etwa Bill Gates' Aufmerksamkeitsspanne recht beschränkt, wovon mehrere akademische Subdisziplinen, die aus mehr oder minder spontanen Launen heraus mit Fördergeldern aus seiner Stiftung überrollt wurden, nachdem er irgendwann einmal ein populärwissenschaftliches Buch zum Thema halb fertiggelesen hatte, ein Lied singen können.

Impulsivität, Bauchgefühl, halbgares Sendungsbewußtsein, Selbstüberschätzung und eine krude Auffassung davon, was denn das Größte, Wichtigste in der "globalen Welt" von heute sei sowie (teilweise) großer Reichtum vermischen sich zu einer unappetitlichen Pampe, die man dann hier und da auskippt. Aber kohärente, große Pläne oder langfristige Projekte sind das alles nicht.

..... wenn man sich die Personen anschaut, wie Schwab oder Gates, das hast du im Prinzip recht.

Ganz anders sieht es aus, mit den Stiftungen, bei denen sie als Frontfiguren fungieren. Diese Stiftungen sind es, welche z.B beim Virus die Suppe am kochen halten. Ich habe das mal hier in TH recherchiert und war verblüfft, gelinde gesagt.

Hier gibt es eine klare Rangordnung bei den Unis. Wenn wir die 10 besten nehmen, dann verfahren wir wie folgt: Man gehe z.B auf die Projektliste der Melinda Gates Stiftung und suche dort Projekte in TH und man findet genau die oben aufgeführten Unis mit diversen Projekten und Fördergeldern. Dann kann man noch weiter gehen - und sich die leitenden Profs. dieser Projekte genauer anschauen. Das ist dann aber oft nicht mehr so einfach auf Englisch zu finden - bei allen findet man im Regelfall aber folgendes: Studiert in UK/USA - oder entsprechende Fortbildungen dort abgelegt. Regelmässige Einladung zu Kongressen - und in TH organisieren sie dann, die Fortbildungen im eigenen Land.

So ungefähr läuft es, im Politik und Soziologiebereich erledigt das die Open Society Foundations - von Soros, nach dem gleichen Schema.

Das alles ist selbstverständlich von höchster Stelle abgesegnet - denn dort sind alle diverse Gralshüter mit einer fast 2 Jahrhunderten langen Traditionslinie in höherer Hierarchie als Gates u. Co.

Das Konzept dahinter dem hat Pyakin einen sehr guten Namen gegeben - er nennt es Strukturlose Steuerung und erfasst damit den wesentlichen Kern. Mit diesem Begriff analysiert er diverse Ereignisse und kommt damit zu ganz anderen Schlüssen als andere Analysten.

Strukturlose Steuerung ist in Wirklichkeit nichts anderes als Werbung. Ursprünglich kommt es aus der Ecke .... [image]

Jeder kann heute recht fix feststellen, das jedes Medienunternehmen von einer sehr kleinen Gruppe (heute nennt man die Investoren) gehören, in jedem Land wo es öffentliche Medien gibt gehören sie dieser Gruppe. So wird die Werbung platziert und das ohne feste weitere Vorgaben. Jeder darf sich mit den gemachten Vorgaben profilieren und empfehlen. Es winkt den Erfolgreichen immer irdisches Vergnügen. :-P

So macht man aus einer Phantasie/Idee etwas das real im Leben erschaffen wird, in dem man andere dafür im Hamsterrad laufen lässt .... z.B für bedrucktes grünes Papier, Rentenversprechen - was auch immer.

Wenn alles nur Zufall wäre, dann wäre es auch ausgeschlossen, dass Familien über mehrere Jahrhunderte immer an der Spitze bleiben .....

Dass das genau sich so verhält, dürfte von niemand ernsthaft in Zweifel gezogen werden. Die Fluktuation innerhalb solcher Gruppen ist sehr gering. Es kommen einige Neue dazu und Alte lösen sich innerhalb der Gruppe auf und das geht schon sehr lange so. Dass solche Gruppen eben gerne etwas länger leben möchten als andere, ist leicht verständlich. Ergo was machen sie ..... , genau.

Niemand von denen erstellt einen Meisterplan - sie setzen aber ideologische und persönliche Ziele. Alles andere erledigt der Prozess der Strukturlosen Steuerung, denn dort befinden sich all jene die sich für Höheres berufen fühlen und sich auch dafür entsprechend andienen und anstrengen.
Gruss

PS: am Beispiel von TH können wir noch folgendes sehen: Hier finden Demos statt, weil nicht genug Pfizer gespritzt wird .... ein Affront gegen die Regierung. Wer jetzt das oben gelesen hat, müsste jetzt eigentlich ins grübeln kommen. Was stimmt da nicht? Es wird immer überall über mehrere Banden gespielt, so oft, dass man das normalerweise nicht mehr nachvollziehen kann.

--
Buntschland bald platt?
Mir doch egal, solange mein Geld aus dem Bankomaten, mein Strom aus der Dose, mein WiFi aus der Luft, mein Wasser aus dem Hahn und meine Fressalien auf den Tisch kommen! [[freude]] ©n0by
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Film "Eingeimpft" und Impfkritik: Verriss war zu erwarten / aus 2018 / Dr. Steffen Rabe und Dr. Martin Hirte

CWA @, Donnerstag, 25.11.2021, 16:51 vor 9 Tagen @ stocksorcerer 1100 Views

Passend zu dem Thema der impfkritische Film von 2017: "Eingeimpft"
"https://www.eingeimpft-film.de/"

Ärzteblatt:
"Sieveking bedient mit seinen Bildern und Gesprächen beharrlich fünf Punkte, die die WHO als Hauptgründe für das Nichtimpfen ausfindig gemacht hat (1) – und die ihm den Vorwurf einbringen, für eine Dokumentation unausgewogen zu berichten.

Mangelndes Vertrauen in die Sicherheit und Wirksamkeit von Impfungen sowie in die Empfehlungen anerkannter Institutionen: Im Film wird dies beispielsweise an den Aluminiumsalzen festgemacht, die Totimpfstoffen als Wirkverstärker zugefügt werden. So sagt Jessica unter Tränen, sie wolle, dass ihr Kind „metallfrei“ bleibe. Laut PEI enthält eine Impfdosis allerdings nur zwischen 0,1 und 0,8 Milligramm Aluminium (2). Nicht in Relation gesetzt wird, dass die tolerierbare wöchentliche orale Aufnahmemenge bei einem Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht liegt (3). Mitunter reicht daher eine einzige Portion Fisch aus, die wöchentliche Dosis zu erreichen (4).
Vermeintlich niedriges Krankheitsrisiko: Viele schwere Infektionskrankheiten wie Masern oder Keuchhusten sind durch Impfungen stark zurückgedrängt worden. Dass es selten zu Ausbrüchen kommt, hängt damit zusammen, dass die Mehrheit der Bevölkerung geimpft ist (Herdenimmunität).
Ausnutzen der Herdenimmunität als „Trittbrettfahr“: Nach dem Motto: Sollen sich doch die anderen impfen lassen, dann bin auch ich geschützt, wird im Film diskutiert. Eindringlich, aber vergeblich versucht ein Kinderarzt Jessica und David das Risiko zu verdeutlichen: „Früher sind in Ihrer Nachbarschaft viele Kinder an Diphtherie gestorben. Heute schwimmen Ihre Kinder auf der Welle, dass andere geimpft sind.“
Hoher Informationsbedarf: Viele Informationsquellen werden als gleichwertig betrachtet. Dadurch werden die evidenzbasierten Impfempfehlungen der STIKO genauso gewichtet wie die eines einzelnen Arztes, der möglicherweise nicht die Studienlage überblickt. Zudem neigen Menschen dazu, solchen Informationen Glauben zu schenken, die in das eigene Weltbild passen. Im Film treten die Risiken des Impfens somit überproportional in den Vordergrund.
Alltägliche Hindernisse: Während in Deutschland unbedeutende Anlässe dazu führen, Impfungen zu verschieben (wie bei den Filmeltern) oder gar zu unterlassen, nehmen in Entwicklungsländern die Menschen tagelange Wege auf sich, um ihre Kinder impfen zu lassen. Das stellt sogar Sievekind bewundernd in seinem Film fest.

Weitere Kritik im Ärzteblatt:
https://www.aerzteblatt.de/archiv/201700/Impfkritik-Verriss-war-zu-erwarten


Impfkritik: Verriss war zu erwarten
Dtsch Arztebl 2018; 115(41): A-1827 / B-1532 / C-1518
Hirte, Martin; Rabe, Steffen
Der aktuell in den Kinos gezeigte Film „Eingeimpft“ macht es dem Zuschauer unmöglich, sich sachlich fundiert eine Meinung zu bilden („Gut gemeint, aber Chance vertan“ von Vera Zylka-Menhorn und Dustin Grunert).


Es war zu erwarten, dass der Film „Eingeimpft“ auch im Ärzteblatt einen Verriss bekommt. Impfungen sind die heilige Kuh der Public-Health-Medizin, und das Impfdogma kennt nur Gläubige („gesicherte Informationen“) oder Ketzer („Fehlinformationen“). Ganz in diesem Sinn wirft die Autorin dem Filmemacher David Sieveking Unausgewogenheit und Fehlinformationen vor und fordert ihn auf, im Abspann des Films „seriöse Literatur“ zur Impffrage zu präsentieren. Doch selbst seriöse Fachleute stellen sich inzwischen die Frage, welche Literatur im Impfbereich wirklich seriös ist. ...

Bei der Beurteilung der Frage, ob die DTP-Impfung im ersten Lebensjahr zu einer höheren Sterblichkeit führen kann, war sich die von der Autorin zitierte SAGE-Arbeitsgruppe der WHO keineswegs einig („the working group members differed in their interpretation of the inconsistent results“). Daher müsse den Hinweisen dringend genauer nachgegangen werden („there is a need for more high quality randomised controlled trials, wherever feasible.“). ...

Sachlich gänzlich daneben liegt die Filmkritik bei der Frage der Aluminiumbelastung durch Impfstoffe, die sie mit der Belastung durch eine Fischmahlzeit vergleicht. Die enterale Resorption von Aluminium beträgt nach seriösen Berechnungen nur 0,1 bis 0,3 Prozent, während sich parenteral verabreichtes Aluminium nun einmal vollständig im Organismus befindet (Willhite 2014). So werden den Säuglingen in den ersten vier Lebensmonaten im Rahmen des üblichen Impfschemas 2,7 bis 3,9 mg Aluminium verabreicht. Impfungen sind damit die mit Abstand größte Aluminiumquelle im Säuglingsalter.

Dr. med. Martin Hirte, 80331 München,
Dr. med. Steffen Rabe, 81245 München

Impfpropaganda

Rainer ⌂ @, El Verger - Spanien, Donnerstag, 25.11.2021, 17:57 vor 9 Tagen @ CWA 1272 Views

bearbeitet von Rainer, Donnerstag, 25.11.2021, 18:09

... Ohne Propaganda kann es natürlich keine groß angelegte Immunisierung geben, aber wie gefährlich ist es, Propaganda mit wissenschaftlichen Fakten zu verwechseln. Wenn wir die ganze Wahrheit sagen würden, wäre es zweifelhaft, ob die Öffentlichkeit sich einer Impfung unterwerfen würde. Im Großen und Ganzen hat sich die Diphtherie-Immunisierung als ziemlich sicher erwiesen, aber nehmen wir einmal an, wir würden in unserer Propaganda offen über die verschiedenen unerwünschten Unfälle berichten, die das Verfahren begleitet haben. Keine Methode, die eine parenterale Injektion beinhaltet, ist ohne ein erhebliches Risiko. Wenn wir einem gesunden Menschen etwas injizieren, bewegen wir uns immer auf dünnem Eis. Kranke Menschen sind in der Regel durchaus bereit, ein Risiko einzugehen, um ein Mittel auszuprobieren, aber gesunde Menschen wollen in erster Linie ihren Status quo erhalten. Wenn man sie ausknockt, um sie vor einer Krankheit zu schützen, von der man nicht weiß, ob sie sie jemals bekommen wird, muss man mit dem Teufel bezahlen. ...

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Deutsche Übersetzung

THE LANCET 1.Januar 1938
GRAINS AND SCRUPLES
Unter dieser Rubrik erscheinen Woche für Woche die freien Gedanken von Ärzten in verschiedenen Berufen. Jeder Autor ist für die Rubrik eines Monats verantwortlich; sein Name ist später im halbjährlichen Index zu finden

FROM A BACTERIOLOGICAL BACK-NUMBER
ALS Jenner und Pasteur die Idee der künstlichen Immunisierung entwickelten, machten sie mehr als nur eine wissenschaftliche Entdeckung; sie begründeten einen Glauben, und wie so oft mit dem Glauben kam ein Ausgleich mit Aberglauben und Scharlatanerie. Keiner dieser großen Erneuerer ging als völlig unvoreingenommener und unpersönlicher Beobachter an die Sache heran. Sie strebten danach, sowohl Missionare als auch Wissenschaftler zu sein. In unserem desillusionierten Zeitalter erscheint es seltsam, dass das neunzehnte Jahrhundert seine Predigten so leicht in Steinen gefunden hat, obwohl es vielleicht die Gabe war, das, was ist, mit dem, was sein sollte, zu identifizieren, die es sowohl groß als auch lächerlich machte. Die Immunisierung wurde in einer rosaroten Umgebung geboren und aufgezogen und lebt bis heute in einer gefährlichen Atmosphäre, in der der Wunsch der Vater des Gedankens zu sein pflegt.

Wir haben einige auffällige Veränderungen in der Haltung zur Pockenimpfung erlebt. Die Zwangsimpfung, die einst von der ganzen Nation befürwortet wurde, hat heute kaum noch ernst-hafte Befürworter. Wir schämen uns, die Idee völlig über Bord zu werfen, weil wir vielleicht befürchten, dass uns der Unfall einer künftigen Epidemie ins Unrecht setzen könnte, wenn wir es täten. Wir ziehen es vor, die Impfpflicht eines natürlichen Todes sterben zu lassen und sind erleichtert, dass die Öffentlichkeit nicht neugierig genug ist, um eine Untersuchung zu fordern. In der Zwischenzeit wird unsere Aufmerksamkeit auf andere und neuere Formen der Immunisierung gelenkt. In unserer unmittelbaren Gegenwart ist die Diphtherie-Impfung zum Paradepferd der Impfgegner geworden. Die wissenschaftlichen Ideen, die sich dahinter verbergen, waren sicherlich interessant und wurden ohne jeden Zweifel bewiesen. Der Schick-Test unterschied die Anfälligen von den Immunen, und durch eine einfache Behandlung konnten die Anfälligen immun gemacht werden. Diese Tatsachen brachten keinen kategorischen Imperativ mit sich. Die Tatsache, dass Diphtherie durch Impfung verhindert werden kann, impliziert ebenso wenig ein Gebot, die Menschen zu immunisieren, wie die Tatsache, dass Salpetersäure und Glycerin eine explosive Mischung ergeben, ein Gebot, unsere Nachbarn in die Luft zu jagen. Dennoch wurde die Immunisierung der Massen mit fast religiösem Eifer betrieben. Der Enthusiast hat sich nur selten gefragt, wo das alles enden wird und ob die vollmundigen Versprechen, die der Öffentlichkeit in Form von "Propaganda" gemacht wurden, auch eingehalten werden. Ohne Propaganda kann es natürlich keine groß angelegte Immunisierung geben, aber wie gefährlich ist es, Propaganda mit wissenschaftlichen Fakten zu verwechseln. Wenn wir die ganze Wahrheit sagen würden, wäre es zweifelhaft, ob die Öffentlichkeit sich einer Impfung unterwerfen würde. Im Großen und Ganzen hat sich die Diphtherie-Immunisierung als ziemlich sicher erwiesen, aber nehmen wir einmal an, wir würden in unserer Propaganda offen über die verschiedenen unerwünschten Unfälle berichten, die das Verfahren begleitet haben. Keine Methode, die eine parenterale Injektion beinhaltet, ist ohne ein erhebliches Risiko. Wenn wir einem gesunden Menschen etwas injizieren, bewegen wir uns immer auf dünnem Eis. Kranke Menschen sind in der Regel durchaus bereit, ein Risiko einzugehen, um ein Mittel auszuprobieren, aber gesunde Menschen wollen in erster Linie ihren Status quo erhalten. Wenn man sie ausknockt, um sie vor einer Krankheit zu schützen, von der man nicht weiß, ob sie sie jemals bekommen wird, muss man mit dem Teufel bezahlen. Unfälle und Fehler sind unvermeidlich, und wenn sie passieren, wird das, was eine höchst lehrreiche Lektion hätte sein können, gewöhnlich verdrängt oder bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Diejenigen, die die Impfunfälle der letzten Jahre eingehend zur Kenntnis nehmen mussten, wissen, dass es in der Regel so etwas wie einen Geheimdienst braucht, um die Wahrheit darüber herauszufinden, was wirklich schief gelaufen ist. Und wenn die Fachleute oft heimlich und unaufrichtig vorgegangen sind, so ist die Öffentlichkeit ihrerseits ungerecht und nachtragend. Die ganze Welt ist bereit, im Nachhinein klug zu werden, und ein Sündenbock muss um jeden Preis gefunden werden. Einige der Fehler, die gemacht wurden, erscheinen bei nüchterner Betrachtung dumm genug: falsch etikettierte Flaschen, Präparate, die ohne Tierversuche herausgegeben wurden, das Fehlen eines Desinfektionsmittels - all das scheint leicht zu vermeiden zu sein, aber der Punkt ist, dass sie gemacht werden und dass sie irgendwann gemacht werden müssen, selbst bei größter Wachsamkeit. Es gibt kaum einen Immunologen, der für die Herstellung immunologischer Reagenzien verantwortlich ist, oder einen Arzt, der Impfungen in großem Maßstab durchgeführt hat, der nicht schon einige haarsträubende Erfahrungen gemacht hat.

Die unglücklichste Erfahrung in dieser Richtung habe ich gemacht, als ich eine Gruppe geistig behinderter Kinder gegen Scharlach impfen ließ. Es war in den Anfängen der Scharlachimpfung, aber wir hatten bereits eine beruhigende Erfahrung mit vielen hundert Kindern gemacht. Natürlich wussten wir, dass wir es mit einer Population zu tun hatten, die einige angenehme "Unbekannte" enthielt, und wir führten einen Vorversuch mit zwei oder drei Dutzend der Kinder durch, um zu sehen, wie die Dinge laufen würden. Alles lief gut, und da die Zeit und die Gelegenheit drängten, machten wir uns daran, den Rest der Kinder zu immunisieren. Wir waren noch nicht sehr weit gekommen, als wir dringend zum Bett eines der geimpften Kinder zurückgerufen wurden und dort einen mongolischen Schwachsinnigen vorfanden, der pulslos war und wie tot aussah. In den nächsten Minuten folgten vier weitere Vorladungen der gleichen Art, und jeder der unglücklichen Patienten war ein mongolischer Schwachsinniger. Wir hatten es versäumt, ein mongolisches Exemplar in unseren Versuch einzubeziehen - was dumm genug war, denn wie jeder weiß, sind Mongolen seltsame kleine Leute und ein Gesetz für sich. Ende gut, alles gut, und glücklicherweise erholten sich alle Patienten fast genauso schnell und inkonsequent, wie sie zusammengebrochen waren. Bis heute wissen wir nicht, was der Grund für dieses seltsame Verhalten der Mongolen ist, und es erübrigt sich zu sagen, dass wir von weiteren Experimenten mit diesem Kleinvieh abgeschreckt wurden. Wir haben vielleicht nichts über das Wesen des Mongolismus gelernt, aber wir haben gelernt, mehr Mitgefühl für das Unglück unserer Mitimpfenden zu haben.

Die Gefahr von Unfällen muss einer der Haken bei allen Formen der Immunisierung bleiben. Der einzelne Impfer ist schließlich die einzige Person, die das moralische Recht hat, zu entscheiden, ob sich das Spiel lohnt. Sein Wissen mag für die Entscheidung völlig unzureichend sein, aber die Risiken sind so oder so hauptsächlich seine persönliche und alleinige Angelegenheit.

Rainer

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